Ghostly Things Manga
AYASHIKOTO-GATARI © Ushio Shirotori 2018 / MAG Garden Corporation, TOKYO

Youkai, Monster und Geister – Japan ist vernarrt in diese geheimnisvollen Wesen. Auch der neue Manga »Ghostly Things« entführt uns in die Welt dieser mysteriösen Kreaturen. Ob uns der erste Band überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Manga-Review!

Das »Comic Garden«-Magazin des japanischen Verlags Mag Garden hat schon einige hochkarätige Fantasy-Manga wie »Die Braut des Magiers« und »Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen« publiziert. Entsprechend ist es wenig verwunderlich, dass die Redaktion an diesem Konzept festhält und auch frischgebackenen Mangaka wie Ushio Shirotori die Möglichkeit bietet, ihre Ideen innerhalb dieser einzigartigen Welten freien Lauf zu lassen. Mit »Ghostly Things« kommt ebenjenes Erstlingswerk dank Carlsen Manga nach Deutschland.


Jap. Titel: Ayashi Kotogatari
Genre: Fantasy, Slice of Life
Autor/Mangaka: Ushio Shirotori
Bände: 3 (Abgeschlossen)
Deutscher Rhythmus: Alle 2 Monate
Verlag: Carlsen Manga
Original erschienen bei: Mag Garden (Comic Garden)


Darum geht es im Manga »Ghostly Things«

AYASHIKOTO-GATARI © Ushio Shirotori 2018 / MAG Garden Corporation, TOKYO

Die Oberschülerin Yachiho Takahara zieht mitsamt ihrer Katze Fuku-chan in das alte Haus ihres Vaters, in dem es Gerüchten zufolge spuken soll. Irgendwo darin ist die »Schrift des Totenreichs« versteckt, die Yachiho unbedingt finden will. Diese soll unter anderem erklären, was es mit dem Spuk auf sich hat.

Während sie sich anfangs ziemlich sicher ist, dass die Geräusche von Ratten und ähnlichen Untermietern stammen, kann sie kaum ihren Augen trauen, als sie urplötzlich auf einen kleinen Drachen trifft, der schnurstracks von ihr wegfliegt und sie in den Keller des Hauses führt. Dort angekommen erblickt sie eine gigantische Ansammlung von Büchern und weitere merkwürdige Geschöpfe.

Als wäre das nicht verwunderlich genug, schleppt Fuku-chan ein knuffiges Wesen an, das sich als Moro vorstellt und als Verwalter der »Fährstelle« fungiert. Seine Aufgabe ist es, die Naturgeister aus der irdischen Welt »Utsushiyo« in die Geisterwelt »Tokoyo« zu führen. Yachiho soll dieses Haus verlassen, um Moro keinen Ärger zu machen. Doch weil sie unbedingt die Schrift ihres Vaters finden möchte, weigert sie sich.

Um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, ernennt das flauschige Etwas das Mädchen kurzerhand zu seiner Gehilfin. Ab sofort soll sie ihn dabei unterstützen, die Geister wieder in ihre ursprüngliche Welt zu schicken. Damit beginnt Yachihos Abenteurer, auf dem sie allerhand verrückte Wesen trifft.


Ein Blick in Japans übersinnliche Welt

AYASHIKOTO-GATARI © Ushio Shirotori 2018 / MAG Garden Corporation, TOKYO

»Ghostly Things« ist eher ein gemächlicher Slice-of-Life-Manga als ein brachiales Fantasy-Epos. Das merkt man auch daran, wie sachlich die Story erzählt wird. Statt überdramatisierten Twists werden die Geschehnisse recht zügig und sachlich vermittelt.

Alle Charaktere und ulkigen Gesellen kommen dabei durchaus sympathisch herüber, heben sich jedoch nicht sehr stark vom allgemeinen Durchschnitt ab. Das ist allerdings nicht weiter dramatisch, da man beim Lesen recht schnell feststellt, dass die Mangaka eher darauf abzielt, viele verschiedene japanische Geisterlegenden und Mythen zu verarbeiten und diese auf niedliche Art und Weise in die Geschichte einzubinden.

Somit bietet sich der Manga perfekt zum Entspannen an. Da die Reihe lediglich drei Bände umfassen wird, ist davon auszugehen, dass sämtliche Fragen recht schnell beantwortet werden, was sicherstellt, dass auch über die nächsten beiden Bände keine große Langeweile aufkommt.


Ein einfacher Stil mit Highlights

AYASHIKOTO-GATARI © Ushio Shirotori 2018 / MAG Garden Corporation, TOKYO

Während die Monster meistens detailliert gezeichnet sind und auch das Cover absolut ansprechend ist, lassen die restlichen Illustrationen an einigen Stellen zu wünschen übrig. Oft ist das gesamte Bild in einen übergreifenden Rasterfolien-Verlauf getaucht, was es verhindert, eine optische Tiefe wahrzunehmen.

Die Hintergründe sind ebenfalls sehr simpel gehalten und heben sich nur selten ab. Dafür gibt es zahlreiche große Panel, die für sich alleinstehend hingegen auch schon wieder ihren komplett eigenen Charme versprühen.

Carlsen Manga entschied sich hier für ein typisches Kleinformat – ohne besondere Extras oder Cover-Beschichtungen. Dafür gibt es eine tolle Farbseite, die dem Cover in nichts nachsteht. Mit 7,00 € bietet der Verlag auch einen angemessenen Preis.


Ghostly Things
Original
Deutsche Umsetzung

Wir bedanken uns herzlich bei Carlsen Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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