© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Selten wurde einem Anime so sehr entgegengefiebert wie der Fortsetzung des Fantasy-Adventures DanMachi. Grund genug für uns, ein wenig im Nähkästchen zu kramen und ein paar interessante Fakten zu Bell und seiner Crew zusammenzutragen.

Wie hat die Geschichte rund um den jungen Abenteurer Bell Cranel und seine zuckersüße, aber absolut nicht auf den Mund gefallene Göttin Hestia eigentlich ihren Anfang gefunden und was hat Autor Fujino Omori überhaupt zu den spannenden Abenteuern inspiriert?

Nachdem wir uns bereits für Attack on Titan und One Punch Man in die Weiten der Animewelt begeben und euch einige spannende Fakten zu den beiden Anime-Krachern zusammengesucht haben, wird es Zeit, dass wir selbiges auch für DanMachi tun und ein wenig Licht ins Dunkel der Fanköpfe und jener, die es noch werden wollen, bringen.

Der folgende Artikel enthält Spoiler bis zur aktuellen Episode des DanMachi-Animes! Weiterlesen auf eigene Gefahr!


1. Der Ursprung

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Wusstet ihr, dass ziemlich viele Light Novels ihren Ursprung in den Weiten des Internets finden? Das prominenteste Beispiel bildet hierbei wahrscheinlich Tappei Nagatsukis Re:ZERO -Starting Life in Another World-, dessen Anime-Adaption 2016 einen enormen Hype erlebt hat.

Genau wie der Autor ebenjenes Werkes hat sich auch der Schreiberling von DanMachi, Fujino Omori, dazu entschlossen, seine Geschichte als Webnovel für alle frei zugänglich auf einem der unzähligen japanischen Pendants zu Fanfiktion.de zu veröffentlichen, bevor er sie auf Anraten vieler begeisterter Leser beim GA Bunko Award eingereicht und unter 955 Einsendungen den Hauptpreis gewonnen hat.


2. Der viel zu lange Titel

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Man erlebt es immer wieder. Man sieht den astronomisch langen und total kryptischen Titel einer Light Novel und fragt sich, was zum Teufel der Autor eigentlich gesoffen hat, dass er einem kurzen und prägnanten Titel eine komplette Schachtelsatzgeschichte vorzieht. Im Falle von DanMachi war es allerdings nicht der Verfasser, der sich für besonders witzig hielt, sondern sein Verlag SB Creative.

So wollte Fujino Omori seinen Fantasy-Epos zuerst unter dem deutlich einprägsameren Titel Familia Myth veröffentlichen, da ihm sein Originaltitel schlicht und ergreifend zu lang war, allerdings war der seinem Verlag wiederum zu neutral und wenig aussagekräftig. Er wollte, dass man schon anhand des Titels erkennt, worauf sich der geneigte Leser einlässt. Was lag also näher, als den unspannenden Ausweichtitel einfach kurzerhand zu Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? zurückzuändern und damit auch gleich noch die Fans seichter Haremstorys anzulocken?

Und ganz so falsch ist es ja nicht, schließlich ist der gute Bell von reichlich hübschen Mädchen umgeben, von denen ihm nicht nur eine von Kopf bis Fuß verfallen ist.


3. Der Zeichner

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Dass keine Light Novel ohne ansprechende Zeichnungen auskommt, ist allgemein bekannt. Gerade wenn eine Geschichte vor hübschen Mädchen nur so strotzt, wie es eben bei DanMachi der Fall ist, freut sich der geneigte Leser doch sehr, wenn er ihre Schönheit nicht nur im Kopf, sondern auch auf Papier bestaunen darf.

Auf selbiges gebracht hat diese niemand Geringeres als Suzuhito Yasuda, der euch vielleicht durch Werke wie Durarara, bei dem er für das Charakterdesign verantwortlich war, und Yozakura Quartet ein Begriff sein könnte und der mit seinem einzigartigen Stil mit ziemlicher Sicherheit nicht gerade wenig zum Erfolg des DanMachi-Franchises beigetragen hat.


4. Die Inspiration

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Doch woher nimmt Omori-sensei eigentlich seine Ideen für die Geschichten rund um die allseits beliebte Hestia-Familia? Darauf hat er eine ganz einfache Antwort. Viele seiner Erzählungen basieren laut eigener Aussage nämlich auf Dungeons&Dragons-Partien, die er mit seinen Freunden gespielt hat.

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Pen-und-Paper-RPG, also ein Rollenspiel, das man mit Würfeln, Zettel und Stift spielt und in dem man sich durch Dungeons bewegt und alle nur erdenklichen Abenteuer zusammenspinnt. Passender geht es also gar nicht.


5. So viele Ideen

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Dass aus unzähligen D&D-Runden auch unzählige Ideen resultieren, lässt sich relativ einfach vermuten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass neben der DanMachi-Hauptstory noch drei Spin-offs existieren, die dem Leser den einen oder anderen ungewohnten Blick in die Welt von Bell und seinen Freunden werfen lässt.

Da hätten wir mit »Sword Oratoria« den bekanntesten Ableger, in dem wir Aiz und ihre Freude auf ein ganz eigenes Abenteuer begleiten und der im Frühling 2017 seinen eigenen Anime-Ableger bekommen hat. Außerdem gibt es da noch die Light Novel »Familia Chronicle: Episode Lyu«, die auch als Manga adaptiert wird, und das 4-Koma-Spin-off »DanMachi 4koma Kamisama no Nichijou«, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ordentlich eure Lachmuskeln zu strapazieren. Genug Stoff, damit euch auch nach Ende der neuen Folgen nicht langweilig wird.


6. Die Tücken der Anime-Adaption

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Natürlich ist es für ein Studio immer schwierig, abzuschätzen, wie viel des Originalmaterials man in einer Anime-Season unterbringen kann. Im Fall von DanMachi hat man sich wohl ein bisschen zu sehr verschätzt. Während der Großteil der Folgen mit drei bis vier Novel-Kapiteln auskommt, hat Episode neun der ersten Staffel den kompletten vierten Band der Light Novel verschlungen und die Gesamtzahl der animierten Bände auf ganze fünf angehoben.

Gehetzt wirkt die Episode dennoch nicht und zumindest konnte das für den Anime verantwortliche Studio J.C. Staff so den erhofften Endpunkt einhalten. Und hey, mehr animierter Stoff!


7. Kleine Anspielungen

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Ein bisschen Spaß muss sein, das gilt auch in der ziemlich stressigen Arbeitswelt eines Light-Novel-Autors. Um sich und seinem befreundeten Kollegen Yuuji Yuuji die Arbeit ein wenig zu versüßen, spielte er kurzerhand auf den Hauptcharakter aus dessen Light Novel »Ore no Kanojo to Osananajimi ga Shuraba sugiru« (oder kurz OreShura) an und ließ Bell beim Philosophieren darüber, wie wohl sein Heldentitel lauten könnte, auf den total einfallsreichen Namen Burning Fighting Fighter kommen – denselben, den sich OreShuras an Chuunibyou „erkrankter“ Hauptcharakter Eita in seiner Imaginärer-Held-Phase gegeben hat.

Übrigens war das nicht nur ein Ausdruck seiner Freundschaft, er wollte damit außerdem seiner Liebe zu Yuuji Yuujis Werken Ausdruck verleihen, von denen er schon seit Ewigkeiten ein riesengroßer Fan ist.


8. Hestias Name

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, woher die großbusige Göttin ihren Namen hat? Nein? Wir verraten es euch trotzdem! Das Vorbild der guten Hestia war nämlich niemand Geringeres als die gleichnamige griechische Göttin des Familien- und Staatsherdes, des Herd- und Opferfeuers und eine der zwölf olympischen Götter. Der Legende zufolge wurde sie von ihrem Vater Kronos verschlungen und von ihrer Mutter Rhea und ihrem Bruder Zeus gerettet.

Sie schwor, auf ewig Jungfrau zu bleiben, woraufhin Zeus ihr die ewige Jungfräulichkeit gewährte und ihr einen ehrenvollen Platz als Hüterin und Opferempfängerin „mitten im Haus“ anwies. Als Dionysos zum Gott ernannt wurde, gab sie zum Schutz vor einem Krieg ihren olympischen Thron preis.
Alles in allem also ein ziemlich passendes Vorbild für die Mutter dieser wundervollen Familia.


9. Kirito-Bell

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Dass der gute Weißschopf ein ziemliches Wunderkind ist, ist ja gemeinhin bekannt. Aber wusstet ihr, dass er nur eineinhalb Monate gebraucht hat, um auf Level 2 aufzusteigen? Auf Level 3 war er sogar noch schneller. Dieser Aufstieg hat ihn nur einen ganzen Monat gekostet, und auf Level 4 war er nach weiteren zwei Monaten.

Das macht alles in allem genau viereinhalb Monate, in denen er vom Rookie zum Level Vierer gesprungen ist. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass andere Abenteurer ihr halbes Leben damit verbringen, auch nur vom ersten Level wegzukommen.
Den damaligen Rekord für den schnellsten Aufstieg auf Level 2 hielt übrigens Aiz mit einem Jahr.


10. (K)ein Cover ohne Bell

© Fujino Omori, SB Creative Corp/DanMachi Project

Eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Entscheidung, ob man einer bestimmten Novel eine Chance geben will oder nicht, spielt ihr Cover. Je ansprechender es ist, desto größer die Chance, dass sie das Interesse des Lesers weckt. Entsprechend viel Wert ist auf die Gestaltung und vor allem auch die Abwechslung ebenjenes Deckblattes zu geben, das dem möglichen Leser einen kleinen Einblick in die Welt und die Charaktere der erzählten Geschichte geben soll.

Normalerweise, hat sich das DanMachi-Team wohl gedacht, dass der niedliche hasenähnliche Protagonist mit seinen strahlenden roten Funkelaugen allein ausreicht, um eine mögliche neue Leserschaft zu gewinnen, und ihn kurzerhand auf jedes einzelne Cover gesetzt – mit Ausnahme des achten Bandes, dessen Deckblatt sich auf den Rest des Hauptcasts konzentriert. Ziemlich passend dafür, dass ebendieser Band komplett auf den weißhaarigen Protagonisten verzichtet und sich lieber dessen Freunden widmet. Und diese Screentime haben sie definitiv verdient.


Quellen: DanMachi-Wiki, Wikipedia, 10 Fakten zu DanMachi von Kaizen!, Danmachi: 10 Facts You Didn’t Know von QuickTaku, 5 Facts About Hestia – Danmachi/Is It Wrong To Try To Pick Up Girls In A Dungeon? von 414Anime


Hier gibt’s noch mehr von Bell und seinen Freunden!


Jetzt seid ihr gefragt!

Konnten wir euch doch noch mit dem einen oder anderen Fakt überraschen? Was muss jeder DanMachi-Fan eurer Meinung nach sonst noch unbedingt wissen?

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