©2013 プロジェクトラブライブ!

Gibt es eigentlich Leute, die Musik-Anime grundsätzlich nicht mögen? Vermutlich nicht, denn dieses Genre ist so schwammig, dass man es fast als simples Element für den Plot bezeichnen könnte und nicht unbedingt als »Genre«.

Folglich sind Anime mit dem Thema Musik teilweise so unterschiedlich, dass man eigentlich nicht mehr sagen kann, sie hätten viel miteinander zu tun. Ein paar Vertreter von einzigartigen Musik-Anime, für die ihr sofort problemlos auf Crunchyroll klicken könnt, haben wir hier aufgelistet!


»K-ON!«

© Kyoto Animation, MOVIC, Pony Canyon

Ein wirklicher Geheimtipp mag »K-ON!« ja schon lange nicht mehr sein, aber trotzdem darf man nicht vergessen, wie viel er zur Anime-Welt beigetragen hat: Mit zwei Staffeln, einem Film und unzähligen Fans, die sogar bereit sind, die japanische Schule zu bereisen, die als Vorlage für den Anime galt, kündigte der Musik-Anime von KyoAni ein neues Zeitalter des »Moe«-Zeichenstils an und sorgte im Westen für einen Boom der relativ neuen, eigentlich ursprünglich nicht ganz ernst gemeinten Genrebezeichnung des »Cute Girls Doing Cute Things« – Süße Mädchen, die süße Dinge tun.

Dabei stellen sich viele Fans sogar ernsthaft die Frage, ob »K-ON!« überhaupt primär ein Musik-Anime ist. Klar, der Plot handelt von einem Musikklub und dem Alltag seiner Mitglieder, aber wenn man in die Serie reinguckt, merkt man schnell, dass der Fokus viel stärker auf dem gemütlichen, teil lustigen Slice-of-Life-Teil liegt und nur gelegentlich guter J-Pop und J-Rock aus der Band zu hören ist – perfekt also für diese Liste!

Worum geht’s genau in »K-ON!«?

Die leicht vertrottelte Tagträumerin Yui hat gerade erst mit der Oberschule begonnen und steht schon vor einem lebenswichtigen Problem: Welchem Klub soll sie eigentlich beitreten? Nach allerhand Pleiten stolpert sie schließlich über den Popmusikklub – und der sucht händeringend nach neuen Mitgliedern. Begeistert tritt sie dem Klub bei, doch schon bald müssen die drei bisherigen Mitglieder feststellen: Yui kann eigentlich überhaupt kein Instrument!


»The iDOLM@STER: Cinderella Girls«

©BNEI/PROJECT CINDERELLA

Dass aus einer einfachen Videospielserie ein so riesiges Franchise mit unter anderem zwei Haupt-Anime-Serien und unzähligen Spin-offs – beispielsweise sogar einer Mecha-Serie aus dem Jahr 2007! – wird, sollte eigentlich wenig verwundern: »The iDOLM@STER« ist das erste virtuelle Idol-Universum, das so einen massiven Erfolg verzeichnen konnte und bei Fans auch heute noch mit einem mittlerweile gigantischen Cast an sympathischen Charakteren punktet.

Was diese zweite Anime-Serie aus der Hauptreihe nun zu einem »einzigartigen Musik-Anime« macht? Nun, zugegeben, dieser Eintrag ist ein wenig geschummelt, weil er nach den typischen Tropen arbeitet, die man heute innerhalb des Idol-Anime-Booms überall erkennt. Genau das macht ihn aber perfekt für Neugierige, die mal in die Welt der Idol-Anime reinschnuppern wollen, ohne von irgendwelchen Gimmicks erschlagen zu werden.

Wer sich drübertraut, bekommt definitiv eine leichtherzige, unkomplizierte Geschichte aus dem spaßigen und manchmal auch stressigen Alltag von einem kleinen Haufen Musikkünstlerinnen und jede Menge japanischer Popmusik!

Worum geht’s genau in »The iDOLM@STER: Cinderella Girls«?

Das Produktionsstudio 346 ist bereits ein erfolgreiches Unternehmen auf dem Idol-Markt mit mehreren Teams aus Sängerinnen und Tänzerinnen, einem stets vollen Terminplan und dem riesigen Absatz, der daraus folgt. Jetzt plant das Studio ein neues Projekt, das »Cinderella Project«, für das ganz normale Mädchen ausgekundschaftet werden, die sich für ein neues Leben als Idol eignen.

Die junge Uzuki hat dabei ihr Leben lang auf diese Chance gewartet und freut sich riesig, dem Projekt beitreten zu dürfen! Ganz im Gegensatz dazu steht allerdings Rin, die mit den japanischen Popsternchen nichts zu tun haben will und sich vehement weigert, das Angebot anzunehmen, das ihr Leben für immer verändern könnte …


»Symphogear«

©Project シンフォギア

Oh Junge, jetzt kommen wir zu einem persönlichen Highlight! »Senki Zesshou Symphogear« hat eine absolut trashige Prämisse: Fiese, als »Noise« bekannte Kreaturen greifen die Menschheit an und ein paar Mädchen müssen mit der Kraft des Gesangs und einer uralten, hochtechnologischen Ausrüstung diese Monster besiegen. So geht die erste Staffel quasi los und lässt uns noch kaum erahnen, mit welchem Wahnsinn wir im Laufe der Serie konfrontiert werden!

Der Fokus in »Symphogear« liegt nämlich primär auf der atemberaubenden Action, während stets moderne orchestrale Musik läuft und die Kämpferinnen aktiv mitsingen – ein Mecha-Action-Musical sozusagen! Und während diese Action mit jeder Staffel immer wahnwitziger und selbstironischer wird, öffnet der Autor Akifumi Kaneko langsam immer weiter die Fluttore und macht uns mit weiteren supersympathischen Charakteren, vollkommen absurden Plotpunkten, neuen, fantastischen Gesangseinlagen, total komischen Running Gags und jeder Menge augenzwinkernden Kampfszenen bekannt!

Schaut Symphogear

Symphogear – 5 Gründe, warum ihr dem Geheimtipp eine Chance geben solltet!

Worum geht’s genau in »Symphogear«?

Es wäre ein riesiges, erfolgreiches Konzert des Idol-Duos »Zwei Wing« gewesen, doch aus dem Nichts tauchen plötzlich seltsame Wesen an, die nicht nur die Konzerthalle verwüsten, sondern auch reihenweise die Zuschauer töten.

Auch das junge Mädchen Hibiki ist unter den Fans des Duos, wird jedoch in letzter Sekunde gerettet – und zwar von den beiden Sängerinnen Tsubasa und Kanade selbst, die in merkwürdiger Ausrüstung gekleidet die Monster langsam zurückdrängen. An diesem schicksalhaften Tag sollte sich die Zukunft für Hibiki, »Zwei Wing« und das ganze Land für immer verändern …


»Zombie Land Saga«

© ゾンビランドサガ製作委員会

Noch ein Idol-Anime? Keine Sorge: Der Titel verrät schon, dass es hier nicht um den gewöhnlichen Alltag von ein paar Sängerinnen und Tänzerinnen gehen wird – der ganze Idol-Cast besteht nämlich aus toten Mädchen, die wieder zum Leben erweckt wurden!

So dreht sich »Zombie Land Saga« zwar um eine Idol-Gruppe, baut seine Unterhaltung aber auf den Eigenheiten auf, die so ein verrücktes Team beim Versuch, eine ganze japanische Präfektur für sich zu begeistern, den ganzen Tag begleiten. Anders als bei »iDOLM@STER« müssen sich die Mädchen auch von Null beginnend langsam hocharbeiten – und dabei verhindern, dass das ganze Publikum ihre wahre Gestalt erkennt!

Der Anime ist somit weniger eine optimistische Story, die uns zeigt, wie eine Gruppe enthusiastischer Mädchen auf ihre Ziele hinarbeitet – obwohl das natürlich auch Teil der Geschichte ist – und mehr eine Sammlung von witzigen Gags, die man dem abwechslungsreichen Cast und dem durchgeknallten Manager zu verdanken hat, auch wenn ihr persönliches Wachstum dabei nie zu kurz kommt!

Worum geht’s genau in »Zombie Land Saga«?

Sakura ist ein riesiger Fan von Idols und war eigentlich nur auf dem Weg, ihre Lieblinge bei einem Konzert mal wieder begeistert anzufeuern – doch da wird sie von einem Truck überfahren und ist sofort tot. Das ist aber nicht das Ende ihrer Geschichte, denn sie wacht in einem heruntergekommenen Haus wieder auf, das offenbar von Zombies überrannt wurde – bis sie bemerkt, dass sie selber nicht mehr unbedingt einen aktiven Herzschlag besitzt!

Da kommt dann auch ein seltsam gekleideter Mann auf sie zu und verkündet ihr, dass sie schon seit zehn Jahren tot sei – und nun mit den anderen Zombies eine Idol-Gruppe bilden soll. Bitte, was?!


»Sekko Boys«

© ザリガニワークス・KADOKAWA・ホルベイン画材/石膏ボーイズ製作委員会

Eine richtige Gaudi ist zu guter Letzt … noch mal ein Idol-Anime?! Na, keine Sorge, diesmal sind’s männliche Idols, und zwar ein Quartett der berühmten Marmorstatuen des Heiligen Giorgio, Hermes, Mars und Medici. Ja, richtig gelesen, in diesem Anime sind die Hauptdarsteller vier steinerne Statuen!

Wird es hinterfragt, warum die vier Statuen sprechen können? Warum sie in jeder Szene stillstehen, aber trotzdem ein normales Leben führen? Warum auf einer Bühne vor tausenden Zuschauern einfach ein paar schwere, in Marmor gemeißelte Oberkörper rumstehen? Nein, natürlich nicht, und das macht diesem Anime zu einem wahrlich einzigartigen Gag-Feuerwerk!

Bei 6 Minuten pro Episode ist auch wirklich nichts verloren, in diese 12-teilige Serie kurz reinzugucken. Im Gegenteil, die kurze Laufzeit sorgt dafür, dass die Witze in diese wenigen Minuten komprimiert werden und kein Alltagsdrama oder unnötiges in-die-Länge-strecken dem Spaß im Weg steht!

Worum geht’s genau in »Sekko Boys«?

Miki Ishimoto hat gerade die Kunstuni hinter sich – und schwört sich, nie wieder eine Steinstatue auch nur anzusehen, da sie in ihrer Bildungslaufbahn ständig nur mit künstlerischen Statuen gequält wurde! Jetzt versucht sie es in einer Talentagentur, die gerade eine neue Managerin für eine frischgebackene Idol-Gruppe sucht.

Begeistert von ihrer Chance stellt sich Miki also ihrem neuen Team vor – nur, um festzustellen, dass die vier Idols bloß Marmorstatuen sind, die alle im Business groß rauskommen wollen!


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Italo Beat Boy

Öh…, Seko Boys?
Nope.
Da sollte eher “Music Girls” rein (jap. Ongaku Shoujo). Das war imo der bessere Musik-Anime.
Aber ansonsten volle Zustimmung bei den anderen Animes. Kann ich selbst nur empfehlen.

Moritz

Kono oto Tomare fehlt! Ist meiner Meinung nach ein sehr sehr guter Anime. Nach 2 Staffeln hab ich die Charaktere so ins Herz geschlossen, dass er bei mir auf der gleichen Stufe mit Attack on Titan (letzte Staffel noch nicht gesehen) und Fate/Zero steht. Auch die Geschichten der anderen Musikclubs/Schulen haben mich sehr berührt. Hab bei diesem Anime mal wieder seit 5 Jahren mehrere Tränen vergossen.

Philipp Phan

Also, ich finde es fehlt “Angel’s 3Piece!” in der Liste. Es ist ein sehr empfehlenswerter Anime für ein moe-lliges Gefühl. x)

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