© 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Teufelsfrüchte? Eine Welt, die fast nur aus Ozeanen besteht? Ein sagenhafter Schatz, den der stärkste und berüchtigste Pirat aller Zeiten irgendwo auf diesem Planeten versteckt haben soll? Gibt’s doch alles gar nicht! Aber wenn wir mal kurz so tun als ob – woher käme dann die Crew der Thousand Sunny?

Es stimmt schon, die Abenteuer, die Ruffy und seine Schiffsmannschaft in der Welt von One Piece erleben, sind in der Realität nur schwer vorstellbar. Das und die Tatsache, dass die Weltkarte von One Piece völlig anders aussieht als unsere, macht es eigentlich logisch, dass das Piratenepos nicht in unserer Welt, sondern auf einem fantastischen Planeten voller magischer Wunder und übernatürlicher Gefahren spielt.

Trotzdem hat sich sogar der Meister Eiichiro Oda höchstpersönlich, der Mangaka von One Piece, Gedanken über die Herkunft der Strohhutpiraten gemacht. Nein, nicht, von welcher fiktiven Insel sie stammen, sondern woher sie kommen würden, wenn sie in unserer Welt geboren worden wären! In der Frage-und-Antwort-Kolumne der 56. Taschenbuchausgabe hat Oda diese Überlegung selbst in Worte gefasst!

One Piece: Die hässlichsten Charaktere!

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Ruffy

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Wenn man unseren strohhuttragenden Helden der Weltmeere nur rein optisch betrachtet, so ist das gar nicht so weit hergeholt: Schwarze Haare, leicht olivfarbene Haut, das ist etwa das typische Erscheinungsbild eines Südamerikaners, der seit Generationen die heiße Sonne im wunderschönen Brasilien gewohnt ist.

Aber wusstet ihr auch, dass Brasilien einer der ersten Gummiproduzenten überhaupt war und im 19. Jahrhundert sogar den höchsten Gummiexport der Welt hatte? Auch heute gehört das Land noch zu den ganz großen Gummihändlern. Hm, was Gummi wohl mit Ruffy zu tun haben könnte?

Zorro

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Fast schon logisch, dass ein meisterhafter Schwertkämpfer wie Lorenor Zorro einem Land angehören würde, das für seine Schwerter (nun, eigentlich sind es Säbel) bekannt ist: Japan, das Land der aufgehenden Sonne. Nicht nur das, das erste Crewmitglied der Strohhutpiraten scheint auch eine besondere Vorliebe für eine gewisse japanische Speise zu besitzen: Reisbällchen bzw. Onigiri (leider mit Zucker anstatt Salz gewürzt) bekam er von der jungen Rika, als er ganz am Anfang der Geschichte in der Marinebasis von Shellstown gefangen gehalten wurde.

Auch sein bekanntester Angriff ist »Onigiri« (das man auf japanisch jedoch anders als die Mahlzeit schreibt und etwa als »Dämonenschlitzer« übersetzen könnte) ist eine Anspielung auf den japanischen Reis-Snack und ein richtiger japanischer Begriff, kein One-Piece-typisches Fantasiewort. Na dann, banzai und itadakimasu!

Nami

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Hm, hier müssen wir uns ehrlich gesagt den Kopf ziemlich zerbrechen. Als hypothetische Schwedin besitzt Nami vielleicht Wikinger-Vorfahren, die auch erfahrene Seeleute waren, womit sie sich also perfekt als Schiffsnavigatorin eignet. Oder ist es ihre rote Haarfarbe, die in Skandinavien im Schnitt relativ häufig in der einheimischen Bevölkerung auftritt? Die Relation zum schönen Schweden ist uns etwas schleierhaft, aber hey: Wenn der Boss es so will, wird er schon recht haben!

Lysop

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Ui, na ja, da muss man den Begriff »Land« aber schon sehr weit fassen, wenn man alle Nationen Afrikas als ein »Land« zählen will! Laut Oda käme der fantastische Schütze Lysop nämlich aus Afrika – zumindest irgendwo aus dem Kontinent.

Zumindest optisch würde er ganz gut in eines der Länder passen: Dunkle Haut, dicke Lippen, ein schwarzer Krauskopf, so könne man wohl auch einen typischen afrikanischen »Native« beschreiben. Trotzdem hätte Oda es ein bisschen besser spezifizieren können, finden wir!

Sanji

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Hon hon hon! Welche Nation passt besser auf einen Smutje als das Land der kulinarischen Spezialitäten schlechthin, la République française? Sanji Vinsmoke weiß, wie man ein anständiges Mahl zubereitet, und auch die französische Küche ist bekannt für seine feinste Kulinarik.

Genau wie bei Zorro spielen außerdem auch Sanjis Angriffe auf die landestypische Küche an. Nur beschränkt es sich bei unserem Koch nicht nur auf einen Snack, sondern beschreibt gleich ganze französische Küchenbegriffe wie die Brust (Poitrine) oder der Nacken (Collier) eines geschlachteten Tiers. Bon appétit!

Tony Chopper

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Alles spricht dafür, dass der Rentierjunge aus dem wunderschönen Kanada kommt! Seine Fähigkeit als Schiffsarzt spielt auf Kanadas bezeichnendes Gesundheitssystem an und seine sanftmütige Art auf das Klischee des ruhigen, offenherzigen Kanadiers, der sich für alles entschuldigt und Ärger um jeden Preis vermeiden möchte. Auch seine Vorliebe für Süßkram passt perfekt auf den berühmten kanadischen Ahornsirup.

Und natürlich kommen in der kalten Gegend Kanadas viele Renti… Moment, da stimmt was nicht. Rentiere wie Chopper sind nicht einheimisch in Kanada, dafür die sogenannten Karibus! Das sind zwar dieselben Spezies, aber verschiedenartige Subspezies, da europäische Rentiere semi-domestiziert sind. Knapp daneben, aber das kann man dem Mangaka wohl verzeihen!

Nico Robin

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Das ist die wohl konfuseste Antwort, die Oda im Bezug auf die Nationalitäten aller Crewmitglieder gegeben hat. Das Internet ist verwirrt und wir sind es auch; was genau ist so »russisch« an Nico Robin? Im Lauf der Serie (und besonders nach dem großem Time Skip) verliert ihre Haut relativ viel Bräune, zumindest das passt so mehr oder weniger auf das typische Aussehen eines einheimischen Russen. Ist es die große Oberweite? Sind russische Frauen bekannt dafür? Wir und das gesamte Internet stehen hier komplett auf dem Schlauch, aber vielleicht hat sich Oda auch gar nicht viel dabei gedacht und findet das Land einfach so schön, wie er auch Robin zeichnet.

Franky

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Freiheit, Unabhängigkeit, und jede Menge Hamburger – America, f… yeah! Franky ist so optimistisch, energiegeladen und individualistisch wie kein anderer in Ruffys Schiffscrew, eben genau so, wie man es einem stereotypischen US-Amerikaner nachsagt. Manchmal mag er laut sein und aufbrausend wirken, aber im Herzen meint er es doch nur gut – typisch amerikanisch eben!

Dazu gesellt sich mal wieder die lokale Kochkunst: Besonders gesund mögen viele US-amerikanische Gerichte ja nicht sein, aber einen saftigen Hamburger mit ein paar knusprig frittierten Pommes Frittes und einer erfrischenden Flasche Cola lässt sich der Schiffszimmermann niemals entgehen! Mal ganz abgesehen davon, dass Cola sogar seine gesamte Energiequelle darstellt …

Brook

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Hey, in dem Land war ich sogar schon einmal! Das eigentlich gar nicht so gruselige Skelett der Strohhut-Bande würde, wenn es ihn in der Realität gäbe, laut Oda aus der Alpenrepublik Österreich stammen. Der Grund? Seine Affinität zu Musik, ganz besonders klassischer, denn das Land ist in ganz Japan als musikalische Hochburg der Welt bekannt, insbesondere Wien und Salzburg mit ihren vielen Opernhäusern und Theaterhallen, in denen schon Mozart, Beethoven und Schubert zig berühmte Aufführungen hatten!

Außerdem geht eine (vielleicht etwas weit hergeholte) Theorie im Netz um, die versucht, eine weitere Verbindung von Brook mit Österreich herzustellen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein neues Bundesverfassungsgesetz entschieden, das eine militärische Neutralität – genau wie die Schweiz – in dem Land sicherstellen soll. So »neutral« verhält sich auch Brook, der jeden Witz auf seinen Kosten einfach so hinnimmt und sogar stets dabei lächelt. Gelegentlich macht er sich auch über sich selbst lustig und nimmt das Ganze immer mit Humor!


Wer fehlt jetzt noch? Nun, das neueste Mitglied Jinbei wurde von Oda bisher noch nicht »eingeteilt«, aber vielleicht habt ihr ja eine Idee! Könnte er mit seinem Kimono der zweite Japaner in der Crew sein?


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Passen die Figuren auf die Nationalitäten? Habt ihr bessere Ideen? Und woher könnte Jinbei stammen?

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Marcel

Was ist mit jinbei

OsirisOG

Vielerorts geht man davon aus, dass die hübschesten Frauen aus Russland bzw. Schweden stammen. Viel mehr hat sich Oda dabei auch nicht gedacht.

Lucy

Da können wir Österreicher unseren Lieblings-Sänger Brook ja gleich willkommen heißen

Servant

Jinbey wäre aus Hawaii…. Karibisch blaues Meer traditionelle Bewohner, das würde passen

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