© 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

Dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Welten sind, müssen auch die Schüler der Yuei-Oberschule im Rahmen ihrer Helden-Internships lernen! Dabei stehen die angehenden Nachwuchshelden jedoch nicht nur dem fiesen Kollektiv um Bösewicht Overhaul, sondern auch sich selbst im Kampf gegenüber – wir haben die neue MHA-Folge für euch analysiert!

Eines der Dinge, die für einen Menschen wohl am härtesten zu erkämpfen sind, ist die vollkommene Zufriedenheit und Ausgeglichenheit mit seinem eigenen Selbst. Doch das gilt nicht nur für den Ottonormalverbraucher, sondern auch für die Helden aus My Hero Academia, die sich im Zuge ihrer Helden-Internships der Macht ihrer eigenen Fähigkeiten außerhalb der sicheren Mauern der Yuei stellen müssen.

Ist es in Ordnung, schwach zu sein? Und was bedeutet »Schwäche« überhaupt? Wir haben die neue My Hero Academia-Folge für euch bis auf den letzten Millimeter durchleuchtet und versuchen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden!

Das Streben nach oben

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Über den gesamten 24 Minuten von Episode 05 lag ein Thema, das für die Nachwuchshelden von der Yuei zwangsläufig früher oder später relevant werden wird: Die Zufriedenheit mit sich selbst. So liefert sich Red Riot eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit einem Schurken, der zuvor mit seinen Freunden ihn und sein Team attackierte. Als der Halunke die Beine in die Hand nimmt, fragt Riot ihn, wie er denn seine Freunde einfach so im Stich lassen könnte, als dieser erwidert, dass er doch schon stolz darauf sein könnte, geschossen zu haben.

Obwohl es natürlich keine stolze Leistung ist, Helden auf offener Straße anzugreifen und dabei Umstehende in Gefahr zu ziehen, trägt die Aussage des Schurken eine Wahrheit in sich, die man unbedingt verinnerlichen sollte, möchte man tatsächlich zu wahrer Zufriedenheit gelangen: Denn was des einen leichteste Übung ist, ist für den anderen vielleicht eine unüberwindbare Hürde. Menschen haben unterschiedliche körperliche, soziale oder geistige Voraussetzungen und damit auch unterschiedliche Stärken und Schwächen, weswegen man niemals in die Depression verfallen sollte, dass die eigene Fähigkeit der eines anderen unterlegen ist.

Im Grunde handelt es sich bei dem verfolgten Verbrecher um einen tragischen Charakter. | © 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

Natürlich ist es erstrebenswert, in so einem Fall an sich zu arbeiten und seine eigenen Fähigkeiten verbessern zu wollen, doch sollte man bei Rückschlägen niemals aus den Augen verlieren, dass Schwächen etwas vollkommen Menschliches sind und den Wert einer Person keinesfalls trüben. Der Schurke aus My Hero Academia ist eine zutiefst tragische Figur, denn er zeigt trotz seiner Schwächen den Willen, an sich zu arbeiten, doch geriet dabei in die falschen Kreise. Die Leute um Overhaul sind nicht wirklich gewillt, ihm die langersehnte Stärke zu verleihen, sondern verpassen ihm lieber gefährliches Doping, um den verhassten Helden einen Schlag entgegenzusetzen.

Das war jedoch nie das oberste Ziel des armen Kerls – durch den ständigen Vergleich mit anderen geriet er in einen gefährlichen Minderwertigkeitskomplex und auf die krampfhafte Suche nach Anerkennung, auf der ihm jedes Mittel recht ist, um diese zu erlangen. Vielleicht gewinnt er durch den Kampf gegen Red Riot ja, dass ihn dieser Lebensweg nicht glücklich machen wird …

Red Riot ist es gelungen, seine Selbstzweifel hinter sich zu lassen und zu einem starken Kämpfer zu werden! | © 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

In gewisser Hinsicht gleichen sich Eijiro und sein Gegner, da den rothaarigen Verhärtungskämpfer dieselben Probleme plagen und er eine Weile lang an der vermeintlichen Schwäche seiner Kraft zu knabbern hatte. Doch Eijiro bewahrte einen kühlen Kopf und arbeitete an sich, bis er schließlich einen Weg fand, seinen Nachteil auszugleichen, und erkannt hat, dass er mit seiner Kraft Situationen meistern kann, die für andere eine große Hürde gewesen wären.

Unterm Strich lässt sich also festhalten, dass Schwächen und Zweifel etwas ganz Alltägliches sind, dem sich niemand vollends verwehren kann. Wichtig ist es nur, sich auch auf seine Stärken zu besinnen und sich selbst als Person, so wie man nun einmal ist, zu lieben. Denn jeder Mensch ist einzigartig und besitzt Punkte, an denen er entweder lernen oder anderen noch etwas beibringen kann.

Bunte Bildgewalt

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Direkt in der Eröffnungssequenz von Episode 05 feierte das Ass des Studios BONES, Animator Yutaka Nakamura aka Yutapon, mit einer begeisternden Actionszene seinen bisher beeindruckendsten Auftritt der Staffel: In dem Kampf der beiden gigantischen Monster scheinen Vorder- und Hintergrund heißblütig miteinander zu verschmelzen, denn Yutapon verleiht der Szene durch klug genutzte Perspektiven und mehrere sich übereinander abspielenden Ebenen eine für 2D-Animation extrem seltene Tiefe und damit eine unfassbare Immersion.

Abgesehen von dieser Qualität strotzt die Szene dank der Yutapon-typischen Impact Frames geradezu vor Macht und lässt uns nahezu spüren, mit wie viel Kraft die Monster die Gebäude in ihrer Umgebung auseinandernehmen. Verfeinert wird das Ganze durch blitzsauberes Charakterschauspiel und detaillierte Bewegungen, wie etwa die der umstehenden Polizisten.

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Neben Yutapons Glanzleistung sei jedoch auch Animatorin Sakiko Uda erwähnt, die Eijiros Einsatz des stärksten Härtegrads in Szene gesetzt hat: Durch Bewegungsschwere, flackernde Linien und umherfliegende Partikel wird die Energie der 30-sekündigen Sequenz passgenau übertragen und sorgt für ein emotionales Highlight einer inhaltlich und ideologisch extrem interessanten Folge.

Fazit – sei stolz auf dich selbst!

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Insgesamt reiht sich Episode 05 von My Hero Academia 4 von ihrer emotionalen Schwere nicht ganz hinter der extrem guten Vorgängerfolge ein, überzeugt aber stattdessen mit hochkarätiger Action und spannende Konflikten, die den weiteren Verlauf der Staffel noch extrem lehrreich und interessant gestalten könnten. Die Folge selbst trägt jedoch die sehr positive Message weiter, sich stets selbst im Blick zu haben, statt sich konsequent mit anderen zu vergleichen und so ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Sowohl optisch und inszenatorisch leistet sich das Kreativteam beim Studio BONES erneut keine Schwächen und erschafft eine dichte und fesselnde Atmosphäre, durch die die Dramatik des Arcs in voller Güte greifbar wird!

Lust auf noch mehr heldenhaften Lesespaß zu My Hero Academia?

Jetzt seid ihr gefragt!

Seid ihr zufrieden mit euch selbst oder gibt es Dinge, die ihr noch gerne an euch verbessern würdet? Und was sagt ihr zur neuen My Hero Academia-Folge?

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