©REKI KAWAHARA/ASCII MEDIA WORKS/SAO Project.

Die Macher des »Sword Art Online«-Animes konnten nicht jede Geschichte um Kirito und Asuna im Anime unterbringen – wir stellen euch heute drei Side-Storys vor, die es nicht in die Serie geschafft haben.

Am 08. Juli 2012 wurde die erste Episode von »Sword Art Online« im japanischen Fernsehen ausgestrahlt – und legte den Grundstein für eines der erfolgreichsten Anime-Franchises des vergangenen Jahrzehnts. Dabei erstreckt sich die Welt von Reki Kawaharas Cyber-Thriller weit über die Grenzen des Animes hinaus und die Story wird in scheinbar zahllosen Manga, Light Novels, Videospielen und Hörspielen fortgesetzt, ergänzt, ausgeschmückt oder in alternativer Form wiedergegeben.

Bei 24 vollen Bänden der Ursprungs-Novel war klar, dass für die Anime-Adaption hier und da etwas Content wegfallen musste. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche kleine Bonus-Geschichten, die in verschiedener Form zusätzlich zur Hauptstory veröffentlicht wurden. Wir möchten euch heute drei dieser Sidestoys vorstellen!


Der Tag zuvor

© Reki Kawahara / abec / ASCII Media Works

Die Sidestory »Der Tag zuvor« ist während des Aincrad-Arcs angesiedelt und setzt kurz nach Kiritos Heiratsantrag an Asuna ein. Veröffentlicht wurde die Geschichte erstmals als Extra zur ersten japanischen Blu-ray und DVD-Volume des Animes.

In der Story möchte Kirito Asuna im Hinblick auf ihr zukünftiges gemeinsames Leben eine gemütliche Blockhütte auf der 22. Ebene zeigen, in der er sich mit ihr zur Ruhe setzen möchte. Dort angekommen stellen die beiden jedoch schnell fest, dass das Haus wie vom Erdboden verschluckt ist, obwohl sich der schwarze Schwertmeister todsicher ist, bei einer vergangenen Erkundungstour an ihn vorbeigekommen zu sein.

Kurz darauf sehen sie die Hütte hoch über ihren Köpfen in der Luft schweben – im Inneren befindet sich eine Person, die panisch aus dem Fenster auf einen sich unter ihr befindlichen Baum deutet. Dort treffen Kirito und Asuna auf einen Hund, der sich als Quest-Item entpuppt, und erklimmen bald den Wipfel der alten Zeder, um zu dem Mädchen im Inneren des Hauses zu gelangen.

Dabei handelt es sich um Argo, eine ehemalige Betatesterin und frühere Informantin Kiritos. Bei dem Versuch, eine Quest zu absolvieren, in der der kleine Hund eine wichtige Rolle spielt, ist sie aus ihrer Angst vor Hunden in die Hütte geflüchtet, die sich schnurstracks in die Lüfte erhoben und sie dort für zwei Tage gefangen gehalten hat. Jetzt, wo Hund und Hütte wieder vereint sind, fliegt die Behausung ein weiteres Mal davon und transportiert die illustre Truppe auf eine abgelegene Insel.

Dort begegnen sie drei NPCs – Löwe, Vogelscheuche und Zinnmann. Jeder von ihnen hat etwas verloren – während der Löwe seinen Mut vermisst, wünscht sich die Vogelscheuche ein Gehirn und der Zinnmann ein Herz. Gemeinsam möchten sie ihre Freundin Dorothy aus den Fängen einer bösartigen Hexe befreien und bitten Kirito und seine Freunde um Hilfe.

© Reki Kawahara / abec / ASCII Media Works

Asuna und Argo stellen fest, dass die Quest auf den Buchklassiker »Der Zauberer von Oz« basiert und machen sich gemeinsam mit ihren neuen Freunden auf den Weg, um die Hexe zu bezwingen. Im Bossraum angelangt paralysiert die übellaunige Magierin ihre Besucher mit einem Zauber, der nur von dem Brüllen des Löwen gebrochen werden kann. Ob seines verlorenen Mutes bekommt dieser jedoch keinen Ton heraus – die Rettung kommt in Form des kleinen Hundes, der den Löwen mit seinem Bellen an das Brüllen erinnert und ihn so den Stun aufheben lässt.

Nun kann die Kämpfer nichts mehr halten und sie bezwingen die Hexe beinahe spielerisch. Kurz darauf kehrt die Truppe in die 22. Ebene zurück. Asuna erinnert sich daran, dass in »Der Zauberer von Oz« die Dinge, die die drei Charaktere begehrten, in ihrem Inneren verborgen waren. Kirito versteht, dass es mit seinem größten Bedürfnis nicht groß anders ist, und sendet Asuna eine Heiratsanfrage. Diese nimmt das Angebot voller Glückseligkeit an.


Chromatische Farben

© Reki Kawahara / abec / ASCII Media Works

Die Sidestory »Chromatische Farben« spielt im Mother’s Rosario-Arc und wurde als Teil des Artbooks »abec Art Works« veröffentlicht. Zu Beginn der Geschichte kommt es zu einem Kochunfall im gemeinsamen Haus der Charaktere. Um sich ein wenig von dem Missgeschick abzulenken, ziehen Kirito, Asuna, Sinon und Yuuki los, um ein neues Gerücht auf seinen Wahrheitsgehalt zu überprüfen:

So soll sich auf der fünften Ebene ein Boss befinden, dessen Stärke locker an die Gegner der 20. Ebene heranreicht. Dieser soll ein seltenes Item namens »Gildenflagge« droppen, das allen Gildenmitgliedern einen enormen Buff verspricht – voller Abenteuerlust bricht die Truppe also in die Tiefen des Dungeons auf …

Im Inneren erleben sie gerade noch so mit, wie ein Mädchen gemeinsam mit ihrem Hunde-Familiar gegen einen fünfzehn Meter hohen Steingolem kämpft und den finalen Schlag einsteckt. Nach kurzer Wiederbelebung durch Asuna ziehen sich die Freunde in die Safe Zone zurück, wo sich das Mädchen als Ceba vorstellt – eine junge Frau, die der Kunst der Malerei verfallen ist.

Ursprünglich träumte sie von einem Leben in der Welt der Kunst, doch auch sie war zwei Jahre lang in Sword Art Online gefangen und verlor anschließend den Mut, den Pinsel erneut zu schwingen. Doch in Alfheim erwachte ihre Muse erneut und Ceba begann, sich in der Dekoration von Süßigkeiten künstlerisch zu entfalten. Ihr Wunsch ist es, eines Tages wieder eine echte Leinwand zu finden, auf der sie ihre Kunst ausleben kann.

Kurz darauf ziehen alle gemeinsam los, um den Dungeon-Boss zu Fall zu bringen. Nach einem zehrenden Kampf sackt der Golem endlich in sich zusammen – droppt jedoch wider Erwarten nicht das gewünschte Item. Zunächst macht sich Enttäuschung breit, doch dann bekommt Yuuki eine zündende Idee: Gemeinsam erschafft die Gruppe bunte Marmelade mit hoher Beständigkeit und macht sich auf zur Außenhülle des neuen Aincrad. Dort geht Ceba ihrer Leidenschaft mit vollem Eifer nach und schmückt das schwebende Schloss mit einem Portrait ihrer neugewonnenen Kameraden …


Hellblaue Fee

©REKI KAWAHARA/ASCII MEDIA WORKS/SAO Project.

Die Sidestory »Hellblaue Fee« wurde in der 31. Ausgabe des »Dengeki Bunko Magazine« veröffentlicht und spielt zwischen Aincrad und Fairy Dance, kurz vor Kiritos Einschulung an der SAO-Survivor-Akademie. Als der ehemalige schwarze Schwertkämpfer gerade dabei ist, seine neue Schuluniform anzuprobieren, wird er von Suguha in den Garten gerufen.

Dort wartet ein in ein Bettlaken gewickeltes Geschenk auf ihn – ein neues Fahrrad, das seine Cousine für wenig Geld zur Feier von Kiritos Einschulung erworben hat! Wenig später schwingt sich der Held von Aincrad auf den Drahtesel – natürlich nicht ohne adäquate technologische Ausstattung. So verfügt das Fahrrad über ein Terminal, das sich mit Kiritos AR-Brille verbindet und so Gespräche mit Yui möglich macht.

Doch nach einiger Zeit bemerken die Beiden merkwürdige Energiesignale aus dem kleinen Kasten – und lernen das virtuelle Mädchen Cel kennen! Dieses wurde durch die Stromzufuhr des Dynamos geweckt und offensichtlich vom Vorbesitzer im Terminal installiert. Kirito stellt die Vermutung auf, dass dieser sein Fahrrad nicht ganz freiwillig hergegeben haben kann, und lässt sich von Cel die Route zu ihrem Heimathaus anzeigen.

Dort angekommen treffen sie auf eine Frau, die sich als Schwester des wahren Besitzers herausstellt. Dieser ist einer der Spieler gewesen, die für zwei Jahre in Sword Art Online gefangen waren, und hat sich nach der Rückkehr aus der virtuellen Welt tagein, tagaus in seinem Zimmer verbarrikadiert. Aus Wut über das Verhalten dieses »Faulpelzes« habe sein Vater das Fahrrad weggeben, das er seinem Sohn eigentlich zur Aufnahme an der Uni schenken wollte.

Kirito zeigt Verständnis für die einsame Seele und fragt nach, ob der Junge zumindest das Datenterminal mit seiner virtuellen Begleiterin zurückhaben möchte. Kaum hat seine Schwester eine Nachricht gesendet, bekommen die drei auch schon einen Anruf, in dem ein dankbarer junger Mann genau beschreibt, wie man das Terminal sicher vom Fahrrad trennt. Nachdem Kirito seine Kontaktdaten hinterlassen hat, radelt er seelenruhig mit Yui in die Abendsonne. Auf die Frage seiner Tochter hin, ob sie Cel noch einmal wiedersehen werden, antwortet Kirito voller Zuversicht: »Ganz bestimmt«!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welche der drei Sidestorys würdet ihr am liebsten als Anime sehen? Und was ist eure absolute Lieblingsgeschichte aus der Serie?

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Italo Beat Boy

Das Einzige, was ich gerne im Anime gesehen hätte, wären Kirito & Asuna im Bett! XD
In der LN haben sie’s anscheinend krachen lassen, aber das wurde im Anime leider nie gezeigt. Schade….

Berlinthunder92

Damit spielst du vermutlich auf Kapitel 16,5 der light novel an dieses is jedoch fan made und nich canon

Ulfgarion

Finde “the day after” gehört noch mit in die Liste sowie die Rainbow Bridge Reihe.

The day after ist eine Andeutungen das die Erinnerung und vielleicht sogar die Seelen aller mit “the seed” bzw. Mit aincrads originalen cardinal system verbundenen Personen indirekt gesichert sind. Das scheint auch im unital Ring Arc scheinbar eine Rolle zu spielen so wie sich das derzeit abzeichnet. D.h. vielleicht gibt es ein Wiedersehen mit yuuki/zekken und Sachi.

Rainbow Bridge ist eine Fortsetzung vom Sao:extra edition. Die Questreihe um Leviathan und Kraken wird darin weitergeführt. Dabei bekommt Asuna auch ihren Weltenbaumstab welchen sie später immer im mother Rosario Arc nutzt.

Balmng

Guter Artikel, danke!

Crazysam

Den ersten mit der Geschichte aus “der Zauberer von OZ”

Iksweikam

Die letzte Story fand ich besten, die hätte ich zu gerne im Anime gesehen.

SeppHero

Die Gildenflagge aus Chromatische Flagge scheint eine Referenz zu einer der Geschichten in SAO Progressive (glaube 4.Band) zu sein da in dieser 2 Gilden im Original SAO Spiel versuchen diesen Last Hit Loot des Ebenenbosses zu beckommen und kirito und co mit (glaube) 5 Spielern einen Ebenenboss clearen müssen um sie wegzuschnappen um denn sonst entstehenden Streit zu verhindern.(Bitte korrigieren falls etwas falsch ist)

Dave Alagandi

Also mir fehlt mehr die Vorentscheidung das Eugeo und Kirito überhaupt ritter werden konnten. Besonders weil dort der erste Auftritt der Spinne ist….

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