© 2016 Natsume Akatsuki, Kurone Mishima/PUBLISHED BY KADOKAWA/KONOSUBA Partners

EXPLOSION! Nachdem Kazuma und Anhang jahrelang nur auf Japanisch ihr Unwesen trieben, spielte der Publisher AniMoon Truck-kun und verfrachte die wohl abgedrehteste Gurkentruppe des Isekai-Kosmos in die mystische Parallelwelt der deutschen Blu-Ray-Regale! Wir haben für euch in das erste Volume des deutschen KonoSuba-Releases reingeschaut!

Einige Jahre vor dem richtig großen Ausbruch der Isekai-Welle konnte KonoSuba als Parodie des, im wahrsten Sinne des Wortes, weltfremden Genres als einer der ersten Vertreter international einen großen Hype abstauben, doch ließ sich trotz der überwältigenden Beliebtheit nicht in den deutschen Publisher-Portfolios blicken – zumindest bis heute.

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Denn der Potsdamer Publisher AniMoon konnte die Fantasy-Sause zu einem Teil seines klassikerbespickten Programms machen und führte KonoSuba-Verfechter nicht nur bereits auf der großen Leinwand, sondern seit dem 23. Oktober auch in den heimischen vier Wänden an die Grenzen der Freundexplosion! Wir haben für euch in die erste Volume des insgesamt dreiteiligen Releases zur ersten Staffel reingeschaut und verraten euch, ob sich die Discs eurer Anime-Party anschließen sollten!

KonoSuba Key Visual
Titel: KonoSuba: God’s blessing on this wonderful world!
Art: Serie
Episoden: 10
Genre: Comedy, Action, Fantasy
Studio: Studio DEEN (Junji-Ito Collection, Higurashi)
Regisseur: Takaomi Kanasaki (Is This a Zombie?, Tokyo Ravens)
Vorlage: Light Novel von Natsume Akatsuki (Story) und Kurone Mishima (Illustrationen)
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Der Anime

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Darum geht es in KonoSuba!

Kazuma ist ein Stubenhocker, wie er im Buche steht und verbringt seine Zeit liebend gern alleine inmitten freizügiger Eroge-Abenteuer. Als ihn ein exklusiver Lagerverkauf dazu zwingt, das erste Mal seit Langem seine heimeligen vier Wände zu verlassen, führt dies zu einem schicksalhaften Erlebnis! Denn als er mit einem beherzten Hechtsprung ein achtloses Mädchen vor den Gefahren eines heranrollenden LKWs bewahrt, erfasst ihn der Stahlkoloss und befördert ihn geradewegs ins Jenseits.

Als er dort die Augen aufschlägt und der bildhübschen Göttin Aqua gegenübersitzt, folgt schließlich das böse Erwachen: Der vermeintlich sämtliche Tempolimits sprengende Laster war ein schnarchiger Traktor und Kazuma ist auch nicht überrollt worden – sondern starb am Schock seiner eigenen Wahnvorstellung! Statt nach dieser Schande in den Himmel zu fahren, steht ihm nun die Möglichkeit auf ein neues Leben inmitten einer urigen Fantasy-Welt frei – mit Schwertern, Dämonen und allem, was dazugehört!

Vor seiner Reise in die fantasievollen Weiten darf sich Kazuma für einen beliebigen Begleitgegenstand entscheiden und klemmt sich kurzerhand Aqua selbst unter den Arm! So beginnt für den sarkastischen Abenteuer und die nutzlose Göttin ein epochales Abenteuer voller schräger Missionen und verdrehter Bekanntschaften …

Kann der Anime in den ersten vier Folgen überzeugen?

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Ob verbale Entgleisungen, aggressiver Slapstick oder sexy-fantasievoll angehauchter Ecchi-Humor – Autor Natsume Akatsuki ist in KonoSuba nichts heilig und so zieht er mit einer niemals zu Enden scheinenden Sinnlos-Energie sämtliche Isekai-Klischees auf herrlich zwanglose Art und Weise durch den Kakao. Wie Gegner in einem Dungeon jagt dabei eine Pointe die nächste und sorgt so für eine andauernd ausgelassene Atmosphäre, die zu einem nicht zu verachtenden Teil auch auf die kreative und ebenfalls komplett freidrehende Inszenierung baut, die den Humor durch weitere Anspielungen auf dem Isekai- und RPG-Kosmos ergänzt und die wohl durchgeknalltesten Reactionfaces zeichnet, die die Anime-Welt seit Langem gesehen hat.

Doch KonoSuba ist mehr als nur eine Sammlung verrückter Gags und entfaltet seine Wirkung auch dank der natürlich Symphatie der Hauptcharaktere – ob Sprücheklopfer Kazuma, Sentimentalitätsbündel Aqua, Dauermasochistin Darkness oder die Meisterin des Prätentiösen, Megumin, jeder Charakter besitzt eigene verrückte Quirks, die sich beim Aufeinandertreffen in ein heilloses Durcheinander verwandeln, das man in seinem geordneten Chaos einfach lieb haben muss!

KonoSuba reizt mit seinem vielfältigen Humor wohl sämtliche Adjektive aus, die als Synonyme von »verrückt« existieren. | © 2016 Natsume Akatsuki, Kurone Mishima/PUBLISHED BY KADOKAWA/KONOSUBA Partners

So kann KonoSuba nicht nur mit Blick auf Stilelemente eines typischen Isekai, sondern auch als eigenständiger Comedy-Anime voll überzeugen, der jedem Fan von kontrollierter Sinnlosigkeit und klassischer Fantasy-Ästhetik mit ziemlicher Sicherheit eine explosive Zeit bereitet!


Die deutsche Synchronisation

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Für die deutsche Synchronfassung zu KonoSuba wurde das Studio TNT Media beauftragt, die zuvor Serien wie Clannad, Is This a Zombie? oder To Love-Ru die deutsche Sprache beibrachten. Dabei gestaltet sich der Dub auf sprachlicher Ebene wunderbar ausgeflippt und spielt die Untertitel was lockere Formulierungen und völlig überzeichnete Sprachstile angeht noch einmal ordentlich aus, wohingegen die Sprecher mit der dauerhaften Hyperaktivität des Scrips nicht ganz mithalten möchten und an manchen Stellen leider etwas zahmer performen als ihre fernöstlichen Pendants.

Leidenschaftlichen Fans stößt außerdem das Eindeutschen des ikonischen und bereits im japanischen Original englischen  »Explosion!«-Ausrufs etwas bitter auf, ansonsten ist der Dub jedoch eine gute Alternative, wenn auch ein gewisses Luftpolster nach oben durchaus zurückbleibt.

Kazuma SatouDavid Turba (Araragi in Bakemonogatari, Edward in Fullmetal Alchemist)
AquaDaniela Molina (Kyouka in B Gata H Kei, Juri in Kokkoku: Moment für Moment)
MeguminLea Kalbhenn (Katja in Fairy Tail, Sailor Jupiter in Sailor Moon Crystal)
DarknessMarieke Oeffinger (Elza in Fairy Tail, Akame in Akame ga Kill!)

Verpackung & Extras

© AniMoon Publishing

Nimmt man das erste Volume von KonoSuba in die Hand, blickt man wie gehabt zunächst auf einen massiven Sammelschuber, der als Extra Platz für alle drei Volumes der Serie bietet. Dieser ist liebevoll mit dem Key Visual der Serie, sowie dem Trennerlogo bedruckt und macht einen wertigen Eindruck. Im Inneren verbirgt sich ein mit hübschen Illustrationen die lebhafte Atmosphäre des Anime gut widerspiegelndes Media Book, das zwar ein wenig klapprig in der Hand liegt, doch insgesamt optisch ebenfalls zu gefallen weiß, auch wenn die sonst eingesetzten Steel Cases ein wenig »edler« daherkommen.

Der im Lederstil gestaltete Innenraum enthält neben der Disc ein angeklebtes Booklet, das dank herausragender Druckqualität ebenfalls vor Farben nur so strotzt und mit Informationen zu den Charakteren, Artworks und einen Blick auf die Arbeit des Hintergrund-Departments gefüllt ist, die uns die verschiedenen Orte der KonoSuba-Welt etwas näherbringt. Als Signature-Extra liegt diesmal einer von Aquas Fächern bei, mit denen ihr euch an der quirligen Wassermagie der blauhaarigen Göttin versuchen oder im Sommer eine frische Brise zufächeln könnt.

Als besonderes Extra liegt diesmal einer von Aquas Fächern bei. | © AniMoon Publishing

Der Fächer ist dank dünnem Aufbau eher als Deko-Element geeignet, wobei eine beiliegende Halterung wie bei der Higurashi-Veröffentlichung den Eindruck ein wenig abgerundet und dem hübsch bedruckten, aber nur seiner eigentlichen Funktion zukommenden Platzhalter eine höhere Bestimmung zukommen lassen hätte.

Auf der Disc selbst befindet sich ein interessantes Interview mit Kazuma-Sprecher David Turba, sowie das von den Credits befreite Opening und Ending. Insgesamt leistet sich AniMoon bei seiner Königsdisziplin auch dieses Mal keine Schwächen und schnürt ein liebevoll ausstaffiertes Fanpaket, das mit seinem hübschen Design bedenkenlos in jeder KonoSuba-Vitrine aufgenommen werden darf.


Bild & Ton

© 2016 Natsume Akatsuki, Kurone Mishima/PUBLISHED BY KADOKAWA/KONOSUBA Partners

Das Bild der Blu-ray entfaltet mit einer Datenrate von 20 mbps im Gepäck eine gute Bildqualität und nutzt den auf der Disc gegebenen Speicherplatz zufriedenstellend. So erstrahlt die kunterbunte Fantasy-Welt um Kazuma und co in knalligen Farben mit scharfen Konturen, größtenteils sauberen Farbverläufen und klarem Bild. Bloß der eingesetzte Noise könnte sich ein bisschen weniger aufdringlich gestalten, da dieser zwar das Banding bekämpft, doch in bewegungsreichen Szenen schnell einmal zermatscht. Ansonsten wird die Bildqualität jedoch einer professionellen Blu-ray voll und ganz gerecht und lässt wenig Anlass zur Kritik!

Der Ton liegt in beiden Sprachen im DTS-HD Master Audio-Format vor und schallt knackig aus beiden Boxen, wobei insbesondere die Soundeffekte durch die gekonnte Mische hervorgehoben werden und die Boxen bei Attacken wie Megumins Explosionsmagie standesgemäß zum Brennen bringen!


Die Untertitel

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Wer den altbekannten Originalstimmen lauschen möchte, kann bei KonoSuba selbstverständlich auch auf eine untertitelte Fassung zurückgreifen – diese ist sprachlich abwechslungsreich gehalten und misst jedem Charakter einen ganz individuellen Sprachstil zu, wodurch ein angenehmer und spaßiger Lesefluss entsteht. Dieser ist zu einem Großteil jedoch auch dem gelungenen Timing zu verdanken, das zielgenau die Schlüsselbilder abpasst und aufeinanderfolgende Sätze durch Linking verbindet, sodass die Dialoge in Leseform angenehm ineinander übergehen.

Dank aufwendiger Rekonstruktion fügt sich die Übersetzung von Schriften nahtlos und atmosphärisch in den Anime ein! | © 2016 Natsume Akatsuki, Kurone Mishima/PUBLISHED BY KADOKAWA/KONOSUBA

Stilistisch wurde der Untertitel in der Standardschrift Arial mit ausreichend dickem Rand gehalten und ist vor jeder Art von Hintergründen problemlos zu lesen, hier und da haben sich jedoch einige Kommasetzungsfehler oder Wehwehchen wie falsch aufgeteilte Wörter eingeschlichen. Ein weiterer Abstrich ist die fehlende Übersetzung für Opening und Ending, wer sich jedoch damit arrangieren kann, bekommt einen spaßigen und angemessen Untertitel serviert!


Fazit – Gottes Segen über diesen wunderbaren Release!

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Mit der deutschen KonoSuba-Veröffentlichung führt Publisher AniMoon seine bislang überwiegend positive Linie weiter und präsentiert mal wieder eine stattliche Limited Edition, die Fan-Herzen dank kreativer Extras, hochwertiger Verpackung und guter Synchronisation zum Hüpfen bringt. Lediglich die Untertitel hätten eine etwas aufmerksamere Fehlersuche vertragen können, ansonsten leistet sich die Veröffentlichung keine Schwächen und ist hochwertiger Loot für jede KonoSuba-Sammlung!

Wir bedanken uns herzlich bei AniMoon für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Was haltet ihr von der deutschen KonoSuba-Veröffentlichung? Und was würdet ihr bei eurer Reise in eine Fantasy-Welt mitnehmen?

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Zarlisch Florenz

Ich war nie so wirklich ein Fan der Artikel hier, da sie in meinen Augen häufig Themen nicht so kompetent präsentieren, wie sie es eigentlich sollten. Jedenfalls würde ich von „NinotakuDE“ als Auskopplung des Hauptprogramms mit eigener Redaktion mehr erwarten. Aber ich glaube, etwas so merkwürdiges wie den Absatz zu Bild und Ton hab ich noch nicht hier gesehen. Hab deswegen mir gedacht, dazu müsste ich was schreiben.

„Das Bild der Blu-ray entfaltet mit einer Datenrate von 20 mbps im Gepäck eine beeindruckende Bildgewalt und nutzt den auf der Disc gegebenen Speicherplatz zufriedenstellend.“

Wie definitert sich hier „zufriedenstellend“? Eine Singlelayer-BD hat eine Speicherkapazität von 25 GB, also nehme ich mal an, dass fast der gesamte Speicher genutzt wird. Aber warum ist das etwas besonderes? Macht es die Bitrate besonders? Denn diese liegt doch mit den genannten 20 Mbit/s unter der Standardbitrate von 36 Mbit/s, also 1× Speed.

„Bloß der eingesetzte Staticnoise könnte sich ein bisschen weniger aufdringlich gestalten, da dieser zwar das Banding bekämpft, doch in dunklen Szenen klar erkennbar in den Vordergrund tritt. Ansonsten wird die Bildqualität jedoch einer professionellen Blu-ray voll und ganz gerecht und lässt keinen Anlass zur Kritik!“

Das ist ein sehr interessanter Punkt, gerade in Betracht auf die „beeindruckende Bildgewalt“. Colour Banding entsteht ja vor allem durch Quantisierung, um die gesamte Datenmenge zu komprimieren. Das würde ja hier bedeuten, der mögliche Speicherplatz der Blu-Ray wurde eben NICHT zufriedenstellend genutzt. Außerdem gibt es kein „Staticnoise“, Static ist der Begriff für White Noise auf ungenutzten Radiofrequenzen (später auch benutzt um Interferenzen bei anderen Broadcastsignalen zu beschreiben), und Noise ist einfach ein Begriff für Signalrauschen. „Staticnoise“ wäre „White noise noise“. Was du in diesem Zusammenhang meinst wäre „Dithering“, was ebenfalls nicht für die Qualität eines Homevideorelease spricht, sondern eher dagegen. Idealerweise würde man Quantisierung und Dithering nicht nutzen, was auf einer Blu-Ray im Gegensatz zur DVD tatsächlich möglich ist.

„Der Ton liegt in beiden Sprachen im DTS-HD Master Audio-Format vor und schallt knackig aus beiden Boxen, wobei insbesondere die Soundeffekte durch die gekonnte Mische hervorgehoben werden […]“

Und das hier ist einfach merkwürdig, da DTS-HD MA ein Codec für Surround-Sound ist, das schallt eigentlich nicht nur aus zwei Boxen …
Auch wäre hier der Vergleich zwischen japanischer und deutscher Abmischung interessant gewesen, da mir persönlich kein Beispiel einfallen würde, wo die Audiolevel des Texts, der Musik und des ADRs in beiden Versionen identisch sind. Und je nach Menge an Tracks kommt es natürlich noch zu feineren Unterschieden.

Jetzt ein paar Sachen, auf die ich nicht im Detail eingehen will, da der Kommentar eh schon zu lang ist, aber wenn ich schon mal einen schreibe, kann ich es wenigstens erwähnen. Also eine Art „Rapid Fire Round“:

„Ließ sich […] nicht in den deutschen Publisher-Portfolios blicken – zumindest bis heute.“ – Der Release war nicht heute und die Lizenz ist bereits seit längerem bekannt, dementsprechend ist es schon länger im „Publisher-Portfolio“ von Animoon. Ich nehme an der Stelle an, dass der Shoprelease am 18. war und der Widerelease am 23., da Amazon und der Animoon-Shop verschiedene Daten nennen.

„die Fantasy-Sause“ – Ich weiß nicht, Sause ist eigentlich nicht das Wort, was man immer mal wieder erwähnen muss. Es hat schließlich eine klar negative Konnotation.

„sexy-fantasievoll angehauchter Ecchi-Humor“ – Nichts fantasievolleres als Höschenklau. Vom obligatorischen Lolicon- und Bazongahumor zu schweigen. Ich mein, mich stört es nicht (Darkness als Dauerpunchline wurde aber schon ziemlich schnell alt), jedoch wirkt es etwas komisch, wenn es vom Lolicon-H-Feind Nummer 1 kommt.

„KonoSuba reizt mit seinem vielfältigen Humor wohl sämtliche Adjektive aus, die als Synonyme von »verrückt« existieren.“ – Das wird ein Problem, falls Nichijou je lizenziert wird. Pls Animoon, make it happen.

„[…] massiven Sammelschuber, der als Extra […]“ – Am liebsten würde ich hier sagen, dass Schuber kein besonderes Extra sind, aber dank einem malaysischen, Aniplex unterstelltem Puzzle- und Tassenherrsteller, der manchmal unterdurchschnittliche Serienreleases bringt, muss man ja leider dankbar sein, dass sie wenigstens nicht für 10 Eruo separat verkauft werden. Über die Massivität kann man streiten, gerade dank Importreleases, ich würde nämlich die meisten Anime-Limited-Schuber als massiver bezeichen, ins besondere will ich Outlaw Star und Perfect Blue erwähnen. (Beides UK)

„Dieser ist liebevoll […] bedruckt […]“ – You know.

„[…] ingesetzten Steel Cases ein wenig »edler« daherkommen.“ – Ich sag mal, das ist Ansichtssache, denn Steel Cases haben schließlich das Stigma, eine billige Steelbook-Alternative zu sein. Die Verbreitung dieses unterlegenen Produkts im Animeraum schiebe ich mal auf KSM.

(An der Stelle möchte ich aber trotzdem kurz sagen, es ist gut, dass diesmal ein übersichtliches Bild des kompletten Release präsentiert wird, gab es ja nicht bei z.B. Bungo Stray Dogs.)

„altbekannten Originalstimmen“ – Altbekannt von den ganzen deutschen KonoSuba-Releases, wie ich annehme.

„[…] angenehmer und spaßiger Lesefluss entsteht. Dieser ist zu einem Großteil jedoch auch dem gelungenen Timing zu verdanken, das zielgenau die Schlüsselbilder abpasst und aufeinanderfolgende Sätze durch Linking verbindet, sodass die Dialoge in Leseform angenehm ineinander übergehen.“ – Ich weiß nicht, ob man so sehr raushängen lassen muss, dass man seine Freizeit vor NinotakuDE vor allem mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials verbracht hat. Außerdem gibt es doch keinen echten Zusammenhang zwischen Lesefluss und zielgenauer Keyframeanpassung … Viel mehr ist es wichtig, wie viel Zeit die verschieden langen Zeilen zu sehen sind … Was nichts mit Animation zu tun hat … Und woher will man überhaupt wissen, dass eine Szene mit einem Keyframe endet, das Gegenteil ist nicht unmöglich …
Und was soll „Linking“ sein? Das ist kein echter Begriff, der so in einer Film- oder Fernsehproduktion/-veröffentlichung genutzt wird. Hier wäre ein Screenshot hilfreich, wenn man schon ausgedachte Bezeichnungen gebraucht … Ich nehme mal an, es ist die ausgeglichene Zentralsatzformatierung gemeint, aber das hat man doch bei den meisten Untertiteln, dass die beiden Zeilen ähnlich lang sind. Als nächstes werden noch Releases dafür gelobt, dass nicht beide Tonspuren zeitgleich laufen.

„hier und da haben sich jedoch einige Kommasetzungsfehler oder Wehwehchen wie falsch aufgeteilte Wörter eingeschlichen“ – Also sich wegen fehlerhafter/nicht vorhandener Komposita zu beschweren ist schon mutig, wenn man selbst einen Hang zur falschen Aufteilung durch Bindestriche hat …

„fehlende Übersetzung für Opening und Ending“ – Den Grund könnte man doch auch noch erwähnen, schließlich müssen für Lyrics gesonderte Lizenzen erworben werden.

Jetzt noch mal was zur „Meisterin des Prätentiösen, Megumin“. Chuu2 und Prätention sind nicht dasselbe, und es ist etwas ironisch, dass sich der „Bild & Ton“-Absatz so liest, als wolle sich jemand als signaltechnisch informiert darstellen, obwohl er es nicht zu sein scheint. Man könnte sagen, der Absatz sei prätentiös und basiert auf Halb- oder Falschwissen.

Und nun weg vom Inhalt des Artikels und rüber zu neutraleren Themen.
Um den Kommentaraufruf nicht komplett zu ignorieren:

Der Release sieht dem Usagi-Drop-Release recht ähnlich, natürlich mit angepasster Volumezahl. Der Schuber scheint eine adäquate Dicke zu besitzen, ähnlich UD und Higurashi (habe keinen anderen Release von Animoon zur Hand). Allumfassend eine kompetente Veröffentlichung, gerade mit Blick zu anderen Publishern, aber natürlich nicht fehlerfrei. Die Dreingabe in Form des Fächers halte ich für unsinnig, diese ganzen Zusatzitems sind meist reiner Dekoramsch. Inhalte wie Soundtrack, ein umfangreiches Artbook oder anderweitiges Behind-The-Scenes-Material.
Ich verstehe nicht wirklich, was einige Leute an diesen Dekosachen finden, schließlich kann man damit nichts Neues über die Serie und den Schaffungsprozess lernen.

Und mitnehmen … schwierig, wahrscheinlich eine Art Notfalllösung. Isekai sind schließlich reiner Eskapismus für Menschen, die lieber von einem Neuanfang träumen, wo ihnen alles durch ihre MMO- oder LN-Erfahrung geschenkt wird. Hat ja schon einen Grund, warum das gerade in einer Rezession nach Fukushima so populär wurde. Das erlebt man natürlich nicht so im Westen, außer man versucht z.B. zu verstehen, woher Trends kommen.

Zuletzt noch eine Frage, da die Autoren dieser Seite sicherlich auch selbst Anime besitzen, (also … wäre schon witzig wenn nicht, aber so zynisch muss man ja nicht sein.) und die wäre:
Wird es auch Reviews oder Vorstellungen von besonderen älteren Animereleases geben, die z.B. einige Dinge besser/schlechter/anders als heute machen, damit man auch „jüngeren“ Animefans, die nur die heutige Landschaft + Streaming kennen, mal einen Einblick gewähren kann. Es ist natürlich auch hilfreich, um jeder Person ein gewisses Maß an Authentizität zu geben, und, was der wichtigste Punkt wäre, man hat ein sinnvolles Format, welches über eine Topliste hinweggeht, in dem man persönliche Favoriten präsentieren könnte, denn wenn, dann kauft man sich doch tolle Sammlereditionen von Titeln, die man mag.

EhrenwerterGoblin

Ich bekomme irgendwie das Gefühl, dass hier nie richtig auf Kritik eingegangen wird. -.-

Columbius

Ist es Schon bekannt bei welchen Anbieter Konosuba Gestreamt werden wird?

Nyan-Kun

Denke mal um das zu beantworten ist es noch zu früh. Die erste Volume ist ja erst vor kurzem raus gekommen. Die letzten Animoon Titel (Is this a Zombie & Goblin Slayer) sind aber neu bei Netflix hinzugekommen. Würde daher von ausgehen, dass auch KonoSuba irgendwann mitte nächsten Jahres bei Netflix sein wird.

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