©Atsushi Ohkubo, KODANSHA/ “FIRE FORCE” Production Committee

Nach Soul Eater dürfen wir diesen Sommer nun auch Atsushi Ookubos neueste Anime-Adaption auf den großen Bildschirmen bewundern. Und das glänzt vor allem durch sein einzigartiges Setting. Eine Aufgabe, die schon andere Anime vor ihm mit Bravour meistern konnten.

Zu einem guten Anime gehört immer auch ein mehr oder minder einzigartiges Konzept. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden und irgendwie war alles schon mal da, jedoch kann man selbst die ausgelutschteste Idee mit dem richtigen Anstrich in ein wahrhaftes Meisterwerk verwandeln.

Um zu beweisen, dass man selbst aus altbekannten Legenden oder Tropes etwas Neues und Erfrischendes herausholen kann, haben wir heute einmal drei Anime zusammengefasst, deren Konzepte sich trotz vorhandener Grundlage genau wie Fire Force vom Standard abheben.

The Eccentric Family

© 森見登美彦・幻冬舎/「有頂天家族」製作委員会

Darum geht es in The Eccentric Family

Die auf der gleichnamigen Romanreihe basierende Geschichte erzählt vom Leben des jungen Tanuki Yasaburou Shimogamo, der lieber in seiner menschlichen Form durch die Weltgeschichte tänzelt und sich nichts Schöneres vorstellen kann, als den ganzen Tag auf der faulen Haut zu liegen und ab und an ein wenig Unruhe zu stiften. Eben ganz, wie es sich seiner Meinung nach für einen Tanuki gehört. Trotz aller Faulheit wünscht er sich jedoch nichts sehnlicher als ein interessantes und abwechslungsreiches Leben. Und dieser Wunsch soll ihm schneller erfüllt werden, als ihm lieb ist.

Nicht nur wird sein Vater eines Tages von den Freitagsgesellen, einer elitären Gruppierung, als Eintopf verspeist, was unweigerlich die Frage danach aufwirft, wer das Erbe des einstigen Oberhauptes der Tanuki antreten soll, Yasaburou trifft außerdem auf das mysteriöse Menschenmädchen Benten, das einen ziemlichen Narren an dem pelzigen Gesellen gefressen zu haben scheint und dessen blinde Verknalltheit entsprechend ausnutzt. So ist der menschgewordene Tanuki hin- und hergerissen zwischen der Rache für seinen Vater, Bentens einnehmendem Wesen und dem Wunsch, einfach nur seine Ruhe zu haben und ab und an ein bisschen was zu erleben.

Das macht The Eccentric Family besonders

Beginnen wir unsere kleine Liste mit ihrem ruhigsten Vertreter. Wie einige unter euch vielleicht wissen, ranken sich viele japanische Legenden um die süßen Tanuki, die sich ebenjenen Sagen zufolge in Kinder verwandeln können und dabei allerhand Schabernack treiben. Dass sie sich jedoch den fleischlichen Lüsten hingeben, sich betrinken und bis in die Nacht wilde Partys in fliegenden Zügen feiern, die zu regelrechten Bombenkriegen mutieren, das haben die Verfasser dieser kunterbunten Legenden wohl eher nicht im Sinn gehabt. Doch genau das ist es, was The Eccentric Family von anderen Geschichten ihres Ursprungs abhebt.

Aber nicht nur die erfrischend menschlichen Tanuki, in denen wir uns gern einmal selbst wiederfinden, auch die Welt, in der sie ihre Streiche spielen, ist mit so viel Liebe gestaltet, dass man kaum die Augen von all den wunderschönen Bildern lassen kann. Dazu noch ein zum Träumen einladender Soundtrack und fertig ist P.A. Works‘ chaotische, aber definitiv liebenswerte Tanukiwelt, in die man selbst gern einmal eintauchen möchte.

Falls ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr euch die erste Staffel der Serie direkt ins Regal stellen. Die ist nämlich bei Universum Anime erschienen und bringt neben der deutschen und japanischen Synchro auch deutsche Untertitel und ein paar kleinere Extras mit. Ob die zweite Staffel irgendwann nachgereicht wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Death Parade

© Madhouse

Darum geht es in Death Parade

»Möge das Spiel beginnen.«
Mit jenen Worten beginnt der ausdruckslose Decim ein jedes Spiel, das darüber entscheiden soll, was aus den Seelen seiner unfreiwilligen Mitspieler wird. Durch sie wird die wahre Natur eines Menschen zutage getragen, was dem pokerfacetragenden Barkeeper jedes noch so hässliche Detail begutachten lässt. Erst am Ende jenes Spiels gibt er sich als Richter zu erkennen, der ein Urteil über seine Besucher fällt.

Das macht Death Parade besonders

Nicht nur das düstere Setting und die bedrückende Welt, in der Madhouses Original-Kreation Death Parade spielt, machen die Geschichte um den Richter Decim und die Schwarzhaarige Frau zu etwas ganz Besonderem, auch die Charaktere, die man in ihr trifft, ziehen den Zuschauer sofort in ihren Bann. Jeder von ihnen, selbst der unscheinbarste Nebencharakter, bringt eine glaubhafte und teils doch sehr traurige Geschichte mit, die ihnen die für ein solches Setting nötige Tiefe verleihen. Sie erkennen, was sie in ihrem Leben falsch gemacht haben, und lernen, sich mit ihrem eigenen Tod und den Fehlern, die sie begangen haben, abzufinden. Dass es auch hier Ausnahmen gibt und diese hart bestraft werden, sollte allerdings kein Geheimnis sein.

Untermalt wird das Ganze von Yuuki Hayashis (My Hero Academia, Haikyuu) wundervollem Soundtrack, der in jedem Augenblick die richtige Stimmung aufkommen lässt, und mindestens genauso stimmigen Hintergründen, die die angestrebten Emotionen noch einmal angemessen in Szene setzen.

Auch Death Parade wurde von Universum Anime lizenziert und mit deutschem und japanischem Ton samt deutschen Untertiteln auf Blu-ray und DVD veröffentlicht. Neben der physischen Kopie steht euch allerdings auch ein Amazon-Stream zur Verfügung, den ihr euch dort auf dem Animax Plus Channel anschauen könnt.

Space Dandy

© 2014 BONES / Project SPACE DANDY

Darum geht es in Space Dandy

Was zum Teufel ist bitte ein Space Dandy? Ist doch ganz klar! Ein Dandy im Weltall! Der Meister aller Frauen lebt sein Leben in Saus und Braus und reist mit Roboter QT und dem Betelgeusianer Meow auf der Jagd nach unbekannten Aliens durch die Galaxien. Für jede neu entdeckte Spezies gibt’s eine saftige Belohnung – und die braucht die illustre Truppe unbedingt, ist Dandys allergrößter Traum doch, alle Läden von BooBies, der besten Breastaurant-Kette des Universums, abzugrasen. Schließlich arbeiten dort nur Kellnerinnen mit astronomischer Oberweite!

Das macht Space Dandy besonders

BONES’ (My Hero Academia, Bungo Stray Dogs) Weltraumcomedy Space Dandy ist vor allem eins: herrlich abgedreht. Nicht nur das Universum, in dem die Serie spielt, ist voller durchgedrehter Überraschungen, auch die Charaktere schlagen gern mal dezent über die Stränge und nehmen dabei absolut kein Blatt vor den Mund. Aber bei einem total notgeilen Hauptcharakter, der nichts anderes als die Rundungen seiner weiblichen Artgenossen im Kopf hat, ist das wohl mehr oder weniger zu erwarten.

Freunde der seichten, boobielastigen Unterhaltung werden sich hier definitiv super unterhalten fühlen. Alle anderen sollten sich dennoch nicht davor scheuen, zumindest einen kurzen Blick in die total verrückte, schillernde Sternenwelt zu riskieren, in der sich das Niveau mehr als nur einmal heulend unterm Bett verkriecht und nach Mami schreit.

KAZÉ Anime stellt euch beide Staffeln des durchgeknallten Weltraumadventures als Staffelgesamtausgaben mit deutscher und japanischer Tonoption und den dazugehörigen deutschen Untertiteln zur Verfügung. Als Extras gibt es ein umfangreiches Booklet und creditless Opening und Ending.

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