© Type-MOON

Das »Fate«-Universum ist eine gewaltige Domäne, deren Ausmaße weit über das bereits in Film- und Serien-Form ausgebaute Spektrum hinwegreichen. Wir stellen euch die Teile vor, die bislang noch keine Anime-Adaption erhalten haben!

Das »Fate«-Universum, unendliche Weiten …
Während den meisten Otakus schon bei der Nennung der Anime aus Type-Moons-Erfolgsfranchise der Kopf raucht, gibt es noch einen Hard Mode:
Abseits der bereits animierten Teile prankt der eingängige Titel mit den vier Buchstaben auf zahlreichen Manga, Light Novels, Videospielen und Visual Novels, die den Sprung auf die Bildschirme bislang noch nicht hinter sich gebracht haben, aber genau so Teil des Canons um den Gralskrieg sind.

Wir stellen euch heute alle noch nicht adaptierten »Fate«-Ableger vor!


Fate/Prototype: Fragments of Sky Silver

© Type-Moon / Hikaru Sakurai / Nakahara

In einer Welt, fernab von alldem, was wir aus der Geschichte der »Fate«-Reihe gewohnt sind, wächst die kleine Ayaka Sejyou als wohlbehütete Tochter eines alten Magiergeschlechts in Tokyo auf.
Dabei ahnt sie noch nicht, dass die Weltmetropole während ihrer unbeschwerten Kindheitstage zum Schauplatz eines verheerenden Rituals wird, das den Heiligen Gral in dieser Welt manifestieren und demjenigen, der ihn beschwört, einen Wunsch erfüllen soll.
Als ihre Schwester Manaka, ein Ausnahmetalent mit Verbindung zu Akasha, den Heldengeist von König Arthur beschwört und in den ersten Krieg um den Heiligen Gral zieht, entbrennt ein Konflikt, der schon bald das Schicksal der Welt auf die Kippe stellen soll …

Viele Jahre, bevor die ersten Exemplare von »Fate/stay night« über die japanischen Ladentheken wanderten, verfasste Schöpfer Kinoku Nasu in seiner Oberschulzeit bereits eine erste Version der Geschichte, die 2011 mit der OVA »Fate/Prototype« verfilmt wurde.
Die Light Novel »Fragments« ist acht Jahre vor den Ereignissen dieser angesiedelt und damit eine Art Pendant zu »Fate/Zero«, das seinem Bruder aus der Hauptreihe in Sachen Dramatik und Komplexität jedoch in nichts nachsteht.
So hat auch hier jeder Charakter sein eigenes, schweres Päckchen zu tragen und durchlebt einen epischen Kampf voller Intrigen und Verluste.

Teil des »Fragments«-Kanons ist dabei auch das Spin-off »Fate/Labyrinth«, in dem Manaka in das Labyrinth des Vampirs Caubac Alcatraz stolpert und dort an einem ganz eigenen, ungewöhnlichen Gralskrieg voller eigenwilliger Begegnungen teilnimmt.
So trifft sie unter anderem auf unbekannte Gesichter wie Arturia und Medea aus der Hauptgeschichte.

»Prototype: Fragements« ist der vielleicht unterbewertetste Teil des Fate-Franchises und Geburtsstunde zahlreicher Servants, die später im »Camelot«-Arc von »Fate/Grand Order« eine tiefere Bedeutung erhalten sollten – so unter anderem Pharao Ozymandias und Hassan of the Serenity.


Fate/Requiem

© Type-Moon / Meteo Hoshizora

Einst tobte auf dem Angesicht der Erde ein gewaltiger Krieg zwischen den mächtigsten aller Magier, der einen Großteil der Welt in Schutt und Asche zurückließ, bis schließlich der langersehnte Frieden einkehrte.
Nun besitzt jeder Mensch einen eigenen Servant, der ihn bei seinen täglichen Aufgaben begleitet – jeder außer Erice Utsumi.
Frustriert von ihrer Einsamkeit nimmt dieses Schicksal jedoch schon bald ein Ende, als sie eines Tages endlich ihren Heldengeist beschwört.
Doch der blasse Junge mit blondem Haar ist kein Servant wie jeder andere, denn weder ist seine Klasse ersichtlich, noch sein Ursprung oder seine Fähigkeiten …

Die Light Novel »Fate/Requiem« erzählt eine Geschichte, die in ihrem Setting stark vom altbekannten Kanon abweicht und nur wenige Gemeinsamkeiten mit anderen Fate-Universen zeigt.
In Akihabara angesiedelt, entfaltet Autor Meteo Hoshizora mit der Geschichte eine abgedrehte Otaku-Interpretation des Gralskriegs, lässt trotz des sehr modernen Feelings aber weder epochale Schlachten, noch dramatische Begegnungen vermissen.

Genau so originell wie die Geschichte sind in »Fate/Requiem« auch die Servants: So treten unter anderem eine Alter-Version von Galahad, Longinus oder der fliegende Holländer auf.


Fate/type Redline

© Type-Moon / Ryouji Hirano

Kanata Akagi hat seine Wurzeln zwar im Stammbaum einer alten Magierfamilie, der Welt der Zauberei jedoch bewusst den Rücken gekehrt und sich für ein Leben als ganz normaler Oberschüler entschieden.
Als er jedoch mit einer magischen Sanduhr in Berührung kommt, katapultiert ihn diese 75 Jahre in die Vergangenheit, wo übernatürliche Wesen einen verheerenden Krieg um ein wunscherfüllendes Artefakt ausfechten.
Unwissend, was es mit diesem Prozess auf sich hat und wie er dort hingelangt ist, beschwört er durch Zufall den Heldengeist Okita Soujis und wird Teil des Konflikts um den Heiligen Gral.

Als neuester Ableger der »Fate«-Reihe ignoriert »type Redline« den gesamten Rest des Franchises und ist eine ernsthaftere Nacherzählung des Comedy-Mangas »Fate/Koha-Ace«.
Die Geschichte ist nun ein unterhaltsamer Mix aus epochalen Actionszenen und Fanservice-Momenten, in dem emotionale Szenen als Aushängeschild der Reihe aber natürlich nicht fehlen dürfen.

Wer sich mit japanischer Geschichte auskennt, dem wird das Servant-Aufgebot im Spin-off gefallen: Neben Oda Nobunaga nehmen weitere bekannte Kämpfer wie Okita Souji, Li Shuwen oder Sakamoto Ryouma am Gralskrieg teil.


Garden of Avalon

© TYPE-MOON,ufotable,FSNPC

Ein kleines Mädchen wird durch eine unerwartete Wendung des Schicksals zur Trägerin einer großen Verantwortung – nachdem Arturia Pendragon das Schwert Caliburn aus dem Stein zieht, steht ihre Krönung zur Königin von England bevor.
Das ist der Beginn einer epischen Geschichte, die Generationen nach Generationen in Staunen versetzen soll …

Das Hörspiel »Garden of Avalon« lag der japanischen Disc-Veröffentlichung von »Fate/stay night – Unlimited Blade Works« bei und erzählt die Arthussage in einer an das Fate-Universum angepassten Version nach.
Wer sich schon immer genauer in die moralischen Werte und das Denken des Heldengeistes Saber hineinfühlen wollte, hat in dieser melancholischen Kurzgeschichte die Gelegenheit dazu.

So kommt »Garden of Avalon« zwar gänzlich ohne Kämpfe und Explosionen aus, zeigt aber dennoch einige altbekannte Charaktere wie etwa Hofmagier Merlin in ihrem natürlichen Habitat.


Fate/hollow ataraxia

© Type-MOON

2004 in der japanischen Kleinstadt Fuyuki: Während in den Häuserschluchten der fünfte Krieg um den Heiligen Gral tobt, erwacht die Magierin Bazett Fraga McRemitz mit dem Befehlszauber des bis dato unbekannten Heldengeistes Avenger auf ihrem Handrücken, ohne jegliche Erinnerung, wie sie in diese Situation gelangt ist.
Kurz darauf steckt Shirou Emiya in einer mysteriösen Zeitschleife fest und durchlebt sowohl seltsame Begegnungen mit Bazett, als auch mit der mystischen Schönheit Karen Hortensia.
Als sich dann auch noch eine neue Bedrohung in den Straßen Fuyukis zu manifestieren beginnt, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse …

Ein Jahr nachdem mit der Visual Novel zu »Fate/stay night« der erfolgreiche Grundstein für das »Fate«-Universum gelegt war, erschien » hollow ataraxia« als eine Fortsetzung, ebenfalls in Form einer VN!
Dabei ist die Story sechs Monate nach einem Gralskrieg angesiedelt, der den bestmöglichen Verlauf mit möglichst wenigen Opfern unter den Mastern und Servants genommen hat und wechselt auf inhaltlicher Ebene heiteren Fanservice mit einem gewohnt düsteren Actiondrama ab.

Zu den großen Besonderheiten dieses kruden, aber auch extrem charmanten »Fate«-Teils gehört dabei die Einführung der »Avenger«-Klasse, während auch Medusas Schwestern Euryale und Stheno zum ersten Mal Erwähnung finden …


Fate/EXTRA

© Type-MOON / Marvelous Interactive

In den 70er-Jahren steht die Magierwelt vor einer gewaltigen Katastrophe: Das Mana dieser Welt beginnt zu entschwinden und ist schließlich im Jahr 2030 vollständig aufgebraucht.
Um dennoch die Beschwörung des Heiligen Grals zu ermöglichen, wurde die Moon Cell geschaffen – ein leistungsfähiger Supercomputer, der die Seelen glorreicher Helden und talentierter Magier in sich aufnimmt und mithilfe der Technologie SE.RA.PH den Krieg um den Heiligen Gral repliziert.
So treffen 128 Master und ihre Servants aufeinander – einer von ihnen ist Hakuno Kishinami, der eines Tages ohne Erinnerungen die Augen aufschlägt und sich anschließend mit dem ihm zugeteilten Heldengeist auf die Suche nach seiner eigenen Vergangenheit begibt …

Zugegeben, der Anime »Fate/EXTRA – Last Encore« spielt im »EXTRA«-Universum, ist jedoch keine Adaption, sondern eine Fortsetzung des gleichnamigen PSP-Spiels.
Der Ursprung des »Extraverse« spaltet sich früh von der in »Fate/stay night« etablierten Backstory ab und erschafft einen ganz eigenen Canon, in dem bizarre Ereignisse und merkwürdige Begegnungen mit neuen Servants wie Tamamo no Mae oder Francis Drake an der Tagesordnung sind.
So durchschreitet der Spieler im ungewohnten Scifi-Setting mitreißende Charaktermomente, witzige Comedy, aber auch spektakuläre Action-Szenen in Form von nach dem »Schere, Stein, Papier«-Prinzip ablaufenden Kämpfen.
Das Spiel erhielt zwei alternative Fortsetzungen – Fate/Extra CCC und Fate/Extella, das seinerseits mit /Extella Link ein eigenes Sequel bekam.


Fate/strange fake

© Type-MOON / Ryohgo Narita / Shizuki Morii

Einst schufen die Einzberns, die Matous und die Tohsakas gemeinsam den Krieg um den heiligen Gral – als unkonventionelles Beschwörungsritual eines heiligen Artefakts schlug der Konflikt hohe Wellen in der Welt der Magier und zog die Aufmerksamkeit einer ganz bestimmten Gruppierung aus den Vereinigten Staaten auf sich.
So eigneten sich die Magi sämtliche Daten, die sie über den fernöstlichen Konflikt in die Finger bekommen konnten, an und erschufen so auf dem Grund der Stadt Snowfield einen gänzlich eigenen Gralskrieg.
Der Versuch ist von Erfolg gekrönt und markiert den Anfang eines unvollkommenen Rituals, in dem das Fehlen der Saber-Klasse nicht die einzige Abnormalität darstellt …

Ursprünglich ein Aprilscherz des »Durarara«-Autors Rhyogo Narita, beschreibt »Fate/strange fake« einen Gralskrieg, in dem nichts so ist, wie ihr es aus Fuyuki gewohnt seid! Voller Querverweise auf andere Type-Moon-Werke spielt Narita seine Stärke von schrulligen, aber sympathischen Charakteren aus und präsentiert seine Interpretation der Kult-Saga so als explosives, immer weiter eskalierendes Action-Epos.
Wer nicht genug vom goldenen König Gilgamesh bekommen kann, für den ist »strange fake« ein besonderer Leckerbissen: Denn hier trifft Archer-Gil das erste und einzige Mal direkt auf seinen alten Freund Enkidu …


Fate/school life

© Type-MOON / Eiichirou Mashin

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie das Leben der Schüler an der Homuhara-Akademie während des Gralskriegs aussah?
»Fate/school life« dreht sich um den Alltag der Nebencharaktere, denn während anderswo die Fetzen fliegen, genießen Ayako und co ihre Jugend auf deutlich … ungefährlichere Art und Weise in vollen Zügen!
Auf dem Plan stehen natürlich Sportturniere, Klassenausflüge und Wettbewerbe, sodass auch ohne Magie und Servants ganz bestimmt keine Langeweile aufkommt!

Der lockere 4-Panel-Manga vom Künstler Eiichirou Mashin erzählt kurze Nebengeschichten über die Mitsuzuri-Clique und ist somit eine entspannende Abwechslung für die dramatischen Fights aus »Fate/stay night«.
Dabei basiert das Anime-Special »Fate/Grand Order: Himuro no Tenchi – 7-nin no Saikyou Ijin-hen« lose auf dem Manga.


Fate/mahjong night

© Type-MOON / syatey

Den Servants aus »Fate/stay night« steht abermals eine epochale Schlacht bevor! Doch dieses Mal geht es nicht um das Erlangen des Heiligen Grals, sondern darum, möglichst schnell seine Steine loszuwerden!
In »Fate/mahjong night« liefern sich die bekannten Charaktere ein Stelldichein im wohl beliebtesten japanischen Gesellschaftsspiel! Witzige Intrigen und interessante taktische Züge dürfen dabei nicht fehlen!

Viel Aufsehen konnte »Fate/mahjong night« nicht generieren. Vielleicht ist es das Setting, das dem Manga von Zeichner syated den großen Erfolg verwehrt, doch nichtsdestotrotz ist die Geschichte eine liebevolle Parodie voller witziger Anspielungen auf die Hauptstory!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Welchen noch nicht adaptierten »Fate«-Teil würdet ihr gerne als Anime sehen? Und welcher Servant sollte mehr ins Rampenlicht gehoben werden?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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Columbius
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Columbius

Fate/Extra gibt es doch schon auf Netflix also hate es ja ein Anime schon… wieso ist es den dann auf der Liste?

Zero
Gast
Zero

Endo wenn du schon EXTRA drin hast könntest du ja auch Extella the Unbreal Star sowie Extella Link