© 1999 Eiichiro Oda/Shueisha,Toei A

Seit über 20 Jahren begegnen Strohhutkapitän Ruffy und seine Crew bei ihrer Reise über die Grand Line einem unglaublichen Mysterium nach dem nächsten – wir stellen euch zehn Fragen aus »One Piece« vor, auf die es bis heute keine Antwort gibt!

Nicht nur in der Geschichte des Mangas, sondern auch in der des Comics allgemein spielt »One Piece« als erfolgreichstes Werk eines einzelnen Autoren eine wichtige Rolle!
Grund für den Erfolg sind jedoch nicht nur die einzigartige Erzählung, die interessanten Charaktere und der unverkennbare Zeichenstil, sondern auch die komplexe und geheimnisvolle Welt, in der sich das Piratenabenteuer abspielt.
Denn obwohl »One Piece« liebevolle Querverweise auf klassische Piratenfilme mit Elementen des Fantasy-Genres paart, liegen in den azurblauen Weiten der vier Blues einige noch nie zuvor gesehene Dinge verborgen.

So gibt es nicht auf alle Fragen, die sich Ruffy und seine Crew im Laufe ihrer epischen Reise stellen, eine Antwort.
Wir haben zehn dieser Mysterien herausgepickt und möchten sie euch heute etwas genauer vorstellen!


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Die antike Waffe Uranus

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Wie allgemein bekannt, haben die Bewohner des antiken Königreichs der Nachwelt dreierlei mächtige Waffen hinterlassen, von denen jede den Namen einer Gottheit trägt: Pluton, Poseidon und Uranus. Während Form und Funktionsweisen der ersten beiden bekannt ist, verbleibt Uranus als eines der größten Rätsel, die derzeit in der Welt von »One Piece« darauf warten, gelüftet zu werden.

Viele Infos gibt es über Uranus nicht. Bekannt ist nur, dass es sich dabei laut dem Gespräch zwischen König Neptun und Nico Robin um eine Waffe mit der Macht handelt, die gesamte Welt zu Fall zu bringen. Eine populäre Theorie des Reddit-Nutzers Steins-Fate besagt, dass Poseidon die Fähigkeit darstellt, Menschen unter dem Banner seiner eigenen Überzeugungen zu einen und sich so eine Art Armee aufzubauen. Diese Fähigkeit soll einst dem Führer des antiken Königreichs innegewohnt haben und nun in Ruffy schlummern, der ebenfalls dazu in der Lage ist, Feinde in Freunde zu verwandeln …


Das mysteriöse Dreieck

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Über die gesamte Grand Line erstrecken sich zahlreiche wundersame Orte, deren Umgebung und Bedeutung den Verstand der Seefahrer bei Weitem übersteigen und immer noch den klassischen »weißen Flecken auf der Landkarte« gleichen. Einer davon ist das mysteriöse Dreieck im Bereich zwischen Water 7 und der Fischmenscheninsel, in dem ständig auf rätselhafte Art und Weise Schiffe verschwinden.

Zwar war Gecko an einem nicht zu verachtenden Teil dieser Vorfälle beteiligt, jedoch ist die Thriller Bark nicht das einzige Mysterium im Dreieck. Denn dort existiert eine gigantische schattenhafte Kreatur, die schon weit vor Ankunft der Moria-Piratenbande Schiffe entführe und Piraten in ihr nasses Grab geleitete.

Die Ausmaße des Wesens schlagen die Thriller Bark in Sachen Höhe und Breite bei Weitem und machen es zum größten Monster der gesamten »One Piece«-Saga, sein genaues Aussehen kennt jedoch niemand so wirklich. Bekannt ist lediglich seine schattenhafte Form …

Ob das Monster aus dem mysteriösen Dreieck noch einmal genauer thematisiert wird, ist fraglich – nicht nur haben die Strohhüte diesen Bereich der Grand Line längst hinter sich gelassen, auch fand es in den weiteren Kapiteln der Piratensaga keine Erwähnung mehr. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Wesen um eine Anspielung auf Umibouzu – Schattenmonster, die laut japanischer Folklore bei stürmischem Wetter auf See erscheinen und Schiffe attackieren. Es heißt, eine Begegnung mit den Umibouzu sei ein Todesurteil – es sei denn, man führt ein bodenloses Fass mit sich, das die Monster zu verwirren in der Lage ist …


Im, der Herrscher

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Die Macht über die vier Blues und die Redline gehört der Weltregierung – eine führerlose Organisation, deren fünf Weisen die Verantwortung für die gesamte Bevölkerung tragen und in einem Verhältnis auf Augenhöhe die Menschen in eine friedliche Zukunft führen. So steht es zumindest in den Schulbüchern der »One Piece«-Welt, doch wie Episode 885 des Animes verriet, gehört der angeblich leere Thron der Welt doch jemand ganz anderem.

Im ist eine geheimnisvolle Entität, vor der selbst die Weisen niederknien und die Autorität über die gesamte Welt besitzt. Im steht weit über dem Gesetz und trifft anstelle seiner Untergebenen die wirklich wichtigen Entscheidungen, wobei sein Interesse in letzter Zeit Monkey D. Ruffy, Blackbeard, Shirahoshi und Vivi zu gelten scheint. Viel mehr ist über den finsteren Herrscher nicht bekannt, denn genau wie sein Konterfei liegen seine wahren Absichten, Ziele und Motivationen derzeit noch im Schatten.

Ims Erscheinen ließ die Gerüchteküche in den »One Piece«-Foren und Subreddits ordentlich brodeln. So existiert beispielsweise die Theorie, dass es sich bei Im um den Teufel, den Vater der Teufelsfrüchte höchstpersönlich, handeln könnte. Eine andere Vermutung besagt, dass er ein Nachkomme des antiken Königs sei, der den Sturz des Königreichs selbst herbei rief. In einer anderen Theorie handelt es sich bei ihm um eine weitere mystische »One Piece«-Figur – und zwar Dr. Vegapunk.


Ruffys Erzeugerin

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Die Darstellung von Familie in Eiichiro Odas Piratenepos ist oft ziemlich väterlich geprägt. Die Mütter von vielen relevanten Charakteren sind entweder als verstorben bestätigt oder nicht bekannt, so auch im Fall des Strohhutpiraten Monkey D. Ruffy. Während mit Dragon zumindest die Identität seines Vaters geklärt ist, hatte der Gummimensch nie einen großen Bezug zu seinen leiblichen Eltern, sondern wuchs unter dem harschen Training seines Großvaters Monkey D. Garp auf. Als weibliche Leihmutter während Garps Abwesenheit war Bergräuberin Dadan zuständig, die dem von Oda beschriebenen Image von Ruffys Erzeugerin am nähsten kommt.

Dieser äußerte sich in einem Interview mit der amerikanischen »Shounen Jump« aus dem Jahr 2009 nämlich dahingehend, dass Ruffys Mutter in keinem Fall eine schöne Mutter sei. Sie wäre eine harte Dame mit einer für Frauen mittleren Alters typischen Dauerwelle. Ob wir Ruffys leibliche Mutter jemals zu Gesicht bekommen werden, ist fraglich. Laut Oda möchte er mit dem Mangel an direkten Verwandtschaften zeigen, dass das Gefühl einer »Familie« nicht vom Blut abhängig ist …


Das Geheimnis der Teufelsfrüchte

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Unter all den Geheimnissen, die sich in der »One Piece«-Welt verbergen, ist das mit Abstand Größte die Wahrheit über die Teufelsfrüchte. Ein Bissen des übel schmeckenden Obstes genügt bereits, um einem Menschen übernatürliche Fähigkeiten zu verleihen, danach verliert die Teufelsfrucht jedoch ihre Wirkung und bleibt nichts weiter als eine herbe Ansammlung von Fruchtfleisch.

Eine Teufelsfrucht ist Fluch und Segen zugleich, denn während der Träger einer Teufelskraft besondere Kräfte erhält, verliert er im selben Moment für immer die Fähigkeit, zu schwimmen.
Woher genau die Früchte stammen, wie sie auf ihre Nutzer wirken und ob man ihren Effekt irgendwie umkehren kann, ist derzeit völlig ungeklärt. Oda selbst sprach davon, dass »ein gewisser Professor« (vermutlich eine Anspielung auf Dr. Vergapunk) die Wahrheit über die rätselhaften Gewächse in Zukunft ans Tageslicht fördern wird.

Dabei wirft der Anime immer mehr Fragen um die Teufelsfrüchte auf: Warum ist Blackbeard als einziger Mensch in der Lage, zwei Teufelskräfte gleichzeitig zu bändigen? Und warum schwächt Seestein die Kräftenutzer, obwohl diese ihre Fähigkeiten ohne Probleme unter Wasser nutzen können? Die Antworten auf diese Fragen sind genau so mysteriös wie die wahre Form des One Piece selbst.


Die Bedeutung von »Laugh Tale«

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Legt man die vier Road-Porneglyphen zusammen, verbindet sie miteinander, errechnet den Ort, an dem sich die Linien kreuzen und schlägt sich todesmutig den Weg bis ans äußerste Ende der Grand Line frei, erreicht man die Insel »Laugh Tale«.
Lange Zeit falsch als »Raftel« oder »Unicorn« übersetzt, ist das sagenumwobene Eiland der Aufenthaltsort eines wertvollen Gegenstandes, den Joy Boy einst dort hinterlassen haben soll.

Der Mythos um diesen Gegenstand trieb Roger und seine Bande zur Suche nach der Insel an. So setzten der Pirat und seine Bande als erste Menschen seit Ablauf des leeren Jahrhunderts einen Fuß auf Laugh Tale – der Anblick, der sich ihnen dort bot, ließ sie jedoch in schallendes Gelächter ausbrechen.

Doch was amüsierte den ehemaligen König der Piraten so sehr, dass er die Insel nach seinem überwältigenden Lachanfall benennen würde? Ist es eine Person mit witziger Gestalt, ein amüsantes Gebilde oder entspringt sein Lachen eventuell purer Verzweiflung, auf Laugh Tale doch nicht das gewünschte Wunderobjekt gefunden zu haben?
Der einzige Hinweis auf die Lösung dieses Rätsels ist Rogers Bemerkung, dass er gerne in derselben Ära wie Joy Boy gelebt hätte …


Das Rätsel des Calm Belts

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Der Calm Belt ist ein Bereich des Meeres, der die Grand Line nach Norden und Süden vom Rest des Ozeans abgrenzt.
Genau wie diese zieht er sich also wie ein Gürtel rund um den gesamten Globus und verfügt über einige Naturphänomene, auf die selbst die Bewohner der »One Piece«-Welt keine Antwort haben:

Im gesamten Calm Belt weht kein einziger Wind – wer nicht rudert oder seinen Kahn durch eine Teufelskraft antreiben kann, ist was die Überfahrt angeht völlig aufgeschmissen.
Doch nicht nur die Windstille erschwert den Seefahrern die Reise auf die Grand Line, auch riesige Seeungeheuer, die »Meereskönige« genannt werden, treiben im Calm Belt ihr Unwesen.
Einzig und allein die Marine bleibt von den Angriffen der Monster verschont – Grund dafür ist einer monsterabweisende Seestein-Schicht am Grund ihrer Schiffe.

In der Welt von »One Piece« gibt es bislang keine meteorologische Erklärung für die Phänomene des Calm Belts. Auch der Ursprung der Meereskönige ist bislang ungeklärt, doch die Fähigkeit der Marine, sie unbeschwert zu passieren, brachte einige Fans ins Grübeln. Ist der Calm Belt eine wissenschaftliche Errungenschaft, mit der die Marine ihre Kontrolle über die Grand Line wahren will?
Oder beherrschen diese etwa die Monster oder waren an ihrer Entstehung beteiligt?


Raffits Fähigkeit

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Die Teufelsfrüchte sind ein Kernelement der Geschichte von »One Piece« – doch während über viele ihrer Nutzer einiges bekannt ist, sind andere dagegen ein völlig unbeschriebenes Blatt.
Einer der mysteriösen Kräfteschwinger ist Raffit – seines Zeichens Kapitän und Navigator des fünften Schiffs der Blackbeard-Flotte.

Der für seine außerordentliche Grausamkeit bekannt Pirat demonstrierte auf Impel Down die Fähigkeit, Flügel zu erschaffen und mit ihnen durch die Lüfte zu gleiten.
Welcher Frucht genau diese Fähigkeit entsprungen ist und ob ihre Wirkung eventuell über diese hinausgeht, ist bislang jedoch noch ein gut gehütetes Geheimnis.

Denkbar wäre, dass Raffit von einer Zoan-Frucht gegessen und durch diese die Eigenschaften eines Vogels erlangt hat.
Aufgrund der Ähnlichkeit seiner Flügel zu denen der mythologischen Figur einer Harpye gibt es jedoch auch Spekulationen, dass seine Kräfte eventuell an diese angelehnt sein könnten.
In diesem Fall stellt sich die Frage, ob Raffit noch weitere Kräfte der griechischen Sagengestalt geerbt hat …


Der Titanenelefant

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Die neue Welt ist Heimat unzähliger Lebewesen, die die menschliche Vorstellungskraft bei Weitem sprengen. Eines davon ist Zounisha – ein gigantischer Elefant, der seit über 1000 Jahren mit ruhigem Schritt die neue Welt durchwandert.
Der Grund für diese Aufgabe ist beim Anblick des sanften Riesen alles andere als ersichtlich: Er soll ein schweres Verbrechen begangen haben und mit der ewigen Wanderung für eben dieses Buße tun.

3 spannende One Piece-Theorien auf dem Prüfstand! (Teil 3)

Auf Zounishas Rücken liegt die Insel »Zou«, deren Bewohner in regelmäßigen Abständen von ihrer »Gottheit« mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgt werden.
Der einzige Mensch, der Zounisha beeinflussen und dem gewaltigen Tier Befehle erteilen kann, ist der kleine Momonosuke Kozuki – ein achtjähriger Nachkomme der Familie, die einst über Wano herrschte.

In Anbetracht dieser Tatsache drängen sich einem jede Menge Fragen auf: Warum genau ist Momo dazu in der Lage, Zounisha zu kontrollieren? War es ein Angehöriger der Kozuki-Familie, der dem Elefanten damals den Befehl gab, zu laufen? Ist dieser mit der Geschichte von Wano verstrickt?


Das Geheimnis der Smaragdstadt

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Bellamy glaubt nicht an Träume und Hirngespinste – doch in seiner Rede darüber, dass man sich nur auf das fokussieren sollte, was vor einem liegt, nannte er einen interessanten Ort, von dem bislang noch nie in »One Piece« die Rede war – die Smaragdstadt.

»Die Stadt aus Gold?! Die Smaragdstadt?! Das One Piece?! Idioten, die nur ihrem »Schatz ihrer Träume« hinterherjagen, können einfach nicht wahrnehmen, was direkt vor ihnen liegt!«
In dieser flammenden Ansprache fiel erstmals der Name der Smaragdstadt – sonst gibt es keinerlei Informationen über die mystische Edelstein-Metropole, die Bellamy hier als bloße Ausgeburt der Fantasie abtut.
Ob sie tatsächlich existiert ist zweifelhaft, aber nicht unmöglich – denn schon bei der Existenz der goldenen Stadt Shandora irrte sich der Kapitän gewaltig.

So bleibt es also spannend, ob die Smaragdstadt tatsächlich existiert oder nicht, wo sie sich befindet und welche Bedeutung sie noch in der Reise der Strohhüte einnehmen wird.


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Jetzt seid ihr gefragt!

Was ist eure Erklärung für unsere drei Mysterien? Und kennt ihr noch weitere ungelöste Geheimnisse der »One Piece«-Welt?

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Altaschweda

Schöner Artikel. Endlich weiß ich auch das ich mir die anderen Namen für Laugh Tale nicht eingebildet habe 😅

Aber wie ist das in dem Abschnitt mit den Teufelskräften gemeint, dass die Nutzer diese doch problemlos Unterwasser nutzen können? Die Nutzer sind doch gelähmt. Und können sie gerade nicht nutzen.
“Und warum schwächt Seestein die Kräftenutzer, obwohl diese ihre Fähigkeiten ohne Probleme unter Wasser nutzen können?”

Sabatory

Unter Wasser sind die Kräfte noch nutzbar, wie als Ruffy beim Kampf mit Arlong im Wasser gelandet ist und immer noch sein Hals dehnbar blieb, aber der Nutzer ist so geschwächt, das er seine Kräfte meist nicht bewusst nutzen kann. Aus irgend einem Grund blockiert Seestein die Kräfte aber komplett. Oda schrieb irgendwann Mal das Seestein über lange Zeit in den tiefen des Meeres die Kraft das Meeres aufgenommen hat, aber eine richtige Erklärung ist das auch nicht. Eine richtige Erklärung wird dann vielleicht von Vegapunk nachgereicht.

J Man the german

Nummer 1: Das One Piece

Nijuga

Bei den antiken Waffen ist ein kleiner Fehler, da steht aus versehen Poseidon statt Uranus.
Ansonsten ein sehr interessanter Artikel.

Sabatory

OK, sehr guter Artikel. Das mit der Smaragdstadt hat mich sehr überrascht, obwohl ich den Anime schon 2 Mal und den Manga einmal komplett durch habe, ist mir das nie aufgefallen.😅

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