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Nippons Antwort auf »The Day after Tomorrow« – mit »Japan sinkt« startet im Juli 2020 ein brandneuer Katastrophen-Blockbuster bei Netflix! Wir stellen euch den Neustart ausführlich vor!

Am 09. Juli 2020 ist es so weit – die tektonischen Platten tief unter dem japanischen Archipel überschneiden sich erneut und die fernöstliche Inselnation Japan steuert unaufhaltsam ihrem Untergang entgegen – natürlich nicht wirklich, sondern nur im neuesten Streich des Kult-Regisseurs Masaaki Yuasa namens »Japan sinkt«.

Dieser verspricht nicht nur eine stimmige Atmosphäre, künstlerisch anspruchsvolle Inszenierung und raffinierte Animationen, sondern auch eine packende Geschichte: Denn die zehnteilige Serie adaptiert einen regelrechten Klassiker der japanischen Horrorliteratur. Wir wagen einen Blick in die Glaskugel und verraten euch, warum ihr euch ganz besonders auf »Japan sinkt« freuen solltet!


Darum geht es in »Japan sinkt«!

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Das Jahr 2020, mitten in Japan – für die Familie Mutou beginnt ein weiterer, ereignisloser Tag in ihrem gewohnten Alltag. Was sie jedoch nicht ahnen, ist, dass die Welt wenige Stunden später schon in Flammen stehen wird. Lautes Donnern ertönt, der Boden beginnt sich wie wild zu schütteln, die Menschen um sie herum geraten allmählich in Panik und die Gewissheit macht sich nach und nach breit: Japan sinkt!

Ganz auf sich gestellt setzt die Familie alles daran, der apokalyptischen Welle der Zerstörung zu entfliehen und verlässt Tokyo auf schnellstem Wege – doch nicht nur die Hauptstadt, sondern das ganze Land wird von den tosenden Naturgewalten immer weiter ins Verderbern gestürzt. So gibt es im Moment nur noch ein einziges Ziel: Zu Überleben und dieser gewaltigen Katastrophe zu entkommen …


Die Kunst der Verzweiflung

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Kreativer Kopf hinter der ersten Anime-Umsetzung der vielgelobten Scifi-Novel ist Masaaki Yuasa – seines Zeichens Shooting Star der Anime-Landschaft, insbesondere was das Experimentieren mit der Animationskunst angeht. 2008 konnte er mit dem Abenteuer-Anime »Kaiba« zum ersten Mal die Aufmerksamkeit der Community auf sich lenken, in den Folgejahren legte Yuasa immer wieder anspruchsvolle, aber überzeugende Werke wie »Ping Pong«, »The Tatami Galaxy« oder »Devilman Crybaby« nach.

Besonders markant ist dabei sein Faible für ungewöhnliche Formen und Farben, die den Anime einen surrealen Touch verleihen. Gleichwohl beherrscht Yuasa, der häufig die Drehbücher für seine eigenen Produktionen übernimmt, die Persönlichkeit, Werte und Antriebe seiner Figuren nach außen zu kehren und so trotz des visuellen Kontrasts sehr menschliche Charaktere zu inszenieren.

Die bisherigen Trailer zu »Japan sinkt« versprechen einen Bombast, der an Hollywoodfilme heranreicht – produziert von Studio Science Saru. | © Netflix

Perfekt für ein Projekt wie »Japan sinkt«, denn im Charakterdrama stehen insbesondere die Verzweiflung, Aussichtslosigkeit und das Streben nach Hoffnung im Vordergrund. Beim neuen Projekt hat sich der Director den Trailer nach zu urteilen für einen weniger experimentellen und etwas profaneren, bombastischen Ansatz entschieden.

Dass sich das auch in den Bildern niederschlägt, stellt Yuasas jahrelanges Stammstudio Science Saru sicher. Animatoren wie das Nachwuchstalent Shuuto Enomoto bewiesen bereits mit ausdrucksstarken Szenen in »Keep Your Hands Off Eizouken!« ein Händchen für Charakterschauspiel, ein Aspekt, der im dramatischen Endzeit-Epos eine gewaltige Bedeutung innehat.

Nichts für schwache Nerven – von verstörenden Bildern wie dem Untergang Okinawas bleiben wir in »Japan sinkt« nicht verschont. | © Netflix

Dass die Vorfreude auf passable optische Qualität gerechtfertigt ist, zeigt auch die großzügige Produktionszeit – so hieß es bereits im April, dass »Japan sinkt« schon fertig sei. Das ist ein Indiz dafür, dass hier nicht wie so oft ein Projekt so schnell es ging durch den Produktionsfleischwolf gedreht, sondern sich die nötige Zeit genommen wurde, um den Anime bis zum letzten Frame zu perfektionieren.


Frischer Wind für einen Klassiker

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»Japan sinkt« ist keine Original-Geschichte, sondern adaptiert einen echten Klassiker in der Geschichte des Endzeit-Romans: Ursprünglich im Jahr 1973 von Autor Sakyo Komatsu veröffentlicht, erntete die Story schnell durch ihr realistisches Setting und niederschmetternde Dramaturgie in Verbindung mit einem nüchternen Erzählstil begeisterte Kritiken.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Ereignis wie in »Japan sinkt« komm ist zwar gering, aber nicht völlig unrealistisch – das große Touhoku-Erdbeben im Jahr 2011 sorgte nicht nur für eine Schneise der Zerstörung, sondern zog tatsächlich geografische Veränderungen nach sich. So sank die Stadt Ishinomaki mehrere Meter ab.

Der Anime versetzt das ursprünglich im Erscheinungsjahr angesiedelte Setting jedoch in die Moderne. Ursprünglich sollte die Story dabei kurz nach den Olympischen Spielen in Tokyo angesiedelt sein, dieses Detail wurde nach der Absage der diesjährigen Spiele jedoch aus der offiziellen Storybeschreibung entfernt.


Wird der Anime gut?

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Wer bereits bei »Tokyo Magnitude 8.0« weiche Knie bekommen und bei »The Day after Tomorrow« direkt ins Kino gelaufen ist, der sollte sich den 08. Juli definitiv rot im Kalender anstreichen. Nicht nur adaptiert die Serie einen echten Klassiker der japanischen Literatur, sondern greift auch auf Yuasas Expertise für Charakterinszenierung und den großartigen Animatorenpool des Stuidos Science Saru zurück.

Somit erwartet euch hier vielleicht eine der besten Serien des Jahres 2020!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Was erwartet ihr von »Japan sinkt«? Und was ist bis jetzt eure liebste Katastrophen-Story?

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