© 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Obwohl mittlerweile selbst zu einem fest verankerten Teil der Popkultur geworden, enthält One Piece zahlreiche Anspielungen – doch nicht nur Stars und Sternchen werden durch den Kakao gezogen, denn die Piratengeschichte schlägt ihre Wurzeln oft auf realen oder mythologischen Personen – wir stellen euch vier dieser Seeräuber vor. 

Wer sich schon einmal mit der goldenen Zeit der Piraterie um das siebzehnte Jahrhundert herum beschäftigt hat, dem werden einige Namen der wackeren Seeräuber aus One Piece durchaus bekannt vorkommen.

Während sich die meisten der Anime-Freibeuter mit den realen Seefahrern nur den Namen teilen, sind eine Handvoll Charaktere auch unmittelbar an Piraten angelehnt, die tatsächlich oder zumindest der Überlieferung nach gelebt haben.

So beispielsweise der mächtige Blackbeard, die aufbrausende Alvida oder der legendäre ehemalige König der Piraten, Gol D. Roger. Wir nehmen euch heute mit auf eine Zeitreise in die große Zeit der Seeräuber und vergleichen die Charaktere aus Eiichiro Odas Feder mit den Figuren aus den Geschichtsbüchern …


Blackbeard

Und wir beginnen mit einem Knall, denn direkt zu Anfang präsentieren wir nicht nur einen der sieben Samurai der Meere, sondern auch einen der gefürchtetsten Piraten, die je gelebt haben – Blackbeard.

In der realen Welt steht der Name »Blackbeard« für die klassische Vorstellung eines Piraten – Dreispitz auf dem Kopf, Papagei auf der Schulter, Säbel am Gürtel und stets ein diabolisches Grinsen auf den Lippen, bereit, das nächste Handelsschiff auf grausame Weise zu kapern.

Hinter dieser Vorstellung steht Edward Thatch, dessen Name häufig fälschlicherweise als »Teach« überliefert wird.
Der ikonische Seeräuber englischer Abstammung machte mit einem Kaperbrief in der Tasche zunächst Jagd auf spanische Handelsschiffe und ließ sich im Anschluss auch durch den Friedensschluss zwischen England und Spanien nicht von seinen Untaten abbringen.

So setzte er sein Handwerk als waschechter Pirat fort und legte dabei besonderen Wert auf Inszenierung: Stets mit Klingen und Pistolen behangen, befestigte der großgewachsene Mann mit dem eindrucksvollen Bart vor einem Angriff stets zwei brennende Lunten an seinem Hut, um mit dieser dämonischen Erscheinung die angegriffenen Kapitäne einzuschüchtern – mit Erfolg!

Die meisten Schiffsführer schreckten kampflos vor dem gefährlich aussehenden Blackbeard zurück, der schnell zu einer der meistgefürchteten Albtraumfiguren der britischen Presse wurde.

Dabei ist bis auf seine letzte Schlacht tatsächlich kein Fall überliefert, in dem Blackbeard oder seine Mannschaft bei ihren Raubzügen eines ihrer Opfer verletzt oder getötet hätten.

Genau wie bei seinem historischen Vorbild scheiden sich die Geister an Blackbeard – ein wahrer Seeräuber ist er aber allemal! | © 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Tatsächlich soll Blackbeard trotz seines dämonischen Auftretens ein sehr umsichtiger Mann gewesen sein. »Umsichtig« mag eventuell die falsche Beschreibung für seinen animierten Namensvetter sein, allerdings besitzt auch dieser im Inneren eine kindliche, verspielte Seite und wird von dem Glauben an das Schicksal und seine Träume ins Abenteuer getrieben.

Somit verbindet die beiden Seeräuber nicht nur der markant in Zöpfe geflochtene Bart, sondern auch die Liebe zur Freiheit, die fest im Traum des Piratenlebens verankert ist.


Alvida

Als Nächstes geht es um einen der wohl markantesten Gegenspieler Ruffys, war die dicke Alvida mit der Eisenkeule doch der erste Gegner, dem sich der aufgeweckte Strohhut im Laufe des Abenteuers stellen musste.

Die nach dem Verzehr der Alabasterfrucht zu einer atemberaubenden Schönheit gewordene Alvida geht auf eine Überlieferung rund um einen der wenigen weiblichen Piraten zurück – Awilda, beziehungsweise Alwida.

Es ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, ob Alwida tatsächlich existiert hat, Geschichtsforscher sind sich aber mittlerweile relativ einig, dass es sich bei der Geschichte um die Piratin um eine mythologische Erzählung handelt.
Laut dieser soll Alwida die Tochter des schwedischen Königs Synardus gewesen sein. Dieser ließ ihre Kammer von zwei giftigen Schlangen bewachen, mit der Ankündigung, dass derjenige, der die tödlichen Reptilien hinter sich lässt, seine Tochter zur Frau nehmen darf.

Ob Alwida, hätt es sie wirklich gegeben, wohl eine Flage wie ihr Anime-Vorbild besessen hätte? | © 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Der junge Prinz Alf konnte sich siegreich gegen die Biester durchsetzen und erhielt das recht, Alwida zur Frau zu nehmen. Da diese davon allerdings nicht sonderlich begeistert war, floh sie als Mann verkleidet vom Hof, um auf See ein Leben als Piratin anzustreben.

So traf sie auf eine Crew, die ihren Kapitän verloren hatte, sodass die Mitglieder kurzerhand sie zur Anführerin bestimmten. Damit war der Startschuss für zahlreiche große Raubzüge gesetzt.
Prinz Alf, der zwischenzeitlich die Suche nach seiner Geliebten nicht aufgegeben hatte, bekam Wind von den Untaten der Freibeuter und machte Jagd auf die Piratenbande, woraufhin er deren Schiff entern und ihren Anführer stellen konnte.

 
In ihrer Crew durch ihre schwere Eisenkeule gefürchtet, ist Alvida der erste Gegner, dem ich Ruffy im Laufe der Anime-Story stellt. | © 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Alwida gab sich ihm, berührt von seiner beherzten und verzweifelten Suche, zu erkennen, sodass die beiden als König und Königin von Schweden doch noch ihr Glück finden konnten.
Ob die Alvia, die einst Corby das Leben zur Hölle machte, auf ebenso leidenschaftliche Liebeleien zurückblicken kann, sei mal dahingestellt.

Fest steht jedoch, dass sie nach ihrer Verwandlung genau wie ihr literarisches Vorbild grenzenlose Schönheit erreichte, dank der ihr alle Männer zu Füßen liegen.
Nur ihren Prinzen hat Alvida bis heute nicht gefunden …


Gol D. Roger

Der letzte Pirat, der hier näher beleuchtet werden soll, ist der einstige König der Piraten und ehemalige Besitzer des One Piece: Gold D. Roger.

Doch Odas Idee, Roger auf dem Schafott zur Schatzsuche aufrufen zu lassen und so mit nur einem Satz das große Piratenzeitalter anzustoßen, kam nicht von ungefähr:

Denn ähnlich wie der Kapitän mit dem Schnauzer warf der französische Pirat Olivier Le Vasseur, besser bekannt als »La Buse« (Der Bussard) kurz vor seiner Hinrichtung im Jahr 1730 ein Pergament mit einer Chiffre in die Zuschauermenge und rief »Mein Schatz demjenigen, der dies versteht«.

Das symbolische Grab von La Buse kann heute noch auf der Insel Saint-Paul besucht werden. | © Tonton Bernardo

Für Schatzjäger rund um den Globus gibt es gute Gründe, dem auch nachzugehen: Im Jahre 1720 kaperte La Buse gemeinsam mit dem Piraten John Taylor ein Schiff des Vize-Königs von Portugiesisch-Indien und ergatterte dabei Edelsteine, Silber und religiöse Gegenstände wie ein großes goldenes Kreuz im Wert von geschätzten fünf Milliarden Euro.

Während er seinen Kameraden einen Teil der Beute überließ, musste der Seebussard anscheinend nicht über Geldsorgen klagen. Denn während seiner Gefangenschaft soll er einem Wärter erzählt haben, dass er »mit dem was er vergraben hätte, die ganze Insel kaufen« könne.

Dieses mysteriöse Kryptogramm warf Olivier Le Vasseur vor seinem Tod in die Menge.

Doch nicht nur seine finanzielle Situation findet sich im Anime-Gegenpart Gol D. Roger wieder, sondern auch seine stufige Frisur und die französische Herkunft, die dem König der Piraten mit einem typisch französischen Schnurrbart buchstäblich ins Gesicht geschrieben steht.

Genau so teilen sich beide die Neigung, Kopfzerbrechen zu bereiten, denn bis heute ist La Buses Kryptogramm noch genau so ungelöst wie das Geheimnis um den legendären Schatz auf der Grand Line.


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welche Anspielung in One Piece hat euch am meisten überrascht? Kennt ihr noch weitere Bezüge auf reale Personen?

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Nick H.
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Nick H.

Die Anspielung an Minoru Suzuki in Form von “Minoru Kazeno”, wo das “Kazeno” eine Anspielung auf den Namen von Suzuki’s Entrance Themes “Kaze Ni Nare” ist, fand ich am besten. Der hätte eigentlich auch das potential zum One Piece Bösewicht, als “Der Mann mit der schlechtesten Persönlichkeit der Welt”. ^^

Cluid
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Cluid

Da fehlen aber noch eine Menge an Piraten die es wirklich mal gab Kid usw

Benjamin hasselbach
Gast
Benjamin hasselbach

der heißt gol D. roger nicht gold D. roger
der Vergleich mit Gol D. Roger und dem bussard ist lächerlich.
die leute in der one piece welt dachten er hieße gold roger weil sie nicht wussten das das D für etwas anderes steht .wer schreibt diese Artikel ? hoffentlich jemand der jede woche den aktuellen manga liest umd immer auf dem neusten stand ist ! dies ist aber wohl nicht der fall schlechte Recherche und zusammenhangloser inhalt das wird hier gebrießen .

Vitalik
Gast
Vitalik

Das einzige was mir persönlich, Kopfschmerzen bereitetet ist das kryptogramm, sieht aber wie eine Sprache aus wie von atlantis ob er existiert hat keine annung aber die Zeichnung sieht ähnlich aus, was noch in frage käme wäre Maya aber da bin ich ca. Bei 15 % höchst unwahrscheinlich, was glaubt ihr schade das die Insel so weit ist wo er begraben ist vlt. Liegt der Kreuz im grab man weis nie was er für Wünsche hatte die einzige insel die in der Nähe ist ist st. Georg aber das wäre zu einfach gewesen

Umbra
Gast
Umbra

Das ist ein Templer Chifrencode falls es von Interesse ist ^^

aki12
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aki12

Das wuste ich nicht. Danke für die Toooolllleee Infos.

Dadoria
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Dadoria

Blackbeard ist keiner der 7 Samurai mehr er ist ein Kaiser

flippinbrickz
Gast
flippinbrickz

Mir ist noch aufgefallen, dass dieser kryptische Brief den Le Busard hinterlassen hat, den Poneglyphen in One Piece sehr ähnlich sind. Sogar die Schrift sieht sich ziemlich ähnlich.

Angelina
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Angelina

Vielleicht hat Oda das Kryptogramm entschlüsselt und löst es nach dem Ende von One Piece auf🤣🤣🤣