© ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

In der dieswöchigen Episode des Helden-Epos One-Punch Man rückt Anitheld Garo erneut in den Fokus der Story – und zeigt uns gemeinsam mit der Heldenvereinigung, wie Ideale manchmal für widere Zwecke missbraucht werden. 

Die aktuelle One-Punch Man-Season lässt seine vermeintlichen Protagonisten ganz schön alt aussehen – doch nachdem die Serie letzte Woche die gelangweilte Heldenglatze Saitama und ihren Konflikt erneut in den Mittelpunkt rückte, drehte sich dieses Mal wieder alles um Antiheld Garo und seine Motivationen.

Dabei kristallisiert sich immer mehr heraus, dass, obwohl der muskulöse Grauschopf sich selbst auf Seite der Monster sieht, seine Ziele und die der Vereinigung nicht weiter voneinander entfernt sein könnten – warum das so ist und ob Garo wirklich zu den bösen Jungs gehört, erörtern wir in unserer Episoden-Analyse!

Die folgende Analyse enthält Spoiler zur aktuellen Episode des One-Punch Man-Animes! Weiterlesen auf eigene Gefahr! Außerdem enthält dieser Artikel Meinungen und basiert auf der persönlichen Interpretation des Autors. Es ist nicht garantiert, dass der Autor von One-Punch Man diese Vermutungen unterstützen würde.


Einmal Monster, immer Monster

Nachdem wir den großen Krieg zwischen Menschen und Monstern in den letzten Wochen hauptsächlich durch die Augen der Helden betrachtet haben, erhalten wir in der aktuellen Episode einen Einblick in die düsteren Reihen der Monster-Vereinigung.

Die Monster haben selbst allen Grund, sich zu fürchten – denn König Orichi fährt eine erbarmungslose Politik auf. | © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Dabei offenbart sich die bittere Wahrheit, dass die bislang so einige und organisierte Truppe nicht durch ihr gemeinsames Ideal oder ihren Zusammenhalt, sondern durch eine bösartige Diktatur gelenkt wird. Denn unter dem strengen Regiment König Orichis werden diejenigen einfach gefressen, die nicht in der Lage dazu sind, die nötige Leistung zu bringen. Ein Schelm, wer hier die Parallelen zur japanischen Arbeitskultur zieht, deren Strenge weltweit traurige Berühmtheit erlangt hat.

Zwar ist das System nicht ansatzweise so grausam wie unter den diabolischen Weltenzerstörern, doch lässt sich auch unter den Mitgliedern der Heldenvereinigung eine ähnliche Struktur ausmachen – nur die mächtigsten Helden ernten wirkliche Anerkennung für ihre Arbeit und beide Organisationen propagieren Ideale, die sie aber letzten Endes nur ausnutzen, um ihre eigenen, egoistischen Ziele durchzusetzen – während die Heldenvereinigung einen Gewinn aus der Rettung der Menschen macht, verspricht die Monstervereinigung ihren Mitgliedern fälschlicherweise ein Leben in Freiheit.

Ob Garo wohl der einzige ist, der ehrlich für die Rechte der Monster kämpft, statt aus Angst vor König Orichi? | © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Neben der Gesellschaftskritik, die in der Geschichte steckt, lässt sich also auch die Botschaft daraus ziehen, Ideale und vor allem Institutionen, die ebenjene vorantragen stets auf Authentizität zu überprüfen – denn gerade wenn es um emotionale Aufhänger wie Freiheit, Liebe oder Familie geht, vertreten viele Institutionen diese Werte doch mit einem »doppelten Boden«.

So lässt sich beispielsweise Garo hinters Licht führen und unterstützt die Machenschaften der Monstervereinigung, nicht wissend, dass ihr wahres Ziel alles andere als Freiheit und Akzeptanz ist …


Ein monströser Cliffhanger 

Nachdem sich Heldenjäger Garo in den letzten Folgen ein wenig aus dem Zentrum der Story zurückgezogen hat, kehrt das mächtige Muskelpaket nun voll zurück und findet sich direkt in einer der beeindruckendsten Kampfsequenzen der gesamten Season wieder, die für einen klitzekleinen Moment an das Bildspektakel erinnert, das One-Punch Man noch in der ersten Staffel gewesen ist.

Ansonsten nähert sich die Geschichte weiterhin in eher kleinen Schritten ihrem Finale – der Kampf gegen den angeschlagenen Garo könnte sich für die Seite der Helden als großer Pluspunkt erweisen und doch scheint die Invasion der Monster kaum noch aufzuhalten, während sich Saitama weiterhin in seiner Passivität sonnt. Ob er selbst derjenige ist, der die Menschheit letzten Endes doch befreien wird oder die anderen Helden es schaffen, ihre Kräfte zu bündeln und Z-Stadt zu befreien, wird uns hoffentlich in den nächsten beiden Folgen beantwortet …


Jetzt seid ihr gefragt!

Glaubt ihr, dass Garo sich von den Helden gefangen nehmen lässt? Und kann Saitama überhaupt noch gegen die Übermacht an Monstern bestehen?

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sinned184

Der Kampf vom verletzen Garo wird noch deutlich besser. Im Manga hat er mich zumindest echt beeindruckt. Und das wird wohl auch im Anime rüberkommen

KuroMandrake

Ich fand die Folge etwas zu kurz, es wurden gerade mal 2 1/2 Kapitel des Mangas umgesetzt, wo vorher 4-5 Kapitel adaptiert wurden. Trotzdem finde ich die Tragik die der Selbsternannte Heldenjäger Garou an den Tag legt schon sehr bemerkenswert. Bin gespannt was noch so kommen wird. Den Manga lege ich vorerst auf Eis, da ich eine andere “Edition” sammle. 🙂

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