© 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

Plus Ultra! Die Heldenkarriere von Grünhaar Izuku geht in die nächste Runde und stellt den Nachwuchsretter im Auftakt der neuen Staffel vor eine harte Prüfung – warum es trotz Dekus Stärke durchaus möglich ist, dass seine Ideale auf ihn zurückfeuern, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Episoden-Analyse!

Mit dem neuen Trimester an der Yuei-Schule steht für die jungen Helden von Morgen eine turbulente Zeit ins Haus – die Helden-Internships, bei denen die Schüler der unteren Klassen einen Monat lang praktikumsähnlich als Teil einer Heldenagentur den Kampf gegen das Böse hautnah erleben können. Während die Klasse 1-A ihre Vorfreude kaum noch zügeln kann, färbt sich der Untergrund erneut in ein tiefes Schwarz – das lebloser schimmert als je zuvor.

Doch alldas hat für Izuku zunächst noch keine Bedeutung – als All Mights Schützling möchte er seine Schwäche besonders schnell hinter sich lassen und ein großartiger Held werden – doch was ihn bislang als Antrieb stets nach vorne brachte, könnte ihm nun ein unangenehmes Beinchen stellen …


Entschlossenheit als Treibstoff der Seele

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Gepaart mit amerikanischer Superhelden-Ästhetik erzählt My Hero Academia im Kern die Geschichte eines klassischen Fighting-Shounen, wie sie die Anime-Welt genau wie klassische Weltliteratur schon mehrere Male zu Gesicht bekam: Ein augenscheinlich gewöhnlicher oder sogar schwächlicher Junge fasst ein großes Ziel, auf das er mit unberechenbarer Willensstärke hinarbeitet und an den Aufgaben wächst, denen er sich auf dem Weg dorthin stellen muss.

Während die Shounen-Hauptfiguren ihren Traum oft auf unterschiedliche Art und Weise erreichen, sei es durch Taktik oder die Macht der Freundschaft, schwebt allgegenwärtig das Thema der Entschlossenheit über My Hero Academia. Schließlich entschloss sich Hauptcharakter Izuku trotz fehlender Spezialität zu einem Dasein als Superheld, das er sich härter als alle anderen erarbeitet hat und von dem er sich durch nichts und niemanden abbringen zu lassen versucht. Die Episoden 02 und 03 der vierten Season bestätigen das und geben nach der fast einjährigen Pause erneut einen interessanten Einblick in Izukus Charakterisierung:

Während Izuku am Helden-Internship arbeitet, braut sich im Hintergrund ein dunkler Sturm zusammen. | © 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

Nachdem er mit der Absage von Gran Torino das erste Stolpern des Internship-Arcs bewältigen konnte, stellt sich Izuku felsenfest der Aufgabe von All Mights ehemaligem Sidekick Sir Nighteye, der ihn mit seiner Spezialität ordentlich ins Schwitzen bringt. Doch trotzdass er gegen dessen »Vorausahnung« nicht den Hauch einer Chance besitzt, wirbelt der Sommersprossenträger wie ein grüner Flummi im Büro herum und sucht verzweifelt nach einem Weg, die Situation doch nicht für sich zu entscheiden – denn was sein Heldentum angeht, folgt Izuku stets der Einstellung »Geht nicht gibt’s nicht«, denn schließlich war es niemand geringeres als sein großes Vorbild All Might, der damals Mut in sein Herz brachte. Doch könnte genau dieser Antrieb eventuell Fluch und Segen zugleich sein?


Von Vorbildern und Idealen

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Schon als kleiner, kräfteloser Junge hat Izuku stets zu seinem großen Idol All Might aufgeblickt und empfindet seitdem eine tiefgehende Verehrung für seinen Lehrer und Mentor. Dabei ist ein Vorbild zu besitzen etwas völlig normales und menschliches – als selbstreflektierende Person gibt es gewisse Charaktereigenschaften, die man sehnlichst herbeiwünscht oder an denen man zumindest gerne arbeiten würde. Da ist es nicht ungewöhnlich, sich an anderen zu orientieren, die ebendiese Eigenschaften bereits besitzen.

Idole sind grundsätzlich nicht schlechtes – solange man nicht den Blick auf sich selbst verliert. | © 堀越耕平/集英社・僕のヒーローアカデミア製作委員会・MBS

Der Knackpunkt in dieser Angelegenheit ist es jedoch, trotz dieser Orientierung einen gesunden Blick auf sich selbst zu haben und die Erwartung an diese gesetzten Fähigkeiten oder Ideale an sich selbst anzupassen – denn letzten Endes ist jeder Mensch einzigartig und es ist unmöglich, als exakte Kopie eines anderen glücklich zu werden. Wie Sir Nighteye ganz richtig kommentiert, erreicht Izukus One For All nicht das Level seines großen Vorbildes – da es sich bei ihm um Izuku und nicht um All Might handelt.

Dieser ist erst dadurch so mächtig geworden, dass er seinen eigenen Weg gefunden und seine Mächte erkannt und perfektioniert hat – diesen Schritt wird auch Izuku vermutlich früher oder später gehen müssen, falls er wirklich All Mights Nachfolger und ein würdiger Vertreter der Hoffnung werden möchte. Es bleibt spannend, ob er bereits im Laufe des Internship-Arcs zu dieser Erkenntnis gelangt, denn Sir Nighteyes Aussagen und ein tränenüberfluteter Deku in der Vorschau lassen vermuten, dass am kommenden Samstag einige tief sitzende Fragestellungen aufgerissen werden …


Fazit – entschlossener Idealismus

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Auch in der neuesten Season von My Hero Academia ist neben Deku selbst das Thema des Idealismus der wahre Hauptcharakter und wird von Regisseur Masahiro Mukai mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf den Bildschirm gebannt: Ob mithilfe mächtiger Animationen oder einer emotionsgetriebenen Inszenierung, die Izukus zunächst unspektakulär scheinende, doch emotional bedeutende, Prüfung im Büro mittels überzeugungsgeladener Animation und epischer Soundkulisse rüberbringt.

So bringt der in den Episoden erzählte Handlungsabschnitt das Kernthema der Serie noch einmal zum Vorschein, jedoch ist der Held noch längst nicht an seinem Ziel angekommen und hat noch einiges zu lernen. Es bleibt spannend, wie sich seine Weltanschauung wohl in den nächsten 23 Episoden verändern wird!


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