©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Was unterscheidet ein Videospiel von der Realität? Auch in Alicization schwebt diese Frage allgegenwärtig über der Geschichte von SAO – doch kann Lisbeth in ihrer flammenden Rede am Ende der Folge eine zufriedenstellende Antwort finden?

Und erneut spitzt sich die Lage in Underworld immer weiter zu und der große Krieg reißt wortwörtlich ein unschuldiges Opfer nach dem anderen in den finsteren Abgrund des Todes. Doch nicht nur auf dem kahlen Schlachtfeld wird erbittert gekämpft, auch in der Realität hecken die Schergen Gabriel Millers neue Tricks aus, um A.L.I.C.E. in ihre Finger zu bekommen.

Doch dabei haben sie die Rechnung ohne Yui und ihre Freundinnen gemacht – während Kirito noch mit leblosem Blick den Rollstuhl hütet, sorgen seine Freundinnen aus der realen Welt für ordentlich Frauenpower! Worin sich die Realität von der Welt der Spiele unterscheidet und was man in diesem Gedankengang unbedingt beachten sollte, erfahrt ihr in unserer Episoden-Analyse!

Die folgende Analyse enthält Spoiler zur aktuellen Episode des Sword Art Online-Animes! Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Außerdem enthält dieser Artikel Meinungen und basiert auf der persönlichen Interpretation des Verfassers. Es ist nicht garantiert, dass der Autor von Sword Art Online diese Vermutungen unterstützen würde.


Die Menge der Daten

©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Gegen Ende von Episode 11 hält Lisbeth, nachdem sie von den markerschütternden Ereignissen um Underworld erfährt, eine flammende Rede vor den Spielern von Alfheim Online und zitiert dabei erneut die Kernaussage, die SAO schon seit der ersten Folge an begleitet: Die Realität und die Welt der Videospiele unterscheiden sich nur von der Anzahl der Daten, die in ihnen stecken.

Dabei bezieht sie sich jedoch interessanterweise nicht darauf, dass in Zeiten des Full Dives virtuelle Realitäten echte Umgebungen bis ins Detail nachzustellen in der Lage sind, sondern eher über die Bedeutung der Gefühle: Denn auch wenn Elterngenerationen schnell dabei sind, Internethobbys als soziales Medium zu belächeln, können sie genau so sehr Mittelpunkt des Lebens sein wie der Fußballverein oder Buchklub.

Die Freundschaften, die sich in SAO geformt haben, sind nicht virtuell – sondern vollkommen real! | ©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Obwohl Anime, Gaming oder Comics sich mit jedem Generationswechsel in den Köpfen der breiten Masse mehr als ernst zu nehmende Hobbys etablieren, herrschen dennoch nach wie vor eine Menge fieser Vorurteile. Dabei ist es vollkommen individuell, was einen bewegt und was Bedeutung im Leben verdient hat – während für den einen das Glück im Schwimmbecken liegt, suchen es andere beim Briefmarkensammeln und wiederum andere Personen eben in den Weiten virtueller Welten. Wichtig ist dabei bloß, dass man auch anderen Hobbys und Auffassungen gegenüber tolerant bleibt, also frei nach Friederich, dem II: »Jeder soll nach seiner Fasson selig werden«.

So gab SAO-Schöpfer Reki Kawahara in einem Interview an, die Inspiration für Kiritos Abenteuer stamme aus dem Wunsch, eine Geschichte zu schreiben, in der »die Videospiele die Helden« sind und stets stolz für die Ehre der Gamer ein.

Was man bei all der Entfaltung jedoch stets beachten sollte, ist, zwischen all der Liebe für das Leben in der Welt der Spiele noch einen Blick für die Realität zu bewahren. Denn letzten Endes befindet sich der fleischliche Körper nach wie vor in dieser Welt und ist an verschiedene Verpflichtungen gebunden, die in Kauf genommen werden müssen, um sowohl online als auch in der Realität glücklich zu werden …


Der unrühmliche Soldatentod

©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Während Lis und die anderen Hilfe sammeln, stellen sich Iskahn und die anderen Faustkämpfer unmittelbar dem Schatten des Krieges und müssen feststellen, dass dieser keine Helden erschafft. Trotz aller schönen Worte, die Soldaten von einem glorreichen Leben als wackerer Krieger berichten, sind die Kämpfer in den meisten Fällen nur bloßes Kanonenfutter der Parteien, die in Wirklichkeit die Fäden in der Hand halten.

Die emotionalen Ziele der oft jungen Krieger werden schamlos ausgenutzt und wie im Falle Gabriel Millers für ein eigensinniges Ziel missbraucht. Wie wir bereits in einer früheren Analyse festgestellt haben, kann Krieg ein notwendiges Übel sein, um ein höhes Ziel zu erreichen – jedoch sollte man vor der Schlacht sicherstellen, dass man auch wirklich für das, was einen antreibt in den Kampf zieht …


Fazit – der Weg zur Zielgraden

©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Nur noch eine Episode, dann ist vorerst die Halbzeit erreicht und wir verabschieden uns für ein Vierteljahr von Alicization. Episode 11 würde dabei mit dem emotionalen Höhepunkt gegen Ende schon als eigenes Staffelfinale durchgehen und legt den Grundstein für einen aufregenden Cliffhanger in der nächsten Folge.

Währenddessen zelebriert Sword Art Online sein eigenes Vermächtnis und weist mit jeder Menge Pathos auf Kawaharas ursprüngliche Message der Geschichte hin, die auch zwischen Alice, Underworld und Rath immer noch Bestand zu haben scheint und in all den Jahren nichts an Bedeutung verloren hat …


Lust auf mehr spannenden Lesestoff zum Thema Sword Art Online?


Jetzt seid ihr gefragt!

Spiegeln Videospiele das echte Leben wieder oder sind sie doch nur spaßige Unterhaltung? Und gibt es ein Ziel, für das ihr in den Krieg ziehen würdet?

Schreibt es uns in die Kommentare!

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Kaito Kid

Die wichtigste Frage ist doch, wer war das am Schluss der Folge?
Sprich die Person in Lila mit einer Ki wie Yui..

Natsu343

Hab ich mich auch gefragt. Entweder ein Spion von Millers Team oder eventuell ist es Yuna und Eiji von Ordinal Scale?

necrodraco

Ich habe im Novel noch nicht bis zu der Stelle gelesen(lese den Novel immer nur so weit, wie der aktuelle Stand des Animes ist), aber es sind mMn. nur 2 Dinge möglich:
1. Vassago Casals(der typ der mit Gabriel Miller nach Underworld gegangen ist). Nach seinem Tod durch den Fall in den Abgrund hat er halt seinen Super-Account verloren und wurde zurück ins RL geschleudert. Nun kann er von dort aus Spionage betreiben. Zu dem habe ich auch die Vermutung dass es der frühere POH war(der Anführer der Laughing Coffin). Letzteres kommt daher, da er im Light Novel anwesend gewesen war, als Johny Black(Der, der Kirito das Gift gespritzt hat) und “Death Gun” sich in SAO Season 1 getroffen hatten, um Schmitt, Kains und Yolko umzubringen(ihr wisst schon, die Story mit den Morden in den sicheren Zonen). Er hat halt zufällig die gleiche Statur wie POH und ist ähnlich wie Johnny Black vermisst.
2. Der “Maulwurf”. Man weiss ja noch aus der ersten Hälfte von SAO Alicization dass es jemanden gibt, der schon vor dem Angriff durch Gabriel auf der Turtle war(er war ja beinahe mit Asuna zusammengestoßen).

Kaito Kid

ALso das Vassago Casals zu den Laughing Coffin gehörte ist klar, evtl hast du sogar rechtdamit, dass er der Anführer ist. ICh frage mich dann nur, wieso er dann bei der Versammlung eine AI/KI wie Yui bei sich haben sollte.. Wobei ich dies generell sehr komisch find…

R1S3N

Das am Schluss von Folge 11 sollte nicht Vassago sein, da es von der Zeit nicht zusammen passt. Er kommt erst am Ende von Folge 12 auf die Idee sein normalen Avatar zu benutzen und geht dann erst in den Raum, um zu Diven. Die Besprechung von Liz und der ganzen “Arme” ist früher. und muss nicht unbedingt davon ausgehen, dass er schon mal in ALO war.

Asuna86

Sie hätten die andern schon viel früher kämpfen lassen dan were Kirito nie in den Rollstuhl gekommen. Immer nur die gleichen kämpfen lassen und die andern wie Lizbeth und Silvia kommen fast nicht mehr vor

6
0
Sag uns Deine Meinungx
()
x