© 2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Seit letztem Samstag laufen wieder die Soul Translator heiß – nach einer sechsmonatigen Pause kehrte Hit-Anime Sword Art Online mit der zweiten Hälfte des Alicization-Arcs zurück auf die Bildschirme! Wir haben uns die erste Folge angeschaut und für euch ausgiebig durchleuchtet!

Nachdem sich Sword Art Online: Alicization im vergangenen März zunächst aus dem japanischen Fernsehen verabschiede, bricht in der aktuellen Fall Season nun der nächste Abschnitt des Cyberkrimis an – und die Situation inmitten der Server von Underworld gestaltet sich dramatischer als je zuvor!

Ob die Lage in der Adaption der Light Novel von Erfolgs-Autor Reki Kawahara tatsächlich so aussichtslos ist, wie es zunächst scheint, was SAO: Alicization unweigerlich vom Status eines Meisterwerks trennt und warum der Arc noch einmal zerschnitten wurde, erfahrt ihr im Ersteindruck!

Tanya Movie Key Visual
Titel: Sword Art Online – Alicization: War of Underworld
Art: Serie, Fortsetzung
Episoden: 12
Genre: Action, Drama, Fantasy, Abenteuer
Studio: A-1 Pictures (The Seven Deadly Sins, ERASED -Die Stadt, in der es mich nicht gibt-)
Regisseur: Manabu Ono (Hellsing, The Irregular at Magic High School)
Vorlage: Light Novel von Reki Kawahara 
Simulcaster:
Wakanim
Trailer:
Hier anschauen
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Wo kann man Sword Art Online – Alicization: War of Underworld auf Deutsch schauen?

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Genau wie schon in der ersten Hälfte sicherte sich der Streaming-Service Wakanim die Lizenz an War of Underworld und ergänzt den Anime jeden Samstag um 18:30 mit einer neuen Episode. Um die Reise ins VRMMO antreten zu können, benötigt ihr ein Premium-Abo, das mit 5€ monatlich zu Buche schlägt und euch neben War of Underworld und den vorherigen SAO-Staffeln Zugriff auf zahlreiche weitere Anime mit Dub und Sub gewährt!

Wer nichts berappen will, muss nicht auf die Reise nach Underworld verzichten, sondern sich lediglich eine Woche länger gedulden als Premium-User – außerdem erwarten euch in diesem Fall eine schlechtere Bildqualität und gelegentliche Werbeunterbrechungen.


Darum geht es in Sword Art Online – Alicization: War of Underworld!

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Nachdem Kirito in einem entbehrlichen Kampf Administrator zu Fall bringen und ihrer Schreckensherrschaft ein Ende setzen konnte, bricht ein noch größeres Übel über ihn und seine Freunde herein: Durch den Angriff einer militärischen Truppe auf den Standort des Project Alicization, der Sea Turtle, erhält sein Fluctlight einen schweren Schlag, der Kiritos Bewusstsein kappt und ihn als willenlose Hülle in der Pixelwelt der VR-Simulation zurücklässt.

Dort brennt währenddessen in den Mauern der Central Cathedral die Luft – die Integrationsritter sind fassungslos um den Tod den Hohepriesterin und fieberhaft auf der Suche nach dem Schuldigen. Um den schwachen Lebensfunken, der noch in Kirito aufleuchtet, zu retten, sucht Alice gemeinsam mit dem einst so stolzen Schwertkämpfer Asyl in ihrem Heimatdorf Rulid. Doch wie soll es nun weitergehen, während sich die politische Situation an der Front zur Dark Territory immer weiter zuspitzt? Was wird aus Kiritos Mission, Alice ins Innere des Schattenreichs zu begleiten? Und gibt es überhaupt noch Hoffnung, während die Lage in der realen Welt immer weiter eskaliert?


Story & Charaktere

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Was den Inhalt betrifft, macht die zweite Hälfte von SAO – Alicization wenig überraschend genau dort weiter, wo die erste das Abenteuer in Underworld nach dem Kampf gegen Administrator vor einem halben Jahr enden ließ. Die Aufteilung erweist sich als sinnvoll, denn der in der Light Novel »Alicization Invading« getaufte Arc beginnt mit einer recht gemächlichen Einstiegsepisode, die tonal schon fast an Kiritos kindliche Abenteuer zu Beginn der ersten Hälfte erinnert.

Was sich zunächst etwas eintönig anhört, entpuppt sich schnell als starker Einstieg, der dank wunderbar melancholischer Inszenierung die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit in den Herzen der Charaktere perfekt auf den Bildschirm bannt und für eine bedrückende Atmosphäre sorgt. Ansonsten tut sich in War of Underworld #1 noch nicht viel – die Folge mauert sorgfältig die Grundsteine für den nun folgenden Arc zusammen und gibt währenddessen einen geordneten Überblick zum Ende des Vorgängers – sinnvoll, da es manchen Zuschauern tatsächlich ein paar Fragezeichen über die Köpfe zauberte.

Ohne ihre Führung sitzen die Integrationsritter eine Krise aus. | © 2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Nachdem die goldene Ritterin Alice in der ersten Hälfte nur als Nebencharakter am Rand stehen durfte, tritt die ehemalige Kämpferin der Axiom-Kirche nun voll ins Rampenlicht und ist ein perfektes Beispiel für die größte Schwäche des ansonsten wunderbar-spannend geschriebenen Alicization-Arcs: Obwohl sie deutlich origineller daherkommen als noch in den früheren SAO-Abenteuern, besitzen die Alicization-Charaktere weiterhin recht eindimensionale und seichte Persönlichkeiten. Nicht nur wird hier Gut und Böse klar voneinander getrennt, auch Wertvorstellungen, Überzeugungen und Symphathien sind den Charakteren schlichtweg in die Wiege gelegt, anstatt sich auf tieferer Ebene zusammenzusetzen.

So bleibt Alicization spannendes Popcornkino mit einer interessanten Backstory, rasanten Twists und einer fesselnden Handlung, ohne jedoch zu tief in emotionale oder tiefgründige Ebenen vorzudringen. Diese Aufgabe erfüllt die erste Folge jedoch erneut mit Bravour und breitet die Handlung spannend und dramatisch aus, bevor die Erzählung in einem Cliffhanger gipfelt, der für gewaltig Spannung auf die nächste Episode sorgt.


Künstlerische Umsetzung

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Auch künstlerisch bleibt wie zu erwarten alles beim Alten. Das Team des Studios A-1 Pictures legt sich ein weiteres Mal voll ins Zeug, um Sword Art Online in vollem Glanz erstrahlen zu lassen, und erringt damit optisch einen Sieg auf ganzer Linie: Ob atemberaubende Hintergrundszenerien oder atmosphärische Lichtstimmungen – die Verantwortlichen sind sich dem Status ihrer Marke wohlbewusst und liefern eine durchpolierte High-Profile-Produktion.

Lediglich die Dynamik der Animationen kann nicht ganz an die Höhepunkte der vorherigen Folgen heranreichen und insbesondere Dialogszenen kommen gerne einmal etwas bewegungsarm daher. Ob die Entscheidung, das große Finale doch noch einmal nach hinten zu verschieben und Alicization nun nach 12 statt der versprochenen 24 Folgen wieder in die Pause zu schicken, wohl einer einknickenden Produktion zu verdanken ist, wird wohl ewig hinter den Türen des Produktionskomitees verschlossen bleiben.

Bewegungsarme Actionmomente wie Alices Fällversuch könnten einen Indikator für eine zusammenbrechende Produktion darstellen. | © 2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Die zwischenzeitliche Bewegungsarmut weiß Regisseur Manabu Ono jedenfalls durch gekonnte Inszenierung zu kontern, in der er seine selbstgeschaffene, authentisch-urige Fantasy-Atmosphäre mit einer stoischen Ruhe verbindet, die die depressive Tatenlosigkeit der Folge perfekt auf den Zuschauer überträgt. Für den richtigen Gänsehaut-Faktor sorgt dagegen ein weiteres Mal SAO-Stammkomponistin Yuki Kajiura, die durch verschiedene Interpretationen des Hauptthemas »Swordland« auch akustisch das Aufschlagen eines neuen Abschnitts der SAO-Saga signalisiert.


Fazit – die Ruhe vor dem Sturm

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Die erste Episode von War of Underworld liefert einen idealen Einstieg nach einem halben Jahr SAO-Pause: Atmosphärisch dicht führt uns Regisseur Ono erneut nach Underworld und legt die perfekten Grundlagen für einen spannenden und mitreißenden Arc.

Dabei wartet der zweite Cour wie zu erwarten mit denselben Stärken und Schwächen auf wie sein Vorgänger und liefert erneut eine abenteuerliche Fantasy-Geschichte in glanzvoller Verpackung, die aber insbesondere an der Charakterfront noch durchaus Ausbaupotenzial besitzt. Wer sich nach drei Staffeln SAO davon nicht abhalten lässt, den wird auch das neueste Kapitel voll in seinen Bann ziehen …


Lust auf mehr Lesefutter zum Thema SAO?


Jetzt seid ihr gefragt!

Was denkt ihr über die erste Folge von War of Underworld? Welchen Charakter aus der ersten Hälfte würdet ihr gerne wiedertreffen?

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Iksweikam

Ich bin zwiegespalten was Alicization angeht.
Selber bin ich ein riesen Fan der ersten beiden Staffeln sowie des neuen Ablegers Gun Gale Online, auch ist die Optik wie auch die Story von Alicization wirklich gut gemacht.
Aber was mich als erstes ein wenig gestört hat, das Kirito als Haupt Charakter, nicht wirklich das wiederspiegelt was er in den vorigen folgen war, bsp wie in Staffel 2 als Asuna mit den Sleeping Knights mit einer anderen Gilde in Konflikt gerät und Kirito in der letzten Minute auftaucht und den Trupp alleine aufhält. Das zeigt eigentlich gut wie stark und vor allem vorausschauend der Charakter in den ersten Staffeln ist aber in Alicization ist davon nichts zu spüren und er wirkt stark eingerostet.
Ein andere Punkt ist, die 3 Staffel ist in meinen Augen zu langstielig 24 Episoden mit ein und derselben Story zu füllen, sorg stellen weise dafür das einige Episoden nur langweilige Lücken Füller sind, wie am Anfang wo man 2 oder 3 Episoden zusehen darf wie die beiden einen Baum fällen, da hatte Alicization für mich schon das erste Mal an Spannung verloren (es war einfach nur langweilig). Ich hätte es weitaus besser gefunden der 3 teil wäre wie die Vorgänger nur 12 Episoden lang gewesen und in der Gesamtlänge 24 und so aufgebaut wie erste und zweite Staffel.

Aber mal abwarten wie sich die Story noch entwickelt.

Meteorc

Ich bin da anderer Meinung. Langweilige Lückenfüller sind auch schon oft genug in den kurzen Staffeln vorgekommen. Ich find es auch besser, dass wir hier eine längere Staffel haben als sonst. Bei so kurzen Staffeln wird die Story grade aufgebaut und geht gleich wieder zu Ende. Ich finde auch nicht, dass Kirito das Problem war. Ich finde in Alicization wirkte er immer noch sehr stark und klug. Ich mein sie haben die hälfte der Integrationsritter ja besiegt irgendwie. Ich finde an sich ist Alicization eine sehr spannend aufgebaute Staffel mit einer ganz neuen Art von Game. Es wurde auch schon viel auf Administrator und Underworld eingegangen. Das einzige Problem was ich habe ist, dass es nicht ganz so spannend aufgebaut wurde. Die Kämpfe waren vorhersehbar. Ein Ritter wurde nach dem anderen besiegt und der Endkampf wenn wir ehrlich sind war etwas komisch aufgebaut. Und die Vergewaltigungsszene war meiner Meinung nach etwas fehl am Platz, das hatten wir schon in der 1. Season, muss man nicht nochmal bringen. Aber so weit ich weiß hat der Mangaka oder Director oder wer auch immer sich dafür entschuldigt. Was ich mir wünschen würde wären wieder mehr Hauptcharaktere die in einer Gruppe agieren. Dieses ständige hin und her mit Eugeo und Alice war etwas mühsam. Alicization find ich an sich ne sehr coole Idee aber die Ausführung war etwas komisch. Aber ich bin guter Dinge, dass War of Underworld es besser macht. Das Finsterreich sind ja die wahren Gegner hier so wie es aussieht.

SaberistmeinWife

Seitdem es Saber in SAO gibt, ist die Serie nicht mehr ganz so fürchterlich…

Rei hakase

Was ich nur schade fand ist, dass Alice höchstwahrscheinlich nur wieder ein gehirnloser Teil von kiritos Harem wird, obwohl eigentlich eine selbstständiger interessanter Charakter ist. Halt genau das gleiche wie shion

Hyourinmaru

@Endo Kleine Korrektur im letzten Absatz: Da ist vom zweiten Cour die Rede. Da die ersten 24 Episoden von Alicization aber schon in den ersten beiden Cours erschienen sind, wäre dies richtigerweise der dritte Cour, der jetzt anbricht.

GameWave

Die folge hat extrem weh getan ohne Eugeo 🙁 und ständig wird man wieder an ihn erinnert durch sein schwert was es nicht besser macht 🙁

Loki

Ja das stimmt Eugeo war mein lieblings Charackter und es ist jetzt wirklich seltsam das er nicht mehr mit macht da mann sich ja also ich jedenfalls mich daran gewöhnt habe das Kirito und Eugeo immer zusammen waren

Darklink2001

Ich bin sehr von der Story begeistert, muss aber zugeben das ich ein wenig davon abgelenkt war das Kirito zusammen mit Alice im selben Bett schläft

Meteorc

Früher oder später musste das ja passieren. Dass Kirito einen Harem hat ist ja schon lange kein Geheimnis mehr 😅

Yoru

Ich mag Sao und find die dritte Staffel echt gut, auch wenn es verdammt traurig war, Eugeo gestorben ist.
Mich nerven eher diese Kommentare das Kirito ein Harem hätte -__-
So schlimm ist das nun auch nicht, aber naja

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