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Animationen, so schlecht, dass wir uns die Augen ausätzen wollen, ein Soundtrack, der unsere Ohren zum Bluten bringt, und eine Story, die selbst den hart gesottensten Trash-Fan an den Rande der Verzweiflung bringt. Genau damit glänzt die Crème de la Crème der schlechten Unterhaltung, auf die wir heute einmal einen genaueren Blick werfen wollen.

Wie gut ein Anime ist, liegt bekanntlich immer im Auge des Betrachters – und im Normalfall stimmt das eigentlich auch. Nur gibt es da eben ein paar Vertreter der Animegattung, die das Sprichwort: »Über Geschmack lässt sich nicht streiten« ordentlich auf die Probe stellen.

Bei den nachfolgenden fünf Titeln ist sich die Community einig: Auch nur eine einzige Minute davon anzuschauen, verursacht irreparable Hirnschäden und den unstillbaren Drang, vor lauter Verzweiflung aus dem Fenster zu springen. Um euch vor diesem grausamen Schicksal zu bewahren, listen wir euch nun die 5 Serien auf, die ihr euch nur anschauen solltet, wenn ihr wirkliche Sadisten seid und »So bad it’s good« als euren zweiten Vornamen betrachtet.


Mars of Destruction

© 2005 IDEA FACTORY/DESIGN FACTORY

Worum geht’s in Mars of Destruction?

Nach dem Scheitern einer Weltraummission zum Mars fallen plötzlich Monster in Tokyo ein und stürzen die Metropole in völlige Zerstörung. Um sie von den ungeliebten Viechern zu befreien, werden drei Mädchen und ein Junge auf ihre Bekämpfung angesetzt.

Blöd nur, dass eines dieser Wesen ihnen irgendwann offenbart, dass es doch eigentlich die Menschen waren, die sich die Erde unter den Nagel gerissen und die Zivilisation der Aliens in den Untergang getrieben haben. Nun wollen sie sich nur das zurückholen, was doch eigentlich von Anfang an ihnen gehört hat.

Doch wie viel ist an dieser unglaublichen Geschichte wirklich dran und für wen entscheiden sich die Jugendlichen? Kämpfen sie weiter für den Erhalt ihrer Art oder helfen sie den bedrohlichen Wesen dabei, ihren rechtmäßigen Lebensraum zurückzuerlangen?

© 2005 IDEA FACTORY/DESIGN FACTORY

Was macht Mars of Destruction so schlecht?

Jeder, der sich ein wenig mit dem Thema Anime beschäftigt hat, dürfte über dieses Meisterwerk der Animationskunst gestolpert sein. Auflistungen über grauenhafte Anime ohne diesen Titel sucht man vergebens. Doch woran liegt das eigentlich? Was macht WAO Worlds (Animegataris, Speed Grapher) Weltraumsaga so grauenhaft, dass man sich lieber die Augen auskratzen würde, als sie bis zum Schluss auszusitzen?

Zuallererst einmal sehen die Charaktere der Serie nicht nur alle gleich aus, sie sind auch noch allesamt charakterlose Hüllen in einer Story, die zusammenhangloser und uninspirierter nicht sein könnte und die jeder Grundschüler spannender hätte gestalten können. So ist die einteilige OVA vor allem eins: zum Einschlafen langweilig. Und das können noch nicht einmal die schlecht choreografierten Kämpfe wieder rausreißen, entlocken die ihrem Zuschauer doch auch nicht mehr als ein müdes Lächeln – sofern die sie nicht sogar noch tiefer ins Koma schicken.

Auch beim Soundtrack haben es sich die Macher ziemlich leicht gemacht. Statt eigene Stücke zu komponieren, wie sie jeder Anime, der etwas auf sich hält, bietet, wirft die Serie lieber mit Brüllgeräuschen und gemeinfreien Orchesterstücken um sich, die schon vor 100 Jahren keiner mehr hören wollte. Alles in allem also ein Trainwreck, wie er im Buche steht.


Tenkuu Danzai Skelter+Heaven

© Idea Factory Co., Ltd.

Worum geht’s in Tenkuu Danzai Skelter+Heaven?

Die Geheimorganisation Alta Mira Agency wurde vom Verteidigungsministerium beauftragt, sich eines unbekannten Flugobjektes anzunehmen, das ohne jede Ankündigung inmitten Japans aufgetaucht ist und dort nun für Angst und Schrecken sorgt.

Hunagai Otsuya ist für die Ausbildung jener Organisationsmitglieder verantwortlich und erhält die Aufgabe, eine seiner Auszubildenden einem streng geheimen Spezialtraining zu unterziehen, um die unerwünschten Besucher mit den so genannten Battle Soles von ihrer geliebten Erde zu vertreiben.

© Idea Factory Co., Ltd.

Was macht Tenkuu Danzai Skelter+Heaven so schlecht?

Vielleicht ist die Tatsache, dass die im Jahre 2005 erschienene Animeadaption des gleichnamigen PS2-Spiels vom selben Studio wie Mars of Destruction stammt, schon ein guter Indikator für die Qualität, die uns bei diesem CGI-Massaker erwartet. Münder, die sich tonlos bewegen, Animationen, für die der Ausdruck »on model« ein absolutes Fremdwort, ist und Kämpfe, für die »Langweilig« noch ein Lob wäre. Dazu noch eine Prise deplatzierte sexuelle Anspielungen und fertig ist Trash allererster Güte.

Auch Skelter Heaven glänzt mit 19 Minuten, in denen absolut gar nichts passiert, und schafft es mit seinem absolut an den Haaren herbeigezogenen Ende, jedes doch aus Versehen mal vorhandene Fünkchen Storyaufbau einfach über den Haufen zu werfen und dem geneigten Zuschauer unweigerlich die Frage aufzudrücken, woher zum Teufel man seine verlorene Lebenszeit zurückbekommt.

Ihr seht also, nicht ohne Grund wurde Skelter Heaven zum schlechtesten Anime aller Zeiten gewählt und steht damit sogar noch über seinem 2004 erschienenen Nachfolger Mars of Destruction.


Hanoka

© RAMS, Fanworks

Worum geht’s in Hanoka?

Seit Jahrhunderten tobt auf dem Planeten Tokinea ein erbitterter Kampf zwischen Menschen und sogenannten Sternenrassen, der trotz aller Anstrengungen keinen klaren Sieger hervorbringen will.

Inmitten dieses Krieges befinden sich ein junges Mädchen, das als Dämonengott, die ultimative Waffe, geschaffen wurde, und ihr Partner, die gemeinsam die menschliche Rasse auslöschen sollen.

© RAMS, Fanworks

Was macht Hanoka so schlecht?

Die Tatsache, dass Hanoka der erste Anime war, der vollständig in Adobe Flash erstellt wurde, tut der zwölfteiligen Serie aus dem Hause Rams/Frameworks (Aggretsuko) nicht unbedingt einen Gefallen. So sind die Zeichnungen genau wie die Animationen schlampig, off model und einfach nur hässlich.

Die Story ist vorhersehbar und bietet nichts, was es nicht schon in allen anderen Serien gab. Die platten Charaktere, die den Inbegriff des Wortes »Stereotyp« bilden, erhalten durch die lächerlichsten Auslöser Power-ups und stellen damit sogar noch jeden Shounen-Maincharakter in den Schatten. Kaum ist die Serie vorbei, hat man sie schon wieder vergessen, so nichtssagend und leer sind die Figuren, die uns in eine doch eigentlich dramatische Geschichte reißen sollen.

Auch wenn man Rams/Frameworks zugutehalten kann, dass sie sich mit der Herstellung des allerersten Flash-Anime getraut haben, etwas Neues auszuprobieren, gleicht das leider nicht das absolute Animations- und Storymassaker aus, das sie mit ebenjenem Versuch geschaffen haben. Und einmal mehr sind wir froh, dass sich seit dem Erscheinen im Jahre 2006 doch einiges an der Animationsfront getan hat. Zum Beispiel ordentliche Alternativen zu Flash.


Vampire Holmes

© Studio! Cucuri

Worum geht’s in Vampire Holmes?

Gestatten: Sherlock Holmes – Vampirjäger! Zumindest wird das jedem, der fragt, so aufgetischt. Doch statt wie in seinen Erzählungen von Londons Polizei auf Vampirjagd geschickt zu werden, sitzen Holmes und sein Assistent Hudson sich den lieben langen Tag ihre Hintern in ihrer Detektei breit und versäumen es dabei meisterlich, jeden noch so simplen Fall zu lösen. Wäre ja auch Arbeit.

Gesellschaft leisten ihnen dabei eine nicht ganz so schwarze Dämonenkatze mit dem Namen Kira und ihre geldgeile Vermieterin, die ihnen das heiß geliebte Hikikomori-Leben zu ihrem Leidwesen nicht unbedingt erleichtern.

© Studio! Cucuri

Was macht Vampire Holmes so schlecht?

Wie die Beschreibung schon vermuten lässt, passiert in der 2015 in Japan ausgestrahlten “Mystery-Serie” absolut gar nichts. Die meiste Zeit sitzen die Charaktere nur auf ihren vier Buchstaben und streiten über irgendwelche Nichtigkeiten und wenn sie dann doch mal einem Fall nachgehen, wird recht schnell klar, dass die titeltragende Hauptfigur den Namen Holmes noch nicht einmal im Traum verdient hätte.

Genauso grauenhaft wie die nicht vorhandene Story sind die Animationen – wobei »Animation« noch zu viel des Lobes wäre. Zum Großteil besteht die Serie nämlich aus schlecht gezeichneten Standbildern, die einfach nur durch die Gegend geschoben werden, um zumindest das Gefühl von Bewegung zu erzeugen. Das Charakterdesign ist gewöhnungsbedürftig und oftmals »fallen« die Charaktere einfach aus dem Hintergrund heraus, weil sie so deplatziert wirken.

Den Gipfel der Katastrophe bietet ein kaum vorhandener Soundtrack, der mindestens genauso fehl am Platz wirkt wie die Charaktere. Wenn er denn überhaupt mal zu hören ist.
Wer also nach einer guten Sherlock-Holmes-Adaption sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse.


Soujuu Senshi Psychic Wars

© Toei Animation

Worum geht’s in Soujuu Senshi Psychic Wars?

Als Chirurg Ukyo Rettsu eine mysteriöse alte Frau wegen ihrer Krebserkrankung operiert, stellt sich heraus, dass ebenjene Wucherung kein normaler Zellberg ist, sondern ein Botschafter des altertümlichen Japans, der den Einfall dämonischer Wesen in Japan prophezeit.

Um den vorhergesagten Überfall zu verhindern, reist der junge Arzt zu den Überbleibseln der verlorenen Stadt und stößt dort prompt auf einen Weg, 5000 Jahre in die Vergangenheit zu reisen. Dort trifft er auf eine Dämonenrasse, die ebendieses Tor dafür nutzen will, in die Gegenwart zu gelangen und die Menschheit auszulöschen, um die Erde zu der ihren zu machen.

Aber dafür muss das Gesocks natürlich zuerst an Ukyo vorbei!

© Toei Animation

Was macht Soujuu Psychic Wars so schlecht?

Psychic Wars erzählt viel, ohne auch nur das Geringste zu erzählen. So hält es die Serie nicht einmal für nötig, dem Zuschauer zu erklären, woher genau diese Prophezeiung eigentlich stammt und warum ausgerechnet Ukyo auserwählt wurde. Charaktere und Storystränge werden eingeführt und anstatt die aufzulösen oder wenigsten näher zu beleuchten, werden wir lieber mit Geschichtsstunden bombardiert, die selbst den größten Fantasyfan ins Reich der Träume schicken.

Und wer zumindest auf eine gut geschriebene Welt gehofft hat, der kann auch direkt wieder gehen. Aber hey, wer braucht schon World Building und Charakterentwicklung, wenn er pure, muskulöse Männlichkeit haben kann!

Über die Animation muss an dieser Stelle auch nicht mehr viel gesagt werden. Sie ist ruckelig, unordentlich und lässt jedes Ein-Mann-Animationsprojekt auf Youtube oscarreif wirken. Aber das schreiben wir einfach mal galant dem Alter der OVA zu, die durch ihr Erscheinen im Jahre 1991 den ältesten Vertreter auf unserer Liste bildet. Aber hey, wer braucht schon ordentliche Animationen, wenn er … Lassen wir das.


Quelle: Myanimelist


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Ace

Nie von denen gehört 😅

Maid Sama

Für mich ist eines der schlechtesten Swort Art Online, er ist unglaublich langweilig und ich schäme mich manchmal davor, jemanden zu sagen das ich ihn geschaut habe. Dann gibt es noch High School Prodigies Have It Easy Even In Another World! Zwar ist die Animation und so alles gut aber es wiederspricht dem isekai den ich so liebe anstatt die anfangen Abenteuer zu erleben und gegen Monster zu kämpfen, verändern sie die Welt. Das ist nicht das was ich erwartet hab!

Possiblility

Hier ist tatsächlich von schlecht die Rede nicht von Geschmack. Also ist das mit Sword art Online nicht grade passend, da er sehhhhhhhr vielen Leuten gefällt und nicht ein bisschen an so schlecht umgesetzte Anime wie die hier aufgelisteten passt.

Italo Beat Boy

OMG, bei Mars of Destruction hab ich mich totgelacht, so schlecht war das.
Kann irgendein Publisher das mal lizenzieren? XD

Und da soll einer nochmal sagen, dass Euphoria richtig grottig war.

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