©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Während tausende Attack on Titan-Fans gebannt vor den Bildschirmen sitzen, spitzen sich die Ereignisse innerhalb der Mauern von Shiganshina immer weiter zu – wir haben die neueste Attack on Titan-Folge für euch auf Herz und Nieren geprüft!

Der seit drei Episoden tobende Kampf im Bezirk Shiganshina, dessen Fall die Geschichte von Attack on Titan vor sechs Jahren in Gang setzte, steuert schnurstracks auf seinen atmosphärischen Höhepunkt zu.

Spätestens nach dieser Episode sollte es auch dem letzten Zuschauer klar sein – es ist eine Schlacht um Leben und Tod, der sich kein Soldat entziehen kann und die mit niemandem Erbarmen kennt. Und obwohl man Studio Wits chronisches Produktionsschwächeln auch dieser Episode durch zahlreiche Standbilder leider recht deutlich erkennt, wissen die AoT-Produzenten genau, wie sie ihre Prioritäten zu setzen haben: Denn die Schlüsselszenen werden weiterhin hochwertig, dynamisch und actionreich präsentiert.

Neben dieser optischen Wucht gibt die Episode zahlreiche interessante Einblicke in die Psyche der Charaktere und die Vergangenheit preis, denen wir uns nun einmal etwas genauer annehmen möchten …



Dieser Artikel beinhaltet Meinungen und basiert auf der persönlichen Interpretation des Autors. Es ist nicht garantiert, dass der Autor von Attack on Titan diese Vermutungen unterstützen würde.


Licht und Schatten – der Konflikt der Titanenwandler

Nachdem letzte Woche insbesondere das Thema der Menschlichkeit, beziehungsweise die Bedeutung von Bauernopfern, besprochen und aus der Perspektive Erwins und der Mitglieder des Aufklärungstrupps aufgearbeitet wurde, werden nun die inneren Konflikte von Reiner und Berthold in den Mittelpunkt gerückt.

Denn auch sie haben durchaus Skrupel dabei, ihre ehemaligen Kameraden zu bekämpfen und insbesondere, sie zu töten. Dies steht in ihrem Fall jedoch in deutlichem Kontrast zu ihrem Ziel, die Menschen innerhalb der Mauern auszurotten. Dass dieses Vorhaben leichter gesagt als getan ist, wurde ihnen bei Marcos Tod schmerzlich bewusst, der innerhalb der ersten Staffel stattfand und nun in einer Rückblende aus einer anderen Perspektive beleuchtet wird.

Während Eren in seiner Titanenform dafür sorgte, dass das Tor zum Bezirk Trost geschlossen wird, spielte sich woanders ein ganz anderes Drama ab … | ©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Denn Reiner und Berthold haben den winselnden und schreienden Marco einem wilden Titanen überlassen, nachdem dieser versehentlich eine geheime Unterredung mit anhörte. Weder den beiden Titanenwandlern selbst, noch Annie, die dem Todesopfer mit seiner 3D-Manöverausrüstung die letzte Fluchtmöglichkeit geraubt hatte, gefiel, was sie da tun, doch konnten sie ihren inneren Skrupel zugunsten des größeren Ziels überwinden.

Vermutlich bleibt ihnen dabei auch keine andere Wahl – ähnlich wie Erwin stellt ihre Mission nicht nur ein temporäres Ziel, sondern ihr Lebenswerk dar, für das sie jahrelang gekämpft und auch nicht zuletzt den Tod zahlreicher Menschen in Kauf genommen haben. Ein Rückzieher war zu diesem Zeitpunkt also bereits völlig ausgeschlossen, selbst wenn das bedeutet, ihre Menschlichkeit endgültig abzustreifen und zum perfekten »Soldaten« zu werden.


Ein Herz aus Stahl – Bertholds Entschluss

Ein Charakter, der in Episode 03 besonders stark in den Fokus rückt, ist dabei Berthold, der in seiner Form als kolossaler Titan bereits zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen hat.

Trotz seiner anfänglichen Gewissensbisse ist Berthold fest entschlossen, sein Ziel mit allen Mitteln zu erreichen. | ©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Zunächst plagen ihn noch deutliche Skrupel, die er dank der Unterstützung Reiners und des Tier-Titans mehr schlecht als recht überwindet, doch nachdem er die vermeintliche Leiche von Ersterem erblickte, verließ Berthold sämtliche Empathie und er fasst den Entschluss, sein Ziel um jeden Preis zu erreichen.

So schmettert er auch die Diskussion mit Armin ab und lässt sich von nichts und niemandem davon abbringen, in seiner Titanenform eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen.

Als der kolossale Titan erscheint, tritt der Worst Case für den Aufklärungstrupp ein. | ©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Unterdessen scheint es den Mitgliedern des Aufklärungstrupps ebenfalls nicht gut zu gehen: Denn während einige Reiners Tod mit zitternder Stimme und verstörten Blicken bejubeln, sitzt bei anderen der Schock und die Trauer tief. Doch auch sie wissen, dass es viel zu spät zum Umkehren ist. Erst recht, nachdem der kolossale Titan erwacht.

Ein emotionaler Höhepunkt in dieser Hinsicht ist die Taktikanweisung des sichtlich vollkommen verstörten Armins, der sich, völlig durch den Wind, mit aller Macht zusammenreißt, um sie doch noch aus ihrer aussichtslos scheinenden Lage zu befreien.


Fazit – Das Leid der Aufopferung

Im aktuellen Handlungsstrang und insbesondere dieser Episode von Attack on Titan wird ohne jeden Zweifel klar, dass der zunächst noch so vollmundige und glorreiche Spruch »Opfert eure Herzen!«, unter dem die gesamte Attack on Titan-Saga steht, einen grausamen Ausruf des Todes darstellt.

Die Charaktere stellen fest, dass das Leben eines Soldaten voller Leid und Kummer steckt. | ©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Denn sowohl Erwin, als auch die Mitglieder des Aufklärungstrupps und die Titanenwandler setzen ihr Leben und ihre gesamte Existenz für ein einziges Ziel und ihre Überzeugungen aufs Spiel, nur um letzten Endes in Wut, Leid und Zerstörung zu verenden.

Schaut man in die Gesichter der Charaktere, sieht man in keinem ein glückliches Lächeln oder den Ausdruck von Zufriedenheit – sie alle haben Schreckliches durchmachen müssen und so stehen sich alte Freunde nun als neue Feinde gegenüber, da ihre Ideale den Frieden zwischen ihnen nicht erlauben.

Die Entscheidungsschlacht in Shiganshina bleibt weiterhin der spannungstechnische Höhepunkt der Serie. | ©諫山創・講談社/「進撃の巨人」製作委員会

Doch andererseits steht niemand aus Zwang an diesem zertrümmerten, von Rauchschwaden übersäten Ort, denn sie alle kämpfen nicht, weil es ihnen jemand befiehlt, sondern weil sie die Welt verändern möchten. Ist es nicht so, dass für eine Veränderung immer ein Leid in Kauf genommen wird? Dies ist wohl nur eine der zahlreichen tiefen Fragestellungen in Attack on Titan, deren Antwort jeder in sich selbst ergründen muss …

Falls ihr die neueste Folge von Attack on Titan noch nicht gesehen habt, könnt ihr die Serie jeden Sonntag mit einer neuen Episode bei Anime on Demand verfolgen! Für mehr spannenden Attack on Titan-Content, schaut doch mal auf unserer Übersichtsseite zum Anime vorbei!


Jetzt seid ihr gefragt!

Was ist eure Meinung? Seid ihr dafür, den Frieden zu wahren und seine Lebensumstände beizubehalten oder einen Umbruch herbeizuführen, selbst wenn dieser unglaubliches Leid bedeutet?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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