© 冬目景/集英社・イエスタデイをうたって製作委員会

Euch steht der Sinn nach erwachsener Unterhaltung und ihr habt keine Lust auf den fünftausendsten Fighting-Shounen voller nerviger Jugendlicher? Dann hätten wir da ein paar Tipps für euch!

Wie in jeder Season wurden wir auch im Frühling wieder mit unzähligen Serien für jeden Geschmack und jede nur erdenkliche Zielgruppe beworfen. Mit der steigenden Anzahl wird es immer schwieriger, etwas zu finden, das dem eigenen Geschmack oder den eigenen Anforderungen entspricht. Beispielsweise kann es vorkommen, dass ihr einfach keine Lust mehr auf schreiende Hauptcharaktere jenseits der Volljährigkeit habt und euch stattdessen nach etwas Erwachsenerem sehnt.

Seien es die Charaktere im fortgeschrittenen Alter oder eine erwachsene Story, die alltägliche Probleme behandelt, in die wir uns nur allzu gut hineinversetzen können. Die nachfolgenden fünf Serien heben sich auf vielerlei Hinsicht vom üblich kindischen Mainstream ab und sind auf jeden Fall einen Blick wert, solltet ihr es eher auf reifere Geschichten abgesehen haben, die sich um mehr drehen als nur der König der Hokage-Piraten zu werden.


The Millionaire Detective: Balance Unlimited

©筒井康隆・新潮社/伊藤智彦・神戸財閥

Darum geht es in The Millionaire Detective: Balance Unlimited

Der Millionär Daisuke ist Inhaber eines unvorstellbaren Vermögens und kümmert sich in seiner Freizeit um die Aufklärung von Kriminaldelikten.
Da er der Polizei in der Vergangenheit Scherereien bereitete, wird er der »Präventionsstelle für moderne Straftaten« zugewiesen, wo er auf den jungen Haru trifft.

Haru ist das exakte Gegenteil seines neuen Partners und der felsenfesten Überzeugung, dass Geld nicht alles Glück im Leben ausmacht, während Daisuke seinen Wert über seinen Kontostand definiert. Doch trotz ihrer unterschiedlichen Gesinnungen müssen sich die beiden Männer zusammenraufen, um in der Welt der Kriminalität aufzuräumen …

Das macht The Millionaire Detective: Balance Unlimited besonders

Die wohl größte Besonderheit bietet Hauptcharakter Daisuke selbst. Mit Checkbuch und Zigarre bewaffnet und einem Blick so cool, dass er jeden schockgefrosteten Eiswürfel in den Schatten stellt, gibt der junge Multimillionär wohl den exzentrischsten Gesellen auf dieser Liste. Vollkommen weltfremd zückt er einfach sein Konto und öffnet damit sämtliche Türen und Tore. So fest sie auch verrammelt sind.

Trotz aller Coolness macht er sich damit aber nicht nur Freunde. Allem voran sein Partner Haru ist ziemlich genervt von Daisukes Trugschluss, mit Geld jedes noch so schwerwiegende Problem lösen zu können. So werden wir also Zeuge zweier Charaktere, die verschiedener nicht sein könnten und die sich dennoch irgendwie zusammenraufen müssen. Eine Geschichte, die definitiv so einige interessante Entwicklungen bereithält.

Hauptcharakter Daisuke hebt sich von allem ab, was uns in Anime so als cool verkauft wird. Weder ist er ein schreiender Schwertschwinger noch ein gut aussehender Flirtprofi, der alle Frauenherzen zum Schmelzen bringt. Kratzt man an der Fassade des selbstbewussten zigarrenpaffenden Inspektors, bleibt schnell ein unbeholfener junger Mann zurück, der aufgrund seines Reichtums immer wieder bei seinen Mitmenschen aneckt und nie gelernt hat, dass es weitaus wichtigere Dinge und bessere Argumente als Geld gibt. Eine Tatsache, die auch wir gern ab und an mal vergessen.
Wer jetzt glaubt, auf Action verzichten zu müssen, der kann übrigens beruhigt sein. Nur weil Daisuke gern mit dem Checkbuch wedelt, heißt das noch lange nicht, dass ihm damit halsbrecherische Verfolgungsjagden und dergleichen erspart bleiben und die Verbrecher nach seiner Pfeife tanzen würden.

Die ersten drei Folgen des Polizeikrimis The Millionaire Detective: Balance Unlimited könnt ihr mit deutschen Untertiteln auf Wakanim sehen. Nach ihrer Corona-Zwangspause wird die Serie voraussichtlich am 16. Juli 2020 mit ihrer erneuten Ausstrahlung beginnen.

Zu The Millionaire Detective: Balance Unlimited auf Wakanim


Kakushigoto

© 久米田康治・講談社/かくしごと製作委員会

Darum geht es in Kakushigoto

Gouto Kakushi ist ein erfolgreicher Mangaka, dessen Werk bei Fans obszöner Inhalte auf regen Anklang stößt. Doch neben dem Erschaffen neuer Geschichten gehört auch die Erziehung seiner kleinen Tochter Hime zum Alltag des alleinstehenden Vaters, der seinen Sprössling sicher und wohlbehalten zum Erwachsenwerden führen möchte.

Klar, dass das Töchterchen sein Werk auf keinen Fall in die Finger bekommen darf, doch der Kampf gegen die kindliche Neugier erweist sich schwieriger als zunächst angenommen …

Das macht Kakushigoto besonders

Kouji Kumetas (Sayonara Zetsubo Sensei) Slice-of-Life-Comedy Kakushigoto ist vor allem eins: zuckersüß. Statt des typischen Maincharakters, der seine Vorhaben mehr oder weniger vollends im Griff hat, treffen wir auf einen allein erziehenden Vater, der sich seine Brötchen mit einer Karriere als mehr oder weniger erfolgreicher Ero-Mangaka verdient und sich in seiner arbeitsfreien Zeit um seine zehn Jahre alte Tochter kümmert. Seine verzweifelten Versuche, sie nicht mit seiner verdorbenen Schöpfung in Berührung zu bringen, sorgen dabei für die eine oder andere ziemlich komische Situation.

Tatsächlich dreht sich Kakushigoto aber weniger um die komischen Aspekte eines perversen Mangaka, der seine geheime Leidenschaft aus Scham und Sorge zu verbergen versucht, sondern um einen liebenden Vater, der sich nichts mehr wünscht, als seine kleine Tochter vor den Gefahren unserer grausamen Welt zu beschützen. Er tut alles in seiner Macht Stehende, um ihr trotz des frühen Verlustes ihrer Mutter ein glückliches Leben zu schenken und ihr all die Liebe zu geben, die sie verdient. Auch wenn er dabei gern mal über die Stränge schlägt.

Aber nicht nur Vater Kakushi bildet das Herz der Serie, auch seine Tochter Hime ist einfach nur zum Liebhaben. Naiv, wie Kinder eben sind, denkt sie sich nichts Böses dabei, wenn ihr Vater morgens zu seinem angeblichen Bürojob aufbricht. Noch nicht mal als sein Editor eines Tages vor der Tür steht, scheint sie zu ahnen, dass ihr Vater nicht ganz ehrlich zu ihr ist. Aber selbst wenn. Was macht das schon? Solange sie und ihr Vater sich haben, ist sie sowieso wunschlos glücklich. Selbst wenn sie laut ihrer eigener Aussage arm sind. Denn auch hier gilt: Geld allein macht auch nicht glücklich.

Studio Aija-dos (How Not to Summon a Demon Lord, Ascendance of a Bookworm) Kakushigoto erscheint jeden Donnerstag um 16:30 Uhr mit deutschen Untertiteln auf Wakanim.

Zu Kakushigoto auf Wakanim


Woodpecker Detective’s Office

© 2020伊井圭・東京創元社/「啄木鳥探偵處」製作委員会

Darum geht es in Woodpecker Detective’s Office

Das Ende der Meiji-Ära ist für Japan eine turbulente Zeit: Das Land der aufgehenden Sonne wird mehr und mehr vom Kulturimport aus dem Westen beeinflusst und die einheimische Wirtschaft steht auf einem wackeligen Fundament.
So plagen auch den begabten Dichter Takuboku Ishikawa enorme Geldsorgen, weswegen er sich dazu entscheidet, neben seiner Haupttätigkeit ein Detektivbüro zu gründen!

Der erste Fall lässt dabei nicht sonderlich lang auf sich warten: Im Asakusa-Juunikai-Gebäude kam es in letzter Zeit zu rätselhaften Geistersichtungen, die Ishikawas Truppe nun aufzuklären versucht …

Das macht Woodpecker Detective’s Office besonders

»Es gibt immer nur eine Wahrheit und ich finde sie!«
Die Catchphrase, mit der schon der bebrillte Mini-Sherlock-Holmes Conan von sich hat reden machen, trifft auch in Liden Films (Yamada-kun & the 7 Witches, Akashic Records of Bastard Magical Instructor) neuestem Werk mitten ins Schwarze. So jagt ein Mysterium das nächste und lässt uns bis zum großen Knall der Auflösung mit riesigen Fragezeichen über den Köpfen zurück.

Im Fokus steht dabei Dichter Takuboku, der immer knapp bei Kasse ist und den Großteil seines entspannten Lebens damit verbringt, sich seinen Lebensunterhalt zusammenzuschnorren und nicht aus seiner Wohnung zu fliegen. Zum Glück kann er sich dabei immer auf seinen Freund Kyousuke verlassen, der ihm nicht nur finanziell aus der Patsche hilft, sondern Verbrechen auch magisch anzuziehen scheint. Eben ganz so, wie es sich für einen guten Krimi gehört.

Tatsächlich sind die entstehenden Fälle längst nicht so leicht zu knacken, wie man es aus anderen Serien dieses Genres gewohnt ist. Irgendein Kniff taucht immer auf, der unsere Theorien für nichtig erklärt und uns vor Spannung von den Sitzen reißt. Einzig der Dichter selbst scheint sie von Anfang an zu durchschauen, wenngleich er uns brav allein auf die Lösung kommen lässt. Selbst wenn dabei die eigenen Leute im Fadenkreuz stehen. Wo bliebe denn auch sonst der Spaß?

Wer auf spannende Fälle mit sympathischen Charakteren steht, der kann sich Woodpecker Detective’s Office auf Crunchyroll zu Gemüte führen. Dort erscheint jeden Montag um 17:00 Uhr eine neue Folge mit deutschen Untertiteln.

Zu Woodpecker Detective’s Office auf Crunchyroll


Wave, Listen to me!

©沙村広明・講談社/藻岩山ラジオ編成局

Darum geht es in Wave, Listen to me!

Minare Koda hat einige unglückselige Tage hinter sich und beschließt eines Abends, sich so richtig einen hinter die Binde zu kippen und ihre Sorgen im Alkohol zu ertränken.
Auf ihrem taumeligen Weg nach Hause begegnet sie einem Radiomitarbeiter, dem sie sturztrunken ihr Herz ausschüttet. Als sie sich am nächsten Morgen selbst im Radio herumzetern hört, stürmt sie voller Wut die Sendestelle. Doch statt eine Erklärung zu bekommen, schlittert sie immer tiefer in die Welt des Radios und wird mit ihren exzentrischen Eigenheiten »über Nacht« zum Superstar …

Das macht Wave, Listen to me! besonders

Minare ist wohl der nachvollziehbarste aller Charaktere auf unserer Liste. Kein Erfolg im Job, dauerpleite und mit den Männern will es auch nicht so recht klappen. Frustriert schlägt sie sich durch ihren anstrengenden Alltag und ertränkt ihre Sorgen dabei so manches Mal im Alkohol. Und wie es eben so ist, wenn man sich besinnungslos säuft, begeht auch sie eine Dummheit und erhält dafür sogleich die Retourkutsche – in Form einer Radiosendung, in der ihr Gejammer des Vorabends einfach ohne jede Scham abgespielt wird, als hätte sie dem Aufzeichner ihres Gespräches die Erlaubnis erteilt.

Obwohl sie sich zuerst hintergangen fühlt und tierisch sauer zum Studio stürmt, ergreift sie nach kurzem Überlegen die Chance, die sich ihr aufgrund ihrer eigenen Unvorsichtigkeit bietet, und versucht nun, das Beste draus zu machen und ihren Horizont zu erweitern. Denn nur weil etwas zuerst so wirkt, muss es noch lange nicht heißen, dass es ausschließlich schlecht ist. So springt die toughe Blondine über ihren Schatten und versucht sich an etwas, das sie so nie als ihren Weg vorhergesehen hätte.

Wave, Listen to me! aus dem Studio Sunrise (Gintama, Gundam-Reihe) zeigt, dass unverhofft tatsächlich oft kommt und die größten Chancen in den Dingen verborgen liegen, die wir selbst niemals als solche betrachtet hätten. Und dass wir nicht von vornherein die Flinte ins Korn werfen sollten, nur weil uns etwas augenscheinlich nicht liegt oder der Zeitpunkt vielleicht auch einfach nicht stimmt. Begegnen wir den Dingen mit offenen Armen, entdecken wir möglicherweise unsere größte Leidenschaft in etwas, das wir uns niemals hätten vorstellen können. Denn wie heißt es so schön? Das Glück liegt ganz allein in unserer Hand.

Wave, Listen to me! erscheint jeden Freitag um 20:25 Uhr mit deutschen Untertiteln auf Wakanim.

Zu Wave, Listen to me! auf Wakanim


Sing ‘Yesterday’ for Me

© 冬目景/集英社・イエスタデイをうたって製作委員会

Darum geht es in Sing ‘Yesterday’ for Me

Gerade noch erfolgreich sein Studium abgeschlossen, steht Rikuo nun vor dem großen Nichts. Trotz seiner Kenntnisse findet er keine Anstellung und kann sich gerade so mit einem Nebenjob über Wasser halten, während er sich immer mehr mit einer perspektivlosen und eintönigen Zukunft abfindet.

So ziehen die Tage zunächst ereignislos ins Land, doch als er der ungewöhnlichen Nonaka und ihrer Hauskrähe begegnet und kurz darauf seine verloren geglaubte Jugendliebe Shinako wiedertrifft, beginnt sich sein Leben erneut unerwartet zu ändern …

Das macht Sing ‘Yesterday’ for Me besonders

Den ruhigsten Vertreter auf unserer Liste bildet Doga Kobos (Plastic Memories, Himouto! Umaru-chan) Slice-of-Life-Drama, das weniger mit turbulenten Ereignissen und großen Plottwists aufwartet und stattdessen lieber mit wunderschönen Visuals und tiefgehenden Dialogen von sich überzeugt. So lernen wir eine Handvoll sympathischer Charaktere kennen, die alle ihr eigenes Päckchen mit sich herumtragen und trotz aller Widrigkeiten versuchen, sich irgendwie durchzuschlagen. Und während sich die einen damit abgefunden haben, dass sich die Dinge wohl niemals ändern werden, kämpfen die anderen um das, was ihnen wichtig ist – selbst wenn sie dabei immer wieder Rückschläge einstecken müssen.

Unerwiderte Liebe, Erfolglosigkeit, familiäre Probleme. Gerade dieses Menschliche ist es, was die Geschichte um Haru und Rikuo so fesselnd macht. Eben genau weil wir ihre Probleme nur zu gut kennen, können wir uns in sie hineinversetzen und bei jedem ihrer Vorhaben mitfiebern.

Sing ‘Yesterday’ for Me gibt sich so, wie das Leben eben ist. Voller großer und kleiner Probleme, angefüllt mit Begegnungen und Abschieden und der Gewissheit, dass das Leben immer weitergeht, ganz gleich, mit welcher Sorge man sich im Augenblick herumschlagen muss. Aber auch die stillen Momente, die in unserer modernen Welt leider viel zu kurz kommen, werden mit uns geteilt und geben uns einen tiefen Einblick in die Seelen der Charaktere. Wie sie leben. Wie sie lieben. Wovon sie träumen. Selbst wenn es nur so unscheinbare, gewöhnliche Dinge sind wie der Wunsch nach Liebe.

Wenn euch der Sinn nach einer ruhigen, tiefgehenden Story steht, solltet ihr unbedingt einen Blick riskieren. Sing ‘Yesterday’ for Me erscheint jeden Samstag um 20:00 Uhr mit deutschen Untertiteln auf Crunchyroll.

Zu Sing ‘Yesterday’ for Me auf Crunchyroll


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Welchen der hier aufgelisteten Anime findet ihr am interessantesten? Welchen würdet ihr in dieser Richtung noch empfehlen?

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Sakul
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Sakul

Verdammt ich habe wohl immer noch den Geschmack eines Kindes weil leider mich keiner dieser Anime angesprochen hat…. eines tages vielleicht…

Flix
Gast
Flix

Keine schlechte Auswahl, finde es ja schon ziemlich gut das so ein Format mal vorgestellt wird. Bisher nur in Wave listen to me reingeschaut , werde mir auch die anderen Vörschlage mal zur Gemüte führen.
Danke fürs Erstellen.