© Kayoru / Shogakukan

Verbotene Liebe, brennendes Verlangen und pochende Herzen sind der Stoff, aus dem Kayoru-Manga gemacht sind! Wir haben in das neueste Werk der Shoujo-Autorin reingelesen!

Wie eine Prinzessin blickt Protagonistin Nene vom Cover des Manga »Küss mich richtig, My Lady« umhüllt von Rosenblättern und der Zuneigung ihres Liebhabers auf. Nach Erfolgen wie »Liebe kennt keine Deadline« oder »Deine teuflischen Küsse« versteht es Mangaka Kayoru, ihre junge weibliche Leserschaft mit bildgewordenen Tagträumen schwach werden zu lassen und setzt daher auch in ihrer neuesten Reihe auf Altbewährtes.

Wir haben den ersten Band von Küss mich richtig, My Lady in die Hand genommen und sind zu einer Safari in die Welt des Schnulzenshoujo aufgebrochen – was uns dort erwartet hat, erfahrt ihr jetzt!


Alle Infos zu Küss mich richtig, my Lady!

Originaler Titel: Ojousama, Otona no Kiss no Ojikan desu
Genre: Shoujo, Romance, Drama
Verlag: Tokyopop
Mehr Infos: Beschreibungen und Preise
Story & Zeichnungen: Kayoru
Original erschienen bei: Shogakukan
In Japan erschienene Bände: 4 (laufend)
Deutscher Rythmus: Alle 3 Monate


Darum geht es in Küss mich richtig, my Lady!

© Kayoru / Shogakukan

Die 17-jährige Nene könnte fast einem Märchenbuch entsprungen sein – als waschechte Aristokratin fristet sie ihr Dasein inmitten eines wohlhabenden Haushalts voller Prunk und Protz! Natürlich gehört auch die Fürsorge eines jungen Dieners fest zu ihrem Alltag dazu, doch Sakuma ist für sie mehr als nur ein Bediensteter und treibt ihren Herzschlag regelmäßig ans Äußerste …

Doch diese unschuldige Verliebtheit findet mit einem Mal ein jähes Ende, als Nenes Vater seiner Tochter einen schicken Engländer vorstellt, der bald mit ihr das Ehegelübde ablegen soll! Doch in Nenes Herzen sind sämtliche Zärtlichkeiten einzig und allein ihrer ersten Liebe versprochen, sodass sie die Gelegenheit eines geheimen Liebestrainings nutzt, um Sakuma doch noch etwas näher zu kommen …


Kann Spuren von Kitsch enthalten

© Kayoru / Shogakukan

Bevor man sich zwischen kunterbunter Front und lasziver Rückseite in die schwarzweiße Traumwelt des Manga stürzt, sollte dem geneigten Leser eine Sache klar sein: Küss mich richtig, my Lady ist Shoujo-Kitsch in Reinkultur! Vom Cover bis zur letzten Seite läuft die Geschichte nach den althergebrachten Gepflogenheiten einer klassischen Romance-Novel ab, teasert entsprechend zunächst mit verbotener Liebe, bevor es über den dramatischen Höhepunkt hinweg zum erfüllten Ende des ersten Bandes geht – so weit, so vorhersehbar.

Dabei sind Hintergründe der Erzählung genau so Mangelware wie Ecken und Kanten an den Charakteren, denn während die temperamentvolle Nene trotz ihrer Tatenlosigkeit noch so etwas wie Persönlichkeit besitzt, besteht Sakumas Charakter einzig und allein daraus, seiner Herrin mit stammem Blick und diabolischem Lächeln schöne Augen zu machen.

Nene ist schon ewig in Sakuma verliebt – genauer gesagt, seit sie drei Jahre alt ist. | © Kayoru / Shogakukan

Ist die Geschichte von Küss mich richtig, My Lady also schlecht? Das ist Ansichtssache, denn wie seine Genrekollegen will der Manga in erster Linie mit knuddeligem Herzschmerz-Eskapismus seine Leserschaft auf die erste Liebe vorbereiten. So ist neben dem heißen Puls der Leidenschaft, Sex und Zuneigung nur wenig Platz für Charakterentwicklung oder sorgfältiges Einfädeln des großen Plottwists, der unangekündigt über den Leser hereinpoltert und somit eher gewollt und konstruiert als überraschend wirkt.


Sinnliches Artwork

© Kayoru / Shogakukan

Auch optisch arbeitet der Manga genauestens die Einträge im Shoujo-Klischee-Katalog ab und ziert seine Panels wahlweise mit ästhetischen Blumenmotiven oder schillerndem Glitzer, während der Fokus der Zeichnungen die Lovestory umschmeichelt und somit die Charaktere in den Vordergrund stellt.

Die sind hübsch designed und werden auch stets in großem Detailreichtum aufs Papier gebracht, damit sich jede Gefühlsregung, jede Gesichtsröte und jeder Schicksalsschlag auch voll und ganz nachspüren lässt. Doch nicht nur in den sinnlichen Szenen hat Kayoru die volle Kontrolle über die Atmosphäre, auch wenn’s witzig wird, greift die Zeichnerin gerne einmal auf einen knuffigen Chibi-Stil zurück! Optisch macht der Manga also durchgehend eine sehr gute Figur.


Fazit – Shoujo will be Shoujo

© Kayoru / Shogakukan

Küss mich richtig, My Lady erzählt eine gradlinige Liebesfantasie – und wie es bei Fantasien so der Fall ist, wird die Logik schon im ersten Kapitel zugunsten zuckersüßer Szenen über den Haufen geworfen. Wen das nicht stört. den erwartet hier eine mitreißende Geschichte voller Herzklopfen und großer Gefühle!

Wer jedoch auf der Suche nach glaubwürdigen Charakteren, einer nachvollziehbaren Handlung und tiefgründigen Themen ist, der sollte lieber zu anderen Genrevertretern wie Die Freundin der Hexe greifen. Denn in Küss mich richtig, my Lady wird die Handlung vor lauter Liebestaumel schon mal übergangen, sodass bei nüchterner Betrachtung standardmäßige Kost für Genreliebhaber bleibt.

Wir bedanken uns herzlich bei Tokyopop für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Mit welchem Animecharakter würdet ihr gerne zwangsverheiratet werden? Und was haltet ihr von Küss mich richtig, my Lady?

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