©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Die Server inmitten der Ocean Turtle sind ein waschechtes Pulverfass – denn ein markerschütternder Bösewicht betritt den Ring in Sword Art Online: Alicization! Wir verraten euch, warum Gabriel seine Vorgänger in Sachen Skrupellosigkeit aussticht und welche Angewohnheit Kawaharas sich durch die gesamte SAO-Geschichte zieht!

Ob Realität oder Pixeltwelt – die Lage in Sword Art Online: Alicization spannt sich immer weiter an und stellt unsere Helden vor eine überwältigende Aufgabe. Während das Team der Ocean Turtle fieberhaft daran arbeitet, Underworld mit Notstrom am Leben zu erhalten und Alices’ Fluctlight zu sichern, setzt der Feind selbst Fuß in die Fantasy-Welt und versucht auf diese Weise, an den begehrten Light Cube der blonden Ritterin zu gelangen.

Dabei präsentiert uns die Serie den wohl schrecklichsten Bösewicht der bisherigen Seasons und erklärt ausführlich und schauderhaft, was Gabriel Miller zu einem kranken Psychopathen macht, dem man lieber nicht nachts im Wald über den Weg laufen sollte …


Die Seele im Verborgenen

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Nachdem Gabriel Miller, seines Zeichens Anführer einer militärischen Söldnertruppe, die von der amerikanischen Regierung mit dem Bergen und Sicherstellen der Soul Translator-Technologie beauftragt wurde, in der letzten Folge noch als fieser Bösewicht ohne klare Beweggründe eingeführt wurde, erhalten wir diese Woche einen genaueren Einblick in die verdrehte Gedankenwelt des Blondschopfs:

Denn das Ziel des Soldaten ist nicht wie zuvor angenommen Macht oder Prestige, sondern das Erforschen und Erleben der menschlichen Seele. Dieses begleitet Gabriel schon seit frühester Kindheit und trieb ihn letztendlich dazu, seiner Kindheitsfreundin Alicia eine Nadel ins Ohr zu rammen, um die mutmaßlich im Kopf sitzende Essenz eines menschlichen Daseins ans Tageslicht zu befördern.

Sein Interesse an der menschlichen Seele behandelte Gabriel mit eher rabiaten Methoden. | ©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Dabei gibt gerade die Szene mit dem kleinen Gabriel eine klare Sicht auf dessen Persönlichkeit als brutaler Psychopath: Denn der unschuldig dreinblickende Junge verspürt bei seinem Mord keine Freunde an Alicias Leid oder reizt ihren Schmerz mit weiteren Folterungen, er erlebt lediglich den Forschertrieb und spielt sein aufrichtiges Interesse an der menschlichen Seele aus. Dass er dabei einem anderen Menschen das Leben nimmt, all seine Hoffnungen, Träume, Wünsche und Gefühle für immer verstummen lässt, ist ihm dabei überhaupt nicht klar und auch herzlich egal – kein Wunder, dass dieser Junge als späterer Söldner zahlreichen Menschen das Leben nahm, ohne sich auch nur eine Minute um deren Elend zu scheren.

Mit dieser aufrichtig psychopathischen Denkweise ist Gabriel der wohl bedrohlichste Bösewicht im Sword Art Online-Universum. Natürlich gab es auch in vergangenen Arcs kranke und gewissenlose Feinde, doch jeder von ihnen ist durch äußere Umstände zu einem moralisch fragwürdigen Denken gelangt, während Gabriel von Geburt an geisteskrank gewesen zu sein scheint und kein hollywoodhaft-überzeichnetes, sondern durchaus realistisch-denkbares Verhalten an den Tag legt, was ihn als bösen Gegenspieler umso schauderhafter werden lässt …


Alte Tricks

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Während der Bösewicht in War of Undeworld dank seiner schauderhaften Backstory klar von den großen Fortschritten spricht, die Reki Kawahara im Laufe seiner Karriere als Autor gemacht hat, wird der Schreiberling seine Marotte des Forced Dramas nach wie vor nicht los, die bereits in den vergangenen Staffeln Wasser auf die Mühlen von SAO-Gegnern war.

So spielt die Beziehung zwischen Vixur und Lipa für die übergreifende Hauptstory keine Rolle und fühlt sich auch als Nebengeschichten zum Vertiefen des Settings durch den auswirkungslosen Tod der beiden Akteure ziemlich bedeutungslos an – außer auf emotionaler Ebene, auf der Gabriels gewissenlose Gewalt Zorn gegen den Bösewicht im Zuschauer aufkochen lässt. Katalysator für dieses Gefühl ist die große Menge an Kitsch, die das gutherzige Pärchen und ihre unbeholfenen Gefühle zueinander umgibt, die ebenfalls auf einfache, aber wirksame Weise Sympathie wecken.

Als interessante Charaktere hätten Vixur und Lipa Potenzial für mehr als ein Plotwerkzeug hergegeben. | ©2017 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION AMW/SAO-A Project

Ein wenig schade, dass die beiden ähnlich wie einst Thiese und Ronye als einfaches Kanonenfutter herhalten müssen, denn der Kampf gegen das Aufbegehren des Krieges und das Herbeirufen des Friedens in Underworld hätte einiges an dramatischem Potenzial und Tiefe für den Arc geboten.


Fazit – die Exposition vor dem Sturm

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Folge 04 von Alicization schließt sich mit seiner eher ruhigen Tonalität und dem informationsreichen Aufbau passend an seine Vorgänger an und brilliert dank der markerschütternden Inszenierung von Director Manabu Ono dabei, die verdrehte Gedankenwelt des neuen Antagonisten vorzustellen. Dabei verhält sich der Anime deutlich weniger explizit als die zugrunde liegende Light Novel, in der Gabriels Hauptkonflikt noch einmal deutlich krasser dargestellt wird.

Nichtsdestotrotz schaffte es der Anime nicht nur zu einem weiteren Eintrag seiner Sammlung an Triggerwarnungen bei Wakanim, sondern auch zu einer spannungsgeladenen Episode, die einen weiteren hochkarätigen Baustein zum Spannungsschloss hinzufügt. So bleibt vor allem der Konflikt zwischen der stark empathischen Alice und Gabriel interessant und lässt die Vorfreude auf die nächsten Folgen steigen …


Lust auf noch mehr Lesestoff zum Thema Sword Art Online?


Jetzt seid ihr gefragt!

Wie hat euch die neue War of Underworld-Folge gefallen? Und wo würdet ihr Gabriel bei eurem persönlichen SAO-Schurken-Ranking einordnen?

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Rei hakase
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Rei hakase

Endlich ein interessanter Antagonist. Einer von SAOs Schwachpunkten war definitiv die Seriösitat der Antagonisten, da sie sehr schwach waren. Kayaba hatte kennt seinen Grund nicht mehr, warum er Tausende von Spieler eingesperrt hat uns somit zum Serienmörder würde, der fairy kíng war nur ein perverser Erwachsener, der eine Minderjährige heiraten wollte, death gun war nur ein Perverser, der eine Minderjährige vergewaltigen wollte und die Priesterin war einfach nur weird. Der einzige kompetente Antagonist bisher war aids-kun, da er seinen Job erledigt hat. Der neue Blondie jedoch ist einfach nur böse. Er tötet um sich am Leben zu fühlen und genau… Weiterlesen »