©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Man liebt es oder man hasst es – Sword Art Online ist seit Ausstrahlung der ersten Episode einer der meistdiskutiertesten Werke der Anime-Community! Doch seit Beginn des Alicization-Arcs stößt die Serie selbst unter ihren Gegnern auf ungewöhnlich viel Anklang – wir verraten euch, was der Neuling besser macht als seine Vorgänger!

Sword Art Online polarisiert – als einer der erfolgreichsten Anime des letzten Jahrzehnts ist das Cyber-Abenteuer sowohl von Fans als auch Gegnern kritisch umkämpft und immer wieder Objekt hitziger Diskussionen. Aktuell befindet sich die Serie in ihrer über vier Cours ausgebreiteten dritten Staffel, die einen Meilenstein in der SAO-Geschichte darstellt:

Denn der über Jahre von Reki Kawahara liebevoll in zehn Light Novel-Bänden zusammengeschmiedete Arc zeugt von der Lernbereitschaft des Autors und glänzt an Stellen, in denen Gegner der Vorgänger noch enttäuscht den Kopf schüttelten! Wir erklären euch, warum ein Blick auf Alicization selbst für Sword Art Online-Muffel lohnenswert ist!

Der folgende Artikel enthält Meinungen und stellt die persönliche Ansicht des Verfassers dar. Falls ihr gewisse Dinge anders seht, schreibt es uns gerne in die Kommentare!


Wo kann ich den Anime schauen?

Streaming:

Wakanim (Alicization + War of Underworld, GerSub)

Disc:

Sword Art Online: Alicization (GerDub und GerSub, 4 Volumes)*


Eine besser durchdachte Welt

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Nachdem die erste Hälfte von Sword Art Online seinerzeit zu Ende ging, zeigten sich viele Zuschauer von dem Verlauf enttäuscht, den die Serie eingeschlagen hat: Denn was ein mitreißender Survival-Thriller in einem liebevoll an die große Zeit der MMOs angelehntem Fantasy-Setting hätte werden können, ist irgendwo auf dem Weg dorthin zu einem kitschigen Action-Anime mit Harem-Elementen geworden.

Größter Reibepunkt ist dabei vor allem die Lore, die in Aincrad ziemlich motivationslos wirkt: Während der Bösewicht seine Beweggründe schlichtweg vergessen hat, hat sein millionenschweres Großunternehmen seinen diabolischen Plan selbstverständlich ohne nachzufragen verwirklich und lächelnd einen massiven Imageschaden in Kauf genommen, während die Strukturen des Games selbst schon mal über den Haufen geworden werden, sollte es die Story verlangen.

Nachdem Reki Kawahara in einem Interview mit dem Publisher Aniplex einräumte, dass »die Technik des Nerve Gear einige Plotholes« besäße, gelobt Alicization Besserung: Denn nicht umsonst bestehen ganze Episoden des neuen Arcs aus Erklärungen von technischen Feinheiten, die insbesondere die neue Dive-Technik des Soul Translators zu einem interessanten Gedankenkonstrukt werden lassen.

Doch nicht nur in der realen Welt, sondern auch in den Weiten von Underworld erklärt Kawahara gern die kleinsten Details. So schafft er ein komplexes Klassensystem und verleiht jedem Element der Geschichte seine Daseinsberechtigung, in der sich viele verschiedene Handlungsfäden aus Vergangenheit und Gegenwart durcheinanderschlängeln und für ein unvorhersehbares Storykonzept sorgen, das Geschichtsfanatikern noch deutlich besser munden sollte als die gradlinige Erzählung in Staffel 1.


Jeder Charakter ist ein Unikat

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Zu Beginn von Sword Art Online mussten die Charaktere in erster Linie eines: Funktionieren. Denn obwohl die Figuren durchaus charismatisch in Szene gesetzt wurden, lieferte die Serie eine vollbepackte Standardpalette an Stereotypen aus, die von der Tsundere über die Loli bis hin zum zickigen Tomboy reichte und abseits dieser Eigenschaften und natürlich der siedend heißen Liebe zu Kirito nicht sonderlich viel Tiefe in den Charakteren entdecken ließ. Genau wie beim Setting legt Alicization im Vergleich zum Erstling dabei deutlich mehr Hirnschmalz an den Tag:

Obwohl Autor Kawahara immer noch mit massig Zucker um sich wirft, besitzt jede Figur eine ganz eigene, ausdetaillierte Hintergrundgeschichte, die sie nach und nach zu einem glaubwürdigen, lebendigen Individuum geformt hat. So trägt jeder Charakter eigene Ideale, Hoffnungen, Träume und Ziele in sich, die in den Handlungen und Dialogen auf komplexe Art und Weise hervorgetragen werden. Während einige Nebencharaktere leider immer noch nicht mehr sind als simpel gestricktes Kanonenfutter, glänzt Hauptheldin Alice mit ihrem tiefgründigen Kampf um die eigene Identität, der so manch interessanten Denkanstoß auslöst und den Anspruch der Serie deutlich nach oben schraubt.


Erwachsene Thematiken

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Die erste Staffel zu Sword Art Online brachte den Traum zahlreicher Gamer auf den Monitor – statt eine Videospielfigur durch eine virtuelle Welt zu manövrieren, selbst einmal zum glorreichen Helden einer urigen Fantasy-Welt zu werden und dabei die Gunst vieler hübscher Damen zu erringen. Dabei legte die Erzählung auf jugendliche Art und Weise besonders viel Wert darauf, die Bedeutung von Liebe, Zusammenhalt und Freundschaft zu betonen.

Trotzdass sich diese Themen auch in Alicization wiederfinden, lässt die Geschichte ihre Charaktere zusätzlich erwachsene und tiefgründige Konflikte wie etwa die Findung des Selbst durchleben. Gleichzeitig bietet der Arc mit Gabriel Miller einen Bösewicht, dem selbst die Laughing Coffin-Truppe in Sachen authentischer Bosheit nicht das Wasser reichen kann und greift die philosophische Frage nach dem Ursprung des Menschen, der Seele, auf.

Gleichzeitig schlägt die Staffel jedoch auch einen deutlich düstereren Ton an und stellt psychische als auch physische Gewalt ohne Schamesröte dar – ob die berüchtigte Fast-Vergewaltigungsszene in Episode 10 oder der brutale Tod einiger Charaktere. Alicization hat definitiv nichts mehr mit dem leichtherzigen Abenteuer aus der ersten Staffel zu tun und ist definitiv nichts für schwache Nerven.


Alicization sieht noch besser aus!

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Die Optik war noch nie die größte Baustelle von Sword Art Online: Denn bereits bei die erste Episode im Jahr 2012 hauchten die Animatoren des Studios A-1 Pictures der Welt von Aincrad mit hübschem Charakterschauspiel, epischen Actionszenen und malerischen Hintergrundpanoramen Leben ein! Doch während die ersten beiden Staffeln noch einen eher konventionellen Look erhalten haben, hat sich das Team von Alicization augenscheinlich ein paar Dinge vom Fate-Studio Ufotable abgeschaut und setzt nun ebenfalls auf Filtertechniken, die Lichtstimmungen noch realer erscheinen und die Atmosphäre so ins Unermessliche schnellen lassen!

So fühlt sich die Welt von Underworld nicht nur aufgrund der zahlreichen kleinen Details, sondern auch der sorgfältigen Inszenierung umso realer an und zeichnet eine überzeugende und authentische Fantasy-Atmosphäre.


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Jetzt seid ihr gefragt!

Aincrad oder Alicization – welcher SAO-Teil gefällt euch persönlich besser? Und was ist euer absoluter Lieblingscharakter?

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GameWave

ACHTUNG SPOILER!

Also mein absoluter Lieblingscharakter und das nicht nur aus SAO sondern generell ist Eugeo 🙂

Aber hier ist genau noch eine Sache die man so vorher nicht in SAO getan hat und für einen auch total überraschend kam. Denn Eugeos tod bzw. der tod eines Hauptcharakters den man 2 Seasons lang begleitet hat ist einfach nur krass und untypisch für SAO. Vor allem schließt man mit seinem ableben nicht einfach so ab sondern zeigt wirklich noch einige zeit bisher wie bedeutsam er für Kirito war (gut zu sehen das er immer beide schwerter haben möchte) und jetzt auch in der neusten Episode den Mädchen aus der Akademie.

Auch kann man eigentlich sagen das man das Ziel was die ganze Staffel über verfolgt wurde und zwar “Alice retten” am ende mehr oder weniger nicht geschafft hat. Zwar wurde am ende die Seele von Eugeo und Alice vereint aber am ende sind beide nicht mehr am leben :/ Zwar lebt Alice körper noch aber sie ist halt eine ganz andere Person.

Ich bin echt gespannt mit was man uns als nächstes überraschen wird was untypisch für die Reihe ist 🙂

Mert Karahanan

[SPOILER!]

Warte hast du gerade gemeint das Alice sterben wird oder sie schon weg ist

GameWave

[SPOILER]

Du verstehst das ein wenig falsch ^^ Alice Zuberg existiert halt nicht mehr sondern nur noch ihr körper in dem eine alternative Alice lebt ohne Erinnerungen von Alice Zuberg

CybernetikFrozone

Ich binn eigentlich immer ich der Meinung,das alle 3Staffeln durchschnittlich sind,das ist auch okay aber steinigt mich nicht dafür, daß ihr meine Meinung nicht mögt.

Philipp Phan

Persönlich mag ich Alicization mehr als Aincrad. Der tonale Stimmungaufbau von Alicization ist um einiges ausgereifter als bei seinen Vorgängern. Vielleicht ist es, aber auch gerade so gut, weil es durch die vorherigen Werke nicht unbedingt zu erwarten ist. Man denkt halt: “Oh, sie wird sich wohl wie sonst bereits in SAO stereotypisch verhalten”, jedoch legt Reki Kawahara nach und man merkt auch deutlich, dass er als Autor an Erfahrung gewonnen hat.

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