© 白米良・オーバーラップ/ありふれた製作委員会

Mit Arifureta gesellt sich natürlich auch der obligatorische Isekai-Anime ins Portfolio der Summer Season 2019 – wir haben die von Genrefans sehnsüchtig herbeigesehnte Light Novel-Adaption für euch unter die Lupe genommen!

Wer Anime sagt, muss auch Isekai sagen – das Genre rund um unscheinbare Protagonisten, deren Schicksal es vorsieht, sie durch magische Zufälle in eine kunterbunte Fantasy-Welt zu katapultieren, ist aus der modernen Anime-Landschaft nicht mehr wegzudenken.

In der Summer Season ist es die Adaption von Ryou Shirakomes actionreicher Harem-Light Novel Arifureta, die euch ihre Hand reicht und das Tor zu epischen Abenteuern und atemberaubenden Momenten inmitten einer völlig neuen Welt aufstößt – doch lohnt es sich auch als Nicht-Isekai-Verfechter, einen Blick in die 13-teilige Serie zu werfen?

Wir haben die erste Folge genau unter die Lupe genommen und verraten euch, ob euch in Arifureta ein spannendes Epos oder der übliche Isekai-Einheitsbrei erwartet!

Arifureta Key Visual Titel: Arifureta: From Commonplace to World’s Strongest
Art: Serie
Episoden: 13
Genre: Isekai, Fantasy, Abenteuer, Action, Harem
Studio: asread (Mirai Nikki, Corpse Party – Tortured Souls), White Fox (Re:Zero – starting life in another world, Steins;Gate)
Regisseur: Kinji Yoshimoto (Unbreakable Machine Doll, Seven Mortal Sins)
Vorlage: Light Novel von Ryou Shirakome & TakayaKi
Simulcaster: Anime on Demand
Trailer: Hier anschauen
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Wo kann man Arifureta auf Deutsch schauen? 

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Hierzulande sicherte sich der Berliner Publisher AniMoon die Lizenz an Arifureta und stellt euch die Serie beim Streaming-Service Anime on Demand zur Verfügung. Mit einem Abonnement zum Preis von 9,95€ monatlich erwartet euch dort jeden Montag um 18:30 ein weiteres fantasievolles Abenteuer und außerdem Zugriff auf zahlreiche weitere Anime-Titel mit Dub und Sub.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er für seine Reise in die geheimnisgespickte Parallelwelt bereit ist, kann bereits kostenlos in die erste Episode reinschnuppern.

Darum geht es in Arifureta!

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Das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit dem gutherzigen Oberschüler Hajime: Nicht nur reißt ihn ein riesiger Bannkreis mitten im Klassenzimmer plötzlich aus seinem entspannten Alltag und entführt ihn mitsamt seiner Klasse in eine völlig unbekannte Fantasy-Welt, auch lastet auf den Schultern ihm und seiner Mitschüler nun die Aufgabe, ebenjene Welt vor den Angriffen blutrünstiger Monster zu verteidigen.

Dumm, dass er dabei das mit Abstand schwächste Mitglied seiner sonst mit herausragenden Talenten gesegneten Klasse ist. Dass er dabei trotzdem die Zuneigung des von allen Jungs umgarnten Klassensternchens Kaori erhält und sich der Schikane seiner eifersüchtigen Geschlechtsgenossen ausgesetzt sieht, macht die Sache dabei bei Weitem nicht besser.

Hajimes gesamte Klasse soll zu Kriegern ausgebildet werden, um den Untergang des Königreichs zu verhindern. | © 白米良・オーバーラップ/ありふれた製作委員会

So eskaliert die Situation, als Hajime eines Tages bei einer Trainingsmission dank der Intrige eines Mitschülers von den finsteren Schluchten eines Dungeons verschlungen wird und zwischen grausamen Monstern und kaltem Stein den aussichtslosen Kampf ums Überleben antritt. Doch wie der Zufall es will, gelangt er auf wundersame Weise an nie da gewesene Kräfte und entwickelt sich vom schwächlichen Halbstarken zur eiskalten Killermaschine. Schnell ist der Entschluss gefasst, der stärkste Krieger der Welt zu werden und alle, die sich ihm in den Weg stellen auszuradieren. Koste es, was es wolle!

Story & Charaktere

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Wirft man als erfahrener Anime-Fan einen Blick auf Arifuretas Prämisse, fühlt man sich wohl zwangsläufig ein wenig an den Hypetitel der vergangenen Winter Season, »The Rising of the Shield Hero«, erinnert: Ein sozial zurückgezogener Protagonist gelangt in eine Fantasy-Welt, wo er als Schwächling angesehen zunächst allerlei Schikanen ertragen muss, bevor er schlussendlich über sich hinauswächst und sich zum taffen Krieger entwickelt.

Doch im Gegensatz zu Naofumis Abenteuer ist die Handlung rund um Hajime wesentlich weniger detailgespickt: So kommt seine Verwandlung vom freundlichen Oberschüler zum Monsterkiller doch ein wenig sprunghaft daher, Nebencharaktere wie das zuckersüße Liebchen Kaori oder der bis ins Mark bösartige Daisuke wirken dabei allerdings genau so einseitig und zweckmäßig wie der Hauptheld selbst.

Ihr starker Beschützerinstinkt treibt Jungsschwarm Kaori dazu, sich um Hajime zu kümmern – und lässt diesen ins Kreuzfeuer ihrer eifersüchtigen Verehrer geraten. | © 白米良・オーバーラップ/ありふれた製作委員会

Der Anime mischt die klassische Isekai-Erzählweise jedoch ein wenig auf und erzählt in seiner ersten Folge von Hajimes Überlebenskampf inmitten der steinernen Höhlenwände, statt wie gehabt beim Eintreffen in der Fantasy-Welt anzusetzen. Doch obwohl die Survival-artigen Ereignisse durchaus ihren Reiz besitzen und mit Hintergrundinformationen eher sparsam umgegangen wird, will sich keine wirkliche Spannung einstellen.

Im Gegenteil, ohne Wissen aus Light Novel oder Manga könnte der ein oder andere Zuschauer Probleme entwickeln, der Geschichte zu folgen – oder dank der eindimensionalen Charaktere und generischen Ereignisse direkt abschalten.

Künstlerische Umsetzung

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Regisseur Kinji Yoshimoto konnte nicht nur durch seine Arbeit an zahlreichen Hentai eine Menge Erfahrung mit schlüpfrigen Themen sammeln, sondern bewies mit Werken wie Unbreakable Machine Doll ein ganz gutes Händchen für überdurchschnittliche Harem-Adaptionen.

Auch bei Arifureta ist der Meister wieder mit einer Menge Motivation dabei und verwandelt wie schon erwähnt den standardmäßigen Storyaufbau der Vorlage in eine wesentlich spannendere, antichronologische Erzählweise. Dadurch würde die Geschichte ziemlich aufgepeppt, wären die zwischendurch eingestreuten Flashbacks an die Ereignisse vor der Trainingsmission nicht ein wenig zu kurz angebunden und ohne Kenntnis der Charaktere schlichtweg kaum zu verstehen.

Computeranimierte Gegenspieler wie dieses Monster stechen unangenehm aus der Optik der Serie hervor. | © 白米良・オーバーラップ/ありふれた製作委員会

Vom mangelhaften Storytelling abgesehen wirken Bildsprache und Aufbau der Szenen aber durchaus ansprechend, auch wenn der Technikaspekt nicht immer voll und ganz mit Yoshimoto-sans Ambitionen mithalten kann: Denn obwohl ganze zwei Studios an der Produktion von Arifureta beteiligt sind, lässt die Qualität der Serie stark zu wünschen übrig.

Trotz gutem Willens bleibt die Atmosphäre in Arifureta insgesamt eher dürftig. | © 白米良・オーバーラップ/ありふれた製作委員会

Ein Großteil der Action-Sequenzen besteht entweder aus gezoomten Standbildern oder macht sich designtechnisch stark aus der Reihe tanzende CGI-Monster zunutze. Das sonst eigentlich solide Studio White Fox hat sich mit der Arbeit an Arifureta nicht gerade mit Ruhm bekleckert, denn dynamische Bewegungen oder liebevolle Charakteranimationen sucht man hier vergeblich. Dadurch zerstört der Anime leider ein ums andere Mal die eben noch sorgfältig aufgebaute Atmosphäre und kann die zerbröckelte Immersion auch mit dem unscheinbar vor sich her dudelnden Soundtrack nicht wieder zusammenkleistern.

Fazit – aller Anfang ist schwach

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Ähnlich wie in seiner eigenen Geschichte vom zunächst machtlosen Hajime liefert Arifureta in seiner Premieren-Episode trotz interessanter Ideen und der eigentlich ziemlich passablen Vorlage eine unterwältigende Leistung ab – zu sehr schwächelt die Serie an der Technikfront, während wir Zuschauer uns wichtige Informationen häppchenweise oder gar nicht präsentiert werden und wir Hajimes plötzliche Charakterentwicklung somit nicht ganz nachvollziehen können.

Ob sich die in anderen Medien durchaus beliebte Geschichte noch einmal fängt oder nach und nach im Isekai-Abgrund der Vergessenheit verschwindet, bleibt abzuwarten. Überzeugt hat uns der Auftakt zu Arifureta aber nicht.

Jetzt seid ihr gefragt!

Habt ihr die erste Folge von Arifureta schon gesehen? Was haltet ihr von dem Anime?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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Lucas Reich
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Lucas Reich

Ich muss zugeben, als riesiger Fan der Light Novel bin ich extrem enttäuscht. Nicht nur die bereits angemerkten Mengel springen einem ins Auge, durch den Zeichenstil verliert er weiter an Charm. Während die Monster in Manga und LN Imposant und wirklich gefährlich aussehen, sind sie im Anime sehr generisch gehalten. Ich hoffe Das die restlichen Folgen detailreicher sind, sowohl Flashbacks als auch der Rest sind viel zustark gekürzt. Das beste Beispiel ist Hajime’s Verwandlung, die viel zu schnell war. Man hat gar nicht mitbekommen das sie eigentlich mehrere Tage gedauert hat. Alles in allem, Sehr enttäuschend. Wenn ich nicht so… Weiterlesen »

Ciela
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Ciela

Mir wäre es lieber wenn sich jemand die Rechte für den Manga und die light novel gesichert hätte. Stattdessen hofftte AniMoon auf einen Hit und krallte sich gleich mit die Disc Lizenz. Traurig 😔 Das hätte echt niemand ahnen können.

Zero
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Zero

Toller anime gibts keine kritik !!

chxh hc
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chxh hc

Das beste in der 1. Episode war das ED.

Railgun
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Railgun

Wenn man denkt wie lange die Serie delayed wurde (ganze fucking 5 Seasons) ist es echt jämmerlich wie der Titel aussieht. Auch wenn ich zugeben muss das ich dank dem CGI-Monster doch etwas Fun an der Folge hatte. Konnte kaum mehr vor Lachen als der kam, auch mit dem Wissen wie lange der delayed wurde. Von den 17 Serien die ich bis dato gestartet hab die Season ist Arifureta mit Abstand der schlechteste.

Ciela
Gast
Ciela

Das mangelhafte Storytelling ist genau das was mich aufregt. Wie du so schön sagst, ich zitiere:

“… weniger detailgespickt: So kommt seine Verwandlung vom freundlichen Oberschüler zum Monsterkiller doch ein wenig sprunghaft daher, Nebencharaktere wie das zuckersüße Liebchen Kaori oder der bis ins Mark bösartige Daisuke wirken dabei allerdings genau so einseitig und zweckmäßig wie der Hauptheld selbst.”

Sprich; der Anime könnte so genial sein, aber das Geschehen der ersten Staffel hatte gut und gerne auf zwei Folgen aufgeteilt werden, und die Story so übersichtlicher werden können.
Echt schade 😑

Arataa
Gast
Arataa

Ich fand die erste Folge gar nicht so schlecht und freue mich auf die nächsten. Die LN habe ich nicht gelesen. Es ging mir einiges auch zu schnell und Hintergrundwissen gab es auch nicht viel hinterher geworfen, aber das kann in den 12 Folgen ja noch was werden. Ich bin gespannt auf die nächsten Folgen. 🙂

Mikey
Gast
Mikey

Kan man ihrgend wo den manga auf deutsch kaufen ?

KuroMandrake
Gast
KuroMandrake

Ja so in etwa ging es mir auch, wenn die 2. Folge nicht besser wird, breche ich den Anime ab, da er auch kein Wunsch Titel in der laufenden Summer Season von mir ist und ich mit Isekai die 08/15 Stories haben, so wie der wohl sein wird, auch kein Interesse daran haben werde…

Anfangs klang es wie eine düstere Anime Version von DanMachi, aber DanMachi ist wesentlich besser trotz der Ecchi und Harem Anleihen, die hier wohl, also Harem Aspekte wohl auch vorkommen…