© 鈴木央・講談社/「七つの大罪 神々の逆鱗」製作委員会

Der amerikanische Streaming-Riese Netflix ist nicht nur Grundpfeiler der Entertainment-Industrie und essenzieller Teil der Popkultur geworden, sondern seit geraumer Zeit auch Hauptanlaufstelle für Anime-Fans, doch nicht jeder ist zufrieden – wir verraten euch heute, was in Californien anders läuft als bei anderen Publishern!

Netflix regelt – es ist vermutlich nicht übertrieben, zu behaupten, dass mindestens jeder dritte Internet-Nutzer schon einmal Netflix geschaut hat. Der Streaming-Service vereint Film-Entertainment verschiedenster Couleur unter einem Dach: Egal ob Serien oder Filme, Romantik oder Action, Amerikanischer Blockbuster oder finnischer Arthouse-Film, der Katalog des 1997 in Californien gegründeten Anbieters hält beinahe alles bereit, was die Filmlandschaft herzugeben hat.

Dabei gehören seit geraumer Zeit auch Anime zum Programm, die aber nicht wie von einschlägigen Diensten gewohnt wöchentlich erscheinen, sondern stets ein paar Monate nach Ausstrahlung im Paket veröffentlicht werden – wir verraten euch, warum das so ist und warum Netflix dem Anime-Markt vielleicht gar nicht mal so guttut.

Dieser Artikel stellt stellenweise die persönliche Meinung des Verfassers dar und basiert auf eigenen Ansichten und Schlussfolgerungen. Falls ihr gewisse Dinge anders seht, teilt euch gern in den Kommentaren mit!


Alles auf einen Streich – das Bingewatch-Prinzip

© 渡 航 / 1995-2016, Tokyo Broadcasting System Television, Inc.

Nachdem Netflix sich nach und nach im Live Action-Sektor zum Marktführer mausern und Konkurrenten wie Maxdome und co verdrängen konnte, stieg der Anbieter im Jahr 2014 mit der Lizenz zu »Arpeggio of Blue Steel« auch ins damals auf dem Streaming-Markt noch relativ unerforschte Anime-Segment ein. Seitdem ist das Angebot an Eigenproduktionen, eigenen Lizenzen und Sublizenzen anderer Publisher stark gewachsen, doch natürlich wurzelt Netflix’ Geschäftsmodell auch heute nicht vollständig in japanischem Zeichentrick, sondern weiterhin in Realfilmen und -Serien.

Diese werden laut einer 2014 durchgeführten Umfrage von rund 61% der Netflix-User lieber gebingewatched, also in einem Rutsch geschaut, statt wie bis zur Einführung erschwinglicher Streamingangebote wöchentlich im Fernsehen verfolgt zu werden. Während sich wohl kaum ein Otaku einem ausgiebigen Anime-Marathon verweigern würde, entwickelte sich unter Anime-Fans durch das Aufkommen der Seasons jedoch eine Ausnahme.

Während der große Krieg um den heiligen Gral in Japan gestartet wurde, mussten sich deutsche Fans länger auf die Begegnung mit Jeanne D’Arc und co gedulden. | © 東出祐一郎・TYPE-MOON / FAPC

Die flammende Leidenschaft und lebhafte Diskussionskultur in der Szene sorgt dafür, dass die meisten Otakus ihre Serie lieber wöchentlich verfolgen, mitfiebern und mit anderen besprechen. So entwickelten Publisher das Konzept der Simulcasts, bei denen schon kurz nach japanischer Erstausstrahlung die Folgen auf Japanisch mit deutschen Subs legal zur Verfügung gestellt werden, um illegalen Angeboten den Wind aus den Segeln zu nehmen und die Fans im Nu an Nippons Puls zu befördern.

Doch Netflix’ Blick schweift an der Fanbase vorbei und das Unternehmen geht davon aus, dass Otakus dasselbe Verhalten an den Tag legen wie Live Action-Verfechter. So müssen Anime-Fans bei Netflix bis auf gelegentliche Ausnahmen wie beispielsweise Violet Evergarden einen Haufen Geduld an den Tag legen mussten, um in den Genuss neuer Folgen zu kommen, die bei Netflix »im Paket« statt wöchentlich veröffentlicht werden. Zwar wird in diesem Fall meist direkt eine deutsche Vertonung mitgeliefert, doch kommen die Episoden für den begeisterten Otaku meist viel zu spät.


Quantität statt Qualität – der Way-to-Go im Netflix-Kosmos

© 2015 あさのますみ・畑健二郎/イヤホンズ応援団

Die völlig ignorante Art der Veröffentlichung ist nicht das einzige Indiz dafür, dass japanischer Zeichentrick für Netflix nur eine weitere Einnahmequelle statt sorgsam zu behandelnde Kunst darstellt: Wie an der Umsetzung fortlaufender Franchises wie der Fate-Reihe zu beobachten, dreht der Anbieter seine Serien stur durch den Produktionsfleischwolf, ohne darauf zu achten, bestimmte Gegebenheiten konsequent zu halten:

So wird aus dem im Fate-Universum festen Begriff »Noble Phantasm« in der Netflix-Synchro schnell einmal das »Magische Phantasma« und der auch im Original englische Begriff »Judgement« aus der Index-Reihe bekommt kurzerhand verschiedene Bezeichnungen, eine davon »das Gericht«. Im Falle von Kabaneri of the Iron Fortress wurde die Kontinuität schließlich völlig ad absurdum geführt: der Netflix-Synchroncast des Films enthält teilweise die selben Sprecher wie in der Serie von Publisher Kazé – jedoch in völlig anderen Rollen. Ob epochales Meisterwerk wie Neon Genesis Evangelion oder Fan-Favorit wie die Raildex-Reihe – Netflix schickt jeden Anime-Titel durch die sparsame Standardprozedur und zeigt sich von dem massiven emotionalen Investment der Fans herzlich unbeeindruckt.

Wer Kabaneri of the Iron Fortress mit deutscher Vertonung schauen möchte, muss sich dank Netflix-Lizenz auf zwei verschiedene Sprechercasts einstellen. | © 2016 カバネリ製作委員会

Auch was Sublizenzen anderer Publisher angeht, gestaltet sich Netflix eher desinteressiert: Von fehlenden oder fehlerhaften Untertiteln wie bei Sword Art Online bis hin zu gesamten Folgen wie bei Steins;Gate – grobe Fehler kommen immer wieder vor und werden oft trotz massivem Fan-Feedback monate- oder jahrelang nicht behoben.


Günstiges Otakumekka oder bodenloser Abgrund?

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Wie bei den wenigsten Dingen auf der Welt ist auch Netflix’ Anime-Verarbeitung trotz zahlreicher Fettnäpfchen nicht schwarz oder weiß, sondern irgendwo dazwischen – ein positiver Aspekt der im Standardportfolio der meisten Internetnutzer vorhandenen Streamingseite ist, dass das Medium Anime der Verfügbarkeit von Serien wie Attack on Titan, Sword Art Online, My Hero Academia und co einen riesigen Aufschwung im Mainstream zu verdanken hat und sicherlich der ein oder andere begeisterte Fan durch den rotgrauen Anbieter auf sein Hobby gestoßen ist.

Aus diesem Grund ist es umso erdrückender, dass Netflix selbst sich nur wenig mit dem Thema Anime identifiziert – während das Social Media-Team die Produktionen aus Fernost nur selten vorantreibt, ist Netflix auf keiner Convention anwesend und scheint Anime generell nur als kleinen Nebenverdienst in ihrem ganz andere Schwerpunkte setzenden Programm zu betrachten, während lokale Publisher durch den regen Austausch mit Fans und das Berücksichtigen von Wünschen deutlich mehr Liebe an den Tag legen, in Lizenzverhandlungen um große Titel jedoch häufig vom »Big Player« ausgestochen werden.

The Seven Deadly Sins ist nur einer der großen Namen, die bereits von Netflix geschluckt wurden – und für andere Publisher damit schwer zu erreichen sind. | © 鈴木央・講談社/「七つの大罪 神々の逆鱗」製作委員会

Diese Entwicklung könnte eines Tages dazu führen, dass liebevoll zusammengestellte Sammlerboxen, sorgsam recherchierte und gecastete Synchros und ein offenes Ohr für die Fans der Vergangenheit angehören und Anime nur noch zu einem von vielen Produkten eines Großunternehmens verkommt, das gedankenlos produziert und konsumiert wird …


Jetzt seid ihr gefragt!

Wie seht ihr die Netflix Situation – ist die Seite ein Fluch oder ein Segen für die deutsche Anime-Landschaft? Wo hat Netflix eurer Meinung nach Lob oder Tadel verdient?

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Lukas

Muss ich darum auf eine ger sub Version des Animes Beasters warten?

Xantor

Ja leider ist es genau das paradebeispiel. Netflix japan bringt die Serie wöchentlich aber selbst Amerika muss wohl noch bis ende der season warten. Auch wenn ich für die legalen Anbieter monatlich Geld ausgebe (crunchy, wakanim, prime) hab ich netflix vor kurzem gekündigt und auf anderem weg beastars geschaut was traurig ist weil die Serie so wie es aussieht hammer wird und an den manga herankommt

Fuba1412

Lob: Im Vergleich bietet Netflix viele zusätzlichen Extras. Im Vergleich zu AoD, die überhaupt keine Extras bieten, ist Netflix deutlich Kundenfreundlicher.
Man holt sich die Lizenzen für die bekannten Anime und hat trotzdem den einen oder anderen nicht so bekannten.
Contra: Kein Simulcast, auch bei Netflix Anime Verzögerung in der Veröffentlichung, wenige Animes, die noch nicht auf deutsch synchronisiert wurden.

Hyourinmaru

DANKE!!!!
Danke für diesen Artikel. Mich regt das seit geraumer Zeit auch auf. Leider kommt man um Netflix nicht herum, wenn man Original-Anime schauen möchte, die von Netflix lizenziert wurden, wie z.B. Nanatsu no Taizai, A.I.C.O. Incarnation oder auch Lost Song. Aber für alle anderen Anime, die nicht Netflix-only sind, greife ich auf andere Dienste wie AoD, Wakanim und Crunchyroll/den klassischen Home Entertainment-Release zurück. Einfach aus Prinzip, da ich keinen Anbieter unterstützen möchte, der in Anime keine Kunstwerke, sondern nur ein weiteres Mittel zur Geldquelle sieht und demnach sein Portfolio aufstellt und noch dazu nicht auf die Kritik der Fanbase eingeht, nach dem Motto: “Ihr bezahlt durch euer Abo uns und unsere Produktionen, hier habt ihr eure Serien und jetzt haltet die Fresse!”. Größte Schweinerei ist die Synchro-Sache mit Nanatsu no Taizai und Neon Genesis Evangelion.

Penny

Ich bin zwar froh, dass es Anime auf Netflix gibt, da dadurch mein Freund sich wieder mehr damit beschäftigt und auch mal neueres Material anschaut und ich nicht mehr ewig betteln muss, dass er mal mit mir zu einer Kaze Anime Night ins Kino geht. Da muss es dann nicht ein schon bekanntes Francise sein sondern darf endlich auch mal einfach der Film sein der interessant klingt.
Trotzdem schau ich weiterhin eher über Anime-Streaming-Dienste oder kaufe die Boxen, da ich das unterstützen möchte. Dort sieht man einfach die Liebe zu dem Bereich.
Ich denke um anderen Anime schmackhaft zu machen ist Netflix ok und wer hängen bleibt, der wird soch langfristig sowie so für Boxen u.ä. entscheiden, denn wie man z.B. bei Fullmetal Alchemist sieht, ewig bleibt es ja doch nicht auf Netflix.

KuripoSenpai

Hervorragender Artikel der endlich mal auch die „Schattenseiten“ von Netflix beleuchtet. Beispiel Steins;Gate:
Schon als die Serie frisch auf Netflix released wurde waren Episode 24 und 25 vertauscht. Daraufhin habe ich den Support angeschrieben. Zusätzlich habe ich dann noch den Publisher peppermint im Q&A dazu befragt. Seitens peppermint musste wohl das Material aufgrund dieses Fehlers komplett neu ausgeliefert werden. (Stand ca. Dezember 2018) . Doch es tat sich monatelang nichts… Dann, über ein halbes Jahr später, hat sich was geändert… Folge 24 fehlt und Folge 25 (OVA) ist doppelt. Well done 👍

Karin

Als ich die Serie auf Netflix angesehen habe war ich auch total verwirrt wegen der doppelten Folge 25. Habe Folge 24 dann nachgeholt.

Kurai

Als jemand der am liebsten Wöchentlich Anime schaut, kann Ich nur sagen das mir dank Netflix einige gute Anime weniger Spaß machen. Wen Ich mir die dort angucken würde tu ICh aber nicht hab bis heute noch keinen Einzigen Anime auf Netflix gesehen.

shindra

Es tut wirklich jedes mal weh wenn man weiß das ein neuer Netflix Anime schon längst in Japan,läuft man selber aber noch knapp 6 Monate warten darf…

Miri

Mir ist das bisher gar nicht aufgefallen, dass Netflix da so viele Fehler macht. Als die Anime dort ins Rollen kamen, habe ich auch viele geguckt. Mittlerweile sind aber einige dabei, die mich thematisch nicht interessieren oder welche, die ich schon gesehen hatte und nicht doppelt gucke. Ich gucke bei Anime allerdings auch gerne mehrere Folgen am Stück (egal, ob bei Netflix oder Crunchyroll), weil ich Cliffhanger ganz schrecklich finde.

Das Schlimmste, was mir bei Netflix (bei nicht Anime Serien) untergekommen ist, sind lange Pausen in einer Staffel. Das hab ich früher im Free TV schon gehasst.

aku12

Das stimmt die haben nicht Mal Subs für Opening und fürs Ending.! Ist das so schwär es herzustellen?! Oder waren die faul , ein wenig mehr zu schreiben.! Und die Synchronisation ich auch nicht so gut.!

KuripoSenpai

Das hängt oft vom Publisher ab. Diese Liefern ja unter Anderem auch die Untertitel mit. Es gibt Publisher die die OPs konsequent übersetzten und welche die dies nicht tun. Titel von Peppermint haben z.b. fast immer OP Übersetzungen während das bei manchen Kazé Titeln nicht immer der Fall ist (z.B. Attack on Titan). Es gibt auch Publisher die ihre Serien teilweise ohne Typeset an die Plattformen anliefern… (Serial Experiments Lain auf Watchbox) Dann sieht man irgendwas wichtiges auf Japanisch und kann’s nicht lesen weil Untertitel fehlen. Toll. :/

Karin

Also ich kann es ja überhaupt nicht leiden wenn Folgen nur einmal wöchentlich ausgestrahlt werden. Musste zum Beispiel bei Amazon Prime 3 Monate warten bis ich endlich Vinland Saga starten konnte. Ich würde sowieso bei VoD Anbietern immer auf alle Folgen warten.

Xantor

Finde den Artikel mega gut geschrieben und er berücksichtigt wirklich sehr gut beide Seiten. Denke man muss die Vorreiterrolle von Netflix im Mainstream anerkennen und das sie dauerhaft ein so breites Programm anbieten mit vielen Neuzugängen und wechseln. Stimme aber völlig der Kritik zu, dass die die Otaku Fanbase völlig ignorieren und scheinbar nur ihre “normales” Publikum in die anime Sparte bringen wollen. In letzter Zeit haben sie auch echt einigen mist produziert, sei es Eigenproduktionen wie 7 seeds die viel mehr Potential hätten wie auch deutsche synchros wie Neon genesis. Auch das verzögerte erscheinen der Staffeln geht mir auf den Keks, allein my hero academia kann man vergessen weil sie immer auf die deutsche synchro warten und bis auf Ausnahmen anime nur bringen wenn eine synchro vorhanden ist (und dann oft nichtmal OmU beilegen…)

Andyt

Dachte eigentlich Netflix ist da eher im positiven Sinne vertreten. Dass dann dort doch so viel falsch läuft? Meine Erfahrung hat gezeigt, Anime wurde im Bekannten- bzw. Freundeskreis geläufiger und weiträumiger vertreten. Das ist mit anderen Anbietern komplett anders. Die kennt da niemand und wenn doch, dann als illegal eingestuft bzw. im gleichen Atemzug mit definitiv illegalen Services genannt.

Für mich hat es danach ausgeschaut, als würde Netflix mehr und mehr mit Anime probieren und selbst Erfahrung erst sammeln um darin besser zu werden und um diesen Markt zu verstehen und entsprechend zu reagieren. Aber muss zugeben, dass ich mir in einigen Fällen aus den letzten Wochen dachte, naja es scheint wieder bergab zu gehen. So finde ich manche Zusatzvideos (z.B. eine Doku) etwas arg oberflächlich und unbrauchbar.

Unabhängig dazu ist der Wunsch nach wöchentlichen Zwangsveröffentlichungen schon hart. Macht Netflix (oder andere) immer wieder. Zum Teil bewusst damit Abos nicht so schnell wieder gekündigt werden. Ich selbst schaue unabhängig zu Anime allerdings gerne mehrere Folgen am Stück, weil ich Cliffhanger fürchterlich finde und (bewusst) in die jeweilige Welt länger eintauchen möchte. Speziell bei recht kurzen Serienteilen schaue ich gerne gestaffelt in mehreren Gruppen.

Wenn man selbst nur wöchentlich schauen will, wo ist das Problem es so zu machen? Warum soll man andere dazu zwingen dies generell so zu machen? Ich persönlich finde unabgeschlossene Serien schlimmer als reine Cliffhanger. Daher warte ich gerne bis zumindest Staffelweise alle Teile zusammen sind und freue mich wenn gleich alles kommt. Somit kann man selbst die Zeit dazu planen.
In der Vergangenheit musste ich so einige Recherchen betreiben um bei unabgeschlossene Serien dann doch irgendwie zum Abschluss zu kommen – das möchte ich in Zukunft bei keinem Anime mehr machen (müssen). Damit meine ich nicht die Wartezeit bis z.B. deutsche Sprachausgabe kommt.

Das mit den falschen bzw. fehlenden Serienteilen kenne ich unabhängig zu Anime bei Netflix, aber auch Amazon. Die Meldung war eigentlich zügig machbar und der Kontakt mit dem Anbieter gut machbar. Die lange Wartezeit bis zur Behebung ist mir in einigen Fällen aber auch aufgefallen. Bei einer Nachfrage wurde mir als Problem lizenzrechtliche Details als Ursache genannt. Ich habe das dann so verstanden, als ob die Erlaubnis für exakt diese Reihenfolge, Features/Sprachen und dgl. gilt. Bei einer Änderung muss dies neu genehmigt werden wobei da wohl mehrere Dritte involviert sind…

Andyt

Aus dem Beitrag habe ich nicht herausgelesen, dass man Simulcasts von Netflix will, sondern eher vollständig übersetzte Folgen schrittweise zu veröffentlichen. Womöglich habe ich das einfach nur falsch verstanden.

Ich glaube Netflix hat nicht direkt im Hintergedanken Simulcasts zu produzieren, sondern wenn dann gleich finale Versionen abzuliefern. Damit meine ich vollständig synchronisiert und gesammelt in einem Projekt verarbeitet und veröffentlicht. Ich weiß, zeitweise sind nur japanische Anime mit Untertitel vorhanden, aber bei einem Simulcasts – sofern es nicht nur in japanisch ist – wird regelmäßig in kleinen Projekten eine Tätigkeit notwendig. Das macht nach meiner Einschätzung die Angelegenheit als Projekt aufwendiger und zeitintensiver, als dies gesammelt auf einmal abzuliefern. In der Masse an Netflix-Kunden, ist der Anteil an Anime-Liebhaber vermutlich kleiner – speziell die dann japanische Originale schauen möchten davon mit Sicherheit noch Mal kleiner. Vor allem wenn es ohne Untertitel ist.

Bei Anime-Speziallisten, die sowieso nur diese Gruppe bedienen, ist die Angelegenheit etwas anders. Da sind Simulcast durchaus eine Notwendigkeit um als Speziallist zu gelten.

Man sollte nicht vergessen, man spricht hier als Fan für Fans. Ein typischer Netflix-Kunden außerhalb des Anime-Fan-Bereichs wird einen vorgeschlagenen Anime anschauen, aber wenn nicht, dann wird im ersten Schritt nicht sofort danach an anderer Stelle gesucht bzw. ein Anime-Speziallist abonniert. Vor einem Simulcast werden solche Personen zudem abgeschreckt und Anime als Nerdkramm abgestempelt und in Zukunft ignoriert – das hat zumindest meine Erfahrungen gezeigt. Weiters zeigte sich, dass so mancher dann auch zum Anime-Fan wird und gezielter danach sucht und selbst mit Simulcast umgehen kann.

Siepie

Ich finde es nicht unbedingt gut das Netflix so viele Anime bringt, und auch selber produziert. Denn Negflix ist pleite. Und, da Disney+ bald auch an den Markt geht,ist Netflix komplett verloren. Disney vereint jung und alt, und hat (theoretisch) viel mehr was sie anbieten können. Dazu noch zwei weitere Fanbases(Star Wars,Marvel) . Und was passiert mit Netflix? Geht komplett pleite. Und man Netflix’s Inhalte nicht mehr schauen. Vielleicht werden einige Lizdnzen von Original Anine gekauft,aber einige Anime werden dann wahrscheinlich nur noch illegal zu schauen sein. Man wird sie durch den Untergang Netflix’s nicht mehr schauen können. Mich wunderts ja,das darüber nifmand spricht. Niemand macht sich sorgen über die Anime die man gar nicjt mdhr auf krgalem.Wege sehen werfen kann …. Lieber regt man sich über die längeren Wartezeiten bei Netflix auf….

Luna

Ich würde mir ja wünschen dass jetzt mal ein Anbieter alle Dienste die animes anbieten zusammen führt, es nervt das man um seine ganzen animes die man gerne schaut bei mindestens 3 verschiedenen Anbietern zahlen muss, da ist es auch kein Wunder warum soviel noch illegal schauen.

Fuba1412

Meiner Meinung nach ist das so besser. Ein Monopol ist nie gut und wenn man sich die 5-10€ aufteilt ist das besser ,als wenn ein Anbieter dann 30€ im Monat kostet und alle Animes zeigt. Ich lasse beispielsweise nie 2 Abos gleichzeitig laufen

Michael Rehtanz

Netflix ist wie bereits erwähnt in einer Art Grauzone.
Demnach kann man bei sowieso oftmals schlechter Übersetzung der animes ihm kein Vorwurf machen.
Dennoch ist es ein guter Anhaltspunkt animes auch im deutschsprachigen Raum den Leuten, endlich mal verständlich näher zu bringen.
Ps: ich hasse netflix dafür, dass sie so lange brauchen ein paar meiner lieblingsanimes zu adaptieren, traurig wie wenig sie selbst auf ihr “neues konzept” vertrauen.

Frank

Ich finde bei Netflix gut das auch ältere Animes in Programm genommen werden. (Bleach, Black Butler, aktuell Toradora) und immer als OmU verfügbar. Schade finde ich es da man so lange warten muss wenn Netflix sich Lizenzen sichert. Das ist bei Amazon Prime besser, die auch Simulcasts machen. Dort wiederum viele ältere Animes nur in Deutsch vorhanden und nicht als OmU verfügbar. Ansonsten ziehe ich die Streaming-Dienst wie Crunchyroll und Wakanim vor. (durch FireTVStick schaubar auf dem Fernseher) Anime on Demand ist zu teuer und bietet nicht mal eine App an. Durch die Simulcasts freut man sich schon auf den Abend.

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