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Vor Kurzem machte ein Leser mit einer Petition von sich reden, die Warnhinweise für die Darstellung sexueller Gewalt innerhalb des Magazins fordert. Nun geriet diese erneut ins Gespräch.

Als Jump-Leser Manabu Sekiguchi seine Petition, die Warnhinweise für die Darstellung sexueller Gewalt fordert, vor einigen Wochen online stellte, hätte er nie mit all dem Zuspruch gerechnet, der ihm seitens anderer Jump- und Manga-Fans entgegenschlägt. Ganze 4185 Stimmen konnten bis zum Ende der virtuellen Unterschriftensammlung zusammengetragen werden – ein riesiger Erfolg für den jungen Mann, der sich selbst als großen Manga-Fan bezeichnet, der mit der Jump erwachsen geworden ist.

Doch wie bei jedem Erwachsenwerden begann auch Sekiguchi irgendwann, die Inhalte der Manga, die er konsumierte, infrage zu stellen. Die Darstellung weiblicher Charaktere. Die Darstellung minderjähriger Charaktere. Vor allem aber die Nutzung und fehlende Auszeichnung sexueller Gewalt setzte dem Mann schwer zu. Anime News Network gegenüber betonte er, dass das Magazin nicht ausreichend kennzeichnet, wann es sich um einfache Erotik handelt und wann die Brücke zu sexueller Gewalt geschlagen wird. Man könne nicht vom jungen Publikum des Magazins erwarten, dass es den Unterschied erfassen kann. Auch wenn die Jump eine große erwachsene Leserschaft besitzt, wird in Serien wie »To Love-Ru« viel zu geringer Wert auf Einverständnis gelegt.

So hatte er es in seiner Jugend oft selbst erlebt, dass nicht nur er Probleme hatte, zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden, sondern seine Klassenkameraden auch damit begannen, Mitschülerinnen zu belästigen, nachdem diese das in einem Manga gesehen hatten. Aus diesem Grund fordert Sekiguchi nicht nur eine ausreichende Auszeichnung jener Inhalte, sondern begleitendes Aufklärungsmaterial.
»Wenn ein Magazin kein Problem mit sexualisierten Darstellungen hat, sollte es seine Leser auch aufklären.«

»act-age«: Manga wegen Skandal um Autor abgesetzt

Er fühle sich unwohl, wenn er heutzutage einen Blick in die Jump wirft, die Frauenkörper als niederes Stück Fleisch verkauft. Auch glaube er, die Mitarbeiter säßen dem Irrglaube auf, dass eine übergriffige Szene weniger problematisch sei, wenn sie zwischen Mädchen stattfindet.
»Doch auch das fällt unter sexuelle Gewalt. Wichtig ist stets der Konsens«, so schreibt er in seiner Petition.

Sekiguchis Petition bringt die Shounen Jump nicht das erste Mal in die Kritik. Erst im August wurde Tatsuya Matsuki, der Autor des Shounen-Manga »act-age«, wegen der sexuellen Belästigung einer Minderjährigen verhaftet und die Serie daraufhin eingestellt.


Quelle: Anime News Network, Comic Book


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LordRaiden

Gibt es bei dir ne Info, wie die “FSK” in Japan funktioniert? Wenn nein, wäre es möglich einen Artikel und/oder ein Video darüber zu machen?
Denn ich finde es sehr schwierig, etwas einzuordnen, wovon ich keinen Schimmer habe.
Ich bin sicher, dass in manchen Dingen Japan einen vielleicht ähnlichen Standart für den Jugendschutz haben aber auf der anderen Seite ist Japan ja auch das Land der Kontroverse und Extreme. Daher kann ich nicht urteilen, wie sie dort was einordnen.
Z.B. Ist es in den USA vollkommen ok Goreorgien ohne Ende im TV zu feiern aber WEHE es ist Nacktheit im Spiel. In Deutschland ist das umgekehrte Extrem.
(Ok 9Live gibbet ja nimmer) Doch ich bin sicher dass du verstehst was ich meine wenn Ich sage: “Um 12 Uhr schon Boingaboinga und bei nem Piekser im Finger direkt frei ab 18”.
Desweiteren weiß Ich ja nicht, ob alle Mangas in Japan ohne Altersbeschränkung sind.
Ich kann mir gut Vorstellen, dass so extremer Snuff nur unter der Ladentheke gehandelt werden, wärend Lolicon und Shotacon frei verkäuflich sein könnte.

Ich finde es schwierig etwas einzuordnen, wenn ich keine genauen Infos habe, geschweige denn ansatzweise Information dazu finden verarbeiten und verstehen kann.

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