© 鈴木央・講談社/「七つの大罪 神々の逆鱗」製作委員会

Ob als fesselnde Manga-Story oder mitreißende Anime-Adaption – The Seven Deadly Sins liefert immer wieder sündhaft gute Unterhaltung und sonnt sich im Glanz der Shounen-Hall of Fame! Wir haben ein Blick in den kreativen Kopf hinter Ban, Meliodas und co geworfen – das ist Seven Deadly Sins-Schöpfer Nakaba Suzuki!

Der Welt des japanischen Zeichentricks sind in jeder Hinsicht keine Grenzen gesetzt – so entsprang dem kreativen Kopf eines gewissen Manga-Zeichners im Jahr 2011 eine alternative Version Großbritanniens, die sowohl Leser als auch Zuschauer an die Geschichte von The Seven Deadly Sins fesselt und sich mittlerweile rund um den Globus als einer der beliebtesten Vertreter des Fighting-Shounen-Genres wähnen darf.

Die Geschichte vom Kampf der sieben Todsünden ist der ihres Schöpfers dabei gar nicht mal so unähnlich, denn nachdem Nakaba Suzuki am 08. Februar 1977 das erste Mal die Augen aufschlug, kämpfte er sich mit purem Ehrgeiz, beeindruckender Ausdauer und eiserner Willensstärke in den Manga-Olmyp: Als einer von Wenigen durfte er in jedem einzelnen von Japans vier großen Manga-Magazinen eine Geschichte veröffentlichen. Im legendären Weekly Shounen Jump (Rising Impact), dem Weekly Shounen Sunday (Kongou Banchou), dem Weekly Shounen Magazine (The Seven Deadly Sins) und dem Weekly Shounen Champion (Chiguhagu Lovers).

Was »Baccho« im Laufe seiner steilen Karriere noch erlebt hat, mit welchen Schwierigkeiten der Mangaka zu kämpfen hatte und was seinen Werken ihre Einzigartigkeit verleiht, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Portrait zu Nakaba Suzuki!

Auf dem Weg zum Olmyp

In Sukagawa erblickte der Zeichner zum ersten Mal das Licht der Welt. | © Brian Adler

Als der kleine Nakaba in seiner frühen Kindheit das erste Mal von der Existenz japanischer Comics erfuhr, war er ziemlich schnell ein echter Otaku und kaufte sich von seinem Taschengeld eine Ausgabe des Klassikers »Dr. Slump« vom späteren Dragon Ball-Schöpfer Akira Toriyama. Dieser sollte in dem mit leuchtenden Augen Seite um Seite umblätternden Jungen eine waschechte Leidenschaft losbrechen, denn in der Folge verschlang er einen Shounen-Manga nach dem anderen – neben den neuesten Werken seines Idols Toriyama-sensei unter anderem Fist of the North Star oder Kinnikuman.

1994 ließ Suzuki schließlich im Alter von 17 Jahren das erste Mal den Stift über professionelles Zeichenpapier kratzen und veröffentlichte seinen Debüt-Oneshot »Revenge«, der auf Anhieb beim Hop☆Step-Award Erwähnung fand und 1996 mit dem abermals als Einzelkapitel veröffentlichtem »Savage« in der Weekly Shounen Jump fortgesetzt wurde. Daraufhin folgte eine Reise durch die verschiedensten Verlage und Magazine, die den Zeichner 1998 ins Akamaru Jump führte, bevor im selben Jahr die Karriere als Mangakünstler so richtig losbrach und Suzuki seine erste eigene Serie zeichnen durfte:

So präsentiert Nakaba Suzuki sich und seine Frau – als unerschöpfliches Dreamteam! | © Nakaba Suzuki

Rising Impact handelte von dem Jungen Gawain, der aus seinem Leben inmitten eines ruhigen Bergdörfchens ausbrechen möchte, um eine Karriere als professioneller Baseballspieler anzustreben, und auf dem Weg dorthin der Liebe seines Lebens begegnet. Trotz Suzukis zeichnerischer Qualitäten und der emotionsgespickten Story, konnte sich Rising Impact nicht gegen die starke Konkurrenz im Shounen Jump durchsetzen und wurde aufgrund unbefriedigender Zahlen bereits ein Jahr später vom Shueisha-Verlag abgesägt.

Dieser hatte die Rechnung jedoch ohne die enthusiastische Leserschaft des Sportdramas gemacht, welche die Shounen Jump-Redaktion anschließend mit Zuschriften bombardierte und durch anhaltende Bitten dafür sorgte, dass Gawains Abenteuer wieder aufgenommen und 2002 zu seinem verdienten, vollständigen Ende gebracht werden konnte.

Die sieben Todsünden

© Nakaba Suzuki / Kodansha / Carlsen Manga

Nachdem die Reise durch das wirre Gefühlschaos der Jugend beendet war, widmete sich Suzuki neben einzelnen Oneshots zunehmend kampfgespickten Actionserien wie Ultra Red, Boku to Kimi no Aida Ni oder Kongou Banchou, in der er nach und nach seinen ikonischen Stil festigte, bevor ein gewisses Einzelkapitel sein Leben ordentlich aufwirbeln sollte: »Nanatsu no Taizai« erschien 2011 in der 52sten Ausgabe des Weekly Shounen Magazine und stieß auf einen so überwältigenden Zuspruch, das die Story im Folgejahr zu einer vollumfassenden Shounen-Reihe ausgebaut wurde.

2015 erreichte die Geschichte schließlich ein kräftiger Popularitätsschub, als sich das prestigeträchtige Sword Art Online-Studio A-1 Pictures und die ersten 24 Folgen einer Anime-Adaption präsentierte, die dank spektakulärer Kämpfe, einem interessanten Setting und der weltweiten Verbreitung über Streaming-Anbieter Netflix mit begeisterten Fans auf aller Welt in den Shounen-Himmel aufstieg und auch noch heute immer wieder zu begeistern vermag. In der aktuellen Fall Season lässt die dritte Staffel mit dem Titel »Wrath of the Gods« Fans der sieben Todsünden erneut erzittern und zeigt, dass der Geschichte aus dem alten Britannien noch lange nicht die Puste ausgeht …

Ein Shounen-Fan mit Leib und Seele!

Wie so viele Zeichner nahm sich Suzuki den Shounen-Klassiker Dragon Ball zum Vorbild für seine Werke. | © Akira Toriyama / Shueisha

Der Kauf eines Shounen-Mangas legte für Nakaba Suzuki den Grundstein einer Karriere, die ihn später weltbekannt machen sollte. Demnach ist die Liebe zu eigentlich an pubertierende Jungs gerichteten Genre ungebrochen und die etablierten Strukturen großer Shounen-Mangaka in jedem seiner Werke deutlich sichtbar. Durch die kräftigen Helden seiner Kindheit entwickelte Suzuki so beispielsweise die Vorliebe, seine männlichen Charaktere mit regelrechten Muskelbergen auszustaffieren. Auch äußerte er den Wunsch, The Seven Deadly Sins eines Tages ein Ende zu verpassen, »das einem Shounen-Magazin angemessen ist«.

Eine weitere große Leidenschaft, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichten Suzukis zieht, sind Anspielungen auf die englische Mythologie und insbesondere die Arthussage. Bevor er seine Zuschauer direkt ins alte England begleitete, spickte er seine Werke immer wieder mit Anspielungen auf den alten Mythos, wie beispielsweise den Namen seines Charakters Gawain, der einem der legendären Ritter der Tafelrunde entliehen ist.

Auf die Frage hin, was er an seinen Charakteren am meisten bewundert, lobte er Meliodas und sein Team für ihren ausgeprägten und ehrlichen Gerechtigkeitssinn und ihre ungebrochene Entschlossenheit – ein Attribut, das Suzuki offensichtlich aus sich selbst heraus in die Story aufgenommen hat, denn bevor sich der Meister ans Zeichenbrett setzt, schwebt über allem sein Mantra: »Kein einziges Kapitel soll langweilen«!

Damit dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen ist, kümmert sich Suzuki persönlich um jedes einzelnen Panel und beschäftigt keine Assistenten, wie es in der Manga-Branche eigentlich Gang und Gebe ist. Die einzige, die hin und wieder in die Kämpfe der Todsünden hineinkritzeln darf, ist seine Ehefrau. Schon als Oberschul-Kameradin stand sie Suzuki stets mit Rat und Tat zur Seite, bevor die beiden während der Entstehung von »Rising Impact« erstmals gemeinsam den Pinsel schwangen und schließlich als unschlagbares Dreamteam das Ehegelübde ablegten.

Mit großen Schritten zum Finale

© 鈴木央・講談社/「七つの大罪 神々の逆鱗」製作委員会

Aktuell umfasst The Seven Deadly Sins 39 Bände und hat seinen proklamierten Höhepunkt im Mai auch schon längst hinter sich. Laut einer Interview-Aussage, die Suzuki vor einigen Jahren traf, soll die Geschichte der Todsünden nach etwa 40 Bänden ihr Ende finden, womit der Manga aktuell wohl seine letzten Schritte vor dem Abschluss geht.

Was danach kommt, war zumindest zum Zeitpunkt eines Interviews im Jahr 2018 noch ungewiss – eine Fortsetzung zu The Seven Deadly Sins wäre theoretisch denkbar und hinge voll und ganz von den Editoren des Kodansha-Verlags ab. Eine Pause von gewaltiger Shounen-Action ist jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen, denn Autor äußerte lebhaftes Interesse daran, an seine Ursprünge zurückzukehren und einen Baseball-Manga zu Papier zu bringen … Müde vom Zeichnen ist Suzuki jedoch, wie sollte es anders sein, noch lange nicht!

Lust auf mehr spannenden Autoren-Portraits?

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Über welchen Anime- oder Manga-Autor würdet ihr gerne noch mehr erfahren? Und welche Geschichte von Nakaba Suzuki fasziniert euch am meisten?

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Yoshi
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Yoshi

Kann man denn mehrmals das Licht der Welt erblicken? (Erstes Bild)

Kyubinoyoko
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Hast du heute zufällig schon Licht gesehen? Vielleicht sogar auf dem Planeten Erde? Ja? Und gestern ebenfalls? Ja? Hm. Seltsam. ( ͡° ͜ʖ ͡°)

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Gast
OutCast

Glaubt ihr das die aktuelle Staffel also Wrath of Gods die letzte sein wird oder ob e snoch welche geben wird?