BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

Nach einem endlos langen Jahr ohne unsere Lieblingshelden ist Kōhei Horikoshis Shounen-Hit um Deku und seine Freunde endlich wieder auf die Bildschirme zurückgekehrt. Grund genug, einmal in der Trivia-Kiste zu kramen und euch ein paar Fakten zur Serie zusammenzutragen, die euch vielleicht überraschen werden.

Sammelt euch, ihr Nachwuchshelden! In der heutigen Unterrichtsstunde gehen wir unter anderem der Frage nach, an welchen Mangaka-Kollegen Horikoshi-sensei sein Herz eigentlich verloren hat, welche Charaktere seine liebsten sind und was genau der Manga-Zeichner eigentlich mit Star Wars zu tun hat.

Nach unseren Faktensammlungen zu Attack on Titan, One Punch Man und DanMachi schwingen wir uns nun erneut in unsere Heldenkostüme und stürzen uns mit voll Karacho in die Welt von My Hero Academia, die vor interessanten Begebenheiten nur so strotzt.


1. Dekus Prototyp

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

Jeder Manga fängt irgendwo einmal an und zumeist sind die Ideen, die man zu jener Zeit als supermegageil empfindet, doch nicht so das Gelbe vom Ei. So sah der tollpatschige Protagonist der Serie zu Anfang nicht nur deutlich anders aus und trug den Namen Mikumo »Yamikumo« Akatani, auch charakterlich hatte er wenig von seinem heutigen Pendant.

Nicht nur wirkte er deutlich ruhiger und beinahe schon einschüchternd, er besaß außerdem keine Spezialität und schlug sich, um mit seinen Klassenkameraden mithalten zu können stattdessen mit geschnorrten Bauteilen als genialer Erfinder durch das Leben an der U.A.

Wer weiß, wie sich die Geschichte wohl entwickelt hätte, wäre Horikoshi bei seinen Originalentwürfen geblieben? Eine Frage, die Neugier weckt und definitiv Lust auf mehr macht.


2. Der steinige Weg eines Mangaka

© Kohei Horikoshi

Die Welt der Mangaka ist riesig und voller beliebter Serien, denen längst der Sprung in den Manga-Olymp gelungen ist. Umso schwieriger gestaltet es sich für Neulinge, ebenfalls Fuß in dieser längst übersättigten Welt zu fassen, deren Großteil sich gerade im Shounen-Bereich längst auf bestimmte Zeichner oder Serien festgesetzt hat.

So hatte auch der MHA-Mangaka so seine liebe Not damit, Fuß in der Industrie zu fassen, und durfte direkt zwei Versuche, einen Longrunner zu zeichnen, zu Grabe tragen. Einer davon ist der auch auf Deutsch erschienene Manga Barrage, der zum Grundgerüst seines späteren Erfolges My Hero Academia werden würde. Leider konnte der, genau wie Horikoshis anderer Versuch Oumagadoki Doubutsuen nicht genug Leser für sich gewinnen und wurde nach nur zwei Bänden wieder eingestampft.


3. Horikoshis Inspirationen

ONE PIECE © 1997 by Eiichiro Oda/SHUEISHA Inc.

Dass der Academia-Schöpfer schon seit frühester Kindheit ein begeisterter Shounen-Jump-Leser ist, mag nicht wirklich überraschen. Auch dass zu seinen Lieblingsserien Eiichiro Odas Piraten-Saga One Piece und Akira zählen, ist wohl kaum eine Erwähnung wert. Das Interessante daran ist, dass Oda-senpai seinen Fan schon vor dessen Debüt genotict hat.

So eröffnete der One-Piece-Schöpfer den Frage-und-Antwort-Teil des 77. One-Piece-Volumes mit einem Fanart ebenjenes Mangakas, das dieser etwa zehn Jahre vor seinem Debüt eingeschickt und das seinen Weg in den 23. Band der Serie gefunden hat.

Dazu verriet Oda noch, wie sehr er sich für den Nachwuchs-Mangaka freut und dass er ihm alle Daumen gedrückt hätte, hätte er ihm schon damals von seinem Traum erzählt und nicht erst auf der Jump-Neujahrsfeier, auf der er Oda von sich aus diese süße Geschichte beichtete.


4. Schüchternheit, dein Name lautet Mangaka

© Kohei Horikoshi

Dass Berümtheit ordentlich Stress bedeuten kann, ist nicht der einzige Grund, weshalb es ein Teil der Zeichner lieber vorzieht, anonym zu bleiben, und sich der Öffentlichkeit lieber nur mit Maske präsentiert und Fotos und Videos komplett abschwört. Zu diesen zählt auch der Heldenschöpfer.

Während er nichts dagegen hat, seinen Fans sein Gesicht zu zeigen, mag er es überhaupt nicht, fotografiert oder gefilmt zu werden. So ist es also nicht weiter verwunderlich, dass nur eine Handvoll Fotos von ihm existieren, unter anderem obiges, das bei einem Interview von vor ein paar Jahren aufgenommen wurde, und noch ein weiteres von der San Diego Comic-Con 2018.

Aber wie heißt es so schön? Kleine Mysterien regen das Interesse an.


5. Horikoshis Lieblingshelden

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

So wie jede Mutter ihr Lieblingskind hat, hat auch ein Mangaka Charaktere, die er mag und nicht so sehr leiden kann. Im Falle von My Hero Academia hat der Serienschöpfer einen ganz besonderen Narren an Bakugo und Mineta gefressen, was zumindest in letzterem Fall doch einige Fragen aufwirft, zählt der Gummischädel doch nicht gerade zu den beliebtesten Charakteren der Serie und wird von den Fans auch gern als unnötig und nutzlos beschimpft.

Über Fanliebling Bakugo dagegen braucht sich wohl niemand zu beschweren, gilt der doch als einer der polarisierendsten und gleichzeitig beliebtesten Charaktere des Superheldenepos. Kein Wunder also, dass auch Horikoshi-sensei in ihm seinen persönlichen Liebling gefunden hat.


6. Und noch mehr Prototypen

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

Wie wir eben schon bei Deku feststellen konnten, ist nicht jeder Charakterentwurf direkt das finale Produkt und bis zum Ende der Serie kann noch viel umgeworfen werden. Beispielsweise basiert die gute Mountain Lady auf einem sehr frühen Entwurf von Uraraka mit dem Namen Yu Takeyama. Dem Namen, der sich später als Mountain Girls Zivilname entpuppen würde.

Auch für All Might hatte der Autor erst andere Pläne. Ursprünglich sollte der One-For-All-Träger nämlich deutlich älter aussehen und sein einziger Part in der Story daraus bestehen, Deku dazu zu überreden, trotz seiner Spezialitätenlosigkeit an seinem Traum festzuhalten und ein Held zu werden.

Die größte Überraschung bietet allerdings Bakugo, der anfangs noch unter dem Namen Gogou lief. Der war laut erster Pläne nämlich deutlich freundlicher und netter und hat seine Mitmenschen nur beleidigt, weil sein Mund schneller war als sein Hirn. Das war Horikoshi dann aber doch zu flach und so wurde der großmäulige Arroganzbolzen geboren, den wir alle kennen und lieben. Und selbst sein Erfinder war schließlich froh über seine Entscheidung.


7. HeroAca und die anderen Superhelden

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

Selbst der kreativste Kopf braucht Inspiration und was bietet sich dafür besser an als Dinge, die man liebt? Und da eine kleine Hommage noch niemandem geschadet hat, bedient sich My Hero Academia mit Freuden an den bereits bestehenden Marvel- und DC-Franchises.

Ragdoll von den Wild Wild Pussycats teilt beispielsweise ihren Namen mit zwei DC-Superschurken, auch wenn die sich wie die Puppen Rag Dolls schreiben und nicht Ragdoll, wie die Katzenrasse. Tooru Hagakure teilt sich ihren und den Namen ihrer Spezialität mit Fantastic-Four-Heldin Sue Storm, zu deren Aliasen auch Invisible Girl gehört.

Zu guter Letzt hätten wir da auch noch den guten Sugar Man Rikidou Sato, dessen Heldenname sich vom überhaupt nicht süßen X-Men-Bösewicht Sugar Man ableitet.


8. Auch die Fans dürfen mitreden

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

So schwierig es auch für einen Mangaka ist, die Nähe zu seinen Fans zu wahren und sie vielleicht sogar in die eine oder andere Entscheidung einzubeziehen, so schön ist es gleichzeitig, wenn sie tatsächlich einmal erhört werden. Im Falle der Fanart-Zeichner Agen Chiita und Tetsuya Oohara hat sich dieser Traum sogar erfüllt.

Beide schlossen einen auf der japanischen Fanart-Seite Pixiv ausgeschriebenen Charakterdesign-Wettbewerb auf den ersten beiden Plätzen ab und durften schon kurz darauf ihre Charaktere Bubble Girl und Centipeder in ihrem Lieblingsmanga bewundern.


9. Golden-Week-Stress

BOKU NO HERO ACADEMIA © 2014 by Kohei Horikoshi/SHUEISHA Inc.

Vielleicht sind euch die skizzenartigen Zeichnungen aufgefallen, mit denen uns Mangaka Horikoshi im 182. Chapter seiner Serie beglückt hat. Das war nicht etwa dem missglückten Versuch geschuldet, den Zeichenstil der Serie zu ändern, sondern Serienverlag Shueisha, die das Kapitel unbedingt noch vor der Golden Week 2018 fertig in Händen halten wollten.

Kein Wunder, dass Horikoshi und seinen Assistenten dank des sowieso schon viel zu straffen Arbeitsplans keine Zeit für die Feinarbeit blieb und einige der Panels so als reine Skizze in den Druck gingen. Damit sich allerdings niemand mit einer unfertigen Version zufriedengeben muss, wurde das Kapitel später noch korrigiert im 20. Sammelband der Serie abgedruckt.


10. Was My Hero Academia, Avengers und Star Wars gemeinsam haben

© Kohei Horikoshi / © Disney

Kommen wir zu guter Letzt noch zum Beweis, wie eng Anime und Westliches eigentlich Hand in Hand gehen. Nicht nur durfte der Academia-Schöpfer ein Poster zum Japanrelease von Star Wars: The Last Jedi beisteuern, es wurde außerdem eine Kollaboration zwischen dem Marvel Cinematic Universe und seinem Heldenmanga ausgerichtet, die sowohl die dritte MHA-Staffel als auch Avengers: Infinitiy War promoten sollte.

Zur Feier dieses Anlasses stellte Horikoshi das Avengers-Poster mit seinen Charakteren nach und ließ sie in eigens dafür animierten Trailern wie kleine Kinder über den Film und dessen Helden schwärmen.


Quelle: TV Tropes


Jetzt seid ihr gefragt!

Konnten wir euch doch noch mit dem einen oder anderen Fakt überraschen? Was muss jeder My-Hero-Academia-Fan eurer Meinung nach sonst noch unbedingt wissen?

Schreibt es uns in die Kommentare!

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Vicki
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Vicki

Wieviele Staffeln hat my Heros Academia schon? Sprich ist die vierte Staffel schon draußen? Ich finde sie nirgends.

Beogin
Gast
Beogin

Auf Anime in demand

Morastmops
Gast
Morastmops

Die vierte Staffel läuft gerade auf Anime on Demand.

Cerodan
Gast
Cerodan

Bei Punkt 6 hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.

All Might ist der Träger von One-For-All

All-For-One ist der Name des Antagonisten