©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Der Krieg um Underworld hat seinen unabdingbaren Anfang genommen – ob Menschen oder Monster, eine Seite wird triumphieren und die Herrschaft über die Zivilisation an sich reißen, während auf dem Schlachtfeld ein schicksalhafter Moment den anderen jagt. Wir haben die neueste Folge von Sword Art Online für euch ausführlich durchleuchtet!

Hunderte Füße trampeln schnellen Schrittes über das marsrote Vulkangestein und hinterlassen energische Spuren in der öden und trostlosen Landschaft, die die Grenze zwischen Human Territory und Dark Territory ziert – der War of Underworld, seit sechs Episoden als größtes Ereignis des aktuellen SAO-Cours im Titel angekündigt, ist unweigerlich losgebrochen.

Dementsprechend ist keine Zeit für tiefsinnige Dialoge, ausgiebige Selbstfindung oder moralische Erörterungen – in der neuen Folge wird für den Schutz des Menschenvolkes gekämpft, geschwitzt und geblutet! Wir verraten euch, wie gut es Studio A-1 Pictures gelungen ist, die apokalyptische Kampfesstimmung einzufangen und warum der Krieg nicht nur für die kämpfenden Truppen, sondern auch für das gesamte Projekt Alicization einen gravierenden Wendepunkt darstellt!


Der Boden bebt

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Der Krieg um Underworld ist ein lang prophezeiter Kampf epochalen Ausmaßes – und gehört wohl zu den gewaltigsten Actionszenen der gesamten SAO-Reihe. Doch nicht nur zwischen den Bergen des Dark Territory, sondern auch innerhalb der Studiozimmer in Suginami wird mit Leib und Seele gekämpft, denn wo sich Klingen kreuzen, ist mitreißende Action-Regie, hochkarätige Animation und furiose Dynamik gefragt, die das Team von Alicization an seine Grenzen zu bringen scheinen.

Denn die Action in der aktuellen War of Underworld-Episode bleibt weit unter dem Niveau, das Kirito mit seinen Schwertscharmützeln innerhalb der ersten Hälfte darbot. So bestehen Gegnerhorden aus massenhaft gleichbleibenden 3D-Modellen und Attacken enthalten für einen Todesstoß oft überraschend wenig Bewegung. Seine gute Figur behält die Serie neben der nach wie vor großartigen Inszenierung Manabu Onos auch durch die digitale Nachbearbeitung bei, denn wo tradtionelle Handwerkskunst allein nicht mehr ausreicht, sondern umherfliegende Partikel, meterhohe Lichtsäulen und züngelnde Flammen für die Brachialität der Angriffe.

Trotz einiger Abstriche an der Actionfront strotzen die emotionalen Momente weiterhin vor Ausdruckskraft. | ©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Damit auch der letzte Zuschauer bestens über deren Durchschlagskraft Bescheid weiß, hat sich vor allem das Sounddepartment ordentlich ins Zeug gelegt und lässt die Attacken mit tiefen Basstönen und komplexen Geräuschkulissen so richtig aus den Boxen knallen. So hat das Sword Art Online-Team trotz eines vermutlich ziemlich straffen Zeitplans und begrenzen Möglichkeiten eine Chance gefunden, in den Actionszenen die Monitore brennen zu lassen. Eine beachtliche Leistung!

Die Ressourcen der klassischen 2D-Animatoren sind vermutlich in erster Linie in eine Sache geflossen – das Charakterschauspiel. Denn obwohl der Krieg natürlich in erster Linie durch ausladende Action beeindruckt, ist der Arc eine Geschichte über das Schicksal, Willensstärke und die Wunden, die ein solcher Konflikt in seinen Teilnehmern hinterlässt. Insbesondere Zeichner Kouta Mori tut sich dabei mit ausgiebiger Körpersprache und detailreichen Bewegungen hervor, die einen als Zuschauer fast schon selbst in die Verzweiflung stürzen, einen geliebten Menschen verloren zu haben, und die der Geschichte genau die Ausdrucksstärke verleihen, die sie benötigt.


Die Fratze des Krieges

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Ob ein Mensch wirklich gut ist, oder sich nur so lange gut stellt, wie alles nach seiner Pfeife tanzt, zeigen oft Konfliktsituationen. Denn selbstverständlich ist ein Mensch nett, solange man ihm dauerhaft Honig um den Mund schmiert, doch kann in schwierigen Lagen, in denen er plötzlich einknicken muss, ein völlig anderes, egoistisches Gesicht an den Tag legen. So etwa im Krieg, der sich in Sword Art Online abspielt und die Integrationsritter so einige interessante Dinge über sich selbst und ihre Kameraden vor Augen führt.

So beispielsweise Renly, der sich statt als stolzer Ritter auf dem Schlachtfeld zu stehen, lieber ins Vorratszelt flieht und seine Truppen allein lässt, was nicht nur seine eigene Armee, sondern die gesamte Stategie seiner Kameraden ins Wanken bringt. Genau wie er sind sich viele Krieger der Grausamkeit des Krieges nicht bewusst – denn statt eine Gelegenheit, heroisch seinen Mann zu stehen und sein Können unter Beweis zu stellen, handelt es sich dabei bloß um tragisches Blutvergießen, dem nicht jeder Kämpfer gewachsen ist, wie der grünhaarige Ritter unangenehm erkennen muss.

Der Krieg ist für alle Beteiligten eine harte Belastungsprobe. | ©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Anders sieht es hingegen bei Dakira aus, die mit ihrem selbstlosen Opfer beweist, wie sehr ihr ihre Mentorin Fanatio am Herzen liegt und dass sie bereit ist, alles zu opfern, um sie zu beschützen. Der Krieg scheint die Emotionen seiner Parteien an die Spitze zu treiben und erschüttert damit nicht nur deren Herzen, sondern das gesamte Projekt Alicization:

So etwa die brodelnde Wut des Goblins, der Fanatio angreifen möchte und mit seiner puren Raserei sogar ihren vor Schreck erstarrenden Light Cube erreicht. Die Emotionen der KIs fallen aus dem üblichen Rahmen und sind eine Belastungsprobe für das System und seine gesetzten Strukturen, die für das Projekt von gravierender Bedeutung ist …


Fazit – Ein epochaler Kampf

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Der Krieg um Underworld ist ein Ereignis, das nicht nur für die Bewohner der namensgebenden Welt, sondern auch für das Projekt Alicization und die Parteien, die im Real Life um den Ausgang der Schlacht bangen, von historischer Bedeutung ist. Trotz der begrenzten Möglichkeiten ist sich auch Studio A-1 Pictures dessen bewusst und präsentiert die Schlacht als groß, gewaltig und markerschütternd – genau so, wie es in der Light Novel-Vorlage beschrieben wurde.

Allerdings war die dieswöchige Episode nur der Auftakt zu etwas Größerem, denn spätestens wenn Alice sich ebenfalls auf dem Schlachtfeld bemerkbar macht, hält das Schicksal wohl noch einige unerwartete Wendungen bereit …


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Stiles Clover
Gast
Stiles Clover

In dieser folge sieht man alleine wieder was für einen gewaltigen Schritt man in SAO gegangen ist denn im vergleich zu früher zeigt man auch wie Brutal die kämpfe sind und wie viel Blut vergossen wird ohne es zu übertreiben.

Es ist schade das viele die SAO wegen der ersten beiden Staffel hassen dieser nicht einmal eine Chance geben da diese Staffel im vergleich zu den Vorgängern echt nicht mehr zu vergleichen ist denn Alicization fühlt sich halt wirklich wie ein neuer Anime an.

Maximilian Ahlborn
Gast
Maximilian Ahlborn

Mich hat diese folge sowie ganz SAO emotional mitgenommen habe schon oft Tränen vergossen, wenn jemand gestorben ist
Sogar beim mehrmals schauen

Es gibt für mich nichts zu der Folge zu sagen denn ganz SAO zieht mich mit hinein und dies war Mal wieder eine epische Folge und es fällt mir schwer immer ne Woche zu warten bis die nächsten Folge kommt und ich kann versprechen das es noch besser und emotionaler wird.