Food Wars - Curry-Rezept
© 2018 附田祐斗・佐伯俊/集英社・遠月学園動画研究会餐 | © Kyubinoyoko

Wir zeigen euch, wie ihr das Spezial-Curry von Shun Ibusaki aus Food Wars – Shokugeki no Souma einfach und kostengünstig zu Hause nachkochen könnt.

Anlässlich unserer letzten Umfrage, in der sich viele von euch Artikel mit japanischen Rezepten gewünscht haben, wird es nun endlich Zeit für unsere erste Ausgabe von »Kochen mit Kyu – von Weebs für Weebs«! Das Grundprinzip: Günstige japanische Gerichte mit einfachen Zutaten, die jeder Dulli bei sich zu Hause zubereiten kann, ohne gleich die ganze Bude abzufackeln.

Und heute gibt’s Curry! Da ich bereits bei meiner ersten Reise nach Japan vor etwa sechs Jahren in einem zwielichtigen Hinterzimmerrestaurant meine Liebe für japanisches Curry entdeckt habe und sich dieses von da an zu einem meiner absoluten Lieblingsgerichte entwickelt hat, möchte ich diesen kulinarischen Schatz nun gerne mit all denen unter euch teilen, die bis jetzt noch nicht das Vergnügen hatten. Los geht’s!


Die Vorlage aus Food Wars – Shokugeki no Souma

Als Vorlage nehmen wir das Spezial-Curry von Shun Ibusaki aus dem Anime Food Wars – Shokugeki no Souma.

Food Wars - Spezial-Curry
© 2018 附田祐斗・佐伯俊/集英社・遠月学園動画研究会餐

Die Zutaten für Shun Ibusakis Spezial-Curry

Dieses Ei ist ein glückliches Ei.

In der folgenden Tabelle sind alle Zutaten aufgelistet, die ihr für eine Portion Curry braucht und von denen ihr die meisten tatsächlich auch für wenig Geld in jedem deutschen Supermarkt besorgen könnt. Nur die wichtigste halt nicht. Tja, doof.

Falls ihr tatsächlich Freunde oder Familie haben solltet, die mit euch essen wollen, lasst ihr eure mathematisch hochbegabten Hirnmuskeln spielen und multipliziert einfach alle Mengenangaben mit der Anzahl der Personen.

ZutatMenge
Wasser450 ml
SonnenblumenölEin paar Spritzer
Zwiebeln1-2 kleine Zwiebeln
Kartoffeln (festkochend)150 g
Raucherspeck150 g
Eier (M)1 Ei
Sushi-Reis*
oder Basmati-Reis
185 g
Currywürfel
(Golden Curry*)
2 Würfel

Die Zubereitung für Shun Ibusakis Spezial-Curry

Im Folgenden erkläre ich euch Schritt für Schritt, wie das Spezial-Curry zubereitet wird. Für alle, die heute nicht das erste Mal in ihrem Leben einen Herd bedienen, oder auch für Leute, die einfach nicht so gerne lesen, aber trotzdem regelmäßig die Webseite eines Online-Magazins besuchen, gibt es unten im Artikel außerdem auch noch eine stichwortartige Anleitung ohne viel Text.


Falls ihr japanischen Sushi-Reis verwendet, solltet ihr diesen vor dem Kochen auf jeden Fall erst noch mal waschen. Dazu kippt ihr den Reis einfach in ein Sieb und spült ihn anschließend unter laufendem kalten Wasser so lange durch, bis sich das Wasser dabei nicht mehr milchig weiß verfärbt. Beim Basmati-Reis könnt ihr diesen Schritt jedoch auch einfach überspringen.


Mir ist soeben aufgefallen, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wie man ganz normal Reis kocht, seit ich einen Reiskocher besitze. Aber ich tue jetzt einfach mal so, als hätte ich das Rezept für Reis nicht googeln müssen. Am einfachsten ist es natürlich trotzdem, wenn ihr zur Zubereitung einen Reiskocher benutzt, aber falls ihr keinen habt, ist das auch halb so wild.

Wenn ihr euch für Basmati-Reis entschieden habt, gebt ihr den Reis (185g) zusammen mit der 1,5-fachen Menge Wasser (ca. 280 ml) und einer kleinen Prise Salz in einen Kochtopf und dreht die entsprechende Herdplatte volle Pulle auf. Für den zusätzlichen Adrenalinfaktor könnt ihr das auch gerne mit allen anderen Herdplatten tun.

Sobald das Wasser kocht, rührt ihr den Reis einmal gut durch und lasst ihn anschließend bei schwacher Hitze noch ca. 15 Minuten vor sich hinköcheln, bis das restliche Wasser verdampft und in den Reis eingezogen ist.

Bei Sushi-Reis funktioniert die ganze Sache recht ähnlich, allerdings solltet ihr hier den Reis vor dem Kochen noch mindestens 30 Minuten lang in kaltem Wasser quellen lassen. Nach dem Quellen gießt ihr das Wasser ab und benutzt zum Kochen nicht die 1,5-fache, sondern nur die 1,25-fache Menge an Wasser (ca. 230 ml).


Während der Reis auf dem Herd steht und langsam vor sich herköchelt, können wir uns nun in aller Ruhe darum kümmern, Fleisch und Gemüse klein zu schneiden. Nachdem ihr die Kartoffeln geschält habt, schneidet ihr diese in mundgerechte kleine Stückchen und schnippelt je nach Belieben eine oder zwei Zwiebeln so fein wie nur möglich. Vergesst nicht, euch beim Zwiebelschneiden eine Taucherbrille aufzusetzen. Nein, das ist nicht verweichlicht. Echte Männer weinen nicht.

Den Räucherspeck schneidet ihr ebenfalls in möglichst schmale Streifen und wiegt diese so ab, dass ihr am Ende etwa 100-150 g Fleisch für das Curry habt. Für kalorienarme Kost entfernt ihr außerdem noch mit einem scharfen Messer die dicke Fettschicht an den Seiten.


Falls ihr noch keine eigene bevorzugte Currysorte habt, kann ich euch »Golden Curry« empfehlen. Schmeckt genauso wie das Curry, das ich Japan lieben gelernt habe, und davon bekommt ihr auf Amazon eine 100g-Packung für ca. 3-4€. Die reicht dann aber auch auf jeden Fall, um einen ganzen Bottich voll Curry zu kochen.

Nun stellen wir einen weiteren kleinen Kochtopf auf den Herd und lassen darin 450 ml Wasser – oder auch mehr, wenn euch etwas flüssigeres Curry lieber ist – aufkochen, um anschließend zwei Currywürfel darin aufzulösen. Denkt daran, dass ihr das Curry sowohl beim Auflösen als auch danach immer wieder regelmäßig umrühren müsst, damit sich keine Klumpen am Boden festsetzen und anbrennen.

Während das Curry nun also munter vor sich herblubbert, nehmen wir jetzt noch den nach dem Schneiden übrig gebliebenen Räucherspeck und stopfen ihn uns während des Rührens aus purer Langeweile Stück für Stück mit einer dicken Schicht Mayonnaise gierig in den Rachen, bis nichts mehr davon übrig ist. Auch nicht von der Mayonnaise. Immerhin kochen wir sowieso nur für eine Person und es gibt niemanden auf dieser Welt, der uns liebt und für den wir uns eine menschenwürdige Körperform erhalten müssten.


Ich komme mir zwar schon etwas blöd vor, weil ich hier nun ernsthaft erkläre, wie man ein Ei kocht, aber schon okay. Das Leben als Online-Redakteur ist hart. Wir schnappen uns also einen kleinen Kochtopf, füllen ihn mit Wasser auf, lassen ihn auf dem Herd aufkochen, legen dann das Ei ins kochende Wasser und lassen es bei geschlossenem Deckel 6-8 Minuten lang kochen.

Wenn ihr wollt, dass der Eidotter noch ein bisschen flüssig ist, könnt ihr es ruhig auch schon früher wieder aus dem Kochtopf nehmen. Zum Schluss schreckt ihr das Ei dann noch ein paar Minuten unter laufendem kalten Wasser ab. Nun haben wir ein Ei gekocht! Sorry, dass ich keine Bilder gemacht hab.


Nachdem der schwierigste Teil überstanden ist, wir das Ei beim Schälen in tausend kleine Fetzen gerissen und dieses deformierte Etwas nun mit traurigen Kulleraugen anstarren, weil uns klar wird, dass das Abschrecken überhaupt nichts gebracht hat, braten wir als Nächstes die Kartoffeln mit einer dünnen Schicht Sonnenblumenöl, Butter oder Margarine in einer beschichten Pfanne an.

Das macht ihr so lange, bis sie von allen Seiten goldbraun sind. Ihr müsst jetzt aber keine Bratkartoffeln daraus machen und die armen Knollen zu Tode frittieren. Die kommen später ohnehin noch in das Curry und dürfen dann darin eine Weile kochen.


Und mit später meine ich jetzt. Sobald die Kartoffeln gut aussehen, kippt ihr sie direkt in eure blubbernde Currypampe, die mittlerweile aussehen sollte wie ein brodelnder Vulkansumpf.

Danach gießen wir noch mal einen kleinen Klecks Öl in die Pfanne und lassen anschließend die Zwiebeln zusammen mit dem Fleisch unter ständigem Wenden auf halber Hitze ein wenig brutzeln, bis die Zwiebeln ebenfalls goldbraun sind und zu den Kartoffeln ins Curry kommen.


Wenn ihr wollt, könnt ihr das Fleisch nun noch eine kleine Weile länger in der Pfanne braten lassen. Müsst ihr aber nicht, da wir ja mittlerweile gelernt haben, dass man Räucherspeck auch roh essen kann.

Sobald ihr mit dem Fleisch zufrieden seid, nehmt ihr es aus der Pfanne und könnt es dann entweder – wenn ihr es genauso servieren möchtet wie auf dem Bild – erst mal auf einen separaten Teller legen oder ebenfalls einfach lieblos in den kochenden Curryschmodder pfeffern.


Nun seid ihr eigentlich schon fast fertig und müsst eventuell nur noch die Kartoffeln ein wenig länger im Curry weichkochen, während ihr weiterhin regelmäßig umrührt. Ich wette, ihr habt das Umrühren schon wieder vergessen. Sobald die Kartoffeln durch sind, könnt ihr das Curry aber auch schon vom Herd nehmen.


Möchtet ihr das Curry genauso wie auf dem Bild servieren, nehmt ihr euch dafür einfach eine kleine Schüssel und schaufelt diese mit Reis voll. Presst den Reis schön in die Schüssel rein, damit er deren Form annimmt, und stürzt diese dann anschließend einfach wie ein Sandkastenförmchen auf einen Teller, um einen schönen runden Reisberg zu bauen.

Anschließend schöpft ihr mit einem Schöpflöffel die Currysuppe möglichst ohne die Kartoffelstückchen aus dem Topf und gießt diese dann ganz vorsichtig und gleichmäßig um euren hübschen Reisberg herum.

Am Ende müsst ihr nur noch das Ei in der Hälfte durschneiden und es zusammen mit den Speckstreifen und den Kartoffeln auf dem Teller platzieren. So, und jetzt macht ihr die vier sinnlos aufgedrehten Herdplatten wieder aus, bevor wirklich die ganze Bude in Flammen aufgeht. Guten Hunger!


Tl;dr: Die Zubereitung in Stichworten

Hier die versprochene Stichwort-Anleitung:

  • Den Sushi-Reis waschen – bei Basmati-Reis nicht nötig.
  • Den Reis kochen:
    • Bei Sushi-Reis: 185 g Reis ca. 30 Minuten lang in kaltem Wasser quellen lassen, danach mit 1,25-fachen Menge (320 ml) kochen
    • Bei Basmati-Reis: 185 g Reis mit 1,5-facher Menge Wasser kochen
  • Kartoffeln schälen.
  • Kartoffeln in mundgerechte Stückchen schneiden, Zwiebeln so fein schneiden wie möglich.
  • Das Fleisch in möglichst dünne Streifen schneiden.
  • Das Wasser in einen Kochtopf gießen, aufkochen lassen und die Currywürfel darin auflösen – falls ihr flüssigeres Curry wollt, einfach noch mehr Wasser in den Topf gießen.
  • Curry während der nächsten Schritte immer mal wieder zwischendrin umrühren.
  • Die Kartoffeln in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl goldbraun anbraten.
  • Kartoffeln in das Curry geben und dort weiter kochen lassen
  • Zwiebeln und Fleisch auch mit Sonnenblumenöl anbraten, bis die Zwiebeln goldbraun sind.
  • Zwiebeln in das Curry geben.
  • Fleisch nach Belieben noch ein wenig brutzeln lassen. Danach entweder auf einen separaten Teller legen oder direkt ins Curry geben.
  • Sobald die Kartoffeln durch sind, ist das Curry fertig und kann serviert werden.

Jetzt seid ihr gefragt!

Gibt es irgendwelche bestimmten japanischen Gerichte, für die ihr euch in Zukunft Rezepte wünschen würdet? Und welches Anleitungsformat ist euch eigentlich lieber: Das ausführliche oder die Stichwortliste? Schreibt es uns in die Kommentare!


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habsgleich

Geil geil geil…. ich werd es auf jeden Fall zu Hause es nachmachen!^^

Julia B.

Vielen Dank erst einmal für die Mühe, das Rezept auf zu schreiben und die Zutaten zu verlinken *sich verneigt*.
Ich finde beide Varianten sehr gut. Beim ersten Mal nach kochen habe ich persönlich lieber eine genaue Anleitung. Danach ist die in Stichwörtern genau richtig.
Mich würden mehr Food Wars Rezepte interessieren, da es leider noch kein Kochbuch von der Serie gibt und ja, ich weiß, das manche Rezpte in den Mangas sind, aber halt nicht alle. ^^’

Mohakef

okonomiyaki…😍

Lilly

Tolle Rubrik, gerne weiter machen und beim kochen nicht verzweifeln 😉
Ich wünsche mir Takoyaki – und Okonimyaki – Rezepte! 🙂

Shino

Guter Artikel.

Zum Thema mit dem Ei möchte ich euch als Koch gerne noch zwei Dinge näherbringen.

1. Das Abschrecken an sich ist richtig. Damit verhindert ihr, dass das Ei durch Eigentemparatur weiter gart und euren vielleicht gewünschten leicht flüssigen Kern ruiniert. Oder das Ei zu lange die kritische 30°C hält und Restkeime sich munter vermehren!

2. Profi-Tipp zum Eier schälen: Nehmt euch eine ausreichend große Schüssel oder auch einen Topf und füllt kaltes Wasser ein. Dann schlagt das gekochte Ei ein wenig auf, legt es ins Wasser und wartet einen Augenblick (macht zwischenzeitlich etwas anderes). Jetzt könnt ihr das Ei unter Wasser vorsichtig pellen, ohne es zu zerfetzen. Als kleine Hilfe dient auch ein Schuss Essig im Gefäß, bedenkt aber, dass die Säure den Geschmack beeinträchtigt und Zucker die Sache auch nicht mehr retten kann.

Maid Sama

Ich fand dieses Rezept hilfreich und den Humor lustig. Beide Varianten sind hilfreich (naja die ausgeschriebene und humorvolle find ich besser UwU ). Welches Rezept ich mir wünsche ist egal (mir ist auch nichts eingefallen (-_-;)・・・ ) macht weiter so!

Kris

Hab noch nie so eine geile Rezeptbeschreibung gelesen! 😀

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