© 附田祐斗・佐伯俊/集英社・遠月学園動画研究会4

Unter den Anime der aktuellen Fall Season reißt ganz besonders Food Wars! seinen Fans buchstäblich die Kleider vom Leib. Doch wer steckt hinter der Geschichte um die Köche der Totsuki-Akademie? Wir stellen euch Yuuto Tsukuda, den Schöpfer von Souma und co genauer vor!

Essen, das so lecker schmeckt, dass es einen zum Höhepunkt bringt – was vor acht Jahren als witzige Idee beim Kneipenbesuch entstanden war, ist heute einer der aktuell beliebtesten Vertreter des Mediums Anime in westlichen Gefielden! Dabei ist Food Wars allerdings keine One-Man-Show, sondern entsteht aus der Zusammenarbeit zwischen Zeichner Shun Saeki und dem Autoren der Geschichte – Yuuto Tsukuda!

Der 33-jährige begann seine Karriere ebenfalls als Mangakünstler, bevor eine unerwartete Verkettung des Schicksals ihm schließlich die Welt der Gourmetküche eröffnete …

Aller Anfang ist schwer

© Anime Expo

Am 13. März 1986 schlug Yuuto Tsukuda in der wohlbekannten japanischen Hafenmetropole Fukuoka die Augen auf. Als er nach und nach vor der schäumenden Küste Japans heranwuchs, entwickelte er wie so viele Kinder seines Alters ein reges Interesse an Manga und besaß schließlich irgendwann genug Taschengeld, um sich eine Ausgabe der legendären Weekly Shounen Jump zu kaufen, in der ausgerechnet das One Piece-Kapitel enthalten war, in dem Ruffy nach einem Koch Ausschau hält – ein ironischer Ausblick auf sein weiteres Leben.

Denn 2006 entschloss er sich schließlich dazu, eine Karriere als professioneller Mangazeichner anzustreben, und reichte während der Studienzeit sein Debüt namens »Kiba ni Naru« beim Jump Manga Rookie-Award ein, den er auf Anhieb für sich entscheiden und somit das Preisgeld von 150,000 Yen einstreichen konnte – für den armen Studenten, der die meiste Zeit über von der Hand in den Mund lebte, ein astronomischer Betrag. Sein Sieg beim Wettbewerb hatte jedoch etwas viel Wichtigeres zur Folge: Kiba ni Naru wurde in der Akamaru Jump veröffentlicht und rolle den Teppich für Tsukudas Gang in die Manga-Welt aus.

Tsukudas erster Manga namens Shounen Shikku war ein ziemlicher Misserfolg. | © Yuuto Tsukuda / Shueisha

2010 durfte der Nachwuchszeichner mit »Shounen Shikku« schließlich seine erste eigene Reihe zu Papier bringen, die vom fußballbegeisterten Haruki handelte, der den Kampf gegen seinen Erzrivalen Kaoru voller Inbrunst auf dem Bolzplatz austrug. Obwohl die Serie vor der kräftigen Shounen-Ästhetik derartiger Sportgeschichten nur so strotzte und eine wichtige Botschaft von der Bedeutung des Teamgeists verkündete, wurde der Manga aufgrund eher magerer Reaktionen bereits nach zwei Bänden abgesägt und stellte Tsukuda zunächst vor ein großes Nichts …

Brodelnde Karriere

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Im folgenden Jahr war es die Prophezeiung des alten Shounen Jump-Heftes, die Tsukudas Leben ordentlich umkrempeln und ihm doch noch den erhofften Ruhm als weltweit gefeierter Autor verschaffen sollte: Denn ein alter Schulkamerad, der ebenfalls eine Karriere in der Mangabranche angestrebt hatte, klopfte mit einer abgedrehten Idee an die Tür. Shun Saeki war zu Schulzeiten Tsukudas Senpai gewesen und stellte seinem alten Freund nun das Konzept einer Geschichte um einen Koch vor, der so leckeres Essen zubereitet, dass den Mädels die Kleider vom Leib fliegen!

Da sich der ehemalige Hentai-Mangaka voll und ganz auf das Ausarbeiten der feinen Rundungen seiner weiblichen Charaktere konzentrieren wollte, bat er Tsukuda darum, die dazu passende Storyline zu verfassen. Tsukuda zeigte sich verdutzt und erwiderte, dass er gar nicht mal so viel von Gourmetspeisen verstehe, woraufhin Nakaji-san, der damalige Redakteur, nur meinte: »Besser, du fängst an, zu lernen«!

Mit dem Erscheinen von Food Wars begann für Tsukuda die ganz große Karriere! | © Yuuto Tsukuda / Shun Saeki / Shueisha

Der eiserne Entschluss des Manga-Dous, Saekis Gedanken zur Realität zu machen, beflügelte die Künstler, wie in der Manga-Branche üblich, einen Oneshot zu erstellen, der in der Shounen Jump auf regen Anklang stieß und die Ausarbeitung einer vollständigen Reihe ermöglichte, die 2012 zum ersten Mal das Papier der Zeitschrift schmückte. Mit seinem kreativen Konzept, der mitreißenden Shounen-Ästhetik und den sympathischen Charaktere eroberte Food Wars! die Herzen der Leser im Sturm und machte Souma und seine Freunde bald zu Superstars der Manga-Welt. Der internationale Durchbruch kam dann schließlich im Jahr 2015, als am 04. April die erste Episode der Anime-Adaption premierte und insbesondere im Westen auf haufenweise positive Resonanz stieß.

Tsukudas persönliche Sternenstunde war schließlich 2018 gekommen, als sein Redakteur ihn darum bat, einen Oneshot im Food Wars!-Stil zu schreiben, der den Smutje Sanji aus One Piece als Hauptcharakter in den Mittelpunkt stellt. So legten er und Saeki sich gewaltig ins Zeug, um die 35 Seiten von »Shokugeki no Sanji« auf die Beine zu stellen, und lernten im Laufe der Zusammenarbeit so manchen interessanten Nebenfakt vom One Piece-Vater Eiichiro Oda, der schon seit Langem eines der größten Vorbilder Tsukudas gewesen war.

In Shokugeki no Sanji durften die Food Wars!-Schöpfer den legendären Smutje in ihrem Stil präsentieren! | © Yuuto Tsukuda / Shun Saeki / Shueisha

Zu dieser Zeit begann es jedoch an anderer Stelle allmählich zu bröckeln: Schon seit Längerem schlugen den neuen Kapiteln zu Food Wars! mehr und mehr negative Kritik entgegen und auch die Verkaufszahlen waren schon längst nicht mehr das, was sie einmal waren. So entschieden sich die Verantwortlichen in den Shounen Jump-Büros schließlich dazu, die Reihe schnellstmöglich abzusetzen und innerhalb von drei Kapiteln im Schwestermagazin Giga Jump zu beenden.

Teamwork is Key!

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Obwohl Tsukudas Name als Autor von Food Wars! groß und breit auf dem Cover prankt, ist die Kochgeschichte nicht allein sein Verdienst, sondern ein Kind aus der Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Parteien – sei es Kochexpertin Yuki Morisaki, die für den Manga die verschiedensten Gerichte kreiert und ausprobiert hat oder die Redakteure, die sich aktiv an der Recherche und Ausarbeitung der Story beteiligt haben.

Die wurde meist gemeinsam von Autor und Zeichner ausgeknobelt und umgesetzt, wobei Tsukuda seine eigentliche Professur des Mangakas nicht ganz ablegen musste und die Storyboards zu Papier brachte, auf die die späteren Zeichnungen Saekis aufbauen. Dabei legte er besonders großen Wert darauf, die Geschichte so zu schreiben, dass die Zeichnungen seines Partners voll und ganz zur Geltung kommen, für den er im Laufe ihrer Freundschaft einen tiefsitzenden Respekt entwickelt hat.

Was seinen persönlichen Speisengeschmack angeht, bevorzugt Tsukuda das Essen seines Heimatlandes und haut sich den Bauch dabei vor allem gern mit Reisgerichten voll, zu denen er als erklärter Bierfan ein kühles Blondes zischt. Trotzdass er sich zwischendurch eine Ehe mit Megumi, Erina und Alice gewünscht hat, bleibt sein Lieblingscharakter aus der Geschichte Rindo, da sie genau wie Souma nichts ins Wanken bringen kann. Eine Eigenschaft, die er an seinen Figuren schätzt und gerne für sich selbst adaptieren würde …

Die Zukunft wird wild!

© 附田祐斗・佐伯俊/集英社・遠月学園動画研究

Jetzt, da das letzte Kapitel von Food Wars gezeichnet und gedruckt ist, kehrt erst einmal Ruhe ins Leben des kulinarischen Künstlerdous ein. Doch die wird vermutlich nicht lange anhalten, denn im Interview mit AnimeNewsNetwork gaben die beiden bereits bekannt, an einem neuen Projekt zu arbeiten und ihre Zukunft in der Mangawelt auf jeden Fall gemeinsam bestreiten zu wollen.

Was Details zum neuen Werk angeht, hüllten sich die beiden jedoch in vehementes Schweigen – denn alles kommt zu seiner Zeit …

Lust auf mehr spaßigen Lesestoff zum Thema Food Wars? 

Jetzt seid ihr gefragt!

Welche Frage würdet ihr Yuuto Tsukuda, dem Food Wars!-Autor, gern einmal stellen? Und welcher Teil der Geschichte hat euch am besten gefallen?

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Shinra
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Shinra

Im Artikel habt ihr 2x das Wort Duo benutzt und euch leider 2x verschrieben.
Bin mal gespannt was die Gerüchte-Küche für die Mangaka bereit hält.

timibi
Gast
timibi

Bei Food Wars bekomme ich immer son Hunger.