© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Endlich ist es so weit – nach zwei langen Jahren lässt Publisher Kazé Eren und co erneut in Discform unablässig der Freiheit entgegenstürmen. Ob sich ein Griff zur deutschen Blu-ray von Attack on Titan 2 lohnt und was euch in der markerschütternden Fortsetzung des Dark Fantasy-Epos erwartet, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Release-Check!

Nachdem die erste große Schlacht um die Befreiung der Menschheit geschlagen ist, bricht das zweite Kapitel von Hajime Isayamas Erfolgssaga an und stürzt die Welt von Attack on Titan in ihre bisher dunkelste Stunde. Nachdem Attack on Titan 2 im Jahr 2017 die Herzen der Titanen-Fans im Sturm eroberte, standen die 3D-Manöver-Ausrüstungen lange Zeit still, bevor Publisher Kazé im vergangenen August endlich die Fan-Regale mit der ersten von zwei Volumes zur Fortsetzung schmückte.

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Ob sich die Wartezeit gelohnt hat, warum Attack on Titan 2 seinen Vorgänger in Sachen Spannung und Atmosphäre noch einmal übertrumpft und ob der deutsche Release es wert ist, sein Herz dem Überleben der Menschheit zu opfern, erfahrt ihr jetzt!

Goblin Slayer Key Visual
Titel: Attack on Titan 2
Art: Serie, Fortsetzung
Episoden: 12
Genre: Action, Drama, Horror, Fantasy
Studio: Studio Wit (Seraph of the End, Kabaneri of the Iron Fortress)
Regisseur: Chief Director: Tetsuro Araki (Death Note), Director: Masashi Koizuka (Episodenregie bei Robotics;Notes)
Vorlage: Manga von Hajime Isayama
© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Der Anime

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Darum geht es in Attack on Titan 2!

Nachdem Annie Leonhard als der weibliche Titan enttarnt werden konnte und sich nach einem kräftezehrenden Kampf mit Eren mithilfe ihrer Verhärtungsfähigkeit in Kristall versiegelt hat, steht der Aufklärungstrupp in einem riesigen Wald aus Mysterien: Gibt es da draußen noch weitere Titanenwandler? Woher kommen die Titanen überhaupt? Und was steckt hinter dem Titanenkopf, der inmitten der Mauern aufgetaucht ist, die die Menschheit doch eigentlich vor ihren hünenhaften Erzfeinden beschützen sollen?

Noch bevor die Rekruten des 104. Trainingskorps zu einer Antwort kommen, bricht bereits die nächste Hiobsbotschaft herein: Die Mauer Rose wurde durchbrochen und die Titanen fallen genau wie an jedem Tag über das vermeintlich sichere Mauerninnere her, um in den Dörfern am Rande ihres Weges ein albtraumhaftes Blutbad zu hinterlassen.

Um zu retten, was noch zu retten ist, kehren Sascha und Connie in ihre Heimatdörfer zurück, während der Rest des Aufklärungstrupp verzweifelt alle Hebel in Bewegung setzt, um die Invasion zu stoppen – und dabei auf so manch erschütterndes Geheimnis stößt …

Mit dem erneuten Auftauchen der Titanen innerhalb der Mauern liegen die Nerven blank. | © Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Kann der Anime in den ersten sechs Folgen überzeugen?

Nach der etwas langatmigen Ausbildungszeit in der ersten Staffel nimmt die Story von Attack on Titan im Clash of the Titans-Arc allmählich Fahrt auf und konfrontiert Eren und co nach und nach mit den ersten finsteren Geheimnissen, während sich die Situation der Menschheit durch die Titanen innerhalb der Mauer Rose und das Auftauchen weiterer Titanenwandler allmählich verschlimmert. Die Anspannung und Verzweiflung der Soldaten ist dabei beinahe spürbar – denn mit peniblem Feingefühl inszeniert das Team des Studios Wit eine gänsehauttreibende Horror-Atmosphäre, in der die Situation mit jeder Szene weiter zu eskalieren scheint.

Egal ob atmosphärische Kameraführung und eiskalte Bildästhetik, der Wechsel zwischen panisch durcheinanderlaufenden Storysträngen und spannungszitternden Handlungsbögen oder der mal wieder ohrwurmlastige und zu jeder Zeit perfekt sitzende Soundtrack von Meisterkomponist Hiroyuki Sawano – Regisseur Masashi Koizuka verwandelt die Adaption von Isayamas Erfolgsgeschichte in eine fesselnde Endzeit-Symphonie, die beweist, dass in Attack on Titan mehr steckt als bloß brachiale Action. Diese besitzt natürlich weiterhin einen hohen Stellenwert und gibt Animations-Ass Arifumi Imai erneut die Gelegenheit, in mitreißenden 3D-Manöver-Jagten die Muskeln spielen zu lassen.

Um das Licht der Hoffnung doch noch erstrahlen zu lassen, müssen die Soldaten über sich hinauswachsen. | © Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Insgesamt erzählen die ersten sechs Folgen von Attack on Titan 2 die preisbehangene Geschichte ihre Vorgängers nicht nur würdig, sondern ein ganzes Stück spannender, aufwendiger und temporeicher weiter als je zuvor weiter und sorgen mit einem Mix aus nervenzerreißender Survival-Action und gravierenden Enthüllungen für eine AoT-Erfahrung der anderen Art, bevor die letzte Folge der Volume schließlich im ersten, monumentalen Plottwist der Reihe gipfelt und den Durst nach mehr zurücklässt.


Die deutsche Synchronisation

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Was die deutsche Vertonung angeht, bleibt auf der Scheibe alles wie gehabt: Der Sprechercast des Vorgängers fand sich erneut unter der Anleitung von Regisseur René Dawn-Claude in den Ateliers des Studios VSI Synchron zusammen, um den Rekruten ein zweites Mal Leben einzuhauchen. Dabei verkörpern die Sprecher ihre Rollen weiterhin durchgehend mit Bravour und lassen mit messerscharfem Schauspiel wenig Raum zur Kritik.

Besonders gut getroffen wurde im Dub zum Zweitling die sonore Stimme des Tier-Titans, bei dessen Performance Sprecher Oliver Stritzel die Nackenhaare springen lässt, ohne sich auf künstlich wirkende Stimmverzerrung wie im japanischen Original verlassen zu müssen.

Eren JägerMax Felder (Suou in Die Walkinder, Seiji in Stimme des Herzens – Whisper of the Heart)
Mikasa AckermannNicole Hannak (Irina in High School DxD, Misaki in Maid-sama)
Armin ArlertChristian Zeiger (Eugeo in Sword Art Online: Alicization, Nagisa in Free!
Reiner BraunMarios Gavrilis (Gajeel in Fairy Tail, Okabe in Steins;Gate)
Berthold HooverTim Knauer (Rin in Free!, Makishima in Psycho-Pass)
YmirEsra Vural (Akira in Selector Infected WIXOSS, Kurumi in Date a Live)
Christa LenzJodie Blank (Ruki in Comic Girls, Marulk in Made in Abyss)
Connie SpringerJulius Jellinek (Natsu in Fairy Tail, Jaden in Yu-Gi-Oh! GX)
Sascha BrausLina Rabea Mohr (Lucy in Fairy Tail, Osamu in ERASED)
LeviFlorian Halm (Kurou in Mirai Nikki, Miroku in InuYasha)
Tier-TitanOliver Stritzel (Beerus in Dragon Ball, Alexander Anderson in Hellsing)

Verpackung & Extras

© Kazé Anime

Wie auch schon die erste Season erscheint Attack on Titan 2 in Form von Digipacks mit jeweils sechs Folgen in einem hochwertigen Sammelschuber – da das beiliegende Datenblatt hier nur mit eingeschweißt und nicht mit Klebepunkten am Schuber befestigt ist, bleibt dieser auch in jedem Fall unbeschädigt und lässt die beiden Key Visuals zur Serie in vollem Glanz erstrahlen.

Untersucht man das Innere, findet man einen Platzhalter für die zweite Blu-ray, sowie die eigentliche Volume vor. Diese kommt als dasselbe Digipack daher, wie es beispielsweise bei Mirai Nikki oder A Silent Voice verwendet wurde, und ist mit dem schicken Cover der ersten japanischen Blu-ray geziert, das mit seinen kalten Farben die apokalyptische Atmosphäre der Staffel perfekt einfängt.

Disc und Booklet finden in einem hübschen Digipack Platz. | © Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Das Pack selbst gibt Blick auf eine hübsche Illustration von Ymir in ihrer Titanen-Form, während sich im Inneren das eigentliche Herzstück des Releases, die Blu-ray, sowie das Booklet befindet. In diesem gewähren die japanischen Synchronsprecher von Eren, Armin, Mikasa, Historia und Ymir, sowie die Regisseure Tetsuro Araki und Masashi Koizuka einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Produktion, der sich angenehm-authentisch vom sonstigen Werbesprech offizieller Interviews ablöst und den ein oder anderen interessanten Funfact für Produktionsnerds bereithält.

Während sich auf der Disc keine weiteren Extras befinden, liegen als physische Specials ein kleines, faltbares Poster des Schuber-Covers mit knalligen Farben und ansehnlicher Druckqualität, sowie ein hübscher Magnet bei, dessen Schönheit wie bei derartigen Extras üblich leider etwas durch das auffällige, aber nicht vermeidbare Copyright geschmählert wird.

Ein Poster mit dem Haupt-Visual der Staffel ziert neben dem Regal auch noch die Wand. | © Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Insgesamt liefert Kazé hier ein überzeugendes Fanpaket ab, auch wenn diesmal leider auf die kreativen und stylishen Titan-Packs der ersten Staffel verzichtet wurde. Ein weiterer kleines Wermutstropfen am Digipack ist die Dicke des enthaltenen Booklets, durch die ein wenig gequetscht werden muss, um das Pack wieder sicher in seinem Schuber zu verstauen. Allerdings sind diese Punkte Sammlerkritik auf hohem Niveau, genau wie dass raueres Material dem Setting der Serie eher gerecht geworden wäre als geglättete Oberflächen, denn insgesamt hat AoT 2 hier in Design und Umfang eine hochwertige und durchaus vorzeigbare Verarbeitung erhalten.


Bild & Ton

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Das Bild macht trotz einer bescheidenen Bitrate von durchschnittlichen 18mbps eine gute Figur und geht bei ständiger Bewegung wie im Bildrauschen oder Schneegestöber nur leicht in die Knie. Bis auf einige in niedrigerer Auflösung produzierten Szenen gestalten sich die Konturen gestochen scharf und die aufwendigen 3D-Manöver präsentieren sich bei jeder Lichtstimmung in vollem Glanz, eindeutig störend sind hier nur die in einigen Szenen auftretenden unsauberen Farbverläufe.

Die Audiospuren liegen als DTS-HD Master Audio mit einer 2.0-Abmischung vor und entfalten sowohl in der deutschen Synchro als auch im Original einen vollmundigen und hochkarätigen Klang, in dem sich Sound und Stimmen eine stimmige Kulisse ergeben, hier gibt es keinerlei Grund zu Beanstandung.


Die Untertitel

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Für die Subs wurde ein weißer Font mit ausreichend dickem schwarzen Rand gewählt, der in seiner Größe und Gestaltung sehr angenehm zu lesen ist und deutlich hochwertiger wirkt als die Standard-Schriftart Arial. Die zunächst ungewöhnlich scheinende recht hohe Position im Bild gestaltet sich nach kurzer Eingewöhnungszeit ebenfalls als angenehm. Das Timing ist angenehm lesbar, gelinked wurde in zwei aufeinander gesprochenen Zeilen nach Industriestandard leider nicht.

Sprachlich sind die Untertitel auf extrem hohem Niveau und strotzen nur so vor Dynamik – sprachliche Ticks der Charaktere wurden übernommen und der ein oder andere spitzzüngige Spruch auf wunderbare Art und Weise verarbeitet. Hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung, sodass Dub-Muffel sich nicht scheuen müssen, zur untertitelten Variante zu greifen.


Fazit – Releasetitan mit kleinen Schwächen

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Bei Attack on Titan 2 zieht Kazé mal wieder alle Register und präsentiert eine durchdachte und wertige Special Editon mit kleinen Schönheitsfehlern – so hätte eine etwas höhere Bitrate mehr aus den imposanten Animationen herausgekitzelt und die hübschen Titan-Packs der ersten Staffel dem Release erneut eine Menge Individualität verliehen. Doch auch ohne überzeugt die Blu-ray sowohl in Hard-, als auch Software und bringt Fan-Augen vor allem durch Extras wie das sehr informative Booklet zum Leuchten.

Unterm Strich ist die deutsche Veröffentlichung zu Attack on Titan 2 also eine würdige Sammleredition, bei der Fans unbekümmert zugreifen dürfen.

Wir bedanken uns herzlich bei Kazé Anime für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars! 

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Jetzt seid ihr gefragt!

Welches Extra würdet ihr euch zu einer Attack on Titan-Veröffentlichung wünschen? Und was haltet ihr von der deutschen Umsetzung der Serie?

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Daniel

Hallo tolles Review. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viel man über so eine Disk schreiben kann 🙂
Hab erst vor einer Woche gesehen das es von Ninotaku auch ne Webseite gibt 😉 gefällt mir gut mach weiter so.

Ich hab mal eine Frage an euch, die Screenshots die ihr hier zeigt sind das eigentlich offizielle Bilder oder habt ihr die aufgenommen. Und müsst ihr da immer mit den Rechteinhabern absprachen halten oder veröffentlicht ihr die so? Ich mein wegen dem Urheberrecht un den Lizenzen. Das würde mich escht mal interessieren.

Über eine Antwort würde ich mir was Freuen 🙂

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