© 2018 Makoto Sanada / Vaka, DWANGO, Kadokawa / Angels of Death Partners

»Ich schwöre bei Gott … dass ich dich töten werde!«
Nachdem Fans von spannenden Survival-Abenteuern bereits in Streamingform den bizarren Erlebnissen von Rachel und Zack folgen durften, steht für die beiden nun der Blu-ray-Start an! Wir haben die deutsche Veröffentlichung für euch auf Herz und Nieren geprüft!

Kalte Stahlwände, die dem Auge lediglich durch den gelegentlichen Rost etwas Abwechslung verschaffen … bedrückende Stille, die sich nach und nach in das Gehirn frisst und durch ihre Beständigkeit in den Wahnsinn treibt … und mittendrin ein junges Mädchen, das gemeinsam mit einem psychopathischen Serienmörder einen Ausweg aus dieser Hölle sucht!

Mit dieser Prämisse konnte die Geschichte von Angels of Death nicht nur über verschiedene Plattformen als Retro-Abenteuer tausende Fans vom Survival-Horror begeistern, sondern zuletzt auch in Form einer voll ausgewachsenen Anime-Serie! Der Publisher Universum sicherte sich die Rechte an der Geschichte und taucht die Regale der Elektronikmärkte mit der ersten Volume pünktlich zu Weihnachten in ein finsteres Licht. Wir haben all unseren Mut zusammengekratzt, die Blu-ray rotieren lassen und verraten euch nun, ob sich ein Blick in die bizarre Welt der unbekannten Anstalt lohnt!


Titel: Angels of Death
Episoden: 16
Genre: Horror, Mystery, Action, Comedy
Studio: J.C. Staff (One-Punch Man 2, Food Wars!)
Regisseur: Kentarou Suzuki (Episodenregie bei Black Butler, A Certain Magical Index III)
Vorlage: Videospiel von Makoto Sanada
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Der Anime

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Darum geht es in Angels of Death!

Die 13-jährige Rachel Gardner schlägt eines unheilvollen Tages in einem völlig unbekannten Gebäude die Augen auf. Weder hat sie eine Ahnung, wie sie hier hergekommen ist, noch was sie hier tun soll. Das Einzige, woran sie sich erinnert ist eine Therapiestunde, nachdem sie Zeugin eines grausamen Mordes werden musste …

So irrt Rachel einsam, ängstlich und voller Verzweiflung durch die kahlen Wände der unbekannten Anstalt, als sie schließlich von einer hünenhaften Person mit einer bedrohlichen Sense attackiert wird – Massenmörder Zack ist hier ebenfalls gefangen und such fieberhaft nach einem Ausweg. So beschließen die beiden, die Flucht gemeinsam anzutreten – doch das nur unter der Voraussetzung, dass Zack seine Begleiterin ermorden wird, sollten sie irgendwann an ihrem Ziel angekommen sein. So nimmt das düstere Abenteuer auf der Schwelle zwischen Leben und Tod seinen Anfang …

Kann der Anime in den ersten 8 Folgen überzeugen?

Die Geschichte von Angels of Death entspringt einem Pixel-RPG und das macht sich insbesondere im linearen Handlungsverlauf der Serie bemerkbar: So geht die Reise des ungleichen Paares durch die verschiedenen bizarren Ebenen der Anstalt nur wenig komplex voran und die Missionen, denen sich Spieler der Vorlage im Laufe der Geschichte stellen mussten, sind im Anime immer noch klar zu erkennen.

Im Laufe ihres Weges müssen sich Rachel und Zack auf jeder Etage der Anstalt einer anderen Aufgabe stellen. | © 2018 Makoto Sanada / Vaka, DWANGO, Kadokawa / Angels of Death Partners

Damit das Schauen der Serie nicht dem Betrachten eines Let’s Plays gleichkommt, hat sich Regisseur Suzuki jedoch einen ganz besonderen Kniff überlegt: Und zwar deutet der Anime mithilfe verschiedener Symbole und klug gewählter Perspektiven die Lösung der Rätsel und den weiteren Verlauf der Story an, sodass auch ohne Gamepad ordentlich gegrübelt werden darf und der Spaßfaktor des Spiels adäquat ins neue Medium übertragen wird!

Durch gelegentliche Comedy-Einlagen lockert der Anime seine bizarre Atmosphäre etwas auf. | © 2018 Makoto Sanada / Vaka, DWANGO, Kadokawa / Angels of Death Partners

Rein inhaltlich fühlt sich die Geschichte an wie der Albtraum eines Jugendlichen in der Findungsphase und wirft euch in eine schrullige Welt aus Tod, Tod und noch mehr Tod! Jedoch versucht der Anime nicht, seine leicht trashig angehauchte Welt bierernst zu verkaufen und schafft sich durch gelegentliche Selbstironie einen charmanten Anstrich. Mit der kompetenten Regie, der großartigen visuellen Umsetzung aus den besseren Tagen des Studios J.C. Staff und der doch recht spannenden Geschichte ist Angels of Death vielleicht kein absoluter Blockbuster, jedoch spaßige und abwechslungsreiche Anime-Unterhaltung für zwischendurch!


Die deutsche Synchronisation

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Die deutsche Vertonung zu Angels of Death entstammt Universums Stammstudio EuroSync und gestaltet sich wie gehabt extrem hochwertig. So scheinen die Sprecher sichtlich Spaß an ihren Rollen zu haben und experimentieren herrlich frei mit verschiedenen Chargen, um nicht einfach nur die japanischen Stimmen nachzubeten, sondern den Charakteren authentisch Leben einzuhauchen. Vor allem Christin Marquitan blüht in der Rolle der Catherine nahezu auf und liefert ein schaurig-schönes, wahnsinniges Lachen!

Rachel GardnerFriedel Morgenstern (Mayuri in Steins;Gate, Rikka in Love, Chunibyo and Other Delusions)
Isaac FosterKonrad Bösherz (Takumi in Food Wars!, Suzaku in Code Geass)
Daniel DickensNicolas Böll (Dr. Irie in Higurashi, Rufus in Fairy Tail)
Edward MasonSarah Tkotsch (Hinami in Tokyo Ghoul, Wendy in Fairy Tail)
Catherine WardChristin Marquitan (Motoko in Ghost in the Shell, Meruru in The Vision of Escaflowne)
Abraham GrayMichael Deffert (Lancer in Fate/stay night, Scorpio in Fairy Tail)

Verpackung & Extras

© Universum Anime

Was die Verpackung angeht, zeigt sich Universum wie auch schon bei Rainbow eher minimalistisch: So befindet sich die Scheibe in einer handelsüblichen Amaray, die mit einer hochwertig bedruckten O-Card verziert ist. Die Motive der beiden Cover gehen mit Rachel und Zack gestalterisch schön Hand in Hand und machen stilistisch eine gute Figur.

Trotz der simplen Bestandteile ist das Design von Angels of Death nicht von schlechten Eltern. | © Universum Anime

Physische Extras sind leider keine vorhanden, positiv erwähnenswert für Produktionsnerds sind jedoch (wie bei allen Releases von Universum) die Angaben zum Staff auf der Rückseite der O-Card. Der FSK-Flatschen ist von dieser ohne Probleme abzulösen und kann auf der Amaray dank eines Wendecovers ins Unsichtbare verbannt werden.


Bild & Ton

© 2018 Makoto Sanada / Vaka, DWANGO, Kadokawa / Angels of Death Partners

Acht Episoden einer größtenteils dunklen Anime-Serie sind erst einmal eine gefährliche Ansage – weiß auch Universum und spendiert Angels of Death eine mit satten 50 Gigabyte ausgestattete BD50, die den Farbverläufen der Serie mit einer Bitrate von 25mbps mehr als genug Raum zur Entfaltung bietet. Dementsprechend macht das Bild durchgängig eine extrem gute Figur, ist zu jedem Zeitpunkt gestochen scharf, sauber und ohne nervigen Kompressionsmatsch oder Ähnliches. Hier wurden die richtigen Schritte eingeleitet, um die Bildqualität zu wahren und keinerlei Raum zur Beanstandung gelassen!

Auch der Ton im üblichen DTS-HD MA-Format klingt sowohl auf Deutsch, als auch auf Japanisch ohne Probleme hochwertig aus allen Boxen.


Die Untertitel

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Stilistisch nutzt Universum wie auch schon in vergangenen Veröffentlichung eine nicht überdurchschnittlich atmosphärische, aber angenehme Schriftart mit ausreichender Größe und dickem schwarzen Rand. Inhaltlich besticht der Sub durch eine extrem motivierte Übersetzung voller atmosphärischer Formulierungen, die in Sachen Einfallsreichtum und sprachlicher Qualität der Synchronisation in nichts nachstehen!

Insgesamt ist der Untertitel für Dub-Muffel eine sehr hochwertige Alternative zur Synchro!


Fazit – schaurig-schöner Release!

© 2018 Makoto Sanada / Vaka, DWANGO, Kadokawa / Angels of Death Partners

Mit Angels of Death hält Universum seine Prestigeposition und serviert erneut einen inhaltlich bis ins letzte Detail durchpolierten Release. Egal ob Synchro, Bildqualität oder Untertitel – die Scheibe überzeugt auf ganzer Linie und der Gesamteindruck wird für Sammler lediglich durch die etwas unspektakuläre Verpackung geschmälert, die aber immerhin dank O-Card das vermutlich Meiste aus der vorhandenen Kalkulation rausholt.

Fans und Interessierte können ohne weitere Bedenken zur Disc greifen oder sich selbst oder anderen unter den Weihnachtsbaum stellen …

Wir bedanken uns herzlich bei Universum Anime für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


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Jetzt seid ihr gefragt!

Was haltet ihr vom deutschen Release zu Angels of Death? Und was würdet ihr tun, wenn ihr eines Tages in der unbekannten Anstalt eure Augen aufschlagt?

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