Nachdem wir uns das letzte Mal mit Leserstatistiken herumgeschlagen haben, geht es heute ganz um den Inhalt. Wir stürzen uns in Seinen-Magazine auf und schauen, ob die dort zu findenden Manga den Erwartungen an die Demographie entsprechen. Die Ergebnisse sind nicht überraschend.


Teil 01: Begriffe | Teil 02: Statistiken | Teil 03: Das Seinen-Problem | Teil 04: Der ganze Rest


Ich konnte die vermeintlichen Assoziationen mit Seinen-Manga ja schon nicht einfach so stehen lassen, als ich sie erstmals aufgezählt habe. Das mag daran gelegen haben, dass ich von niemandem erwarten wollte, es durch den Statistikabschnitt zu schaffen, aber jetzt bist du ja hier und wir können richtig in die Tiefe gehen.

Wenn man Seinen hört, denkt man normalerweise an solche Manga wie Berserk, Akira, Monster oder Vagabond. Serien, die einen mit ihrer künstlerischen Opulenz überwältigen, deren kühne Ideen einem existenzielle Schauer durch Mark und Bein schicken und deren kühler Realismus kathartisches Zittern am ganzen Leib auslöst. Das sind Manga, die jeder liebt oder lieben möchte, weil sie einfach so objektiv gut sind.

Daran denkt man bei Seinen – insbesondere, wenn man gegenüber anderen Manga-Fans deutlich machen möchte, was für einen überlegenen und reifen Geschmack man doch hat. Dann lässt man in einer Konversation über Shounen fallen: „Also ich lese ja lieber Seinen“, und meint damit: „Ihr könnt bei eurem Kinderkram bleiben, während ich erwachsene Manga für erwachsene Leute wie mich genieße.“

Wir haben aus den Statistiken allerdings auch gelernt, dass Seinen von unseren Zielgruppen entweder die größte oder die zweitgrößte ist. Wenn Seinen in Japan also so groß ist, dann müssten die Zeitschriftenregale ja voll sein mit diesen traumhaft detaillierten, seelentransformierenden Meisterwerken und wir müssten bloß anfangen, sie endlich alle zu lesen. Wir wissen aber natürlich, dass das nicht stimmen kann, dass Seinen nicht nur aus purem Gold bestehen kann.

Es ist falsch, seine Wahrnehmung von Seinen-Manga auf deren herausragendsten Exemplare zu beschränken, gerade, wenn man das bei Shounen oder Shoujo niemals tun würde. Wenn wir ein wirklichkeitsgetreueres, weniger einseitig positives Bild von Seinen möchten, ist die erste Addresse wahrscheinlich, sich einmal ein tatsächliches Seinen-Magazin anzuschauen.

Copyright Kodansha

Das Weekly Young Magazine, kurz Yanmaga, ist das drittgrößte Seinen-Magazin Japans und existiert seit 1980. Als erstes fallen beim Betrachten des Covers wahrscheinlich die sympathischen Augen des Gravure Idols auf, das wie bei vielen etablierten Seinen-Zeitschriften eine jede Ausgabe ziert. Gravure nimmt zwar nur einen kleinen Teil der Seitenzahl ein, ist aber, wenn man Befragungen bei anderen Magazinen glaubt, der Hauptkaufgrund bei Gelegenheitslesern.

Was Manga angeht, finden wir schnell, was wir unter Seinen erwarten. Dazu gehören zum Beispiel detailverliebte Historiendramen, von denen es im Yanmaga einige gibt. So gibt es etwa Archimedes no Taisen, einen Manga über Intrigen in der kaiserlichen Marine in den Dreißigern, der kürzlich eine Live-Action-Umsetzung bekommen hat.

Fujimi no Tokkohei erzählt die wahre Geschichte von einem Kamikazepiloten, der all seine Einsätze überlebt. In Shichinin no Shakespeare vom Beck-Mangaka Harold Sakuish geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um den englischen Barden, wenn auch mit dem einen oder anderen spekulativen Twist. Ähnlich spekulativ erzählt NeuN die Geschichte von einem Jungen auf der Flucht vor dem NS-Regime. Zuletzt gibt es noch Sengoku Gonbei, eine nun seit 15 Jahren erscheinende Biographie des gleichnamigen Samurai.

Auch an im Hier und Jetzt verorteten Geschichten mit dem oft beschworenen Charakterfokus mangelt es nicht. Es gibt My Home Hero, ein Drama über einen normalen Vater, dessen Alltag plötzlich im Chaos versinkt, The Fable über einen untergetauchten Auftragskiller oder Shinai naru Boku e Satsui wo Komete, wo es ganz um psychologischen Suspense geht. In Under Ninja, gezeichnet von Kengo Hanazawa, dem Mangaka von I am a Hero, geht es um einen Ninja im modernen Japan.

Auf der leichteren Seite haben wir Kids-Fire.com, wo ein Host sich um ein Baby kümmern muss, oder Kami-sama no Koibito, eine recht bodenständige Sci-Fi-Story über Virtual Reality.

Auch kontroverse Themen am Rand finden ihren Weg in die ruhigeren Geschichten des Magazins. Es veröffentlicht etwa Watashi no Shounen über die Romanze zwischen einer 30-Jährigen Frau und einem 12-jährigen Jungen oder Yuki Onna to Kani wo Kuu über einen Lebensmüden und die von ihm überfallene, reiche Hausfrau auf einem Roadtrip nach Hokkaido. Otto no Chinpo ga Hairanai ist ein romantisches Drama über Impotenz basierend auf einem autobiographischen Roman. Hare-kon, ein Manga über buchstäbliche Polygamie, ist währenddessen vielleicht am besten als Kommentar auf das Harem-Genre zu verstehen.

Seit 1996 gehört das Glücksspiel-Epos Kaiji zum Young Magazine. Zusätzlich zur Hauptreihe erscheint momentan noch das Spinoff Ichinichi Gaishutsuroku Hanchou. Genauso traditionsreich ist MF Ghost, ein Rennsportmanga von Shuichi Shigeno, dessen bekanntestes Werk, Initial D, von 1995 bis 2013 ebenfalls im Yanmaga erschien. Im Sportbereich gibt es sonst noch King Bottom, eine Coming-of-Age-Story über Mobbing und Leichtathletik, und Kenka Kangyou einen Manga über Martial Arts und schmutzige Witze.

Langsam verlassen wir so offensichtlich die Welt der ganz großen Geschichten hin zur Unterhaltungsliteratur, wenn auch mit einem gewissen, erkennbar erwachsenen Niveau. So erscheint im Magazin auch Higanjima, ein kritisch gefeierter Horrormanga mit Live-Acion-Umsetzung. Es gibt Satanophany von Yoshinobu Yamada, dessen ecchi-gefüllte Mysterys seit Eden no Ori 2008 im Magazin erscheinen.

Origin ist eine actiongeladener Sci-Fi-Geschichte von Boichi, der für seinen Shounen Dr. Stone bekannt ist. Außerdem finden wir noch die Manga-Umsetzung der Light-Novel-Fortsetzung von Basilisk, einem 2003 bis 2004 in einem anderen Seinen-Magazin erschienenen Ninja-Manga, sowie Seven Star und Shin Shinchou Kouki, zwei Vertreter des klassischen Genres der Schul- und Straßengangs mit ihren jeweiligen Twists.

Definitiv Seinen: My Home Hero | Copyright Kodansha

Ja, all diese Manga bestätigen, woran man denkt, wenn man „Seinen“ hört. In dieser Hinsicht enttäuscht das Magazin, in dem Akira und Ghost in the Shell erschienen, wahrlich nicht. Es gibt aber auch einige Serien, die deutlich weniger gut ins Bilder passen:

Da gibt es Gyaru to Kyouryuu, eine absurde Gag-Comedy über ein Gyaru, das einen Dinosaurier bei sich wohnen lässt. Es gibt Minami-ke, eine Slice-of-Life-Comedy über drei Schwestern im Grund- bis Oberschulalter, die seit 2004 läuft und mehrere Anime-Adaptionen bekommen hat.

Es gibt Nande koko ni Sensei ga?!, eine Ecchi-Comedy über einen Oberschüler, der in perverse Situationen mit seinen Lehrerinnen kommt, die gerade eine Anime-Adaption bekommen hat. Es gibt S to no Souguu, eine Ecchi-Comedy mit BDSM-Themen. Es gibt Sounan desu ka, ein Robinson-Crusoe-Szenario mit vier Oberschülerinnen, das nächste Season eine Anime-Adaption bekommen soll.

Es gibt Tejina-senpai, eine Ecchi-Comedy über einen Highschool-Zauberclub, die irgendwann dieses Jahr noch eine Anime-Adaption bekommen soll. Es gibt Hantsu x Torasshu, dessen englischer Untertitel Sexy and Stupid Water Polo Comedy den Manga eigentlich perfekt beschreibt und der 2015 schon eine OVA-Adaption bekommen hat.Es gibt Hen na Chishiki ni Kuwashii Kanojo Takayukashiki Souko-san, eine Ecchi-Comedy über eine großbusige Oberschülerin, die ihren Freund mit Sex-Trivia in Verlegenheit bringt. Es ist zwar noch nichts angekündigt, aber ich könnte wetten, dass es davon demnächst eine Adaption als TV-Short gibt.

Und zuletzt gibt es noch Parallel Paradise, das jüngste Werk von Elfen-Lied-Mangaka Lynn Okamoto und möglicherweise der perverseste Nicht-Hentai-Manga, der je geschrieben wurde. Es handelt sich um eine Isekai-Story, in der unser Held, ein normaler Oberschüler, in eine Fantasywelt entrückt wird, die nur von Frauen unter 20 bevölkert ist, die alle Sex mit ihm haben wollen und sterben, wenn sie keinen Sex mit ihm haben.

Auch Seinen: Tejina Senpai | Copyright Kodansha

Es wirkt, als wohnten zwei Herzen in der Brust der Seinen-Demographie. Das eine schlägt für Kunst, Story und Charakter, das andere für Schulmädchen. Die Schulmädchen sind es aber, die Anime im Late-Night-Programm bekommen, während bei den ernsten Storys höchstens eine Filmumsetzung drin ist.

Nach einigen Gedanken, wer die Zielgruppe von diesen Anime ist, wird eines ziemlich klar: Die jungen Männer, die Seinen bedient, bestehen nicht nur aus reifen Erwachsenen mit anspruchsvollem Geschmack, sondern auch aus Otaku.

Beim Young Magazine, deutlich auf der seriöseren Seite des Spektrums, nehmen diese Otaku-Tendenzen nur einen recht kleinen Teil der Zeitschrift ein. Schauen wir uns deshalb ein anderes Seinen-Magazin an, das monatliche Manga Time Kirara. Hier werde ich nicht jede einzelne Serie aufzählen, sondern nur diejenigen, die einigermaßen bekannte Anime-Adaptionen bekommen haben, aber auch die sonstigen Serien schlagen in dieselbe Kerbe.

Manga Time Kirara, hier mit der Ankündigung einer Animeumsetzung für Ochikobore Fruit Tart | Copyright Houbunsha

Im Manga Time Kirara erscheinen zum Beispiel Acchi Kocchi, K-On!, Yuyushiki und Slow Start. Im Schwestermagazin Manga Time Kirara Max erscheinen Kin’iro Mosaic, Comic Girls und Gochuumon wa Usagi desu ka?. Im anderen Schwestermagazin, Manga Time Kirara Carat erscheinen Hidamari Sketch, New Game, Kill me Baby, Blend S und A-Channel.

Im vierten der Schwestermagazine, Manga Time Kirara Forward, erscheinen Yumekui Merry (das auf Deutsch anscheinend Merry Nightmare heißt), Gakkou Gurashi, diverse Madoka-Spinoffs, Yuru Camp und Harukana Receive.

Das sind alles Seinen-Manga. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand, der nach guten Seinen-Manga fragt, zufrieden wäre, wenn man ihm einen 4-Panel voller Moe-Mädchen empfiehlt. Gerade bei uns scheinen die Liebhaber artistischer, narrativer Manga und die niedlicher Slice-of-Life oft wie zwei diametral entgegengesetzte Lager des größeren Anime- und Manga-Fandoms.

Ersteren ist es gelungen, ein Monopol auf den Begriff Seinen belegen. Der Elitismus, der mit dessen Benutzung so oft mitschwingt, ist ironisch, wenn man bedenkt, dass er eigentlich genauso meinen sollte, wovon man sich damit wohlmöglich am meisten abgrenzen will, aber dadurch auch umso frustrierender.

Wenn man die Zielgruppe, wie sie sich in der japanischen Zeitschriftenlandschaft manifestiert hat, als Maßstab nimmt, kann man eigentlich nicht wissen, was jemand meinen will, wenn er sagt, dass er Seinen mag oder nicht mag. Um eine Gruppe von Manga mit verbindenden internen Eigenschaften handelt es sich nämlich nicht.
Der passendere Begriff für die spezielle Sorte an Seinen-Manga, die Leute meist meinen, wenn sie von Seinen-Manga sprechen, ist meiner Meinung nach Gekiga.

Das ist der Stil, in dessen Tradition diese künstlerischen, erzählerischen, realistischen, experimentellen und hartgekochten Manga eindeutig stehen. Dem Kunsthistoriker zuliebe wäre ich auch mit Neo-Gekiga, Post-Gekiga oder ähnlichem zufrieden. Und ich bin mir sicher, dass man seinen Shounen lesenden Freunden mit so einem unerhörten Wort wie Gekiga noch besser die eigene Überlegenheit demonstrieren kann, wenn man es denn nicht lassen kann.

Ein ähnliches Problem gibt es übrigens auch bei Shounen. Ich hatte ja schon angesprochen, dass sich die Zielgruppen einiger Shounen-Zeitschriften kaum von denen einiger Seinen-Magazine unterscheiden lassen, und deren Content richtet sich ähnlich oft an Otaku.

Kadokawas Shoune-Magazin Monthly Comic Dengeki Daioh haben wir zum Beispiel die Grundschulmädchen-Moe-Comedy Ichigo Marshmallow, die Yuri-Romanze Yagate Kimi ni Naru und diverse Light-Novel-Adaptionen wie Eromanga-sensei oder To Aru Kagaku no Railgun zu verdanken. Serien, die überhaupt nicht ins Dragon-Ball-geprägte Bild der Sparte passen und trotzdem eine ganze Zeitschrift füllen. Die demographische Linie, die es von einigen bereits erwähnten Seinen trennt, wirkt hingegen ziemlich arbiträr.

Das war es auch schon wieder mit den Manga-Auflistungen. Aber nicht lange! Das nächste Mal erwarten uns noch mehr haarsträubende Beispiele von Einteilungsabsurdität, bevor ich endlich ein Fazit für diese Untersuchung ziehen kann. Spoiler: Ich werde auch nächstes Mal nicht von den Demographien überzeugt.


Falls ihr erfahren möchtet, welche Manga jeden Monat neu nach Deutschland kommen, könnt ihr das in unseren monatlichen Manga-Guides nachlesen.

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Vanitas

jetzt verstehe ich was du meinst aber ausnahmen gibt es ja immer zb. find ich jujutsu kaisen sollte als seinen gelistet werden erscheint aber im shonen jump und das obwohl zwar shounen tendenzen da sind aber die brutalität an tokio ghoul erinnert und es eher an erwachsene gerichtet sein sollte. (ich geh jetzt mal nur auf seinen und shounen ein da shoujo josei noch nicht besprochen wurden). also alle beispiele die du als seinen aufgelistet hast die auch in seinen magazine erscheine haben doch alle einen erwachsenen ansatz oder zumindest einen älteren ansatz natürlich ist es nicht der stereotyp von seinen (bsp. berserk,übelblatt,usw) es werden aber psycholigische ansätze reingebracht oder psychische krankheiten werden angetastet (yumekui merry,madoka)
aber ich kann deine zweifel nachvollziehen manche serien sind manchmal echt im falschen magazin k-on verstehe ich zum beispiel nicht und jujutsu kaisen ebenso.
Ps. lass dich nicht von gakou gurashi hinters licht führen dass ist echt nicht das wofür ma es hält xD

Radiowecker

Nach den drei Artikeln muss ich zustimmen das die Demographien nicht passen. Aber da meine Betrachtungsweise von Animes / Mangas eher grob in Genre eingeteilt wird, wie Sport, Kampf, Romance, Drama etc. ist es mir die Demographieneinteiling egal. Lustig ist es zu sehen, wie die einzelnen elititären Leser, doch nicht so elitär sind wenn man die einzelnen Magazine anschaut und die Argumente auf oben genanntes bezieht. Aber es ist interessant zu sehen wie breit gefächert die Magazine sind. In DEU ist es etwas einfacher diese Unterscheidung zu treffen. Die Mangas werden ja als Einzelwerke rausgebracht, so dass die Kategorisierung einfacher ist. Wenn der Publisher also die Möglichkeit hat, so kann aus einem Shoujo auch einfach ein Seinen werden. Aber im Endeffekt muss der Kunde entscheiden ob es ihn die Kategorien interessieren oder nicht. Objektiv gesehen gibt es das ein oder andere Meisterwerk. Subjektiv gesehen ist egal. Und so handelt auch jeder in der Regel beim schauen / lesen. Ich finde es manchmal schade wie sich der ein oder andere Manga/Anime-Fan in seiner Auswahl selbst beschneidet, da er nur elitäre Titel liest. Im gleichen Zuge preist er meist seinen Geschmack und verteufelt den “Mainstream”. Also ist meine Devise anschauen/lesen und für gut befinden oder nicht/abbrechen. Denn im Vergleich zum Anfang gebe ich vielem eine Chance. Dadurch fand sich die ein oder andere Perle, die es auch wert war mal Zeit mit einem schwächeren Werk zu verschwenden. In diesem Sinne ist die hier geschriebene Reihe ein lesenswerter Artikel, aber sie ändert nichts an meiner herangehensweise zu Mangas/Animes.

Einen schönen Tag noch.

Radio

Moon

Sehr interessant alles, auch wenn mir nicht alles neu ist. Ist halt letztendlich auch mit bischen das angewöhnte fehlerhafte Klischee-Denken (was leider die Verlage teils noch mit ihrer falschen Vermarktung/Umlabelung unterstützen) weswegen mancher immer gerne meint manche Inhalte können nur die eine Zielgruppe sein, dabei gibts bei jeder halt praktisch alles. 🙂

Der entscheidene Punkt ist halt eh dass manche halt auch garnicht nur eine Zielgruppe bedienen wollen, sondern auch teils so Übergangsmagazine sind, auch wenn das dann nicht direkt bzw seltener wo erwähnt wird, oder mit geworben.
Obwohl es schon auch welche gibt die gerne machten oder auch irgendwann das mit geworben haben. So wars fürher auch z.b. bei der Aria, was sowohl Shojo/Josei enthielt…insofern dann Auslegungssache was man eher bei den jeweiligen Titeln mehr sehen wollte.

Solche Dinge bleiben natürlich auch nicht immer gleich und können sich je nach Magazin auch mal ändern, aber da wird halt nicht überall mit der Zeit gegangen….gerade die englischen Seiten (und die deutschen richten sich oft danach) bleiben da stur altmotisch nur bei ihrer alten Gewohnheit und liesten dann meist nur eine Hauptzielgruppe, selbst bei Magazinen wo es längst anders bekannt ist.

So gibt es längst sogar komplette Mischmagazine die auch alle 4 Zielgruppen bedienen wollen…(auch wenn die allgemein noch am seltensten gibt), wie die GFantasy z.b. Da es früher mal ein reines Shonenmagazin war sind die Seiten auf diesen ‘falschen Stand’ hängengeblieben. Man merkt sogar da mittlerweile deutlich mehr dass man mehr für die weiblichen Fans reinpackt, was ansich auch nicht wundert, denn der Verlag hat für diese Fans ja lange garkein reines Magazin mehr.

SENECA

Ein wirklich interessant zu lesender und unterhaltsamer Beitrag! 👍 Gerne mehr davon 😉

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