© 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Seit das erste Kapitel des Shounen-Hits »One Piece« im Jahr 1997 in der »Weekly Shounen Jump« erschienen ist, hatte das Piratenepos einige Gesichter – wir erklären dir, wie sich Anime und Manga über die Jahre verändert haben.

»One Piece« gilt nicht nur als der erfolgreichste Manga aller Zeiten, sondern ist auch international die meistverkaufte Comicserie eines einzelnen Autors. Seit 1997 stellen Strohhutpirat Monkey D. Ruffy und seine Bande nicht nur das Steuerrad, sondern auch die japanische Popkultur auf den Kopf.

Dabei sind nicht nur die Helden der Geschichte stets darum bemüht, an sich und ihren Fähigkeiten zu arbeiten und haben im Laufe der Geschichte so einige wichtige Lektionen gelernt, auch Schöpfer Eiichiro Oda hat seine Techniken als Zeichner immer mehr weiterentwickelt. So durchlebte »One Piece« nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch seit seinem Start eine Evolution, die wir dir heute etwas genauer vorstellen wollen.


Wo kann man den Anime schauen?

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  • DVD (Bis Folge 715, GerDub)*

Die Entwicklung des Mangas

ONE PIECE © 1997 by Eiichiro Oda/SHUEISHA Inc.

Als »One Piece« am 19. Juli 1997 erstmals in den japanischen Bücherregalen landete, war dem Manga seine junge Zielgruppe nicht nur anzulesen, sondern auch zu -sehen. So gestaltete sich der Zeichenstil zu Beginn noch relativ cartoonhaft und verlieh den Charakteren ein eher kindlich anmutendes Erscheinungsbild mit großen, runden Köpfen und großen Augen. Ausnahmen bildeten diverse Charaktere wie etwa Zorro, die ihre Charaktereigenschaften mit anderen Proportionen als die übrigen Charaktere herausstellten.

Mit den Jahren verwandelte sich jedoch nicht nur die Geschichte von einem leichtherzigen Abenteuer zu einem groß angelegten Fantasy-Epos, auch der Zeichenstil wurde immer erwachsener und die Kopf-Augen-Proportion wurde insbesondere bei den weiblichen Charakteren immer kleiner. Eine logische Konsequenz, denn die »One Piece«-Leserschaft alterte mit den Charakteren und konnte sich so auch nach Jahren immer noch in Ruffy, Nami und co wiedererkennen.

Die Entwicklung des »One Piece«-Zeichenstils von 1997 bis 2012. | ONE PIECE © 1997 by Eiichiro Oda/SHUEISHA Inc., Erstellt von Discovererman @ Reddit

Mit fortschreitendem Erfolg wuchs auch das Assistenten-Team um Oda-sensei, sodass die Zeichnungen und insbesondere die Hintergründe von »One Piece« immer detaillierter wurden – so gewannen nicht nur die Charaktere, sondern auch ihre Welt mit den Jahren immer mehr an Realismus.


Die Evolution des Animes

© 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Am 20. Oktober 1999 ging die Anime-Serie zu »One Piece« auf Sendung und markierte so auch in der Welt der japanischen Animation den Beginn einer völlig neuen Fighting-Shounen-Ära. Klar, dass bei 20 Jahren Sendezeit und über 900 Episoden auch der Anime einige stilistische Änderungen durchlaufen ist: So wurde etwa ab der 200. Episode von SD-Animationen auf High Definition umgestellt, wodurch sich nicht nur die Auflösung und das Seitenverhältnis, sondern auch der Zeichenstil marginal verändert hat, was vor allem in den detailreicheren Hintergründen ersichtlich ist.

Der Zeichenstil in aktuellen »One Piece«-Folgen ist deutlich erwachsener, behält jedoch alle wichtigen Merkmale bei. | © 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Der große Timeskip in Folge 517 markiert schließlich für die Fans der Serie optisch und inhaltlich den gewaltigsten Umbruch in »One Piece«: Die Farben wurden weniger grell und kontrastärmer, die Proportionen weniger cartoonhaft und das Aussehen der Charaktere insgesamt erwachsener. Eine viel kritisierte Änderung sind die Designs der weiblichen Charaktere, die mittlerweile oft mit üppiger Oberweite und spindeldürren Bäuchen daherkommen.

Dabei ist der Anime durchgehend ziemlich dynamisch: Denn der Zeichenstil variiert manchmal von Episode zu Episode, wenn unterschiedliche Animationsregisseure den Ton der Produktion vorgeben und für die Konsistenz der Designs verantwortlich sind. So toben sich einzelne Regisseure und Animatoren kreativ immer wieder aus und brechen so den einheitlichen Stil, wie beispielsweise der viel diskutierte Animator Naoki Tate.


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welchen »One Piece«-Zeichenstil findet ihr persönlich am hübschsten? Und welche Figur hat das beste Charakterdesign?

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Phillip

Ich bin da zwiegespalten. Einerseits ist der Artstyle nach dem Timeskip (besonders der Aktuelle in Wano Kuni) optisch schöner, aber vorher kamen mir die Kämpfe “insensiver” vor ( was jetzt zum glück besser ist in Wano).
. Ich kann mich da nicht festlegen da alle Stile ihren charme haben.

linius

Ich lese zur Zeit hauptsächlich den Manga. Nichtsdestotrotz komme ich an dem Anime ja nicht vorbei und muss leider sagen, dass ich sowohl Whole Cake Island, als auch Wano, stellenweise einfach zu bunt fand. Hinzukommt, dass zb die Darstellungsweise des Haki meines Erachtens etwas übertrieben ist. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

Sunsh1ne_Babe

Ich bin auch sehr zwiegespalten. Vor allem als die Kapitel, sowohl Folgen mit Moria anfingen, habe ich den Manga und Anime einige Jahre nicht mehr angefasst. Ich dachte: was ist da plötzlich los, der Stil ist ja ganz schlecht geworden. Aber naja, das war mein junges naives ich. Ich muss unbedingt die Manga weiter lesen und den Anime schauen.

Dom

Der reddit post, den du ausgegraben hast, ist leider 7 Jahre alt. Mich hätte die Entwicklung bis heute vor allem interessiert, mit dem ganzen Wano Arc. Finde, da hat sich nochmal ne Menge getan bis dahin.

Beramy

Bevor falsche Infos aufkommen: “etwa 200.” heißt bei der HD Umstellung, dass exakt ab der 207. Episode alle Folgen mit Start des Long Ring Long Land Arcs in HD ausgestrahlt wurden. Ab Episode 505 wurden übrigens auch die deutschen Episoden endlich in 16:9 ausgestrahlt. Echtes Full HD folgte in Deutschland allerdings erst mit Start des Dress Rosa Arcs. Vorher erfolgte die Ausstrahlung mit reduzierter Auflösung, da für Deutschland die Rechte an der Full HD Variante nicht vorgelegen haben.

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