© Bandai Namco Entertainment

Mit »Pirate Warriors 4« geht ab heute die neueste Game-Adaption von Eiichiro Odas Manga-Hit »One Piece« an den Start. Wir werfen einen Blick zurück auf die Geschichte der Reihe und verraten euch, wie aus einer begeisterten Idee Spielspaß für Millionen von Gamern wurde!

Im Juli 1997 debütierte im weltbekannten Manga-Magazin »Weekly Shounen Jump« das erste Kapitel des Erfolgs-Mangas »One Piece«, der in den kommenden Jahren den Grundstein für das erfolgreichste Franchise der japanischen Popkultur legte.

Seit 23 Jahren hält die Geschichte um den Gummimenschen Ruffy, der gemeinsam mit seiner Crew um die Welt segelt, um sich den größten Schatz aller Zeiten unter den Nagel zu reißen, Fans rund um den Globus in Ton, Bild und Schrift in Atem.

So ist »One Piece« auch schon längst zu einem festen Teil der Videospiellandschaft geworden und stach nun mit dem vierten Teil der »Pirate Warriors«-Reihe erneut in die digitale See.
Zur Feier des Tages werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und möchten euch verraten, wie die Idee zu »Pirate Warriors« zustande kam und wie sich die Reihe im Laufe der Jahre entwickelt hat!


Von der Idee zum Spielspaß

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Die Geburtsstunde der »Pirate Warriors«-Reihe schlug zu Beginn der 2010er-Jahre, als der Bandai Namco-Produzent Koji Nakajima einen zündenden Einfall bekam.
Schon seit Schülertagen war er sowohl ein großer Fan der erfolgreichen »Dynasty Warriors«-Spiele als auch begeisterter Leser von Odas Piratenmanga.
So wollte er ein Videospiel erschaffen, in dem sich Ruffy als Protagonist in bester »Musou«-Manier durch Horden von Seemännern kloppen sollte.

One Piece: World Seeker Review – Ein Arc zum Selberspielen

Dieser Vorschlag fand bei Tecmo Koei-Producer Hisashi Koinuma Anklang, der seinen Vorgesetzten Shin Unozawa von der Idee überzeugte und so die Entstehung des ersten »Pirate Warriors«-Teils in die Wege leitete.
Das Spiel sollte sich dabei gameplaytechnisch stark an »Dynasty Warriors« orientieren, jedoch die Stilistik und Atmosphäre der »One Piece«-Welt ungefiltert einfangen.

Oda selbst zeigte sich vor allem von Grafik und Inszenierung des Spiels begeistert. | © Bandai Namco Entertainment

Dabei reichte es jedoch nicht aus, den Look aus dem Manga oder der Anime-Adaption schlichtweg nachzubauen, denn das Spiel sollte sich wie ein Spiel anfühlen und Fans der beiden anderen Medien einen echten Mehrwert bieten.
»One Piece«-Schöpfer Eiichiro Oda zeigte sich nach ersten Testvorführungen begeistert von der Grafik und weigerte sich, ein Artwork für das Verpackungscover anzufertigen – seiner Meinung nach sollten die großartigen Charaktermodelle selbst in den Läden glänzen. Der Mangaka persönlich war es auch, der dem Spiel seinen endgültigen Titel gab, denn den Vorschlag, es »One Piece Musou« zu nennen, lehnte er entschieden ab.

Das Spielprinzip von »Pirate Warriors« setzt Button-Mashing voraus – wer klug kombiniert, übersteht die Gegnerwellen jedoch am besten. | © Bandai Namco Entertainment

Auf inhaltlicher Ebene sollte das Spiel die Bande zwischen den Charakteren in den Vordergrund stellen und insbesondere die emotionalen Momente hervorheben. Dafür wurde besonders großen Wert auf die Inszenierung des »Marineford«-Arcs und seines emotionalen Höhepunkts gelegt.
Nachdem 2011 die erste Ankündigung im »Weekly Shounen Jump« erschien, wurde das Spiel schließlich im März 2012 zum 15. Jubiläum des Franchises in Japan veröffentlicht.


Das sind die Spiele der »Pirate Warriors«-Reihe!


One Piece: Pirate Warriors

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Der erste Teil der Reihe erschien 2012 für PlayStation 3 und besaß bereits viele Mechaniken, die in den späteren Teilen weitergenutzt wurden. Im Storymodus namens »Main Log« konnten Spieler in die Haut von Strohhutpirat Monkey D. Ruffy schlüpfen und das Piratenepos vom »East Blue«-Arc bis hin zum großen Timeskip durchwandern.
Während im Abenteuer-Modus auch andere Kameraden aus dem Roaster von 13 spielbaren Charakteren die Story erleben konnten, zeigte der Modus »Another Log« individuelle Charakterstorys, die teilweise eigens für das Spiel verfasst worden sind.

Gameyplaytechnisch folgte »Pirate Warriors« dem »Musou«-Prinzip: Eine einzelne Spielfigur schnetzelt sich mit kreativen Kombos und Spezialangriffen durch eine gigantische Horde von Gegnern. Mithilfe des »Crew Strikes« konnte sich der Seeräuber der Wahl dabei Unterstützung von einem Kameraden holen und seine Kraft mit diesem zu einer übermächtigen Spezialattacke vereinen.


One Piece: Pirate Warriors 2

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Schon 2013 erschien ein zweiter Teil der »Pirate Warriors«-Reihe für PlayStation 3 und PS Vita, der die Geschichte durch den »Skypia«-Arc und die Handlung des Movies »One Piece Z« ergänzte. Die Charakterauswahl wurde auf 27 spielbare Recken erhöht und der »Crew Strike« durch ein Partnersystem ersetzt, in dem bei entsprechender Balkenladung eine Spezialattacke ausgelöst und der Platz mit einem zuvor gewählten Partner getauscht werden konnte.

Auch war die Nutzung der Haki nun ein Teil des Spiels, mit denen die Krieger ihre Feinde mit einem Schlag besiegen, Angriffe stärken oder schnellere Kombos ausführen konnten.
Spielern des ersten Teils war es möglich, ihre freigeschalteten Charaktere einfach in das neue Spiel übernehmen und dafür sogar eine satte Belohnung in Form von Ingame-Geld einzustreichen, mit dem im Spiel Verbesserungen erstanden werden konnten.


One Piece: Pirate Warriors 3

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Der dritte Ableger der Reihe erschien im Jahr 2015 und war der letzte Teil, der auch auf der PlayStation 3 spielbar war. Neben Versionen für die PS4, PS Vita und PC folgte 2017 auch ein Port auf die Nintendo Switch.
Die Geschichte des Spiels setzt an der »East Blue«-Saga an und erstreckt sich bis zum »Dressrosa«-Arc, der in seiner Pixelform jedoch völlig anders verläuft als in Manga und Anime. Grund dafür war, dass die Geschichte des Spiels sich weit über die Planungen Odas hinaus erstreckte und so ein eigener Handlungsverlauf erarbeitet werden musste.

Neues Feature war der »Kizuna Rush«, mit dem der Spieler bis zu vier Kumpanen an seine Seite beschwören und den Gegnerwellen mit gemeinsamen Angriffskombos einheizen konnte.
Dank des »Overdrive« war es von nun an auch möglich, ein kurzzeitiges Power-Up zu erhalten und so beispielsweise Ruffy sein »Gear 2« aktivieren zu lassen.
Im »Legend Log« konnten neue Storypassagen freigeschaltet werden, die bislang in noch keinem »One Piece«-Medium erzählt wurden.


One Piece: Pirate Warriors 4

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Nach fünf Jahren Wartezeit dürfen »One Piece«-Fans nun endlich zur neuesten Piratenschlacht aufbrechen und sich den Herausforderungen von »Pirate Warriors 4« stellen!
Dabei erzählt das Spiel die Geschichte von Anime und Manga ab dem Alabasta-Arc und legt dabei besonderen Wert auf die bis dato neuesten Storystränge »Wano Country« und »Whole Cake Island«.

Neben der runderneuerten Grafik wurde die Anzahl der spielbaren Charaktere auf 43 aufgestockt, von denen nun jeder insgesamt vier Spezialattacken auslösen kann. So versteht sich »Pirate Warriors 4« als bisher vollständigster Teil der Serie.
Neu sind auch die überdimensionalen »Giganten«, zu denen beispielsweise Kaido und Big Mom zählen. Diese besitzen deutlich mehr Ausdauer und Angriffskraft als reguläre Charaktere.

Trotz all der Neuheiten lautet das Motto des Spiels zu einem gewissen Teil »Back to the Roots«: So orientiert sich das Aussehen der Stages wieder deutlich stärker am ersten Teil der Reihe, während auch die Spielmechanik wieder mehr zu ihren Anfängen zurückkehrt. Eine Neuerung gibt es jedoch auch hier: Während die Welt in den bisherigen Spielen völlig statisch blieb, wird in den Kämpfen in »Pirate Warriors 4« direkt mit zerlegt!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welcher Teil der »Pirate Warriors«-Reihe hat euch am besten gefallen? Und mit welchem Charakter schlagt ihr euch am liebsten durch die Gegnerhorden?

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