© Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

10 Jahre vor den Ereignissen von Fate/stay night wurde Fuyuki zum Schauplatz der Stunde Null – wir haben für euch in den Fate/Zero-Manga reingelesen und verraten euch, ob die Reihe mit dem gefeierten Anime mithalten kann!

Nachdem die Manga-Adaption der legendären Urban Fantasy-Visual Novel Fate/stay night im vergangenen Jahr den Krieg um den Heiligen Gral erfolgreich in den deutschen Bücherregalen austrug ist es nun an der Zeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen – genauer gesagt zehn Jahre vor die Ereignisse um Shirou Emiya und seinen Servant Saber.

Denn genau zu diesen Zeitpunkt setzt das Prequel Fate/Zero an, das durch die schillernde Anime-Adaption vom Studio Ufotable als einer der meistverkauften Serien aller Zeiten schon längst in die Annalen der japanischen Animationskunst eingegangen ist.

Wir möchten wissen, ob sich ein Griff zur Bildergeschichte dennoch lohnt und folgen Kiritsugu Emiya daher erneut in die finstere Welt des vierten Kriegs um den Heiligen Gral


Alle Infos zu Fate/Zero!

Originaler Titel: Fate/Zero
Genre: Action, Drama, Fantasy, Seinen
Verlag: Tokyopop
Mehr Infos: Beschreibungen und Preise
Story: Gen Urobuchi / Type-Moon
Zeichnungen: Shinjirou
Original erschienen bei: Kadokawa Shoten
In Japan erschienene Bände: 14 (7 Doppelbände, abgeschlossen)
Deutscher Rhythmus: Alle 2 Monate


Darum geht es in Fate/Zero!

© Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

Alle sechzig Jahre erscheint der Heilige Gral in der japanischen Kleinstadt Fuyuki und ruft sieben mächtige Magier zu einem nervenzerfetzenden Heiligen Krieg, dessen Gewinner neben Ruhm und Ehre die Erfüllung seines innigsten Herzenswunschs winkt. Doch stürzen sich die magischen Recken nicht selbst in die Schlacht, sondern beschwören einen sogenannten »Servant«, den Geist eines Helden aus unterschiedlichsten Epochen, der den Kampf anstelle seines »Masters« ausfechtet.

Kiritsugu Emiya hat als Magiermörder die Hölle auf Erden hinter sich und stellt sich nun ein letztes Mal dem Kampf, als er an der Seite des als Saber manifestierten König Arthur in das von Intrigen und Verlusten gezeichnete Ritual zieht, um die Welt von allem Bösen zu befreien.

Inmitten der Häuserschluchten der Stadt erwartet ihn eine albtraumhafte Schattenwelt, denn egal ob unterschätzter Jungmagier, perspektivberaubter Jugendlicher oder empathieloser Pastor – die zahlreichen Ideale und Weltanschauungen, die im Krieg um den Heiligen Gral aufeinanderprallen, verwandeln das Schlachtfeld in eine blutrote Hölle, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint …


Die Geschichte der Stunde Null …

© Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

Chronologisch vor Fate/stay night angesiedelt erweckt Fate/Zero erneut das Konzept des Gralskriegs zum Leben und lässt im urbanen Setting von Fuyuki nicht nur sieben Magier und Helden, sondern auch Ideale, Wertvorstellungen, Wünsche und Träume aufeinandertreffen. Autor Gen Urobuchi (Psycho-Pass, Puella Magi Madoka Magica) lässt erneut seine Stärken spielen und verleiht jedem Charaktere tiefgründige Ideale, eine durchdachte Gesinnung und ein klares Ziel für den Krieg.

Sei es der strenge Glaube an die Ritterlichkeit oder das Ideal, das Leben der wenigen für das Glück das Masse zu opfern, kein Charakter in Fate/Zero gleicht dem anderen und so ist die tosende Schlacht nicht nur ein spektakuläres Actionfest, sondern auch eine vielschichtige Abwägung unterschiedlicher Ideologien. Die Charaktere sind lebhaft und unvorhersehbar, wodurch der Verlauf des Krieges überraschend, die Story packend daherkommt und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite voll in ihrem Bann hält.

Der Gralskrieg nimmt als blutiges Ritual oft sehr bizarre Formen an – so wie im Falle Kariya Matous, dessen magische Energie aus Würmen entsteht, die sich in seinem Körper eingenistet haben. | © Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

Ohne dass Fate/Zero seinen Lesern allzu viel Vorwissen zur Reihe oder dem umgebenden Universum abverlangt, das sich Fate-Schöpfer Kinoku Nasu im Laufe seiner Werke hochgezogen hat, dringt die Geschichte tief in die Mechaniken der Magierwelt ein. Trotzdass sich die Welt um Zauberei dreht, passiert nichts in Fate/Zero »einfach so«, sondern folgt komplexen Regeln und Gesetzmäßigkeiten, durch die eine glaubwürdige und spannende Parallelwelt entsteht, die ebenso wie die Charaktere viel Raum zur Analyse bietet.

Die Erzählung des Manga selbst setzt sich ein wenig anders zusammen als von der Serie gewohnt und lässt die Ereignisse einer eigenen Chronologie folgen, die leider nicht immer optimal ausfällt. So lernen wir etwa Jungmagier Wavers Ziele sofort kennen, ohne zu wissen, aus welcher Vorgeschichte sich sein verzweifelter Wunsch nach Anerkennung zusammensetzt.


Finsterer Konflikt

© Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

Passend zur durchgehend ernsten und düsteren Tonalität der Geschichte kleidet Mangaka Shinjiro sein Werk in ein erwachsenes, oft ziemlich kantiges Kleid. Während bei der Niedlichkeit der weiblichen Charaktere den ikonischen Charakterdesigns von Takashi Takeuchi noch relativ treu gefolgt wird, wurden die männlichen Figuren mit ernstem Blick und bösen Gesichtszügen sehr griesgrämig gestaltet, was beispielweise im Falle von Schönling Diarmuid jedoch etwas übers Ziel hinausschießt.

Optisches Highlight des Manga sind die Kämpfe, die mit stilsicherer Linienführung, einer Menge Dynamik und großartiger Bildgewalt voll zu überzeugen wissen und die Rasanz des Aufeinandertreffens uralter Mythologien passend einfangen. Dank der nicht ganz so durchdachten und etwas generisch wirkenden Bildkomposition in Dialogszenen kommen diese hingegen weniger ansprechend herüber als im Anime.


Fazit – spannende Heldenschlacht

© Type-Moon / Gen Urobuchi / Shinjirou / Kadokawa Shoten / Tokyopop

Wer einen Manga mit Anspruch, tiefschürfenden Thematiken und komplexen Charakteren sucht ist bei Fate/Zero genau so an der richtigen Adresse wie alt eingesessene Fans des Fate-Franchises. Die Geschichte lässt Kinoku Nasus durchdachte Lore mit den schreiberischen Fähigkeiten Urobuchis verschmelzen und formt so ein mitreißendes Epos mit wohlverdientem Kultstatus.

Dabei ist die Manga-Version erzählerisch und optisch nicht ganz so raffiniert, fängt die Geschichte aber nichtsdeststotrotz zufriedenstellend ein, sodass sowohl Fans als auch Neueinsteiger einen Blick in die Geschichte der Stunde Null wagen dürfen …

Wir bedanken uns herzlich bei Tokyopop für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Das könnte dich auch interessieren!

*Die hier aufgeführten Angebote sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Ninotaku: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision.


Jetzt seid ihr gefragt!

Findet ihr Fate/Zero als Anime oder als Manga besser? Und welcher Fate-Teil hat euch bis jetzt am besten gefallen?

Schreibt es uns in die Kommentare!

3
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2 Kommentar Themen
1 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
2 Kommentatoren
FlixLandstreicher AdolfLandstreicher Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Landstreicher
Gast
Landstreicher

Es ist nicht der Beginn, sondern nur ein Prequel. Und hässlich ohne Ende ist der Manga auch.

Landstreicher Adolf
Gast
Landstreicher Adolf

Wenigstens hat Tokyopop ein Hirn und stay night vor zero gebraucht, so wie man es auch schauen sollte.

Flix
Gast
Flix

Generell kann ich mich dem Artikel nur anschliesen. Da ich den Manga gelesen habe ist mein Fazit dass er viel charakter und Charme bestizt, auch wenn die Story hier und da mal abweicht. Es ist ein schöner Lesefluss muss ich sagen , unabhänig von den Stil der trozdem eine gewisse Schönheit hat.