© Bandai Namco Entertainment

Im Februar feiert der One-Punch Man sein Videospieldebüt und wirft dabei die Frage auf, wie man die abgedrehte Story in Spielform übertragen kann. Wir haben reingezockt und für euch die Antwort erforscht!

Wie soll man denn bitteschön ein Spiel zu One Punch Man entwickeln? Immerhin trägt der titelgebende Held seinen Namen nicht umsonst: Mit einem Klatsch ist jeder Gegner tot. Das am 28. Februar 2020 für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinende A Hero Nobody Knows umgeht das spielerische Problem mit einem interessanten Kniff.

Statt den Star der fiktiven Welt zu steuern, übernehmen wir die Rolle eines Nobodys. Warum der Titel mehr als nur Kloppereien zu bieten hat, wie der Humor der Vorlage im Spiel auftaucht und wann Saitama endlich zu sehen ist, verraten wir euch in unserer Preview.


Mein Name ist Nobody

Der Editor lässt unglaublich viel Blödsinn zu, was dem Humor nur zugutekommt. | © Bandai Namco Entertainment

Bevor es losgeht, erstellen wir uns in One Punch Man: A Hero Nobody Knows eine eigene Figur. Dabei kann die so lächerlich aussehen, wie wir nur wollen. Der abgedrehte Humor fängt also bereits im Charaktereditor an. Ein Mann in buntem Shirt und Kiste auf dem Kopf? Kein Problem. Das sorgt schnell für aberwitzige Situationen, wenn unser bewusst schlecht aussehender Held in einer ernsten Zwischensequenz im Fokus steht.

Nach einem kleinen Intro landen wir bei der Hero Association und bekommen die Welt von ausführlich von Lecture Man erklärt. In kleinen Tutorials lernen wir das Kampfsystem kennen und erkunden die Hub-Welt. Hier nehmen wir Nebenmissionen an, quatschen mit anderen Helden und nehmen von der Association genehmigte Aufträge.

Mit letzteren verbessern wir nach und nach unseren Rang, was wiederum mehr Missionen bedeutet. Außerdem haben wir in dem Bereich unsere eigenen vier Wände, die wir nach Lust und Laune einrichten – und natürlich leveln wir nach erfolgreichen Missionen unseren schrägen Helden auf und machen ihr so immer stärker.

Diese ruhigen Phasen fühlen sich sehr angenehm an und sorgen für einen guten Spielflow. Wir stürmen nicht von einem Kampf zum anderen, sondern bekommen ein Gefühl für unseren Job als Held. Auf der anderen Seite schmeißt One Punch Man uns mit viel Text zu und auch die verschiedenen Menüs wirken zunächst etwas erschlagend.


Kämpfen im Team

Wir verbringen überraschend viel Zeit in der Hubwelt und holen uns dort neue Quests oder gewinnen neue Teamkollegen. | © Bandai Namco Entertainment

Das Kampfsystem selbst ist leicht zu erlernen und zumindest in der Preview-Version schwer zu meistern: Wir kämpfen in einem separaten Areal im dreidimensionalen Raum. Auf Knopfdruck sprinten wir auf den Feind zu und verteilen schwere oder leichte Hiebe. Außerdem setzen wir Spezialattacken ein und werfen den Gegner mit gutem Timing weg.

Damit wir möglichst keinen Schaden einstecken, blocken wir Attacken ab, oder weichen aus. Eine perfekte Abwehr ermöglicht uns ein Konter. Dieses bewährte Konzept funktioniert sehr gut, auch weil wir uns die Spezialattacken selbst aus verschiedensten Kampfstilen aussuchen können.

Die Schlachten zu Beginn verliefen allesamt herausfordernd, auch wenn der Konter – einmal erlernt – sehr mächtig ausfällt. Aber das Spiel hieße nicht One Punch Man, wenn es nicht einen Kniff geben würde – oder eher zwei.

Die Kämpfe verlaufen im Kern sehr klassisch, warten aber mit einer Tag-Team-Komponente auf. | © Bandai Namco Entertainment

Zum einen tauchen immer wieder Naturereignisse auf. In einem unserer Kämpfe haben sich plötzlich Bauchbinden übers Bild gelegt und vor einem Meteoritenschauer gewarnt. Tatsächlich sind die Steine nach Ablauf eines Countdowns auf dem Kampfplatz eingeschlagen und haben glücklicherweise den Gegner für uns besiegt – und uns gleich mit.

Zum anderen können wir bis zu zwei weitere Helden in unser Team aufnehmen und wie im Tag-Team-Modus zwischen den Figuren hin- und herschalten, oder eine unterstützende Attacke entfesseln.

Hier kommt auch endlich der One Punch Man ins Spiel: In Story-Missionen kommt der Mann so zum Einsatz – nur dass er im Gegensatz zu anderen Helden die Feinde mit einem Schlag besiegt. Eine gute und vor allem witzige Idee. Immer wenn Saitama mit von der Partie ist, halten wir das Gefecht eher aus, anstatt dass wir um den Sieg kämpfen. Unser Held bleibt also die zweite Geige oder eher der titelgebende Held, den niemand kennt.


Fazit

Saitama gewinnt wirklich jeden Kampf mit einem Schlag – auch wenn Events wie Meteoritenschauer eintreten. | © Bandai Namco Entertainment

One Punch Man: A Hero Nobody Knows überrascht mit seinem doch sehr starken Fokus auf Rollenspielelemente, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Die Kämpfe sind zwar nach wie vor der Kern des Titels, aber Erkundung, Reden und Aufleveln nehmen einen nicht zu unterschätzenden Anteil ein – im Guten wie im Schlechten.

Denn grade zu Beginn reden die NPCs meinem Helden eine Kartoffel ans Ohr. Immerhin kann ich diese Gespräche abkürzen. Dafür wirken die Missionen so nicht einfach aneinandergeklatscht und die Individualisierungsmöglichkeiten halten mich optional extrem lange bei der Stange.

Die Kämpfe selbst fallen sehr klassisch aus, abgesehen von den Spezialattacken. Dass ich meinen Stil selbst aussuchen und die passenden Angriffe auswählen kann, ist eine sehr motivierende Idee. Genau wie der Einfall, Saitama zum Event zu »degradieren«. Damit bleibt das Spiel seiner Vorlage treu. Bleibt nur die Frage, ob dieser Cocktail die gesamte Kampagne motiviert und wie spannend die Handlung bleibt. Die kam in unserer zugegebenermaßen kurzen Zeit nämlich noch nicht wirklich in die Puschen.


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welche Superkraft aus One-Punch Man hättet ihr gerne selbst? Und welche der beiden Anime-Staffeln hat euch besser gefallen?

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Flix

ok , finde ich ziemlich interresant. Ziemlich gut finde ich die gute Beschreibung des spiels . Werde es auf jeden fall mal Testen.
Am Besten Gefallen hat mir auf jeden Fall die Erste Staffel und die Specials . die Zweite ging so.

Odysseus

“Mein name ist nobody” 😂 terence Hill läst grüßen

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