DRAGON BALL SUPER © 2015 by BIRD STUDIO, Toyotarou/SHUEISHA Inc.

14 Jahre nach Erscheinen des Mangakapitels ist Dragon Ball die Mutter aller Fighting-Shounen – doch während die Fanbase teilweise ihre grenzenlose Fantasie spielen lässt, wollen wir einige Dragon Ball-Theorien auf ihren Sinngehalt prüfen!

Kamehameha, Saiyajin, Son Goku – egal ob japanophiler Otaku oder nicht, wer diese Begriffe hört, dem schießen direkt die epischen Schlachten und markerschütternden Abenteuer des Fighting-Shounen Epos Dragon Ball durch den Kopf. Die von Altmeister Akira Toriyama erdachte Serie gehört zu den erfolgreichsten Anime- und Manga überhaupt und rühmt sich Millionen von Fans rund um den Globus.

Und zu einer richtig lebhaften Fankultur gehören neben Fanfictions, Fanarts und AMVs natürlich auch mal witzige, mal düstere Theorien zur Story und ihren Charakteren – wir haben euch heute drei dieser Theorien herausgesucht und prüfen die Vermutungen auf ihre Standfestigkeit!

Beachtet dabei wie immer, dass es sich dabei, wenn nicht anders erwähnt, um reine Spekulationen und keine bestätigten Fakten handelt.

Die Frucht des Seitensprungs …

DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Son-Gohan, der erste Sohn des Hauptcharakters Son Goku, soll angeblich nicht aus den Genen des schwarzhaarigen Weltenretters hervorgegangen, sondern das Ergebnis eines Seitensprungs seiner Ehefrau ChiChi sein!

Der Saiyajin-Filius trägt die äußeren Merkmals seines Vaters nämlich nur bedingt und gleicht in seinem Aussehen viel mehr einem ganz anderen Charakter aus dem Dragon Ball-Universum: Und zwar Yamchu!
Sowohl die Pilzfrisur aus Kindertagen als auch das wuschelige Erwachsenenhaupt soll er von dem ehemaligen Banditen geerbt haben.

Hat Yamchu Goku etwas zu erklären? | DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Was dieser Vermutung auf den ersten Blick schnell den Wind aus den Segeln nimmt, ist die Tatsache, dass Yamchu im Gegensatz zu seinem angeblichen Sprössling nicht die Form eines Saiyajin annehmen kann, sondern genau wie ChiChi ein ganz normaler Mensch ist. Die Theorie erklärt diesen Umstand so, dass ChiChi dem Kind während der Schwangerschaft einen Teil von Gokus DNS injizieren ließ, damit dieser von dem Techtelmechtel keinen Wind bekommt und in seinem angeblichen Nachkommen die Fähigkeiten seines Volkes wiedererkennt.

So kreativ diese Theorie doch teilweise ist, als genau so anfechtbar und bröckelig erweist sie sich bei genauer Betrachtung:
Allen voran gibt es in der Geschichte selbst keinen Hinweis darauf, dass Yamchu und ChiChi sich jemals näher gekommen sind als bei Yamchus fehlgeschlagenem Liebesgeständnis in ihrer Kindheit, auch wirkt Gokus Herzensdame recht zufrieden mit ihrem Gatten und hätte daher keinen Grund, einem anderen Mann schöne Augen zu machen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Seitensprung-Theorie hausgemachter Unsinn. | DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Das größte Gegenargument, das diese These vollends entkräftet ist schließlich der Storyverlauf selbst: Denn zu Beginn der Saiyajin-Saga, in der Son Gohan das erste Mal in Erscheinung tritt, weiß Goku noch nichts von seiner Fähigkeit, die Form eines Saiyajins anzunehmen.
Demzufolge hätte auch ChiChi während ihrer Schwangerschaft noch nichts von den übermenschlichen Kräften ihres Ehemanns wissen können, und so auch nicht die Entscheidung fällen, dem Kind Gokus Gene einzupflanzen. Das Yamchu ähnelnde Design ist wahrscheinlicher der Ursprung einer Laune Toriyamas.

Roboter gegen den Schmerz … 

DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Den meisten Dragon Ball-Fans sollte der muskelbepackte Cyborg C 16 noch in guter Erinnerung schweben.
Schließlich sticht der Gigant aus der Serie von Dr.Geros Killermaschinen hervor, besaß er im Gegensatz zu seinen Baugenossen doch keine niederträchtige, zerstörungswütige Persönlichkeit, sondern war ein sanfter Riese, der, nachdem er von C17 und C18 erweckt worden war, im Wald mit den Tieren zusammenlebte und keiner Fliege etwas zuleide tat.

Doch warum ist das so? Ist C16 etwa ein Fehlschlag, der seiner Funktion als Waffe nicht gerecht werden kann?
Nach einer weitverbreiteten Fan-Theorie stellt C16 einen Ersatz für Dr.Geros Sohn dar, der ein Teil der von Son Goku zerschlagenen Red Ribbon-Armee war.
Angeblich wurde der Filius des Wissenschaftlers sogar von Goku selbst in die ewigen Jagdgründe geschickt, was gewaltig Öl in seinen Hass auf den stachelhaarigen Protagonisten der Geschichte kippte.
Dass sein Kind im Kampf sein Leben ließ, soll den Professor so sehr geprägt haben, dass dieser C16 eine sanftmütige und ruhige Persönlichkeit verpasst hat, die ihn von gewalttätigen Auseinandersetzungen nach Möglichkeit fernhalten sollte.

Dr. Geros fiese Persönlichkeit scheint nichts weiter als die Folge eines schmerzhaften Verlusts zu sein. | DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Doch trotzdessen stattete Gero seinen Sohn mit unvorstellbaren Kräften aus, damit er sich im Zweifel durchsetzen könnte und der geschlagene Doktor den Verlust seines Kindes nicht noch ein zweites Mal mit ansehen müsste.

Akira Toriyama selbst stufte in einer Fragerunde mit Fans diese Theorie als wahr ein:
Tatsächlich handelt es sich bei Dr.Geros Sohn um ein Mitglied der Red Ribbon-Armee, das durch eine Kugel sein Ende gefunden haben soll. Die Info, welcher Kämpfer jedoch genau die Lücke im Herzen seines Vaters zurückließ, hielt der Autor jedoch zurück.
Spekulationen unter den Fans werfen die Möglichkeit in den Raum, dass die fragliche Person Kommandant Red gewesen sein könnte, ähnelte dessen Haarfarbe und Frisur doch der des Cyborgs und genau wie das Kind des Professors wurde er von einem Pistolenschuss dahingerafft.
Doch wer auch immer der Sohn des Doktors war, steht fest, dass ebendieser wohl zu den traurigsten Charakteren der Dragon Ball-Reihe gehört …

Eine traumatische Kindheit … 

DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

So gut wie jeder der Dragon Ball-Charaktere hat im Laufe der Story nach zahlreichen Entbehrungen, Kämpfen und Leidenswegen sein Päckchen zu tragen: Laut einer weitverbreiteten Theorie musste Son-Gohans Psyche jedoch am meisten einstecken.

Nachdem er als Kleinkind von Radditz entführt wurde und den Tod seines eigenen Vaters mit ansehen musste, ließ der Junge unter Piccolo ein jahrelanges Training in der Wildnis über sich ergehen, bevor er als Vierjähriger die schrecklichen Ereignisse auf Namek und die Brutalität des Ginyu Sonderkommandos am eigenen Leib miterlebte.
Nicht nur wurden seine Freunde einer nach dem anderen von Freezers Schergen hopsgenommen, auch Ginyu selbst griff den jungen Halb-Saiyajin im Körper seines eigenen Vaters an.

Viel zu lachen hatte der kleine Gohan in seiner Kindheit wahrlich nicht. | DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Die Geschehnisse waren eine reine Tortur für den Kleinen und gingen anscheinend auch nicht ohne Weiteres an ihm vorbei:
So soll Gohan unter PTBS leiden und seine Kindheit in Form des Saiyamans verarbeiten.
Denn nachdem er zur Verbrecherjagd das Cape und die Maske anlegt, nimmt der Nachwuchs-Held teilweise dieselben merkwürdigen Posen ein wie das Ginyu-Sonderkommando und ahmt so seine Peiniger aus Kindertagen nach.

Indem er sie imitiert, aber im Gegensatz zu der niederträchtigen Truppe Gutes tut, statt Verbrechen zu begehen, gleicht er sein stark zerrüttetes Weltbild im Inneren aus.
Die zahlreichen Kämpfe und das massive Ausmaß an Brutalität, mit der Son-Gohan in seiner Kindheit konfrontiert wurde, könnten ebenfalls zu dessen pazifistischer Persönlichkeit geführt haben.

Trotz der traumatischen Erlebnisse hat sich Gohan zu einem herzensguten Kämpfer entwickelt. | DRAGON BALL © 1984 by BIRD STUDIO/SHUEISHA Inc.

Trotz einiger plausibler Hinweise ist sich die Fanbase in weiten Teilen einig, dass die PTBS-Theorie Unsinn ist.
Sicherlich war Gohans Kindheit nicht die Zeit seines Lebens, doch betrachtet man den energetischen und aufgeweckten Jugendlichen, zu dem er später heranwächst, ist es schwer vorstellbar, dass er unter einer schweren psychischen Krankheit wie der PTBS leiden soll.

Auch gibt es bis auf die ählichen Kampfposen keinen Beweis dafür, dass das Ginyu-Sonderkommando eine Rolle bei der Erschaffung des Saiyaman gespielt hat, beide sind in ihrer Stilistik eine Parodie auf japanische Sentai-Serien und damit nichts weiter als eine popkulturelle Referenz.
Ohnehin würde die Geschichte nicht in Toriyamas Universum passen – zwar werden häufiger Themen wie Tod und Trauer thematisiert, aber stets ohne schwerwiegende Folgen für die Charaktere.

Jetzt seid ihr gefragt!

Kennt ihr noch weitere, interessante Dragon Ball-Theorien? Und würdet ihr die Theorien aus diesem Artikel als wahr oder falsch einstufen?

Schreibt es uns in die Kommentare!

2
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
1 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
2 Kommentatoren
EndoPatrik Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Patrik
Gast
Patrik

Schöner Artikel nur 2 Kleine Verbesserungen Son Gohan ist kein Säugling sondern 4 als Radditz kommt und das andere er müsste daher 5 sein als er nach Namek Fliegt. 🙂