SHOKUGEKI NO SOMA © 2012 by Yuto Tsukuda, Shun Saeki/SHUEISHA Inc.

Yuto Tsukudas Koch-Shounen Food Wars kann nicht nur durch allerhand leckerer Rezepte von sich überzeugen, sondern bietet auch spannende Duelle um die Krone des Meisterkochs. Drei davon schauen wir uns heute einmal genauer an!

Das Erste, woran man bei Food Wars denkt, ist nicht etwa das leckere Essen, das uns immer wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen und bereuend auf der Couch schmoren lässt, wenn wir wieder mal den Fehler begangen haben, die Serie auf nüchternem Magen zu schauen. Es sind die packenden Duelle der angehenden Köche, die uns regelmäßig von den Sitzen reißen.

Die Zahl der Kämpfe ist riesig und jeder von ihnen auf seine ganz eigene Art und Weise beeindruckend. Um das zu untermauern, haben wir heute einmal drei spannende Shokugeki rausgesucht und lassen sie einmal Revue passieren!

Der folgende Artikel enthält Spoiler zu Food Wars! Weiterlesen auf eigene Gefahr!


Souma Yukihira vs. Etsuya Eizan

SHOKUGEKI NO SOMA © 2012 by Yuto Tsukuda, Shun Saeki/SHUEISHA Inc.

Nachdem nach einem verlorenen Shokugeki sämtliche Klubs aufgelöst wurden, sah sich der achte Sitz der Elite Zehn bereits am Ziel seines Vorhabens. Blöd nur, dass sich das Polarstern-Wohnheim mal so gar nicht damit abfinden wollte und seine Anweisung, ebenfalls die Schotten dichtzumachen, einfach ignorierte. Aber mehr noch. Total angewidert von den Machenschaften von Azamis Leuten wollte Souma nicht mehr länger stillschweigend zusehen und forderte Eizan zu einem Shokugeki um die Zukunft des Wohnheimes heraus.

Trotz des viel zu hohen Einsatzes ließ sich der junge Yukihira keine Sekunde aus dem Konzept bringen und bereitete mit vollster Konzentration sein Käsegefiedertes Hanetsuki-Gyouza vor. Selbst als sein Gegner im Hintergrund schon das Wohnheim räumen ließ und den Schüler und dessen Freunde aufs Übelste beleidigte, hielt der einfach sein Pokerface aufrecht und brachte den Elitisten damit ordentlich zur Weißglut.

Aber nicht nur das lief nicht nach Eizans Plan. Während der nur Däumchen drehte und Souma aus dem Konzept zu bringen versuchte, erreichte ihn die Nachricht, dass auch im Wohnheim längst das große Chaos ausgebrochen war. Statt brav zu kuschen, errichteten dessen Bewohner eine Barrikade und verjagten die unerwünschten Eindringlinge sogar mit Feuerwehrschläuchen und allerhand anderen Kriegsutensilien. Als Souma ihm zu allem Überfluss auch noch an den Kopf warf, dass er sich wohl einfach nicht trauen würde, offen und ehrlich gegen ihn zu kämpfen, und stattdessen lieber auf hinterhältige Methoden zurückgreift, riss Eizan endgültig der Geduldsfaden. Schlussendlich rang er sich doch dazu durch, sich in einem Duell gegen den in seinen Augen längst als Verlierer abgestempelten Souma anzutreten.

SHOKUGEKI NO SOMA © 2012 by Yuto Tsukuda, Shun Saeki/SHUEISHA Inc.

Um den viel zu übermütigen Jungen in Grund und Boden zu stampfen, sollte ein Hainan Ji Fan ausreichen. So erhitzte Eizan einen Topf, tauchte das Hähnchen in die Brühe und schaltete den Herd wieder aus, damit das Geflügel durch die Resthitze zart werden und sich dessen Geschmack voll entfalten konnte. Schon bald war sein Gericht fertig und überwältigte nicht nur die Jury, die ihn direkt zum Sieger erklären wollte, sondern auch Souma, der gerade noch so einschreiten und seine Chance verteidigen konnte.

So angriffslustig, wie der Rotschopf eben ist, konnte er es sich natürlich nicht nehmen lassen, seinem Gegner direkt den nächsten Spruch reinzudrücken. Mit der Frage, ob er einfach nur zu große Angst hätte, auch noch sein Gericht bewerten zu lassen, lockte er ihn ein weiteres Mal aus der Reserve, war doch das Letzte, das das Elitemitglied wollte, als Feigling verschrien zu werden. Zeit für Soumas große Stunde!
Zuerst besorgte er sich einen Topf voller Jidori-Knochen, von denen er jedoch nur die Flügelspitzen verwertete, gab heißes Wasser darüber und besprenkelte zur Überraschung aller das Ganze noch mit ordentlich Parmesan, bevor er den Pfannendeckel schloss. Zu guter Letzt gab er noch etwas Ankake dazu und fertig war Soumas Konterattacke.

Eizan war der Erste, der probieren durfte und prompt blieben ihm seine Beleidigungen sprichwörtlich im Halse stecken. Auch das Jurymitglied, das sich zuerst weigerte, dem Gericht überhaupt eine Chance zu geben und lieber direkt zur Punktevergabe schreiten wollte, wurde von seinen beiden doch ziemlich am Essen interessierten Kollegen zum Schweigen gebracht und war von seinem unglaublichen Geschmack mehr als nur begeistert. Erst jetzt offenbarte Souma das Geheimnis hinter seiner unvergleichlichen Mischung: einfacher Tomatenketchup. Und darauf gebracht hatten ihn einzig und allein seine über alles geliebten Freunde aus seinem Wohnheim.

Nachdem nun auch das letzte Jurymitglied in den Genuss dieser unvergleichlichen Kochkünste kommen durfte, wurde Souma schließlich zum Sieger des Shokugeki erklärt und ließ damit sämtliche Pläne, das Wohnheim zu schließen, in Rauch aufgehen.

Takumi Aldini vs. Subaru Mimasaka

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Jenes Aufeinandertreffen der zwei grundverschiedenen Köche bildete gleichzeitig das vierte Viertelfinale der 43. Herbstauswahl der Totsuki. Während sich viele Gerüchte um den einschüchternden Hünen rankten, ließen sich seine 99 aufeinanderfolgenden Shokugeki-Siege nicht von der Hand weisen. Als Siegerprämie schnappte er sich von jedem seiner Opfer das preisgekrönte Werkzeug und machte sich damit in der Vergangenheit alles andere als Freunde. Um Takumi noch mehr unter Druck zu setzen, stellte er ihm nicht nur nach, er versuchte außerdem, sich dessen geliebtes Mezzaluna zu schnappen, und bespuckte das Küchenutensil mit einem Kaugummi, kaum dass der Blondschopf es wieder in seinen Besitz bringen wollte. Dazu folgten unzählige Beleidigungen gegen seinen Bruder Isami, der in seinen Augen nur im Schatten seines Bruders stehen und es niemals zu etwas bringen würde.

Um das ganze Unterfangen noch spannender zu gestalten, veranlasste es Mimasaka sogar, dass ihr Duell als offizielles Shokugeki gewertet wird, bei dem jedes Jurymitglied eine eigene Stimme besitzt, statt wie sonst auch alle fünf eine gemeinsame. Dazu forderte er Takumi auf, ihm für all die Umstände sein Mezzaluna zu überlassen, sollte er gegen ihn gewinnen. In alter italienischer Duellantenmanier warf Takumi schließlich einen weißen Handschuh auf den Boden und forderte seinen Gegner auf, diesen als Zeichen seiner Duellannahme aufzuheben. Sollte Takumi den Sieg davontragen, musste sich sein überheblicher Gegner nicht nur bei Isami für all die widerlichen Beleidigungen entschuldigen, er musste außerdem vor dem Mezzaluna auf die Knie fallen.

Relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass Mimasaka nicht nur außerhalb der Arena mit unfairen Mitteln spielte. So provozierte er sein Gegenüber nicht nur immer weiter, er hatte außerdem genau dieselben Zutaten besorgt und machte damit nur allzu deutlich klar, worin seine Intention lag. Der angehende Koch war längst dafür verschrien, stets dasselbe Gericht wie sein Gegner zu kochen und jedes einzelne dieser Duelle zu gewinnen. Und tatsächlich war er Takumi immer einen Schritt voraus, zumindest bis er beim Teig seines Gerichtes plötzlich vom Grundrezept abwich. Statt wie Takumi im Genoise-Stil zu rühren, benutzte er den Biscuit-Stil, weil der laut eigener Aussage zu einem schmackhafteren Ergebnis führen würde.

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Wieder einmal betonte Subaru, dass er Takumi in den letzten Wochen auf Schritt und Tritt gefolgt war und dabei gelernt hat, dessen Stil perfekt zu imitieren. Eingeschüchtert von der Erkenntnis, dass ihm sein Gegner von Anfang an überlegen war und dessen Fettuccine zu allem Überfluss auch noch deutlich besser aussah, musste der junge Koch immer mehr mit sich und seiner Angst vor einer Niederlage und dem damit anbrechenden Folgen kämpfen. Bis er schließlich eine Flasche des Aldini-Olivenöls in seiner Kiste entdeckte und sich ihm damit ein völlig neuer Weg auftat.

Zuerst präsentierte Subaru sein Werk und obwohl sich die Jury im Klaren darüber war, dass es sich dabei lediglich um eine Abwandlung von Takumis Semifreddo handelte, kam sie dennoch nicht umhin, über die wundervolle Präsentation des Gerichtes zu schwärmen. Auch wenn Oizumi den unglaublichen Geschmack nicht leugnen konnte, betonte er doch ganz deutlich, dass ihm die Seele fehlen würde. Trotz dieser Tatsache und dem Fehlen der nötigen Bitterkeit waren sich dennoch alle sicher, dass Takumi nicht den Hauch einer Chance haben würde.

Aber so leicht gab sich der Italienier nicht geschlagen. Ohne dass die anderen es gemerkt hatten, hatte er noch eine vierte Schicht in sein Semifreddo gezaubert, deren unglaublicher Zitronengeschmack die Jury regelrecht in die Knie zwang. Auf die Frage, woher er die Butter für die in der vierten Schicht enthaltene Zitronenbutter genommen hatte, betonte Takumi nur, dass sein Aldini-Olivenöl einen wunderbaren Ersatz dafür geliefert und dabei einen sogar noch stärkeren, zitronigeren Geschmack hatte schaffen können. So war das Italienische Semifreddo mit Zitronenaufstrich geboren.

Zum Schrecken aller konnte es dem Blondschopf jedoch nicht zum gewünschten Erfolg verhelfen. Trotz aller Anstrengung stellte sich Subarus Verbessertes Drei-Schichten-Semifreddo nach einem Direktvergleich der Jury auch weiterhin als überlegen heraus und kostete Takumi nicht nur den Sieg, sondern auch sein geliebtes Mezzaluna.


Ikumi Mito vs. Don RS

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Das Duell zwischen Mito und dem Donburi-Klub ist nicht nur das zweite in der Serie gezeigte Shokugeki, sondern auch das erste offizielle, das Souma bestreiten durfte. Auslöser des Ganzen war Erinas Plan, den Klub wegen Eigenbedarfs zu schließen und sich damit eine größere Küche zu beschaffen. Und so sehr sich der Klubpräsident Kanichi auch anstrengte, er konnte seine Kameraden einfach nicht zum Kämpfen bewegen und sah sich der nahenden Bedrohung allein kaum gewachsen.

Doch nicht verzagen, Souma fragen. Der erhoffte sich mit Megumi im Anhang nämlich ein wenig Hilfe bei der Erschaffung eines neuen Donburi-Gerichts – nur um Kanichi zusammengerollt wie ein verängstigtes Kaninchen in der Ecke zu finden und sich dessen gesamtes Leid klagen zu lassen. Kein Wunder, dass Souma diese unlauteren Methoden nicht mit ansehen kann und kurzerhand beschließt, selbst in den Krieg gegen Erina und ihre Kumpanen zu ziehen.

Die gingen sogar auf die Kriegserklärung ein – wenn auch mit ein paar kleinen Bedingungen. Sollte Souma verlieren, würde der Don RS für immer geschlossen und Souma der Schule verwiesen werden. Für Erina dagegen hätte eine Niederlage weitaus weniger ernste Folgen. Sie müsste lediglich von ihrem Vorhaben absehen und die Klubmitglieder in Ruhe lassen. Außerdem würde Mito mit sofortiger Wirkung Teil jener Vereinigung werden. Sehr zum Missfallen der Fleischliebhaberin. Aber die wog sich ja sowieso in unumstößlicher Sicherheit.

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Im Glauben, sie hätte den Sieg allein schon dank ihres überteuerten A5-Fleisches in der Tasche und Souma könnte wegen seines Billigfleisches keinen Blumentopf gewinnen, sah Mito in ihm nie einen ernst zu nehmenden Gegner. So briet sie ihr Fleisch an und richtete es in einem Blumenmuster auf Knoblauchreis mit Butter und Ochsenfett an, um die Jury auch mit der passenden Präsentation vollständig für sich zu gewinnen. Tatsächlich merkten die Punktrichter die unglaubliche Qualität des Fleisches und seinen wunderbaren Geschmack an, der kaum zu übertrumpfen war.

Doch kampflos wollte sich Souma nicht ergeben. Mitos Japanischem A5 Rind-Roti-Don stellte sich sein Chaliapin Steak Don entgegen, dessen billiges Fleisch er mit der Zugabe von Zwiebeln, Kartoffelstärke, Knoblauch, Salz und Pfeffer komplimentierte und mit einer Soße aus Rotwein, Sojasoße und Butter abschmeckte. Dies schien so gut zu funktionieren, dass einer der Richter sogar nach einem Nachschlag verlangte.

Beeindruckt von Soumas Talent, aus so billigen Zutaten etwas so Schmackhaftes zu erschaffen, wurde er von der Jury einstimmig zum Sieger jenes Duelles erklärt und schob den Don RS damit aus Erinas Zielscheibe. Auch Mito, die dank ihres übermütigen Versprechens nun dem Don Rs beigetreten war, musste nach anfänglicher Gegenwehr und einer mehr oder weniger freiwilligen Kostprobe einsehen, dass sie nicht so auf den Jungen hätte herabschauen dürfen und Kosten und Qualität allein eben doch nicht ausreichen, um ein perfektes und leckeres Gericht zu erschaffen. Und das war Souma definitiv gelungen.



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Hungrig auf mehr?


Jetzt seid ihr gefragt!

Welches Shokugeki hat euch besonders vom Stuhl gerissen? Habt ihr schon mal eins der in Food Wars vorgestellten Gerichte nachgekocht und wenn ja, sind euch beim Essen auch die Klamotten vom Leib geplatzt?

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Auron
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Auron

Beim letzten Shokugeki zwischen Mira und Soma war es vor allem die sauren Pflaumen im Reis die die Jury endgültig auf Somas Seite zogen, da er wusste das Moto einen schwachen Reis machen würde, um den Geschmack voll auf das Fleisch zu lenken und er deswegen etwas besonderes im Reis machen wollte, um das Gericht “rund” zu machen und damit zu zeigen, worum es bei Donburis geht.