© 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

Übernatürliche Kräfte können Fluch und Segen zugleich sein – das wissen auch die Einwohner der Bildungsstadt und ganz besonders der Stärkste unter ihnen, Accelerator. Wir haben die erste Folge des neuen Toaru-Spin-offs unter die Lupe genommen und verraten euch, ob das Franchise seine Beliebtheit verdient hat!

Seit Light Novel-Legende Kazuma Kamachi 2004 mit dem ersten Band der Action-Story A Certain Magical Index die Tore zur Bildungsstadt aufschlug, wuchs die Anhängerschaft der Geschichten um übernatürlich begabte Jugendliche rapide und so schuf er eines der beliebtesten japanischen Mixed Media-Franchises. Obwohl die Reihe in Deutschland noch eher auf dem Geheimtipp-Status festsitzt, sind auch hierzulande zahlreiche Fans von Misaka Mikoto und co gespannt auf das Solo-Debüt des Accelerators aus der aktuellen Summer Season.

Ob das Spin-off um den knurrigen Antihelden den Erwartungen der Fans gerecht wird und eine sinnvolle Ergänzung oder unnötigen Fanservice darstellt, klären wir in unserem Ersteindruck!

Accelerator Key Visual Titel: A Certain Scientific Accelerator
Art: Serie
Episoden: 12
Genre: Action, Drama, Comedy
Studio: J.C. Staff (One-Punch Man 2, Food Wars!)
Regisseur: Nobuharu Kamanaka (Big Order)
Vorlage: Manga von Kazuma Kamachi (Story) und Yamaji Arata (Zeichnungen)
Simulcaster: Crunchyroll
Trailer: Hier anschauen
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Wo kann man A Certain Scientific Accelerator auf Deutsch schauen?

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Simulcaster Crunchyroll bringt jeden Freitag um 19:30 die neuesten Geschichten aus der Bildungsstadt auf Japanisch mit deutschen Untertiteln direkt zu euch. Um die Abenteuer des stärksten Level 5-Espers pünktlich verfolgen zu können, benötigt ihr ein Premium-Abonnement, das mit 4,99€ monatlich zu Buche schlägt und euch neben Accelerator Zugriff auf zahlreiche weitere Anime mit Dub und Sub gewährt – unter anderem der dritten A Certain Magical Index-Staffel.

Wer sein Ticket in die Bildungsstadt lieber gratis löst, ist ebenfalls nicht aufgeschmissen, muss in der kostenlosen Variante jedoch eine Woche länger als Premium-User auf neue Folgen warten und außerdem mit Zugverspätungen durch Werbe-Unterbrechungen rechnen.

Darum geht es in A Certain Scientific Accelerator!

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Irgendwo mitten in Japan erstreckt sich die Bildungsstadt – eine wunderliche Metropole, die fast ausschließlich aus Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen besteht und übernatürlich begabte Jugendliche, sogenannte Esper, hervorbringt. Unter all den auf unterschiedliche Art und Weise talentierten Einwohnern gibt es jedoch einen, der selbst mächtige Kräfteschwinger zum zitternden Häufchen Elend werden lässt – der Accelerator.

Die Schuldgefühle aus dem Level 6-Shift-Projekt sitzen tief – und so beschützt Accelerator Last Order weiterhin mit seinem Leben. | © 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

Doch obwohl der einst mit teufelischem Grinsen Sisters jagende Weißschopf nach dem Ende des Level 6-Shift-Projekts nur seine Ruhe will, hält das Schicksal ganz andere Pläne für ihn bereit: Nachdem Anti Skill bei den Ermittlungen zum Einbruch einer Luftdruckfirma auf Granit beißt, wird der immer noch ordentlich angeschlagene Esper bei einer Untersuchung im Krankenhaus mit einer aus der Einrichtung entwendeten Anti-Accelerator-Waffe attackiert.

Doch dieser Stress ist für ihn und sein knuddeliges Anhängsel Last Order nur der Anfang, denn langsam braut sich am Himmel über der Bildungsstadt ein gewaltiger Sturm zusammen, der das Schicksal der Metropole auf die Schulter des verschlossenen Vektorkämpfers legt …

Story & Charaktere

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Das Toaru-Franchise ist wie ein großes Storypuzzle – verschiedenste Arcs werden im Laufe der drei Hauptgeschichten Index, Railgun und Accelerator aus unterschiedlichen Perspektiven mit unterschiedlichen Schwerpunkten beleuchtet und ergeben im Einklang eine komplexe, abwechslungsreiche Geschichte, die einmal quer durch die verschiedensten Genres streicht.

Nachdem Blitzschleuder Mikoto »BiriBiri« Misaka bereits 2009 mit ihrem eigenen Ableger bedacht wurde, dreht sich in A Certain Scientific Accelerator alles um den Fan-Favoriten und unterschiedliche Vektoren kontrollierenden Level 5-Esper. Dieser gehört als augenscheinlich skrupelloser Psychopath, der sein verständnisvolles und liebevolles Selbst als Opfer seiner Umstände unter einer harten Schalte verbirgt zu den dramatischsten Charakteren der Reihe und verspricht eine Geschichte mit Tiefgang.

Index-Fans dürfen sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen – zum Beispiel den Sisters. | © 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

Obwohl Mini-Misaka Last Order auch mal wieder für den ein oder anderen Lacher herhält, macht sich die Schwere der Staffel bereits in der ersten Folge und der bedeutungsschwangeren Eröffnungssequenz bemerkbar, auf die eine fast schon regelkonforme, obligatorische Original-Sidestory folgt. Wie vom Toaru-Franchise gewohnt ruft uns die Erstlings-Episode die Erinnerung an für das Verständnis der Staffel wichtige Momente der vergangenen Serien zurück ins Gedächtnis und gewöhnt uns an das mit Accelerator als Hauptcharakter nicht so shounenhaft wie in Index und nicht so Slice of Life-lastig wie in Railgun ausfallende Feeling.

Die Action um den übermächtigen Accelerator trägt einen düsteren Ton. | © 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

Die Geschichte rund um den Überfall des Krankenhauses ist dabei nicht mehr und nicht weniger als ein spaßiger Auftakt ohne allzu viel Anspruch und sagt noch nicht viel über das Muster der Geschichte aus. Denn sobald die Serie in Episode 2 ihren zugrunde liegenden Manga aufnimmt und die Hauptstory auffährt, wird mit spannenden Twists, sympathischen Charakteren und mitreißenden Kämpfen mal wieder das verkörpert, das Kamachis Esper-Universum seit 2004 überragenden Erfolg beschert.

Künstlerische Umsetzung

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Nachdem die dritte Index-Staffel die Fans nach langer Wartezeit mit mehr Enttäuschung als Hype zurückließ und die Gemüter ihrer Anhängerschaft sichtlich erhitzte, gibt die Situation in Accelerator schon deutlich mehr Anlass zur Freude: Zwar wird die neueste Auskopplung des Toaru-Franchises von der vom Produktionsniveau locker an hochkarätige Kinofilme heranreichenden Staffel Railgun S mühelos überrundet, macht optisch aber trotzdem eine gute Figur.

Mit Einfällen wie uns die Bildungsstadt zunächst nur in Fensterspiegelungen zu zeigen, beweist Regisseur Kamanaka ein Händchen für epische Atmosphäre. | © 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

So kommt die Bildungsstadt im gewohnt opulenten Look ohne verzogene Gesichter, krumme Figuren oder detailarme Hintergründe daher und bringt zudem eine rundum überarbeitete, neue Optik mit. Was die Animationen angeht ist der Anime hingegen noch ziemlich zaghaft unterwegs, denn die Actionszenen der Serie wirken immer noch etwas steif und lassen Sakuga-Feste wie in den vorangegangenen Staffeln vermissen. In der Hinsicht bleibt zu hoffen, dass J.C. Staff sich die Ressourcen für eindrucksvolle Kämpfe im späteren Verlauf aufgehoben hat.

Liebevolle Querverweise dürfen natürlich nicht fehlen – so liest Accelerator im Krankenhaus die Manga-Adaption von Kamachis zweiter großer Serie, Heavy Object. | © 2018 鎌池和馬/山路新/KADOKAWA/PROJECT-ACCELERATOR

Dass Accelerator seine Wirkung trotz der abgeschlagenen Produktionswerte trotzdem nicht verfehlt, liegt insbesondere an Kamanakas stimmiger Inszenierung in seiner zweiten Regie-Arbeit: Egal ob ungewöhnliche Kameraperspektiven, hollywoodähnliche Bilddramatik oder rotzfreches Ecchi. Der Director tobt sich in der Umsetzung gewaltig aus und verpasst der Folge damit einen ganz eigenen, spaßigen Anstrich, der altbekannte Toaru-Konventionen nicht bricht, sondern sie viel eher um neue Elemente erweitert. Fans der Reihe werden sich in jedem Fall wie zu Hause fühlen – auch durch den immer noch Gänsehaut erregenden Soundtrack.

Fazit – ein gewisser wissenschaftlicher Top-Anime

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Unterm Strich ist A Certain Scientific Accelerator eine sinnvolle Ergänzung zum Toaru-Franchise und verleiht der Reihe damit eine weitere Tiefenebene, die inhaltlich einige spannende Kniffe verspricht und mit jeder Menge Service für Accelerator-Fans aufwartet.

Obwohl der Anime wie die meisten Teile der Reihe sehr quereinsteigerfreundlich ist, sollten Unerfahrene trotzdem lieber erst mal zu den Vorgängern greifen und zu Genüge in die Welt der Bildungsstadt eintauchen, um in jedem Fall mit der Erzählung Schritt halten zu können. Ist man nämlich informiert und geht mit wohlwollenden Erwartungen in das Spin-off hinein, erwartet einen hier ein heißer Anwärter auf einen der besten Action-Anime des Jahres.

Jetzt seid ihr gefragt!

Habt ihr die erste Folge von A Certain Scientific Accelerator schon gesehen? Wie fandet ihr sie? Und welche Esper-Kräfte würdet ihr euch persönlich wünschen?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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sinned184Leon AdemesLukas Broghammer Letzte Kommentartoren
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Lukas Broghammer
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Ich bin absolut kein Index fan. Aber ich vergöttere Accelerator! Ich habe jede einzelne Szene in Staffel 1 und 2 geskipped die nicht ihn beinhalteten weil ich wirklich nur ihn sehen wollte. Zu hören das er seine eigene Serie bekommt hat mein Herz höher springen lassen. 🙂

Leon Ademes
Gast
Leon Ademes

Ich liebe das Index Franchise über alles. Egal wie lange es noch weiter gehen könnte ich würde diese Serie bis zu meinem Tod verfolgen. Alle Charaktere sind wundervoll auf ihre eigene Art und weise. Besonders Accelerator gehört zu meinen Favoriten. Dass man sich letztendlich dazu entschieden hat auch ihm eine eigene Serie zu verleihen freut einen Fan, wie mich umso mehr. Auch die letzten Puzzlestücke werden hinzugefügt, die eventuell in den Staffeln von Railgun und Index weggelassen wurden. Besonders freue ich mich auf viele neue Charaktere. Natürlich ist es nach wie vor schade, dass die dritte Staffel von A certain… Weiterlesen »

sinned184
Gast
sinned184

Mir hat das Railgun Spinoff immer am besten Gefallen im index Franchise.
Bei der letzten Index Staffel habe ich Story Technisch irgendwie den Faden verloren.. Vielleicht war es auch zu lange her dass ich die ersten beiden Staffel gesehen hatte
Ich freue mich schon auf die neue Railgun Staffel aber Accelarator ist bisher auch vielversprechend. Ich finde, es gibt generell viel zu wenige Antihelden