© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Nur noch eine Woche ist es hin, bis der Attack on Titan-Anime vorerst sein Ende findet. Um die Wartezeit auf das Staffelfinale zu verkürzen, tauchen wir noch einmal tief in Hajime Isayamas Titanenwelt ein und stellen euch zehn weitere Fakten zu AoT vor!

Ein Vierteljahr lang hat Attack on Titan nun sowohl auf den japanischen TV-Bildschirmen, als auch den deutschen Simulcast-Monitoren für einen Querschnitt der Gefühle gesorgt. Seit über zehn Jahren fasziniert der Erfolgsmanga von Hajime Isayama nun schon seine Fans und konnte sich zu einem der erfolgreichsten japanischen Franchises überhaupt entwickeln.

Grund genug, zum dritten Mal ein wenig tiefer zu graben und euch interessante Funfacts, lustige Anekdoten und spannende Details aus der Welt um Eren, Armin, Mikasa und co zu präsentieren. Die ersten beiden Teile der Reihe findet ihr hier:

1. Bröckelndes Geheimnis

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Sowohl für die Mitglieder des Aufklärungstrupps, als auch für uns Zuschauer war es ein gewaltiger Schock, als sich Eren im Zuge des Kampfs um den Bezirk Trost in einen Titanen verwandelt und damit unangenehmerweise aufzeigt, dass sich die Feinde der Menschheit direkt unter den Soldaten befinden.

Doch schon vor diesem Ereignis finden sich einige Hinweise auf Erens Fähigkeit als Titanenwandler: Nicht nur werden wir immer wieder in einen Flashback geworfen, in dem Grisha seinem Sohn das Titanenserum injiziert, auch können wir schon in Episode 3 Erens Heilungsfähigkeit begutachten: Denn nachdem sich der angehende Soldat mit dem 3D-Manöver-Apparat verletzt hat, steigt Dampf aus seinem Kopf auf.

2. Ein schlechter Lügner

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Hätte Eren, so wie Isayama es ursprünglich für seine Story geplant, aber anschließend verworfen hatte, schon von Anfang an über seine Titanenfähigkeit Bescheid gewusst, wäre es ihm ziemlich schwergefallen, sein Geheimnis zu verbergen: Denn Eren ist ein verdammt schlechter Lügner.

Zumindest seine Mutter Carla konnte der leicht pinken Farbe seiner Ohren stets entnehmen, wenn der kleine Eren nicht die Wahrheit erzählte. Er ist also wortwörtlich nicht in der Lage zu »lügen, ohne rot zu werden«.

3. Mikasa, das Schiffsmädchen

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Bei Mikasas Namen ließ sich Isayama von einem der weltweit bekanntesten Marineschiffen inspirieren: Die Mikasa war ein am 01. März 1902 in den Dienst gestelltes, japanisches Linienschiff, das Teil zahlreicher berühmter Seeschlachten war und heute in der Stadt Yokosuka besichtigt werden kann.

Der Grund dafür lag schlichtweg darin, dass der Mangaka der Meinung war, ein weiblicher Charakter mit dem Namen eines Schiffes würde gut ankommen. Ironisch, dass vier Jahre später das Online-Game Kantai Collection, rund um als niedliche Mädchen personifizierte Schlachtschiffe, einen überragenden Erfolg verzeichnen konnte.

4. Forever Alone

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Trotz seines maskulinen und bildhübschen Aussehens ist Erwin bis zu seinem Tod in der Schlacht um die Rückeroberung von Shiganshina Single geblieben.

Der Grund dafür ist laut einem Q&A mit Isayama, dass Erwin in seiner gefährlichen Position als Anführer des Aufklärungstrupps niemals wissen konnte, wann er sterben wird und seiner eventuellen Familie keine unnötige Trauer bereiten wollte.

5. Prominente Statisten

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Dass sich der Mangaka bei der Gestaltung seiner Figuren oder Titanen gerne mal von berühmten Persönlichkeiten wie Brock Lesnar oder dem dem MMA-Kämpfer Yuushin Okami inspirieren lässt, ist seit Längerem kein Geheimnis.

Doch wagt man einen Blick in die Liste der Nebencharaktere, fällt auf, dass sich einige Stars und Sternchen auch in den Namen der Nebencharaktere wiederfinden – so etwa der Franz Kefka, ein gutmütiger Soldat aus der Schlacht um Trost, dessen Name erschreckende Parallelen zu einem gewissen deutschen Schriftsteller aufweist. Oder aber Samuel Linke-Jackson, der zwar nicht in Pulp Fiction mitgespielt hat, aber neben Eren, Armin und Mikasa auch ein Teil der 104. Trainings-Einheit war.

6. Natürliche Stärke

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Reiner besitzt nicht nur in seiner Form als gepanzerter Titan einen eindrucksvollen Körper, sondern ist auch als Mensch breit gebaut und muskulös.

Sein kräftiger Körperbau wurzelt jedoch nicht in jahrelangem Training oder seiner Karriere beim Aufklärungstrupp, sondern ist erblich bedingt – schon sein Vater war von Natur aus sehr kräftig, sodass sich dieses Merkmal schlichtweg auf seinen Sohn übertrug.

7. Ein Flop?

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Angesichts der Millionen verkaufter Manga-Exemplare, tausenden Anime-Discs und einer internationalen, leidenschaftlichen Fanbase zwar kaum zu glauben, aber wahr – bei Isayamas ersten Versuch, das Konzept von Attack on Titan an den Mann zu bringen, wurde das Titanen-Epos abgelehnt.

So trat er an den Verlag Shueisha heran, um seine Geschichte im weltbekannten Weekly Shounen Jump zu platzieren. Die verantwortlichen Redakteure sahen in dem 65-seitigen Pitch jedoch kein Potenzial und waren sowohl mit dem unausgegorenen Zeichenstil, als auch mit der Geschichte selbst unzufrieden.

Da der Mangaka selbst jedoch von seiner Story überzeugt war und die zahlreichen Änderungswünsche des Verlags nicht akzeptieren wollte, suchte er nach einer neuen Heimat für AoT und wurde bei Kodansha fündig: Dort läuft die Serie seit ihrer Entstehung schließlich erfolgreich im Bessatsu Shounen Magazine.

8. Ein rabiates Ende

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Inspiriert von der Film-Adaption zu Stephen Kings Kurzgeschichte »The Mist« sollten zum Schluss der Geschichte alle Charaktere in Attack on Titan ein tragisches Ende finden.

Doch nachdem die Ausstrahlung des Anime begann und eine weltweite Fanbase die Figuren ins Herz geschlossen hat, überdachte er diese Idee und verwarf sie schließlich, um die Titanenverfechter nicht zu enttäuschen – schließlich mussten diese auf dem Weg zum Finale schon genug Leid durchmachen.

9. Der, der den Sieg im Namen trägt

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

In der achten Episode der aktuellen Attack on Titan-Staffel wurde eine der schockierendsten Offenbarungen der gesamten Saga enthüllt: Zeke, der Träger des Tier-Titans, ist Erens Halbbruder und ein weiteres Kind Grishas.

Die von seinem ehrgeizigen Vater von Anfang an festgelegte Bestimmung des für die Rebellion gegen Marley geborenen Jungen ist sogar in dessen Namen verankert: So formen die Katakana von Zekes Namen das deutsche Wort »Sieg«, das im übertragenen Sinne für den Sieg der Eldia steht. Zu schade, dass auch dieses Symbol Zeke nicht vom Verrat an seinen Eltern abgehalten hat …

10. Attack on Metal

© Hajime Isayama, Kodansha / “ATTACK ON TITAN” Production Committee

Songwriter Revo diente laut eigenen Angaben der Stil der niederländischen Symphonic Metal-Band Epica als Vorbild für die von seiner Band Linked Horizon performeten Songs zu Attack on Titan. Egal ob Guren no Yumiya, Jiyuu no Tsubasa oder Shinzou wo Sasageyo – erfahrene Hörer der Metaller werden ihren Einfluss in den Songs ohne Probleme wiedererkennen.

Die fünfköpfige Gruppe rund um Frontfrau Simone Simons zeigte sich von dieser Ehre so begeistert, dass sie ein Mini-Album veröffentlichten, auf dem sie die Linked Horizon-Songs der ersten beiden Staffeln coverten.

Quellen: Attack on Titan Anime & Manga, Q&A mit Hajime Isayama im Bessatsu Shounen Magazine, Attack on Titan Charakter-Enzyklopädie, persönlicher Blog von Hajime Isayama, TV Tropes

Jetzt seid ihr gefragt!

Kennt ihr noch weitere Attack on Titan-Fakten? Welche Titanenkraft würdet ihr gerne mal erhalten?

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Julian Schwarz
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Julian Schwarz

Sicher, dass der erste Fakt zeigen soll, dass Eren ein Titanenwandler ist? Das ist doch üblich in Animes, dass ein dampfender Kopf gezeigt wird, wenn ein Charakter etwas am Kopf hat. Oder wurde das von Hajime Isayama bestätigt?

Indy
Gast
Indy

Könnte eher als Easter-Egg von WIT Studio so geplant worden sein, um ebenfalls Manga Lesern dazu bringen den Anime weiter zu schauen (und dabei nach Easter – Eggs zu suchen).