© 2015 あさのますみ・畑健二郎/イヤホンズ応援団

Muss man einen Anime in seiner Originalsprache genießen oder macht es mehr Spaß, sich eine deutsche Vertonung anzuschauen? Seit Jahren spaltet dieser Konflikt die Anime-Community. Wir sind dem auf den Grund gegangen!

Seit den 1930er-Jahren werden ausländische Filme in Deutschland in der Landessprache nachvertont. Auch Anime sind keine Ausnahme und so spaltet sich die Fan-Community in forenfüllenden Diskussionen in zwei Lager: Egal ob bei »Sword Art Online«, »The Seven Deadly Sins« oder »Haikyuu« – Sub-Puristen beharren darauf, dass die Originalfassung der Serie unerreicht bleibt, während für Dub-Befürworter echter Schaugenuss nur ohne Untertitel aufkommen kann.

Der Mainstream bevorzugt dabei nach Angabe der hiesigen Anime-Publisher Synchronisationen, denn ohne einen Dub tritt kaum ein Anime in Synchronnation Deutschland den Weg ins TV oder Kino an. Laut einer vom Anime-Portal Anihabara durchgeführten Umfrage schaut die Mehrheit der Szene ihre Serien jedoch lieber im Originalton.

Doch warum wird die Debatte »Dub vs Sub« im Anime-Bereich öfter und intensiver geführt als anderswo? Und gibt es tatsächlich Qualitätsschwankungen zwischen deutschen Synchros und dem japanischen Originalton? Wir versuchen, diesen Fragen auf den Grund zu gehen!


Japans Synchronkultur

© 「SHIROBAKO」製作委員会

Richtet man seinen Blick auf die Argumente der OmU-Partei, stößt man schnell auf das Argument von Japans ausgeprägterer Synchronkultur. So würden die Sprecher aus Fernost ihren Job wesentlich ernster nehmen, ihre Arbeit sei strukturierter, aufwendiger, professioneller und die Sprecher regelrechte Stars, während deutsche Voice Actor höchstens der recht überschaubaren Fan-Szene ein Begriff seien.

Dies ist jedoch kein Qualitätsmerkmal, sondern hat viel eher etwas mit der Vermarktung der Sprecher zu tun: Diese stehen in Nippon nämlich nicht einfach nur vor dem Mikrofon, sondern sind auch Teil von Bühnenevents, geben Konzerte, Autogrammstunden und treten in Talkshows auf, um die häufig von ihnen mitkreierte Figur anstelle eines Schauspielers zu repräsentieren. So verflechtet sich die Arbeit als Sprecher stark mit der Idol-Industrie – ein Popkulturzweig, der in dieser Form in Deutschland kaum bis gar nicht existiert.

So werden selbst die talentiertesten Sprecher außerhalb der Synchronkabine nur selten über Mixed Media zum Superstar gemacht – Aussehen und Bühnenpräsenz sind für sie unerheblich, was jedoch nichts mit der Sprechleistung zu tun hat. Auch werden die wenigsten Anime-Rollen von ihren deutschen Sprechern neu geschaffen, sondern sich bei den meisten Synchros an der Arbeit der Japaner orientiert.


Macht der Gewohnheit

© 2015 サンカクヘッド/集英社 「干物妹!うまるちゃん」製作委員会

Ganz klar: Wer seine Anime-Liste mit jedem Highlight aus Nippon schmücken und auch in aktuellen Seasons up to date bleiben möchte, kommt an Originalversionen mit deutschen Untertiteln nicht vorbei. Sollte ein Anime eine deutsche Synchronisation bekommen, erscheint diese oft erst Monate oder Jahre nach japanischer Erstausstrahlung – viele Werke bleiben sogar gänzlich unvertont. Das sorgt dafür, dass sich das Ohr des Anime-viel-und-oft-Guckers daran gewöhnt, zu fernöstlichen Zeichnungen auch japanische Stimmen wahrzunehmen – und von allem anderen erst mal reichlich verwirrt ist.

So kommen einem vor allem bei bereits lieb gewonnenen Charakteren andere Sprecher oft ziemlich fremd und gewöhnungsbedürftig vor, egal wie gut die schauspielerische Leistung des entsprechenden Voice Actors ausfällt. Ein gutes Beispiel dafür, bei dem die Formel genau umgekehrt anzuwenden ist, ist »Spongebob Schwammkopf«: Ein Großteil der deutschen Fans hat den kultigen Cartoon-Schwamm mit der deutschen Stimme Santiago Ziesmers kennengelernt – und empfindet die englische Vertonung als reichlich seltsam, obwohl es sich dabei um das Original handelt.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – somit hat auch die Beurteilung einer Synchro viel mit Gewöhnung zu tun. | © 2015 あさのますみ・畑健二郎/イヤホンズ応援団

Ein weiterer Grund für den Eindruck, dass japanische Synchros qualitativ hochwertiger ausfallen, ist, dass mit diesen oft schlichtweg weniger hart ins Gericht gegangen wird: Nur ein Bruchteil der Anime-Zuschauer besitzt tatsächliche Japanischkenntnisse und bemerkt merkwürdige Aussprachen, komische Betonungen und das von japanischen Fans oft kritisierte Over-Acting erst gar nicht, das den Serien in ihrem Heimatland oft einen gewissen »trashigen« Anstrich verleiht. Die deutsche Sprache ist dem Zuschauer hingegen wohlbekannt, sodass Mängel hier viel eher ins Auge stechen – ganz davon ab, dass das kritische Fan-Ohr den Vertonungen der hiesigen Publisher ohnehin oft weniger offen gegenübersteht …


Welche Version ist denn nun besser?

© 2010-2011 紺野あずれ・ワニブックス/PC

Die Antwort auf diese Frage ist wie so oft schlichtweg Meinungssache. Fakt ist, dass sowohl Deutschland als auch Japan eine traditionsreiche und professionelle Synchronkultur besitzen. Auch geben sich die Beteiligten beider Länder große Mühe bei ihrer Arbeit. Ob man nun die Originalversion bevorzugt oder sich lieber in seiner Landessprache berieseln lässt, ist demnach eine Entscheidung, die jeder für sich selbst ausknobeln muss.

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Wir haben einmal in unsere Community gefragt und festgestellt, dass die Ninotaku.de-Leser deutschen Vertonungen grundsätzlich recht offen gegenüberstehen. So sieht »Mito« in deutschen Synchros eine Gelegenheit, neue Fans vom Medium Anime zu begeistern, auch wenn die Dubs ihm selbst meistens zu steif ausfallen:

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Für »Winter Homura« und »Kamuy« sind deutsche Synchros eine gute Alternative, sich beim Essen oder nach Feierabend berieseln zu lassen, ohne Untertitel lesen zu müssen:

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Inkognito hat wiederum einen deutlichen kritischeren Blick auf Synchronisationen im Allgemeinen, da ihm dort etwas Konsumfreude gegenüber dem Original verloren ginge:

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Als jemand, der häufiger mit Synchronstudios und Sprechern zusammengearbeitet hat, hat sich auch René von Crunchyroll uns gegenüber zum Thema Synchros geäußert.
Beachtet bitte, dass es sich dabei ausschließlich um Renés persönliche Ansichten handelt und sie in keiner Weise mit Crunchyroll als Unternehmen in Verbindung stehen:

»Auch wenn Japanisch natürlich seine eigenen Arten des Wortwitzes und grammatikalischen Spielereien hat, werde ich bei deutschen Vertonungen immer wertschätzen, wie man hier gerne mit der Sprache spielen kann, um einer Serie noch mal gesondert Charakter zu verleihen. […] Ich sehe verschiedene Audiofassungen eher ähnlich wie einen Director’s Cut bei Filmen. Manchmal können sie ein ganz anderes Licht auf ein Werk werfen, manchmal nur Kleinigkeiten anpassen. Manchmal verbessern sie ein Werk und manchmal verschlechtern sie es. Letztendlich ist es etwas, was man von Fall zu Fall betrachten sollte und nicht als reines Konzept über einen Kamm scheren kann.«


Jetzt seid ihr gefragt – bevorzugt ihr eure Anime mit deutscher Synchro oder im Originalton?

Schreibt es uns in die Kommentare!


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Patrick

Seit Jahren haben wir diese Diskussion, die teils, sehr emotional geführt wird. Ich finde nicht das dt. Dubs schlechter sind. Sie können schlechter sein, das hat aus meiner Sicht aber hauptsächlich zwei Gründe: Budget und der Anime selbst.
Budget ist immer ein komplexer Faktor, da unter anderem die Wirtschaftlichkeit hier eine hohe Relevanz besitzt. Ein Titel, der mehr oder minder Zwangslizensiert wurde, bekommt vermutlich nicht die Synchro eines AoT oder Fairy Tail. Klar, warum auch unnötig Geld ausgeben wenn man weiß das der Titel wohl nicht so gut laufen wird.
Der Grund („der Anime selbst“) betrifft die Art des Anime. Eine Serie, die bspw. extrem auf kawaii getrimmt ist, also wo süße Mädchen süße Dinge tun, lässt sich hier nur schwer synchronisieren. Das liegt, meiner Meinung nach auch an der Sprache selber. Japansiche Synchronsprecherinnen haben oft eine sehr hohe Stimme, anders als unsere Sprecherinnen im Westen. Für sie ist es nahezu unmöglich bis schwer, diese Stimmlage zu treffen (was nichts mit Können zu tun hat). Wer etwa mal mit Amerikanern gesprochen hat, der weiß das die oft sehr viel Bass in der Stimme haben.
Das wir hier in Deutschland wirkliche tolle Sprecher und Dubs haben, daran habe ich keinen Zweifel… AoT, Jormungand, The Devil is a Part-Timer, FMA, NGNL, Fairy Tail Steines;Gate und noch einige andere Anime haben wirklich eine tolle Synchro (Achtung: meine Meinung). Und die aktuelle Preview von Rising of Shield Hero, in der wir Björn Schalla hören, klang für mich wirklich toll. Umgekehrt schaue ich manche Anime trotz guter Synchro nicht, etwa weil ich mich an die japanischen Stimmen gewöhnt habe. Re:Zero ist bei mir so ein Kandidat.

Ich finde es schade wie langsam auch nervig, das dt. Synchros immer als so mies hingestellt werden, obwohl sie es nicht sind. Wie bereits gesagt, ja, es gibt schlechte Synchros, die gibt es in Japan aber auch. Dennoch sollte man nicht ständig hingehen und sagen „Synchro xy macht Anime xy völlig kaputt“. Nein, tut sie nicht, denn man hat IMMER die OmU Version zur verfügung. In dem Sinne hoffe ich das wir die diese Diskussion bald einmal hinter uns lassen können, und das Thema vielleicht auch mal mit ein wenig mehr Respekt betrachtet.

Stiles Clover

Bestes beispiel für Bühnenevents der Japanischen Sprecher ist z.B. Haikyuu wovon es gefühlt videos wie sand am meer auf Youtube gibt ^^ Sind sogar echt unterhaltsam 🙂

Wo ich schon dabei bin muss ich sagen das ein Sprecher wie “Christian Zeiger” (Mein absoluter Deutscher Lieblingssprecher ^^) seinen Rollen wirklich immer seine eigene note dazu gibt. Als Beispiel habe ich Haikyuu auf Japanisch als erstes gesehen und hatte ziemlich spaß. Aber dann habe ich als es auf Netflix kam mir Haikyuu nochmal auf Deutsch angesehen und ich hätte nicht erwartet das es mich nochmal soviel mehr unterhält auf deutsch da es sich anders aber besser angehört hat als das original. Sowas ist aber leider echt eine ausnahme und ich finde es schade wie hier auf den Synchronsprechern rumgetrampelt wird… Klar nicht jeder ist der beste was man dann auch mal merkt aber man versucht doch immer sein bestes zu geben. Wenn aber mal eine stimme nicht zum charakter passt finde ich es noch schlimmer wie manche sprecher dann beleidigt werden obwohl sie nur die rolle angenommen haben weil sie interesse dran haben.

Wahrscheinlich liegt es aber auch daran das deutsche synchros nicht immer perfekt sind daran das anime ja nur ein extrem kleiner teil für Sprecher ist und viele wohl eher mit Live Action Filmen/Serien arbeiten wo das ganze für die meisten ja einfacher ist als bei einer Animation. Ich denke aber auch das es in zukunft nur besser wird was die synchros angeht weil anime wird hier immer beliebter und es kommen ja auch ab und zu neue sprecher zum vorschein die dann vielleicht mehr mit anime zu tun haben was das ganze dann gut tut.

Kritisiert bitte die synchros (positiv so wie negativ) denn so werden diese ja auch besser aber wenn es euch nicht gefällt freut euch für die leute denen es gefällt und sagt den verantwortliches was euch nicht gefällt ABER seid doch bitte höflich denn sonst werdet ihr nicht ernst genommen und der sprecher sowie die publisher/synchronstudios können sich nicht verbessern. (und ich denke die sprecher würde es auch definitiv motivieren wenn sie mal für bestimmte szenen gelobt werden anstatt nur hate zu lesen)

MarcelGrin

Ich stimme “Kamuy” voll zu, ich schaue auch hauptsächlich OmU.

Aber:
Achtung unpopular opinion:
Ich finde die die deutsche Synchro von your name besser (wenn auch nur knapp)

Andyt

Ich sehe es voll und ganz wie die Privatmeinung von René (Crunchyroll) aus dem Artikel. Es ist von Fall zu Fall verschieden. Es gibt gute und schlechte Beispiele…

Persönlich würde ich ergänzen dass durch die Sprachanpassung ebenso eine Art Kulturergänzung passieren kann. Über die Sprache / Übersetzung kann dann sehr wohl ein Anime noch besonders aufgewertet werden.

Ich habe Anime auf Deutsch und in Originalton gesehen, aber grundlegend finde ich Originalton mit meinen nur sehr sehr wenig japanischen Kenntnissen “mühsamer” wegen den Untertitel. Das Erlebnis ist dabei weniger intensiv und das Bildgeschehen kann nur beiläufig verfolgt werden.

Umkehrschluss bei deutscher Ausgabe, wo ich mich direkt nur auf die Bildgeschehnisse kontzentrieren “muss”…

Finde aber toll dass es beide Varianten gibt und hoffe weiterhin auf gute deutsche Versionen…

Wolfgang8433

Ich schaue mir Animes immer nur auf deutsch an. Außer wenn es keine deutsche Synchro bei einem Anime gibt, dann japanische Sprache mit deutschen Untertietel.

Yuki

Ich schaue Animes nur im OmU an, es gefällt mir einfach besser

Sake

Auch wenn der Artikel hier viel berücksichtigt, aber wenn man Namen einfach mal komplett falsch ausspricht dann liegt das einfach nur an der Regie plus Sprecher und wird echt nervig. Keine Ahnung wieso man da es nie schafft, bestes Beispiel Gintoki aus Gintama: Im Original liegt die Betonung bei “GIN”, wobei das I wie ie gesprochen wird, also “GIEN-to-ki”, während im Deutschen ein stumpfes i verwendet wird und man die Betonung zum “TO” mit einem U ändert, also “Gin-TOU-ki”.
Da soll mir bitte einer sagen, was daran schwer ist den Namen richtig auszusprechen.

mOlDaViA

Das sehe ich genauso. Mich stört nicht die Vertonung per se, sondern die Art und Weise wie sie umgesetzt wird. Da werden Namen, Orte oder andere Dinge, bei denen das japanischeWort beibehalten wird, einfach so mieserabel ausgesprochen, das jeder OmU Watcher direkte Kotzanfälle bekommt. Oder es werden Sprecher für Rollen ausgewählt, die rein GAR NICHT zu der jeweiligen Rolle passen.
Bestes Beispiel: Happy. Ich meine… WTF???
Was denken die sich dabei nur?
Deswegen boykottiere ich Dubs.

Nura

Für viele ist es sicherlich einfacher und angenehmer keinen Untertitel lesen zu müssen, leider muss ich sagen das ich bis jetzt kaum eine Serie oder Film gesehen habe in der die Synchro besser war als das Original, einzige Ausnahme die mir seit jeher im Gedächtnis geblieben ist, ist Hellsing.

GoldenArcher

Generell stimme ich der Kernaussage aus dem Crunchyroll-Interview zu; man sollte nicht grundsätzlich nicht das Synchronisieren vorverurteilen. Vorallem wenn man sieht, dass passionierte Sprecher sich stets verbessern, den Charakter formen und auch in gewissen Fällen die Dialogregie übernehmen und jede Entscheidung treffen, um bestmöglich zu synchronisieren. Und gerade diesen Menschen sollte man doch eine gewisse Wertschätzung nicht verwehren.

Jedoch empfinde ich es persönlich als schade, dass es häufiger vorkommt, dass Sprecher wechseln. Schaue ich in einem Moment Fate/stay night und im nächsten Moment Fate/extra hat Rin eine vollkommen andere Stimme, als die, die den komplexen Charakter im Laufe von Serie und Filmen kompetent widerspiegeln konnte. Oder findet ein Wechsel des Synchronstudios statt und von einer auf die nächste Staffel klingen beinahe alle Charaktere komplett anders. Es ist schade, da die Immersion dadurch gestört ist, auch wenn es absolut verständlich ist, dass entweder Sprecher aus verschiedensten Gründen nicht immer ihre Rollen wiederaufnehmen können oder dass es ökonomisch betrachtet schlicht nicht mehr möglich ist, wenn Studios wechseln.

Aber auch dies sind Einzelfälle, denn auch wenn mich beispielsweise der Wechsel gerade bei Fate/extra stört, wertet das die doch gelunge Synchro der anderen Werke nicht ab.

Evee

Ich finde ein Aspekt der im Artikel gar nicht richtig aufgegriffen wird ist die reine Übersetzung an sich. Mein größtes Problem mit deutschen Synchros ist der Verlust an Information. Sei es, dass Namen und Begriffe anders übersetzt werden oder Informationen ganz anders rüberkommen in der deutschen Synchro. Manche Wörter und Phrasen lassen sich eben nicht so toll auf deutsch übersetzten…
Deshalb ist für mich OmU einfach die Wahl, um möglichst viel Infos mitzubekommen. (Auch da spielt natürlich eine korrekte Übersetzung ins Deutsche eine Rolle)

Findus31

Ob mit deutscher Synchro oder im Original entscheide ich immer von Fall zu Fall. Mir gefällt die japanische Sprache nicht, aber wenn ich die Untertitel lese spielt ja nur die Stimme und Betonung eine große Rolle.

Es gibt viele gute Synchros zum Beispiel Toradora, Black Lagoon, Gate. Bei Parasyte ist die Synchro so nah am Original, dass ich kaum einen Unterschied gemerkt haben. Allerdings gibt es auch Synchros die mir nicht gefallen oder mich nicht vollständig überzeugt haben. Bei der deutschen Synchro ist es Yunas Geisterhaus und bei der japanischen ist es My Hero Academia.

Quazar

Ganz ehrlich, bei mir schwankt das sehr stark. Als Kind kannte ich ja nur die Dubs, weil mir damal Zugriff zu weiteren Anbietern, die Originalvertonungen zur Verfügung stellen, schlichtweg fehlte. Daher sind mir ältere Anime wie Digimon, DragonBall, InuYasha, YuGiOh! und dergleichen in deutscher Synchro weit lieber.

Heutzutage nutze ich Simulcasts und habe bei anderen Animes wie zum Beispiel The Seven Deadly Sins oder Demon Slayer einen gefallen and der original japanischen Version gefunden.

My Hero Academia schaue ich sogar in Japanisch, Englisch UND Deutsch und jede Version hat ganz eigene Vor- und Nachteile.

Unterm Strich kann ich aber nur 1 Beispiel verbuchen, bei dem ich den deutschen Dub – um es freundlich auszudrücken – unvorteilhaft fand: Digimon Fusion. Da war die Originalfassung mit deutschem Sub meiner Ansicht nach auf einem weit höheren Niveau.

Lange Rede, Kurzer Sinn: Letztenendes kann man sich nicht festlegen. Man muss beides ausprobieren und dann sehen was besser ist.

JanosB

Ich gucke nur OmU. Ich liebe einfach die japanische Sprache. Außerdem kommt keine Synchro an die Leidenschaft, die die Seiyuus in ihre Arbeit legen ran.

habsgleich

Meistens schau ich auch eher OMU, gibt wenige ausnahmen wo ich Dub besser finde. zB. Tanja the Evil, ist nmM in Dub besser! oder generell Leonine synchros finde ich auch top. Japanische Stimmen fangen auch den Kawai faktor besser ein, besonders bei Kinder stimmen! Beastars haben die Deutschen auch eine Exelente Arbeit gemacht, da gibt es auch überhaupt nichts zu meckern.

CDMm

Cruchyroll und Synchronisationen naja, sie arbeiten gerne mit Firmen, die leider wenig auf Qualität achten und gerne das Japanische Overacting imitieren (NoGo)

Ich liebe deutsche Synchronisationen und sehe diese auch als eigene Interpretation an, die nicht 1 zu 1 mit dem Oton verglichen werden darf.
Denn die Sprachlichen/Kulturellen Unterschiede sind doch sehr stark.
Um dort eine Brücke zuschlagen, damit die Lokalisierung sehr gut überbracht wird, braucht man Leute im Hintergrund (Übersetzung, Dialogbuch, Tonmischmeister, Cutter Dialogregie) damit ein Projekt auch rund wird.

Es gibt viele Serien die in MEINEN Ohren die japanische original Vorlage übertroffen haben.
Bei diesen Serien hat man den Mut gehabt, keine stumpfe Übersetzung zu nutzen, sondern hat mehr aus der Vorlage gemacht.
Devil is a Parttimer
Jormungand
Overlord
No Game No Life
Spice and Wolf
Konosuba
Usagi Drop
Danmachi Staffel 1
Higurashi.

Aber auch beim Oton gibt es viele Sachen die mich von Grundauf stören.
Das Overacting, in einer Shonen Serie mag das noch gehen, aber selbst da wird es in ruhigen Passagen nervig, wenn sich gegen Parteien gefühlt laut ansprechen um verstanden zu werden, oder stark chargieren um “Der Rolle” gerecht zu werden.
Deswegen bin ich froh wenn man in der deutschen Fassung mit der Stimme leicht spielt, um dadurch der Figur gerechter zu werden.

Leider gibt es auch viele Ausfälle bei Synchronisationen die bedingt sind durch Sparen andere falschen Ecke, Cruchyroll und Violet Media
Oder auch durch Eitelkeit und Sturheit ein Projekt an die Wand fahren Danmachi Animehouse
Und vieles Mehr.
Das Problem ist, es wird zuviel an den Synchronschauspielern abgelassen, anstatt mal die Regie bzw den Publisher zufragen, ob das wirklich deren ernst ist sowas zu präsentieren.

FreeSpirit

Das Problem aktueller Synchros ist, das diese sehr holprig klingen. Manche der Satzkonstruktionen würde im normalen Leben niemand verwenden. Vor allem nicht mit den verwendeten Betohnungen. Das ist unter anderem auch der geforderten Lippensynchronisation geschuldet, welches hier nicht von Vorteil ist.

Chrissey

Ich glaube, es macht einen großen Unterschied (zumindest für mich) ob man zuerst OmU oder den GerDub bei einem Anime gehört hat.
Die japanische Synchro finde ich eigentlich immer besser, allerdings gibt es einige Anime, wo ich auch den Dub sehr gern habe wie zB bei Fullmetal Alchemist, Digimon, Dragonball, Gundam Seed (zumindest wenn man das Wort “Horror” ausblendet^^) oder auch Gundam 00 und natürlich die Ghibli-Filme. Allerdings habe ich bei all diesen Anime zuerst die deutsche Fassung gehört. Vielleicht ist es auch einfach nur die Nostalgie…
Allerdings finde ich beim Dub oftmals die Auswahl der Synchronsprecher ein bisschen eigenartig, allerdings nur auf die Stimme bezogen – diese passt dann für mich oftmals nicht zum gesprochenen Charakter.
Die Diskussion finde ich mehr oder weniger unnötig, da auch wenn man die deutsche DVD/Blu-Ray kauft, die OmU-Version immer dabei ist und sich somit aussuchen kann, mit welcher Synchro man den Anime schaut.
Und wer weiß? Vielleicht überrascht die deutsche Synchro auch einmal.

Anika

Ich finde sowohl deutsche Untertitel als auch deutsche Synchro gut. Welches von beiden ich schaue liegt eher daran wie sehr ich mich auf einen Anime konzentrieren möchte. Neue Serien schaue ich gerne im Original mit Untertitel da ich mich da komplett auf den Anime konzentriere. Wenn ich eine Serie auf deutsch schaue lasse ich mich sehr leicht ablenken und bekomme dann oft nur die Hälfte mit. Das ist kein Problem wenn es eine Serie ist die ich schon kenne aber dank meiner Eigenheit sind mir somit Original mit Untertitel lieber. Von der Qualität her würde ich aber nicht behaupten das sie deswegen automatisch besser sind. Ich kenne sowohl gute als auch schechte deutsche Synchros und im allgemeinen finde ich das die deutschen Synchros in den letzten Jahren wesentlich besser geworden sind als noch vor 20 Jahren. Was aber eher daran liegt das nicht mehr alles eingedeuscht wird als damit das die Sprecher damals schlecht gewesen wären.

KIKI

Mir ist es egal ob jmd sub oder dub schaut, aber ich selber schaue nur Sub ich finde das original besser, weil die Emotionen in animes damit besser rüber kommen, als ich your name auf deutsch schaute fande ich diesen nicht so traurig, aber mit sub musste ich schon heulen, eine freundin schaut nur dub und als ich ihr den unterschied mal zeigte war sie derselben meinung das es mit sub alles viel emotionaler rüberkommt als in dub, da sie nicht so schnell lesen kann schaut sie immer auf dub und wenn wir was zusammen schauen schaue ich auch für sie mit dub, was manchmal echt anstrengend ist 😂 aber wie man schon sagt jedem das seine 🙂

Marc

Kommt bei mir eher selten vor, dass mir die deutschen Synchros nicht zusagen, außer, es ist tierisch was schiefgelaufen (Beispiel “Digimon Fusion”) oder mir sagt die Stimme einer Figur absolut nicht zu, aber kommt eher selten vor für mich.
Ich habe gerne mehr Anime, besonders ältere Serien nachgereicht mit deutscher Sprachausgabe. Da sind so viele Sachen, bei denen ich es nicht einsehe, nur einen Untertitel als Release zu haben (Beispiel 2. Staffel “Durarara” oder “Bakuman”). Ärgert mich eher nur, wenn ich wo lese, dass eine Serie hier ab sofort NUR mit Untertiteln erscheint.

Neeka

Die deutsche synchro bringt meiner Meinung nach einfach die ganzen harten Gefühle und Emotionen zum Beispiel in Dramatischen Momenten nicht so gut rüber wie die Originalvertonung. Obwohl die das zum Beispiel bei Shaman King, SAO, K-ON und Angels of Death echt sehr gut gemacht haben. Bei Dusk Maiden zb wurde meiner Meinung nach allerdings komplett versagt. Da empfehle ich auch keinem die deutsche synchro obwohl der anime echt sehr gut ist. Ich will damit sagen, dass nicht alle synchros crap sind, ich aber trotzdem der Meinung bin, dass wir Animes mit vielen Emotionen auf einmal einfach im original lassen, weil was das angeht sind wir Deutschen einfach viel zu steif.
Ein persönliches Beispiel:

ACHTUNG SPOILER!!

Als in SAO Yuuki gestorben ist, hab ich mich ganz ehrlich kaum noch ein bekommen vor heulen… Ich hab aber deutlich weniger Gefühle bei der deutschen synchro gespürt als im japanischen.

So da habt ihr meinen Senf im Salat 😀

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