© TRIGGER, Kazuki Nakashima/Kill la Kill Partnership

Für die einen völlig übertriebene Ecchi-Action, für die anderen genrekritisches, selbstreflexives Meisterwerk – seit im Jahr 2013 Kill la Kill als Debütprojekt des beliebten Studios Trigger an den Start ging, wurden stundenlange Diskussionen um die Qualität der Serie geführt – wir möchten euch heute die Positionen vorstellen und zu einem frischen Meinungsaustausch anregen!

Es ist wieder an der Zeit für eine neue Diskussionsrunde um die Qualität eines populären, viel diskutierten Anime: Kill la Kill. Nachdem sich das Kreativdou aus Regisseur Hiroyuki Imaishi und Autor Kazuki Nakashima im Jahr 2011 von Mutterstudio Gainax getrennt hat, um mit dem frischgegründeten Studio Trigger eigene, durch Serien wie Little Witch Academia und Darling in the Franxx auch durchaus erfolgreiche, Wege zu gehen, erschien 2013 mit Kill la Kill die bis dato neueste Zusammenarbeit der beiden.

Finanziell ein großer Erfolg definiert der Anime für die einen den Umgang mit dem Thema Fanservice neu, während andere in der Serie mit plumper Sexualisierung bestreute Action sehen. Wir möchten heute klären, welche Argumente die jeweiligen Parteien vorbringen – und anschließend eure Meinung erfahren!

Bitte beachtet, dass es sich bei den vorgestellten Meinungen nicht um festgesetzte Fakten handelt – falls ihr gewisse Dinge anders seht, äußert euch gern in den Kommentaren!

Wo kann ich den Anime schauen?

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Darum geht es in Kill la Kill!

© TRIGGER, Kazuki Nakashima/Kill la Kill Partnership

Irgendwo, mitten im modernen Japan herrscht eine finstere Dystopie: An der sagenumwobenen Honnouji-Akademie führt die Schülerratspräsidentin Satsuki Kiriyuuin ein eisernes Regiment an, in dem die Schüler und ihre Familien anhand ihrer Leistungen in verschiedene Gesellschaftsschichten eingeteilt werden, aus denen ein Entrinnen nahezu unmöglich erscheint. Besonders privilegierte Schüler erhalten dabei eine sogenannte Goku-Uniform, die ihrem Träger eine übermenschliche Macht verleiht.

Schulwechslerin Ryuuko Matoi blickt auf eine dunkle Vergangenheit zurück, in der ihr Vater eines Tages auf heimtückische Art und Weise ermordet wurde, während am Tatort nur die Klinge einer gewaltigen Schere zurückblieb. Mit diesem gewaltigen Scherenschwert versucht das kämpferische Mädchen nun, durch den Kampf gegen Satsuki endlich an Antworten zu gelangen und dem Mörder ihres Erzeugers auf die Schliche zu kommen! Zunächst chancenlos, trifft sie im zerstörten Keller ihres Hauses auf die Uniform Senketsu, die Ryuuko zu Kräften verhilft, mit der sie nun nicht nur gegen Satsuki, sondern gegen die gesamte Welt rebellieren kann …

Das sagen die Fans zu Kill la Kill!

© TRIGGER, Kazuki Nakashima/Kill la Kill Partnership

Schon immer konnte das Team um Imaishi mit seinem in der Anime-Sphäre eher ungewöhnlichen Mix aus typischen Anime-Elementen und Comic-Ästhetik wie etwa starken Schattierungen eine Menge Fans begeistern. Sakuga-Fans loben an Kill la Kill insbesondere die Animation, die aufwendig und voller Dynamik vor allem den zahlreichen Actionszenen mit massig Bewegung Ausdruck verleihe, während die surreale Ästhetik in jedem der durchpolierten Einzelbilder gewahrt würde. Dabei wären insbesondere die liebevollen Anlehnungen an Cell-Animation längst vergangener Tage wie etwa sich wiederholende Frames, unterschiedliche Proportionen oder völlig überzeichnete Gesichtsausdrücke erwähnenswert.

Auch die Comedy der Serie findet einige Anhänger, denn Kill la Kill strotze nur so vor Kreativität und parodiere auf clevere Art und Weise Elemente klassischer Action- und Ecchi-Anime, indem es diese bis aufs Blut überzeichne und in ihre Extreme treibe. Trotzdem würde die Geschichte auch losgelöst von diesem Faktor mit Spannung unterhalten und so wie etwa beim letzten Plottwist geschickt mit den Erwartungen der Zuschauer spielen, um sie schließlich auf eine falsche Fährte zu führen.

An den Charakteren wird besonders Ryuuko als starke Frauenfigur gelobt, die durch das Ausleben ihrer Freizügigkeit an Stärke dazugewinnt und sich trotz Betonung körperlicher Reize gegen ihre Widersacher durchzusetzen vermag.

Das sagen die Gegner zu Kill la Kill!

© TRIGGER, Kazuki Nakashima/Kill la Kill Partnership

Nicht jeder Kill la Kill-Zuschauer kann sich dem Jubel um das Nudisten-Abenteuer voll und ganz anschließen – häufiger Kritikpunkt ist die einseitige Comedy, die stets auf dem plumpen »Nackte Leute sind lustig«-Gag rumreite und dabei über die 24 Episoden verteilt wenig Innovation an den Tag lege, was die zahlreichen anzüglichen Shots der weiblichen Charaktere nicht rechtfertige, die viel zu inflationär gesetzt seien. Der eigentlichen Geschichte ginge extrem schnell die Puste aus und sie wäre bloß dazu da, Ryuuko von einer überborderten Kampfszene in die nächste zu schubsen, wobei Charakter- und Plotentwicklung völlig auf der Strecke bleibe.

Die Charaktere seien allgemein dünn und besäßen bis auf die Hauptfiguren Ryuuko und Satsuki nur wenig Persönlichkeit, tiefer gehende Motive oder interessante Motivationen. Entwickelt sich mal ein Charakter etwas weiter, geschähe dies sprunghaft und ohne einen wirklich überzeugenden Grund.

Seit Ausstrahlung der ersten Episode entbrannte außerdem eine lebhafte Debatte darum, ob Kill la Kill tatsächlich gängige Ecchi-Klischees auflöst oder doch selbst seine weiblichen Charaktere stark sexualisiert. Denn obwohl der Anime sich über das Thema Fanservice durchgängig lustig mache, so werden die Mädchen häufig ausgiebig von der Kamera abgegrast, während dies bei männlichen Figuren meist auf wesentlich komödiantische Art und Weise in kürzeren Sequenzen passiere.

Das sagt die Redaktion (Endo) zu Kill la Kill!

© TRIGGER, Kazuki Nakashima/Kill la Kill Partnership

Für mich war Kill la Kill schon immer ein überdurchschnittlicher Action-Anime, der insbesondere durch seine motivierte und durchgehend hochwertige Regie besticht – die meinen Humor zu 100% treffenden Gags können so genau so sehr ihre volle Wirkung entfalten wie die brachialen Action-Szenen, die durch jede Menge Bildgewalt zeigen, was für eine Kraft Trigger schon damals als Animationsstudio entfaltet hat.

Trotzdass die Story nicht vor Komplexität strotzt, sendet sie meiner Meinung nach doch eine positive Botschaft in Richtung sexueller Freizügigkeit aus und präsentiert sich so ansprechend-sympathisch mit jeder Menge Kreativität in einem einzigartigen Stil, dass Kill la Kill durch seine Eigenheit wohl deutlich in die Kategorie »Man liebt es oder man hasst es« fällt. Trotzdass ich nicht der allergröße Imaishi- oder Trigger-Fan bin, hat mir die Serie extrem gut gefallen und kann für ein paar unterhaltsame Stunden allemal herhalten!

Jetzt seid ihr gefragt! Was ist eure Meinung zu Kill la Kill und wessen Argumente findet ihr am überzeugendsten?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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Macbeth
Gast
Macbeth

Ich liebe den Anime. So völlig übertrieben und nichts, auch sich selbst, ernst nehmen, dazu die bekloppten Charaktere, genau mein Humor.

shindra
Gast
shindra

Obwohl Echi eigentlich nicht so mein fall ist,fand ich kill la kill echt gut.Ich mag denn humor und die verückten Charaktere echt einfach.

Sindhara
Gast
Sindhara

Kill la Kill ist recht gut. Allerdings auch sehr wechselhaft. Es ist nun schon eine Weile her, dass ich diesen Anime geschaut habe; ich meine mich allerdings daran erinnern zu können, dass er aus einzelnen Abschnitten bestand. Im ersten Abschnitt stand eher Humor im Vordergrund. Im zweiten Abschnitt wurde die Story vorangepeitscht und es wurde etwas langweilig. Im dritten Abschnitt haben wir coole Action zu sehen bekommen. Und wer meint, der Humor bestünde nur aus sexualisierten Witzen… der sollte sich eher Gedanken über seine Humorrezeption machen. Insbesondere am Anfang gibt es so viele extrem lustige Szenen, die durch Maki oder… Weiterlesen »

Flamari
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Flamari

Kill la Kill ist einer der besten Anime die ich je gesehen hab. Punkt.

Qubexx
Gast
Qubexx

Kill La Kill hat mir sehr gut gefallen. Ich fand den Animationsstill mega gut, weil er außergewöhnlich war.
Fast alle Charaktere waren lustig und symphatisch…

Robin Wolf
Gast
Robin Wolf

Ich liebe kill la kill das ist derzeit mein liebster anime und Ryuuko matoi habe ich bei allem sozial Medien als profilbild und in minecraft ein skin von Ryuuko das heißt kill la kill ein MeisterWerk und höre mega gerne das 2 Opening und ich werde mir vieleicht die bluerays vom anime holen und ich werde mir 100% kill la kill IF the game holen

Tobi
Gast
Tobi

Kill La Kill is wunderschön übertrieben
Ich feier den Anime
Ja ist viel ecchi aber das stört mich nicht

Animefreak_Freak169
Gast
Animefreak_Freak169

Kill la Kill find ich echt Super.
Der Animationsstill und die übertriebene Art ist meiner Meinung nach was dieser Anime so genial macht, sowohl die Ecchi und Comedy einlagen.

Louis
Gast
Louis

Kill la kill ist von allen Anime die ich bisher gesehen habe mein Favorit. Ich bin zwar eher der Fan von Romantischen, Ecchi und Comedy Anime, aber Kill la kill ist irgendwie anders für mich. Es ist zwar nicht Romantisch, dennoch hat mich der Animationstyle, die Musik, die Charaktere und die Geschichte meeeega beeindruckt! Und man kann jetzt nicht nur Kill la kill wegen Sexualität kritisieren, da man dann JEDEN Ecchi Anime kritisieren könnte. Für mich gibt es nichts schlechtes an Kill la kill auszusetzen und deswegen mein Anime Favorit!