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Ein Lied, das vom Herzen kommt, ist die mächtigste Waffe der Menschheit – was zunächst ungewöhnlich klingt, ist die Handlung eines der erfolgreichsten Anime-Franchises in Japan – Symphogear! Wir haben fünf Gründe vorbereitet, warum auch ihr der Serie eine Chance geben solltet!

Im Dezember 2011 flackerte die erste Folge von »Senki Zesshou Symphogear« über die japanischen Bildschirme und entführte seine Zuschauer in eine Zukunft, in der die Menschheit von abstrakten, als »Noise« bezeichneten Monstern terrorisiert wird. Die gesamte Hoffnung der Menschen liegt nun auf den Symphogears – hoch technisierte Vorrichtungen, die mithilfe von Schallwellen die Macht uralter Relikte erwecken und den gegen andere Waffen resistenten Noise im Nu den Garaus zu machen in der Lage sind.

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Während der Anime hierzulande wohl eher Fragezeichen als Begeisterung hervorruft und als absoluter Geheimtipp gehandelt wird, ist Symphogear in Japan schon längst ein fester Teil der Otaku-Kultur geworden: Regelmäßige Live-Events, Online-Radios, Verkaufszahlen im fünfstelligen Bereich und eine unendlich passionierte Fanszene huldigen dem Einfallsreichtum von Autor Akifumi Kaneko.

Wir haben euch heute fünf Gründe aufgelistet, warum ihr einen Blick in das etwas andere Erfolgsfranchise wagen solltet! Falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr die Serie vollständig auf Japanisch mit deutschen Untertiteln bei Crunchyroll schauen. In unserem ausführlichen Ersteindruck erfahrt ihr außerdem alles zur neuesten Staffel XV!


Symphogear ist … anders!

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Ein Anime-Musical, in dem hübsche Mädchen mit inbrünstigen Liedern und haushohen Schockwellen gegen Monster kämpfen – klingt zunächst wie ein ziemliches Trashfest, bringt aber ein völlig ungewohntes, für den westlichen Zuschauer neues Feeling mit sich!

Denn es gibt wohl kaum einen japanischeren Anime als Symphogear – die Serie rezitiert liebevoll klassischen Genre-Elemente wie aufwendige Magical Girl-Verwandlungen, typisches Mecha-Gefachsimpel oder schier den »typisch-japanisch« übertriebenen Bombast, der das Bild von Anime im Westen so stark geprägt hat.

In Kombination mit einer modernen Erzählweise, produktiontechnischer Superlative und einer Geschichte, die euch einen wahnsinnigen Plottwist nach dem anderen um die Ohren haut, wird Symphogear zu einem erfrischend anderem Anime-Erlebnis, das zwar zunächst extrem gewöhnungsbedürftig erscheint, euch einmal angefixt jedoch nicht so schnell wieder loslässt!


Symphogear ist … mitreißend!

 
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In Symphogear stehen zwei Dinge an oberster Stelle: Musik und Action! Und beide Elemente werden euch nicht etwa in zarten Prisen in den Nacken gestreut, sondern kommen mit Volldampf auf euch zu!

Wenn Hibiki und co in den penibel durchgetakteten Kampfszenen mal wieder einem übermächtigen Feind gegenüberstehen, wird nichts dem Zufall überlassen – detailgespickte Cheoreografien und faustdicke Inszenierung ergeben zusammen eine explosive Mischung, die aus rein künstlerischer Sicht wohl die teils hochwertigsten Action-Szenen der letzten Jahre ergibt.

Dabei wird jedoch nicht nur stumpf draufgehalten, sondern die Noise abwechslungsreich in ihre Einzelteile zerlegt: Ob sich die zurückgezogene Tsubasa nun in der hohen Kunst des Schwertkampfs versucht, die hitzköpfige Chris tausende Kugeln losschnellen lässt oder sich Hibikis einfacher Charakter in ihren Faustschlägen, wortwörtlich, niederschlägt – wer Action sucht, ist in Symphogear mehr als nur bedient.


Symphogear ist … sympathisch!

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Dabei sind die Trägerinnen der Symphogears, wenn sie nicht gerade dabei sind, in einem Wirbelwind aus Phonic Gain durch die Lande zu wüten, ganz normale Mädchen.

Wer nun jedoch damit rechnet, dass der Anime ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen gähnend langweilige Moe-Stereotype nachbetet, ist gewaltig auf dem Holzweg! Jeder Charakter in Symphogear besitzt eine ganz eigene Backstory, Umstände und sich daraus ergebende inneren Konflikte und Ideologien, die über die mittlerweile vier abgeschlossenen Staffeln hinweg mit dem Zuschauer mitwachsen.

Das schafft einen deutlichen Zugang zum sonst eher abstrakten Setting und lockert die Handlung um einiges auf. Und das übrigens nicht nur im Anime – bei den rund alle zwei Jahre stattfindenden »Symphogear Live«-Konzerten zeigen sich die Synchronsprecherinnen selbst begeistert und stellen unter Beweis, dass sie einen Heidenspaß an ihrem Projekt haben!


Symphogear ist … aufwendig!

 
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Auf künstlerischer Ebene hatte Symphogear wahrlich keinen sonderlich guten Start: Nachdem das Studio Encourage Films an der ausgefeilten Action und der komplexen Inszenierung beinahe verzweifelte, musste Log Horizon-Schmiede Satelight zur Rettung eilen, um den Anime vor einer optischen Katastrophe zu retten.

Doch wie ein Phönix aus der Asche hat sich Symphogear unter dessen Leitung erholt und wirkt heute wie ein Best-of der japanischen Sakuga-Riege: Zahllose talentierte Animatoren durften sich bereits an den Missionen von Hibiki und co austoben und verhelfen der Reihe zu ihrer bezeichnenden, spektakulären Bombastik.

Federführend für diese ist übrigens Regisseur Katsumi Ono, der Symphogear erst seinen typischen Stil verpasst hat und auch weiterhin für spektakuläre Actionmomente sorgt!


Symphogear ist … musikalisch!

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Neben brachialen Kampfszenen und der Aufarbeitung tiefer persönlicher Konflikte steht natürlich die Musik bei Symphogear im absoluten Rampenlicht! Doch statt immer gleichem Idol-Gedudel aus der Kiste des Mainstreams erwartet euch eine große Anzahl verschiedenster Musikstile: Denn jeder Gear-Nutzer schlägt seine Gegner zu ganz eigenen Melodien aus einem Portfolio von traditioneller japanischer Koto-Musik und rotzfrechem Rock bis hin zu psychotischem Dubstep.

Wer bei typischen Opening-Einspielern schon Gänsehaut bekommt, wird bei Symphogear ordentlich durchgeschüttelt: Denn ganz im Stil eines Musicals erweitern die Songs die Handlung, drücken das Innenleben der Charaktere aus und nehmen teilweise dialog-artige Züge an – eine im Anime-Bereich nicht häufig anzutreffende Kunstform.

Dabei schmettern jedoch nicht nur die Mädels selbst einen Ohrwurm nach dem anderen, auch die Komponistengruppe Elements Garden untermalt die Situationen stets mit einem stimmigen Orchestralsoundtrack – wer auf japanische Musik steht, kommt in Symphogear voll auf seine Kosten.


Jetzt seid ihr gefragt!

Habt ihr schon in Symphogear reingeschaut? Was haltet ihr von dem Anime? Und welche Musikrichtung würdet ihr wählen, wenn ihr ein eigenes Gear besitzen würdet?

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Warliet

Besser kann man Symphogear nicht beschreiben. Ja, Season 1 war optisch eher unteres Niveau, was dem Storytelling allerdings nicht entgegenwirkt. Man sieht selbst Season für Season immer wieder Verbesserungen.
Um dich selber zu zitieren, Endo: “Selbst wenn es um Produktionswerte geht, trägt Symphogear sicherheitshalber noch einmal eine Nummer dicker auf und zieht seine Linie damit in jeder Hinsicht voll und ganz durch.” (Quelle:https://ninotaku.de/symphogear-xv-ersteindruck/)
Dies sieht und merkt man definitiv.
Musikalisch merkt man, dass Elements Garden sich die größte Mühe gibt immer den passenden Ton zur Situation zutreffen. Dies gelingt auch sehr gut. Und ja, ich erwisch mich immer wieder selber, wie ich irgendeinen der Songs vor mich hersumme.
Der Seijuu-Cast ist Minimum genauso schuldig daran. Bekannte Größen wie Nana Mizuki (Hinata Hyuga, Fate Testarossa, Moka Akashiya), Aoi Yuuki (Madoka Kaname, Victorique de Blois, Diane, Tsuyu Asui), Ayahi Takagaki (Sylvie Lumiere, Noe Isurugi, Lisbeth/Rika Shinozaki, Henrietta), Yoko Hikasa (Mio Akiyama, Houki Shinonono, Rias Gremory, Stephanie Dola), Yoshino Nanjo (Maaya Awatsuki, Eli Ayase), und Ai Kayano (Inori Yuzuriha, Mayaka Ibara, Shiro).

Über Symphogear bin ich irgendwann zwischen der ersten und zweiten Season gestolpert, als ich Musik-Anime aufgesogen hab, wie ein Schwamm Wasser.
Die Charaktere waren sofort symphatisch durch die doch relativ komplexe Darstellungsweise derer. Insbesondere die vielen Hintergrundgeschichten rundum die Hauptcharaktere, aber auch Antagonisten vermitteln Tiefe. Der Zuschauer versteht, wieso, weshalb und warum jeder Charakter so handelt wie er handelt.

Leider enden mit Symphogear XV die Abenteuer und actiongeladenen Kämpfe unserer Relic User.

Meiner Meinung nach ist Symphogear ein sehr unterschätzter Anime, der vielleicht nicht den typischen Shonen-only-Fan abholt, aber jeden anderen der über seinen Tellerrand hinausguckt und sich in das Land der unbekannten Anime wagt und sich auch traut mal was komplett neben seinen gewohnten Genres anzuschauen.

Wenn die Gears nicht nur von weiblichen Menschen genutzt werden könnten, dann wäre es vermutlich Ichaival, wie es existiert, oder auch Shenshou Jing.

Wichtiger Hinweis: WATCH SYMPHOGEAR! NOW!

bliblablue

Ich glaube, dass der Seiyuu-Cast mit diesen bekannten Größen nicht nur ein Minimum vom Ganzen der Beliebtheit ausmacht, sondern wohlmöglich ein wenig mehr. Immerhin besteht nicht nur der Main-Cast aus berühmten Stimmen, sondern auch oft die Antagonisten wie z.B. Finé mit Sawashiro Miyuki (Sinon aus SAO, Kanbaru aus der Monogatari Serie etc.) oder Carol mit Minase Inori (Rem aus Re:Zero, Hestia aus Danmachi, Chino aus GochiUsa etc.). Inserted Songs und bekannte Seiyuus sind immer gut um deren Fans für eine Serie anzuziehen und zu begeistern. “Fangasm” halt 😀

bliblablue

Ich finde Symphogear ebenfalls toll, aber es ist meiner Meinung nach nicht wirklich für jeden was. Es gibt eigentlich auch nicht wirklich irgendwas vergleichbares zu Symphogear um es weiterzuempfehlen, wenn jemand Anime xyz mag. Die Elemente, die vorkommen sind nicht fremd und kommen auch in anderen Anime vor, aber in diesem Zusammenspiel habe ich es bis jetzt nur Symphogear gesehen. Es ist schon fast eine Ode an die Otaku-Kultur und “Fangasm”. Ich denke, Symphogear ist etwas auf das man sich erst einmal für eine Staffel einlassen muss ohne etwas hohe Erwartungen um zusehen ob es einem gefällt.

P.S. Yukine Chris ist für mich Best Girl. 😉

Warliet

Chris Believer spotted.

Definitiv gibt es nicht vergleichbares. Das Nächstmögliche wäre mit 2 Hühneraugen zudrücken die Macross-Reihe.

Eigentlich hat ich einen ewiglangen Kommentar verfasst, der geschluckt wurde, RIP 1h schreiben, aber für Symphogear muss man über den Tellerrand gucken. Nicht nur Satelight hat die Serie vor einer optischen Katastrophe gerettet, so sind auch die VAs gut gewählt, wenn man in Hibiki Madoka wieder erkennt, in Chris die SAO-Schmiedin Lisbeth, in Maria unser Idol Eli Ayase usw.

Rodnik

Ich muss gestehen das ich bisher noch nie von der Serie gehört habe ^^° ich hätte, wenn ich nur den Titel gelesen hätte, warscheinlich einfach weiter gescrollt aber jetzt habt ihr mich doch stark in Versuchung geführt mit der Serie anzufangen. Sehr warscheinlich werde ich das auch in den nächsten Wochen tun. Für denn Fall das sie mir gefällt danke ich euch Schonmal 🙂

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