Attack-on-Titan-Freunde
© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Knapp 14.000 Anime-Fans gewährten uns in 46 Fragen tiefe Einblicke in ihre Lebensweise, ihre Werte und ihre Überzeugungen. Wir stellen euch die Ergebnisse vor!

Im Dezember 2019 stellten sich viele von euch unserem großen Persönlichkeitstest zum Anime Psycho-Pass. Der ausführliche Fragebogen bestand aus insgesamt 46 Fragen, unterteilt in sechs Kategorien aus verschiedenen Lebensbereichen.

Ursprünglich war dieser Fragebogen lediglich als unterhaltsamer Zeitvertreib gedacht. Die Auswertung der Ergebnisse lieferte uns jedoch eine ganze Menge interessanter Daten über die allgemeine Mentalität und über verschiedene Wertvorstellungen innerhalb der deutschen Anime-Community.

Knapp 14.000 Fans haben anonym an dem Test teilgenommen – und das Wissen, das wir aus ihren Antworten gewonnen haben, möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten!

Anmerkung: Bitte beachtet, dass es sich bei den Beurteilungen in diesem Artikel nicht um professionelle medizinische Einschätzungen handelt, und dass auch der zugrunde liegende Fragebogen lediglich zu Unterhaltungszwecken entworfen wurde. Die Ergebnisse geben zudem keinen klaren Aufschluss über die deutsche Anime-Community als Ganzes, sondern nur über einen kleinen Teil von dieser.


Allgemeine Persönlichkeit

© PSYCHO-PASS Committee

Die meisten Teilnehmer identifizieren sich weder als Optimisten noch als Pessimisten, sonder haben stattdessen laut eigener Angabe ein gesundes Mittelmaß zwischen diesen beiden Lebenseinstellungen gefunden.

Sie besitzen eine mäßig bis stark ausgeprägte Resistenz gegenüber Stress sowie ein hohes bis sehr hohes Empathievermögen. Wütendes oder aggressives Verhalten ist unter den Teilnehmern eher eine Seltenheit. Die Mehrheit der Befragten gab zudem an, Entscheidungen nicht allein anhand von Gefühlen zu treffen, sondern überwiegend rational herbeizuführen.


Körperliche Gesundheit

Shinya Kogami Sport
© PSYCHO-PASS Committee

Der Großteil aller Befragten legt nur wenig bis mäßig viel Wert auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und treibt lediglich selten bis nie Sport. 41 % aller Teilnehmer gehen allerdings dennoch mindestens einmal pro Woche einer körperlichen Betätigung nach.

In Bezug auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen zeichnet sich eine überwiegend gesunde Einstellung ab: Die meisten Befragten trinken entweder nur alle paar Monate oder sogar niemals alkoholische Getränke, rauchen keine Zigaretten und konsumieren auch keinerlei illegale Drogen.

Etwa 92 % waren zudem noch nie von irgendwelchen Substanzen abhängig und schätzen sich allgemein als nicht suchtgefährdet ein. Unter den wenigen Befragten, die angaben, gelegentlich illegale Drogen zu konsumieren, war Cannabis die mit Abstand beliebteste Substanz.


Psychische Gesundheit

Akane Tsunemori Lächeln
© PSYCHO-PASS Committee

Die Mehrheit der Teilnehmer gibt an, eine glückliche Kindheit genossen zu haben und insgesamt auch heute noch glücklich und zufrieden mit ihrem Leben zu sein. In beruflicher Hinsicht sind die meisten Befragten zumindest mittelmäßig zufrieden und halten sich eine befriedigende bis ausreichende Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

Die größte Unzufriedenheit unter den Befragten herrscht in Bezug auf romantische Beziehungen: Über die Hälfte aller Teilnehmer ist entweder unzufrieden, sehr unzufrieden oder zumindest nur mittelmäßig zufrieden mit ihrem aktuellen Beziehungsstatus. Knapp 40 % sind hingegen zufrieden bis sehr zufrieden.

Die meisten Befragten geben an, psychisch vollkommen gesund zu sein. Lediglich 12 % leiden an Depressionen, 22 % an depressiven Verstimmungen. Angststörungen und andere psychische Erkrankungen sind im Teilnehmerfeld nur vereinzelt vertreten.

Zudem verfügt die Mehrheit laut eigener Angabe über ein stabiles und gesundes Selbstwertgefühl und übernimmt volle Verantwortung für das eigene psychische Wohlbefinden. So empfinden zum Beispiel nur wenige Befragte externe Anerkennung wie Lob und Komplimente von ihren Mitmenschen als wichtig für ihr Selbstwertgefühl oder ihr Selbstvertrauen.

Insgesamt ergibt sich im Teilnehmerfeld der Eindruck einer gesunden und gefestigten Community. Eine schockierende Mehrheit von 66 % aller Teilnehmer war jedoch auch schon einmal über einen längeren Zeitraum in ihrem Leben ein Opfer von Mobbing. Lediglich 14 % davon gaben allerdings an, dadurch psychische Folgeschäden erlitten zu haben.


Sozialverhalten

© PSYCHO-PASS Committee

Der Großteil der Befragten gibt an, ein mäßig großes bis großes Maß an Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Die meisten sind bereit, zur Lösung eines Konflikts Kompromisse einzugehen und den Fehlern ihrer Mitmenschen mit Verständnis zu begegnen. Knapp 73 % sind zudem laut eigener Aussage darum bemüht, Streit und Konflikt aktiv zu vermeiden. 44 % davon würden zu diesem Zweck auch größere persönliche Nachteile in Kauf nehmen.

Darüber hinaus gibt die überwältigende Mehrheit aller Befragten an, noch nie in ihrem Leben eine Straftat begangen zu haben, die einem anderen Menschen schadete. Im Gegenteil: 65 % behaupten von sich, eine stark ausgeprägte Zivilcourage zu besitzen, und würden dem Opfer einer Straftat persönlich zur Hilfe eilen.


Moral und Werte

Akane-Tsunemori-Salutiert
© PSYCHO-PASS Committee

Der überwiegende Teil der Befragten gibt an, nie oder nur sehr selten und geringfügig gegen die geltenden Gesetze ihres Landes zu verstoßen. Für knapp 28 % steht dabei nicht unbedingt die Legalität, sondern besonders der moralische Aspekt und ob sie mit ihrem Handeln einem anderen Menschen schaden könnten, im Vordergrund. Dennoch wären die meisten Befragten im Falle einer persönlichen Betroffenheit auch bereit zur Selbstjustiz.

Die im Teilnehmerfeld vorherrschende Meinung gegenüber Verbrechen allgemein, besonders gegenüber Gewaltverbrechen, ist von einem starken Gerechtigkeitssinn geprägt. 58 % empfinden entsprechenden Tätern gegenüber eine starke Abneigung oder sogar Hass. 34 % empfinden keine intensiven Gefühle, befürworten aber dennoch eine Bestrafung. Lediglich 8 % sind der Ansicht, dass Kriminelle auch ohne Bestrafung eine zweite Chance verdient hätten.

Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie eine Haftstrafe mit begleitenden Rehabilitationsmaßnahmen als sinnvollste Bestrafung solcher Verbrecher betrachten. Das beliebteste juristische Strafsystem unter den Teilnehmern ist jedoch ein solches, bei dem der Täter dieselben Erfahrungen machen muss wie seine Opfer. Nur 6 % sind hingegen für die Todesstrafe


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Stiles Clover
Gast
Stiles Clover

Extrem cool das ihr diese Daten nochmal verwendet für einen Artikel 😀 Ist doch ziemlich interessant 🙂

JoJoseph
Gast
JoJoseph

Sehr interessant! Ich frage mich nur, wie akkurat das Gesamtergebnis ist, da man den Test mehrmals machen konnte. Ich selbst habe, nachdem ich mich getestet hatte, nur zum Spaß ausschließlich negative oder positive Antworten gewählt, um den resultierenden Wert zu erfahren… aber die meisten Teilnehmer werden wahrscheinlich ehrlich geantwortet haben.

Blackwarren
Gast
Blackwarren

Das fällt wohl unter
Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast

Kathleen Schmelzer
Gast
Kathleen Schmelzer

Super interessant, spiegelt auch ungefähr das Bild wieder, was ich in den letzten 10 Jahren von der Anime- und Cosplay Community hab: Kaum Alkohol und Drogen, dafür meistens guter Zusammenhalt, Einfühlungsvermögen… Und viele, die früher gemobbt wurden, weil sie eben irgendwie anders als die anderen waren.